Notizen zur Herbst-Generalkonferenz


„Was ich, der Herr, gesagt habe, das habe ich gesagt, … sei es durch meine eigene Stimme oder durch die Stimme meiner Knechte, das ist dasselbe.“ (LuB 1:38)

Die Konferenz hat Vorrang

Elder Paul V. Johnson

„Nehmt euch jetzt vor, der Generalkonferenz eine hohe Priorität einzuräumen. Nehmt euch vor, aufmerksam zuzuhören und das, was gelehrt wird, zu befolgen.“

Elder Paul V. Johnson von den Siebzigern, „Die Segnungen der Generalkonferenz“, Liahona, November 2005, Seite 52

Wir halten den Kalender frei für die Konferenz

Da der Tag nicht mit sonstigen Vorhaben vollgestopft war, konnten wir während der Konferenz vermehrt den Heiligen Geist verspüren.

Vor Jahren, als unsere sechs Kinder noch klein waren, nahmen wir uns vor, der Generalkonferenz noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wir sprachen darüber, wie wichtig es ist, die Konferenz ausgeruht und mit wachem Verstand zu verfolgen. Schließlich ist die Konferenz von entscheidender Bedeutung, weil wir hier Weisung von den derzeitigen Propheten erhalten. Also beschlossen wir, für die Tage vor der Konferenz und am Konferenzwochenende selbst keine sonstigen Termine einzutragen. Wir markierten diese Tage auf dem Kalender, und jeder achtete darauf, dass diese Tage von weiteren Terminen frei blieben.

Wenn Sie auch so etwas machen möchten, müssen Sie sich natürlich nach Ihrer Familie und der konkreten Lage richten. Wir jedenfalls definierten „sonstige Termine“ wie folgt: an Schulveranstaltungen teilnehmen, Besuche von Nachbarskindern, Unternehmungen mit Freunden außer Haus, Partys oder Abendessen mit Freunden oder Verwandten, zwischen oder während Konferenzversammlungen im Garten oder an irgendwelchen Projekten arbeiten, Hausaufgaben für die Schule bis zur letzten Minute aufschieben oder bei der Arbeit zusätzliche Aufträge übernehmen.

Es war manchmal schwierig, die Woche vor der Generalkonferenz von all solchen Vorhaben freizuhalten, aber meistens machten alle in der Familie bereitwillig mit, sodass wir unser Ziel erreichten. Wir stellten fest, dass auch die kleineren Kinder die Generalkonferenz miterleben wollten. Das lag wohl daran, dass wir in der vorhergehenden Woche immer wieder darüber gesprochen haben, wie wichtig die Konferenz ist.

Ich freue mich, berichten zu können, dass wir durch diese Maßnahme, uns in den Tagen vor und während der Generalkonferenz nichts weiter vorzunehmen, die Konferenz als Familie ganz anders erlebt haben. Herz und Sinn waren offen für die Konferenz. Da die Tage nicht mit sonstigen Vorhaben vollgestopft waren, konnten wir den Heiligen Geist verspüren, als wir dasaßen und dem Rat der Führer der Kirche lauschten.

Wir haben von Konferenz zu Konferenz an diesem Ziel festgehalten, weil es bei uns daheim eine friedliche Atmosphäre schafft. Inzwischen wohnen ein paar unserer Kinder nicht mehr zuhause, aber wir legen ihnen ans Herz, weiterhin ihren Kalender in den Tagen vor und während der Konferenz freizuhalten, wie wir es bei uns machen. Wir versuchen auch, eine Konferenzversammlung gemeinsam mit der ganzen Familie anzusehen. Ich hoffe, dass unsere Kinder, wenn sie einmal heiraten und selbst Kinder haben, weiterhin großen Wert darauf legen, die Konferenz in Ruhe zu verfolgen, indem sie diese Zeit im Kalender freihalten.