Das Buch Mormon – der Schlussstein unserer Religion

Ezra Taft Benson wurde am 10. November 1985 der 13. Präsident der Kirche. Sein unerschütterliches Zeugnis von der Macht des Buches Mormon bleibt unvergessen. Er hat immer wieder betont, welche Bedeutung das Buch Mormon für das tägliche Schriftstudium, die Missionsarbeit und den Evangeliumsunterricht hat. Vor 25 Jahren, im Oktober 1986, hielt er diese Ansprache bei der Generalkonferenz.


President Ezra Taft Benson

Meine lieben Brüder und Schwestern, heute möchte ich über eine der bedeutsamsten Gaben sprechen, die der Welt in der Neuzeit gegeben wurden. Die Gabe, die ich meine, ist wichtiger als jede Erfindung, die aus der industriellen und der technischen Revolution hervorgegangen ist. Diese Gabe ist für den Menschen sogar mehr wert als die vielen wunderbaren Fortschritte in der modernen Medizin. Sie ist für den Menschen von größerem Wert als die Entwicklung der Luft- und Raumfahrt. Ich spreche vom Buch Mormon, das der Menschheit vor 156 Jahren gegeben wurde.

Diese Gabe ist von der Hand des Herrn in über tausend Jahren bereitet und dann von ihm verborgen worden, damit sie für unsere Generation in ihrer Reinheit bewahrt blieb. Es gibt wohl kein klareres Zeugnis von der Bedeutung dieser neuzeitlichen heiligen Schrift als das, was der Herr selbst über das Buch Mormon gesagt hat.

Der Herr selbst hat bezeugt: 1.) dass es wahr ist (LuB 17:6), 2.) dass es die Wahrheit und sein Wort enthält (LuB 19:26), 3.) dass es durch Macht aus der Höhe übersetzt wurde (LuB 20:8), 4.) dass es die Fülle des Evangeliums Jesu Christi enthält (LuB 20:9; 42:12), 5.) dass es durch Inspiration gegeben und durch den Dienst von Engeln bestätigt wurde (LuB 20:10), 6.) dass es beweist, dass die heiligen Schriften wahr sind (LuB 20:11) und 7.) dass diejenigen, die es im Glauben annehmen, ewiges Leben empfangen werden (LuB 20:14).

Betrachtet man den Zeitpunkt im Verlauf der Wiederherstellung, den der Herr für das Hervorkommen des Buches Mormon gewählt hat, ist dies ein weiteres machtvolles Zeugnis für dessen Bedeutung. Das einzige Ereignis, das ihm vorausgegangen ist, war die erste Vision. Bei dieser herrlichen Kundgebung erkannte der Prophet Joseph Smith das wahre Wesen Gottes und erfuhr, dass Gott eine Arbeit für ihn habe. Als Nächstes kam das Buch Mormon hervor.

Bedenken Sie, was das bedeutet! Das Buch Mormon ging der Wiederherstellung des Priestertums voraus. Nur ein paar Tage vor der Gründung der Kirche wurde es veröffentlicht. Den Heiligen wurde das Buch Mormon zu lesen gegeben, noch ehe sie Offenbarungen über so großartige Lehren wie die drei Grade der Herrlichkeit, die celestiale Ehe oder die Arbeit für die Toten empfingen. Vor der Organisation der Priestertumskollegien und der Kirche war das Buch Mormon da. Wird daran nicht deutlich, welchen Stellenwert der Herr diesem heiligen Werk beimisst?

Sobald wir verstehen, was dem Herrn dieses Buch bedeutet, dürften wir eigentlich nicht überrascht sein, dass er uns feierlich ermahnt, wie wir es aufnehmen sollen. Der Herr weist darauf hin, dass diejenigen, die das Buch Mormon im Glauben annehmen und Rechtschaffenheit bewirken, eine Krone des ewigen Lebens empfangen werden (siehe LuB 20:14). Dann folgt die Warnung: „Aber diejenigen, die ihr Herz in Unglauben verhärten und es verwerfen, denen wird sich das zu ihrer eigenen Schuldigsprechung wenden.“ (LuB 20:15.)

1829 ermahnte der Herr die Mitglieder, mit Heiligem nicht leichtfertig umzugehen (siehe LuB 6:12). Das Buch Mormon ist gewiss etwas Heiliges, und doch gehen viele leichtfertig damit um oder – anders ausgedrückt – sie schätzen es gering, behandeln es so, als sei es unbedeutend.

Als 1832 einige der ersten Missionare von ihrer Mission zurückkehrten, tadelte der Herr sie, weil sie mit dem Buch Mormon leichtfertig umgegangen waren. Infolge ihrer Einstellung, sagte er, sei ihr Verstand verfinstert gewesen. Ihre Leichtfertigkeit im Umgang mit diesem heiligen Buch habe nicht nur ihnen selbst Licht entzogen, sondern habe auch die ganze Kirche unter Schuldspruch gebracht, ja, alle Kinder Zions. Der Herr sagte weiter: „Und sie werden unter diesem Schuldspruch verbleiben, bis sie umkehren und sich an den neuen Bund erinnern, nämlich das Buch Mormon.“ (LuB 84:54-57.)

Hat der Umstand, dass wir das Buch Mormon seit mehr als anderthalb Jahrhunderten haben, dazu geführt, dass es uns heute weniger wichtig erscheint? Erinnern wir uns an den neuen Bund, nämlich das Buch Mormon? Die Bibel besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Das Wort Testament ist die Übersetzung eines griechischen Wortes, das auch mit Bund übersetzt werden kann. Bezog sich der Herr vielleicht darauf, als er das Buch Mormon als neuen Bund bezeichnete? Es ist tatsächlich ein weiteres Testament oder ein weiterer Zeuge für Jesus. Dies ist ein Grund, warum wir den Titel des Buches Mormon vor einiger Zeit mit dem Zusatz „Ein weiterer Zeuge für Jesus Christus“ versehen haben.

Wenn die frühen Mitglieder der Kirche dafür getadelt wurden, dass sie mit dem Buch Mormon leichtfertig umgegangen waren, stehen wir dann weniger unter Schuldspruch, wenn wir dasselbe tun? Der Herr selbst gibt Zeugnis, dass das Buch Mormon von ewiger Bedeutung ist. Können einige wenige von uns die ganze Kirche unter Schuldspruch bringen, weil wir mit Heiligem leichtfertig umgehen? Was werden wir am Tag des Gerichts sagen – wenn wir vor dem Herrn stehen und seinem prüfenden Blick begegnen –, wenn wir zu denjenigen gehören, die, wie es heißt, den neuen Bund vergessen haben?

Es gibt drei wichtige Gründe, warum die Heiligen der Letzten Tage es sich zur lebenslangen Gewohnheit machen sollen, das Buch Mormon zu studieren.

Der erste Grund: Das Buch Mormon ist der Schlussstein unserer Religion.Das hat der Prophet Joseph Smith gesagt. Er hat bezeugt, „das Buch Mormon sei das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlussstein unserer Religion“.1 Ein Schlussstein ist der zentrale Teil in einem Gewölbebogen, der alle anderen Steine zusammenhält. Wenn er entfernt wird, fällt der Bogen in sich zusammen.

In dreierlei Hinsicht ist das Buch Mormon der Schlussstein unserer Religion. Es ist der Schlussstein im Zeugnis von Christus, der Schlussstein unserer Lehre und der Schlussstein unseres Zeugnisses.

Das Buch Mormon ist der Schlussstein im Zeugnis von Jesus Christus, der wiederum der Eckstein all unseres Handelns ist. Es bezeugt mit Kraft und Klarheit, dass er wirklich lebt. Die Bibel ist über Generationen von Kopisten, Übersetzern und verderbten Religionsbekennern verändert worden. Im Gegensatz dazu ist das Buch Mormon durch eine inspirierte Übersetzung zum Leser gelangt. Darum ist dieses Zeugnis vom Herrn klar, unverfälscht und voller Kraft. Aber das ist noch nicht alles. Ein Großteil der Christenheit lehnt heute den Erlöser als Gott ab. Viele stellen seine wundersame Geburt, sein vollkommenes Leben und seine herrliche Auferstehung in Frage. Im Buch Mormon wird klar und unmissverständlich gelehrt, dass dies alles wahr ist. Außerdem wird darin die Lehre vom Sühnopfer sehr ausführlich erklärt. Dieses von Gott inspirierte Buch ist wahrhaftig ein Schlussstein, da es der Welt bezeugt, dass Jesus der Christus ist.2

Das Buch Mormon ist auch der Schlussstein der Lehre von der Auferstehung. Wie bereits erwähnt, hat der Herr selbst erklärt, das Buch Mormon enthalte „die Fülle des Evangeliums Jesu Christi“ (LuB 20:9). Das bedeutet nicht, dass es jede Lehre enthält, die je offenbart wurde. Vielmehr heißt es, dass wir im Buch Mormon die Fülle der Lehren finden, die wir zu unserer Errettung brauchen. Sie werden so klar und einfach erklärt, dass sogar ein Kind versteht, welcher Weg zur Errettung und Erhöhung führt. Das Buch Mormon gibt uns so viel, was unser Verständnis von den Lehren der Errettung erweitert. Ohne dieses Buch wäre vieles in den anderen Schriften weit weniger klar und kostbar.

Schließlich ist das Buch Mormon der Schlussstein des Zeugnisses. So wie der Gewölbebogen in sich zusammenfällt, wenn der Schlussstein entfernt wird, steht oder fällt die ganze Kirche mit der Echtheit des Buches Mormon. Die Feinde der Kirche verstehen das nur zu gut. Darum tun sie alles nur Erdenkliche, um das Buch Mormon als falsch hinzustellen, denn wenn das Buch Mormon in Misskredit gebracht werden kann, fällt auch der Prophet Joseph Smith. Dann fällt auch unser Anspruch auf die Priestertumsschlüssel, auf Offenbarung und auf die wiederhergestellte Kirche. Wenn das Buch Mormon aber wahr ist – und Millionen haben Zeugnis gegeben, dass der Geist ihnen bezeugt hat, dass es tatsächlich wahr ist –, dann muss man die Wiederherstellung akzeptieren und alles, was damit einhergeht.

Ja, meine lieben Brüder und Schwestern, das Buch Mormon ist der Schlussstein unserer Religion: der Schlussstein unseres Zeugnisses, der Schlussstein unserer Lehre und der Schlussstein im Zeugnis von unserem Herrn und Erlöser.

Der zweite wichtige Grund, warum wir das Buch Mormon zum Mittelpunkt unseres Studiums machen müssen, ist, dass es für unsere Zeit geschrieben wurde. Die Nephiten hatten dieses Buch nie; auch nicht die Lamaniten in alter Zeit. Es war für uns bestimmt. Mormon schrieb auf die Platten, als die nephitische Zivilisation kurz vor dem Untergang stand. Unter Inspiration von Gott, der alles von Anfang an sieht, fertigte er einen Auszug aus den Aufzeichnungen aus mehreren Jahrhunderten an, wobei er die Geschichten, Reden und Ereignisse auswählte, die uns am meisten nützen würden.

Jeder der Hauptverfasser des Buches Mormon bezeugte, dass er für kommende Generationen schreibe. Nephi sagte: „Der Herr, Gott, [hat mir] verheißen, dass dieses hier, was ich schreibe, bewahrt und erhalten werden und an meine Nachkommen weitergegeben wird, von Generation zu Generation.“ (2 Nephi 25:21.) Jakob, der auf seinen Bruder Nephi folgte, schrieb Ähnliches: „Denn [Nephi] sagte, dass die Geschichte seines Volkes auf seine anderen Platten eingraviert werden solle und dass ich diese Platten bewahren und sie an meine Nachkommen weitergeben solle, von Generation zu Generation.“ (Jakob 1:3.) Enos und Jarom wiesen beide darauf hin, dass auch sie nicht für ihr eigenes Volk, sondern für kommende Generationen schrieben (siehe Enos 1:15, 16; Jarom 1:2).

Mormon selbst schrieb: „Ja, ich spreche zu euch, ihr Überrest des Hauses Israel.“ (Mormon 7:1.) Und Moroni, der letzte der inspirierten Verfasser, sah sogar unsere Zeit: „Siehe, der Herr hat mir Großes und Wunderbares in Bezug auf das gezeigt, was in kurzem kommen muss, an jenem Tag, da dieses hier unter euch hervorkommen wird.

Siehe, ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig, und doch seid ihr es nicht. Aber siehe, Jesus Christus hat euch mir gezeigt, und ich weiß, was ihr tut.“ (Mormon 8:34,35.)

Wenn sie unsere Zeit gesehen und das ausgewählt haben, was für uns von größtem Wert ist, sollen wir das Buch Mormon dann nicht dementsprechend studieren? Wir müssen uns immer wieder fragen: „Warum hat der Herr den Mormon (oder Moroni oder Alma) dazu inspiriert, gerade das in seinen Bericht aufzunehmen? Was kann ich daraus für mich lernen? Wie kann mir das heute helfen?“

Und es gibt ein Beispiel nach dem anderen dafür, wie diese Frage beantwortet wird. Zum Beispiel finden wir im Buch Mormon ein Muster dafür, wie wir uns für das Zweite Kommen bereit machen können. Ein Großteil des Buches behandelt die wenigen Jahrzehnte vor dem Erscheinen Christi in Amerika. Wenn wir uns eingehend mit diesem Zeitabschnitt beschäftigen, können wir erkennen, warum einige in dem schrecklichen Strafgericht vor seinem Kommen vernichtet wurden und andere beim Tempel im Land Überfluss stehen und ihre Hände in die Wunden an den Händen und Füßen Christi legen konnten.

Dem Buch Mormon können wir entnehmen, wie Jünger Christi sich in Kriegszeiten verhalten. Im Buch Mormon wird das Übel geheimer Verbindungen erschreckend anschaulich und realistisch beschrieben. Im Buch Mormon erfahren wir, wie wir mit Verfolgung und Abtrünnigkeit umgehen können. Wir erfahren viel darüber, wie man Missionsarbeit verrichtet. Und mehr als anderswo erkennen wir im Buch Mormon die Gefahren des Materialismus und wie gefährlich es ist, sein Herz auf Weltliches zu setzen. Kann da noch jemand bezweifeln, dass dieses Buch für uns bestimmt ist und wir darin viel Kraft, Trost und Schutz finden?

Der dritte Grund, warum das Buch Mormon für die Heiligen der Letzten Tage so großen Wert hat, wird in der bereits zitierten Aussage des Propheten Joseph Smith genannt, nämlich: „Ich habe den Brüdern gesagt, das Buch Mormon sei das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlussstein unserer Religion und wenn man sich an dessen Weisungen halte, werde man dadurch näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch.“ Das ist der dritte Grund, warum wir das Buch Mormon studieren sollen. Es hilft uns, Gott näher zu kommen. Gibt es nicht etwas tief in unserem Herzen, was sich danach sehnt, Gott näher zu kommen, ihm im täglichen Lebenswandel ähnlicher zu werden und stets seine Gegenwart zu spüren? Wenn ja, hilft uns das Buch Mormon dabei mehr als jedes andere Buch.

Das Buch Mormon lehrt uns aber nicht nur Wahrheit, wenngleich das der Fall ist. Das Buch Mormon gibt nicht nur Zeugnis von Christus, wenngleich auch das der Fall ist. Das ist aber nicht alles. In diesem Buch steckt eine Macht, die sich auf Ihr Leben überträgt, sobald Sie beginnen, sich ernsthaft damit zu befassen. Sie haben mehr Kraft, Versuchungen zu widerstehen. Sie lassen sich nicht mehr so einfach täuschen. Sie finden die Kraft, auf dem engen und schmalen Pfad zu bleiben. Die Schriften werden als „die Worte des Lebens“ bezeichnet (siehe LuB 84:85), und das gilt nirgendwo mehr als für das Buch Mormon. Wenn Sie anfangen, nach diesen Worten zu hungern und zu dürsten, finden Sie ein Leben in immer größerer Fülle.

Präsident Marion G. Romney, unser lieber Bruder, … hat Zeugnis gegeben von den Segnungen, die alle empfangen, die das Buch Mormon lesen und es studieren. Er sagte:

„Ich bin mir sicher: Wenn in unseren Familien die Eltern gebeterfüllt und regelmäßig im Buch Mormon lesen, und zwar allein und zusammen mit ihren Kindern, durchdringt der Geist dieses Buches das Zuhause und alle, die darin leben. Die Ehrfurcht wird zunehmen, und alle werden einander mehr achten und aufeinander mehr Rücksicht nehmen. Die Zwietracht wird fliehen. Die Eltern werden ihre Kinder mit mehr Liebe und Weisheit unterweisen. Die Kinder werden lieber auf den Rat ihrer Eltern hören. Die Familie wird rechtschaffener. Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe – die reine Christusliebe – werden in der Familie und in unserem Leben reichlich vorhanden sein und Frieden, Freude und Glück mit sich bringen.“3

Diese Verheißungen, nämlich vermehrte Liebe und Harmonie in der Familie, größere Achtung zwischen Eltern und Kindern, eine ausgeprägtere geistige Gesinnung und Rechtschaffenheit sind keine leeren Versprechungen, sondern genau das, was der Prophet Joseph Smith meinte, als er sagte, das Buch Mormon helfe uns, Gott näher zu kommen.

Brüder und Schwestern, ich bitte Sie von ganzem Herzen: Bedenken Sie ernsthaft, wie wichtig das Buch Mormon für Sie persönlich und für die ganze Kirche ist!

Vor mehr als zehn Jahren habe ich in Bezug auf das Buch Mormon gesagt:

„Hängt unsere Ewigkeit davon ab, wie wir dieses Buch annehmen? Ja, entweder zu unserem Segen oder zu unserem Schuldspruch.

Jeder Heilige der Letzten Tage soll es sich zur lebenslangen Gewohnheit machen, dieses Buch zu studieren. Sonst bringt er seine Seele in Gefahr und vernachlässigt das, was seinem ganzen Leben geistig und intellektuell Einheit gibt. Ein Bekehrter, der durch das Buch Mormon auf den Fels Christi gegründet ist und sich an der eisernen Stange festhält, unterscheidet sich von dem, der dies nicht tut.“4

Das bestätige ich Ihnen heute aufs Neue. Wir wollen nicht unter dem Schuldspruch, mit seiner Geißel und seinem Strafgericht, verbleiben, weil wir mit dieser großen und wunderbaren Gabe des Herrn leichtfertig umgehen. Wir wollen vielmehr jene Verheißungen erlangen, die damit verbunden sind, dass wir es in unserem Herzen wie einen Schatz hüten.

In Lehre und Bündnisse 84, Vers 54 bis 58, lesen wir:

„Und euer Verstand ist in der Vergangenheit verfinstert gewesen wegen Unglaubens und weil ihr mit dem, was ihr empfangen habt, leichtfertig umgegangen seid –

und diese Eitelkeit und Ungläubigkeit haben die ganze Kirche unter Schuldspruch gebracht.

Und dieser Schuldspruch liegt auf den Kindern Zion, ja, auf allen.

Und sie werden unter diesem Schuldspruch verbleiben, bis sie umkehren und sich an den neuen Bund erinnern, nämlich das Buch Mormon und die bisherigen Gebote, die ich ihnen gegeben habe, und nicht nur reden, sondern tun, gemäß dem, was ich geschrieben habe –

damit sie Frucht hervorbringen, die dem Reich ihres Vaters angemessen ist; andernfalls verbleibt eine Geißel und ein Strafgericht, das über die Kinder Zion ausgegossen werden soll.“

Seit der letzten Generalkonferenz haben mir viele Mitglieder – jung und alt – auf der ganzen Welt geschrieben, die die Aufforderung angenommen haben, das Buch Mormon zu lesen und zu studieren.

Sie haben geschildert, wie sich ihr Leben infolge ihres Entschlusses geändert hat und wie sie dem Herrn näher gekommen sind. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ihr wunderbares Zeugnis hat meiner Seele die Worte des Propheten Joseph Smith bestätigt, dass das Buch Mormon wirklich der ,,Schlussstein unserer Religion“ ist und dass jeder ,,dadurch näher zu Gott [kommt] als durch jedes andere Buch“.

Möge das Buch Mormon der Schlussstein unseres Lebens werden.

[NO TRANSLATION]

Ein Prophet gibt Zeugnis

President Spencer W. Kimball

„[Das Buch Mormon] ist das Wort Gottes. Es ist ein machtvoller zweiter Zeuge für Jesus Christus. Gewiss freuen sich alle wahren Gläubigen, die den Erlöser lieben, über zusätzliche Beweise für seine Göttlichkeit.

An diesem inspirierenden Buch hat sich noch nie ein nicht autorisierter Übersetzer oder voreingenommener Theologe zu schaffen gemacht, nein, es kommt rein und direkt von den Verfassern, die es geschrieben und gekürzt haben. Nicht das Buch steht auf dem Prüfstand, sondern seine Leser.“

Präsident Spencer W. Kimball (1895–1985), The Teachings of Spencer W. Kimball, Hg. Edward L. Kimball, 1982, Seite 133

Ein Prophet gibt Zeugnis

President George Albert Smith

„Das Buch Mormon ist ein heiliger Bericht, worin vieles enthalten ist, was wir in keinem anderen Buch finden. Der Herr hat uns geboten, allen seinen Kindern die wahren Lehren des immerwährenden Evangeliums zu bringen, die offenbart worden sind, damit sie sich für einen Platz im celestialen Reich bereit machen können. …

Mein Herz ist voll Freude, weil ich weiß, dass jeder, der [das Buch Mormon] mit einem Gebet im Herzen liest, und jeder, der zu wissen wünscht, ob es von Gott ist oder nicht, die Verheißung hat – nicht von Joseph Smith oder irgendeinem anderen lebenden Wesen –, sondern die Verheißung unseres Vaters im Himmel, dass er mit Bestimmtheit wissen wird, dass es von Gott ist.“

Präsident George Albert Smith (1870–1951), Frühjahrs-Generalkonferenz 1936

25 Jahre lang

Obwohl ich seit 1965 ein treues Mitglied der Kirche bin, hat ein einziges Erlebnis im Jahr 1986 mein Zeugnis vom wiederhergestellten Evangelium mehr als alles andere gefestigt.

Im Oktober dieses Jahres sah ich mir in meiner Gemeinde in Cornwall in England die Übertragung der Generalkonferenz an. Nachdem ich Präsident Ezra Taft Bensons wegweisende Ansprache „Das Buch Mormon – der Schlussstein unserer Religion“ gehört hatte, wusste ich, dass meine Anstrengungen, im Buch Mormon zu lesen, nicht ausreichten.

An diesem Abend ging ich nach Hause, kniete mich nieder und gelobte dem Herrn, dass ich mit dem Buch Mormon nie wieder leichtfertig umgehen würde. Jetzt, 25 Jahre später, kann ich berichten, dass ich es seither nicht einen einzigen Tag versäumt habe, im Buch Mormon zu lesen.

Unzählige Segnungen habe ich dieser Entscheidung zu verdanken. Das Buch Mormon bringt einen besonderen Geist mit sich, der nirgendwo sonst zu finden ist, nicht einmal in anderen heiligen Schriften. Ich habe gespürt, dass der Heilige Geist bei mir ist. Er hat mir in all den Schwierigkeiten des Lebens Trost gespendet, vor allem, als meine Frau im Februar 2007 nach fast fünfzig Ehejahren von mir gegangen ist.

Alistair Joseph Welsh, Schottland

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Einleitung zum Buch Mormon

  2.   2.

    Siehe Titelblatt des Buches Mormon

  3.   3.

    Marion G. Romney, „The Book of Mormon“, Ensign, Mai 1980, Seite 67

  4.   4.

    Ezra Taft Benson, „The Book of Mormon Is the Word of God“, Ensign, Mai 1975, Seite 65