Gründung des ersten Pfahls in Indien


Dankbarkeit und Freude waren deutlich zu spüren, als sich mehr als 1500 Mitglieder und Freunde der Kirche am 27. März 2012 im Novotel Convention Center in Haiderabad in Indien zusammenfanden, wo der erste Pfahl Indiens – der Pfahl Haiderabad – gegründet wurde. Neben Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel, der den Vorsitz führte, waren auch Elder Donald L. Hallstrom von der Präsidentschaft der Siebziger sowie der Präsident des Gebiets Asien, Elder Anthony D. Perkins von den Siebzigern, zugegen. Alle drei Generalautoritäten wurden von ihrer Frau begleitet.

John Gutty wurde als Pfahlpräsident berufen. Seine Ratgeber sind Suresh Natarajan und Rajaratnam Bushi. Als erster Patriarch Indiens wurde Prasad Rao Gudey, der frühere Distriktspräsident, berufen.

Randy D. Funk, Präsident der Indien-Mission Bangalore, sagte auf dieser bisher größten Zusammenkunft von Mitgliedern der Kirche in Indien: „Es ist ein wundervoller Anblick und ein Tag, den wir nie vergessen werden. Wir werden uns stets daran erinnern, dass ein Apostel des Herrn unter uns gewesen ist.“

Elder Perkins überbrachte den indischen Mitgliedern die Grüße der Gebietspräsidentschaft und sagte: „Wir stehen nun am Beginn eines wunderbaren Werkes in diesem Land. Das Wachstum der Kirche und die Gründung von Pfählen gehen gemäß ewigen Evangeliumsgrundsätzen und gemäß dem vorgegebenen Priestertumsmuster vor sich.“

Elder Hallstrom sagte, er sei als weiterer Zeuge bei der Berufung der neuen Pfahlpräsidentschaft zugegen gewesen, und sprach darüber, wie inspiriert die Auswahl einer neuen Pfahlpräsidentschaft erfolgt. Er sagte, als Siebziger erhalte er einen Auftrag und reise ohne vorgefasste Meinung in das jeweilige Gebiet. Wie der Herr es wünscht, verlasse er sich ganz auf den Geist, der Offenbarung zuteilwerden lässt. „Es entspricht dem Willen des Herrn, dass Präsident Gutty nun der Pfahlpräsident ist“, erklärte Elder Hallstrom.

Kristen Oaks, die ihren Mann begleitete, sprach darüber, wie man seine Kinder so lehrt, dass sie zum Glauben kommen, weil ihre Mütter es gewusst haben (siehe Alma 56:48).

Elder Oaks war der Schlusssprecher. Er dankte dem Staat Indien für die dort herrschende Religionsfreiheit, dank derer sich die Mitglieder der Kirche „versammeln und über ihren Glauben sprechen können“.

Elder Oaks sprach auch darüber, dass ihm der Geist unmissverständlich bezeugt hatte, dass der Herr die Führer, die auf der Konferenz berufen wurden, vorbereitet und erwählt hatte. Elder Oaks ging in seiner Ansprache auch auf die weiteren Verpflichtungen ein, die der Pfahl nunmehr habe.

Er erklärte, im Alten Testament habe der Prophet Jesaja Israel mit einem Zelt verglichen, das den Kindern Israel Zuflucht gewähre. „Heutzutage stellt die Kirche dieses Zelt dar. Bekanntlich muss ein Zelt mit Pfählen verankert sein. Da Haiderabad nun ein Zionspfahl geworden ist, wird von Ihnen erwartet, dass Sie in Bezug auf den Zehnten und die Anzahl der Missionare, die Sie aussenden, mehr leisten.“

Als Folge der Pfahlgründung können die Mitglieder in Haiderabad jetzt ihren Patriarchalischen Segen empfangen. Elder Oaks erklärte, was in einem Patriarchalischen Segen enthalten ist, und bezeichnete ihn als „persönliche heilige Schrift“.

„Im Patriarchalischen Segen wird uns unsere Abstammungslinie – zu welchem Stamm Israels wir gehören – kundgetan, und durch diese Abstammung stehen uns große Segnungen offen“, erklärte Elder Oaks. „Im Patriarchalischen Segen werden auch Segnungen und Verheißungen ausgesprochen, auf die wir ein Anrecht haben, sofern wir treu bleiben.

Und wenn die Kirche in Indien weiter wächst, wird der Prophet eines Tages die Eingebung erhalten, dass hier ein Tempel gebaut werden solle“, fügte Elder Oaks hinzu. „Jeder neue Pfahl erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es hier einmal einen Tempel geben wird. Wenn sich die Mitglieder verpflichten und nach dem Evangelium leben, dann wird es auch einen Tempel geben.“

Zum Schluss sprach Elder Oaks einen Segen aus: „In diesem ersten Pfahl in dem bedeutenden Land Indien gebe ich Ihnen den Segen, dass Sie die Worte, die heute gesprochen wurden, nicht vergessen werden. Ich segne Sie, dass Sie sich an die Bündnisse erinnern, die Sie bei der Taufe geschlossen haben. Ich segne Sie mit Erinnerungsvermögen und dem Entschluss, die Gebote Gottes zu halten, damit Sie sich seiner Segnungen erfreuen können.“