Euer Glaube soll sich bewähren


Neil L. Andersen
So wie glühendes Feuer Metall in Stahl verwandelt, findet eine geistige Läuterung statt, wenn wir in der Feuersglut unserer Glaubensprüfung treu bleiben, und unsere geistige Kraft nimmt zu.

Als meine Frau Kathy und ich vor zehn Jahren in São Paulo in Brasilien lebten, präsidierte David Marriott über die Brasilien-Mission São Paulo Interlagos. Er wohnte mit seiner Frau Neill und den Söhnen Will, Wesley und Trace nicht weit von uns entfernt. Sie hatten ihr Zuhause, ihr Geschäft und viele Angehörige zurückgelassen, um dem Ruf des Propheten zu folgen und eine Mission zu erfüllen.

Eines Nachmittags rief mich Präsident Marriott an. Ihre geliebte, gute 21-jährige Tochter Georgia, die im letzten Studienjahr an der Indiana University Violine studierte, war von einem Lastwagen angefahren worden, als sie nach einer Versammlung in der Kirche mit dem Fahrrad nach Hause fuhr. Zuerst hieß es, dass es Georgia gut gehe. Einige Stunden später verschlechterte sich ihr Zustand jedoch drastisch.

Die Familie und Freunde fasteten und beteten um ein Wunder für Georgia. Ihre Mutter flog über Nacht von Brasilien nach Hause. Bei ihrer Ankunft am folgenden Tag wurde sie von ihren älteren Kindern begrüßt, die ihr unter Tränen schilderten, dass Georgia in ihrem Beisein verschieden war.

Ich habe Familie Marriott in dieser Zeit und in den darauffolgenden Monaten und Jahren beobachtet. Sie weinten, sie beteten, sie sprachen über Georgia, sie empfanden ungeheuren Schmerz und tiefe Trauer, aber ihr Glaube wankte nicht. In der Versammlung heute Vormittag haben wir schon von den Familien Bowen und Wilberger gehört, die ähnlichen Glauben an den Tag gelegt haben.1

Glaube ist eine unschätzbar wertvolle Gabe, die durch den Geist verliehen wird. „Das ist das ewige Leben“, so die Worte Jesu im Gebet, „dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.“2

Im Mittelpunkt unseres Glaubens stehen Gott, unser Vater, und sein Sohn Jesus Christus, unser Erretter und Erlöser. Dieser Glaube wird verstärkt durch die Erkenntnis, dass die Fülle des Evangeliums auf Erden wiederhergestellt wurde, dass das Buch Mormon das Wort Gottes ist und dass heutige Propheten und Apostel die Schlüssel des Priestertums innehaben. Wir halten unseren Glauben in Ehren, bemühen uns, ihn zu stärken, beten um größeren Glauben und tun, was wir können, um ihn zu bewahren und zu schützen.

Der Apostel Petrus sprach davon, dass sich unser Glaube bewähren muss.3 Er hatte es selbst erlebt. Denken wir an die Worte Jesu:

„Simon, … der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf.

Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt.“4

Später machte Petrus anderen Mut: „Lasst euch durch die Feuersglut“, so seine Worte „die zu eurer Prüfung über euch gekommen ist, nicht verwirren, als ob euch etwas Ungewöhnliches zustoße.“5

Die Feuersglut dieser Prüfungen soll Sie stärker machen, aber sie kann auch Ihr Vertrauen in den Sohn Gottes verringern oder gar zerstören und Ihren Entschluss schwächen, an dem festzuhalten, was Sie ihm versprochen haben. Diese Prüfungen sind oft eher verborgen und deshalb schwer zu erkennen. Sie wurzeln in unseren Schwächen, unserer verwundbaren und empfindlichen Seite oder in dem, was uns am meisten bedeutet. Was für den einen eine echte, doch überschaubare Prüfung ist, kann für den anderen eine Feuerprobe sein.

Wie bleibt man „standhaft und unverrückbar“6, wenn der Glaube geprüft wird? Man vertieft sich genau in das, was den Kern des eigenen Glaubens mit aufgebaut hat: Man übt Glauben an Christus, betet, sinnt über die heiligen Schriften nach, kehrt um, hält die Gebote und dient anderen.

Sollte Ihr Glaube auf die Probe gestellt werden, wenden Sie sich auf keinen Fall von der Kirche ab! Entfernt man sich während einer Glaubensprüfung vom Reich Gottes, ist es so, als würde man den sicheren Schutzraum gerade dann verlassen, wenn der Tornado in Sichtweite kommt.

Der Apostel Paulus hat gesagt: „Ihr seid also nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.“7 Die Kirche ist ein Zufluchtsort, wo wir unseren Glauben schützen. Wir kommen mit anderen Gläubigen zusammen, wir beten und finden Antworten auf unsere Gebete, wir verehren Gott durch Musik, geben Zeugnis vom Erlöser, dienen einander und spüren den Geist des Herrn. Wir nehmen vom Abendmahl, empfangen die Segnungen des Priestertums und gehen in den Tempel. Der Herr hat verkündet: „[In den] Verordnungen [wird] die Macht des Göttlichen kundgetan.“8 Bleiben Sie, wenn Sie vor einer Glaubensprüfung stehen, unter dem sicheren Schutz, den der Haushalt Gottes bietet. Hier gibt es immer einen Platz für Sie. Keine Prüfung ist so groß, dass wir sie nicht gemeinsam überwinden könnten.9

Präsident Thomas S. Monson hat gesagt: „Der moralische Kompass der Gesellschaft [hat sich schnell weiterentwickelt]. Verhalten, das einmal als ungehörig und unmoralisch angesehen wurde, wird jetzt … von … vielen als akzeptabel betrachtet.“10

Es gibt in der Kirche viele Alleinstehende, die das Alter eines jungen Erwachsenen längst hinter sich gelassen haben. Obwohl ihr gegenwärtiges Leben anders aussieht, als sie es sich vorgestellt hatten, halten sie das Gesetz der Keuschheit.11 Das kann für sie eine Glaubensprüfung sein. Ich drücke diesen Jüngern Christi meine Hochachtung und Bewunderung aus.

„Gott [hat] geboten …, dass die heilige Fortpflanzungskraft nur zwischen einem Mann und einer Frau angewandt werden darf, die rechtmäßig miteinander verheiratet sind.“12 Im Neuen Testament hob der Erlöser den sittlichen Maßstab für seine Jünger an, als er erklärte: „Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“13Er trug uns auf, andere nicht zu verurteilen, scheute sich aber nicht, offen und ehrlich zu sagen: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“14

Unsere Familie hat eine Freundin. Vielleicht kennen Sie jemand wie sie oder vielleicht geht es Ihnen genauso. Immer treu, dient vortrefflich in der Kirche, genießt im Beruf hohes Ansehen, wird von ihrer Familie innig geliebt, und obwohl sie sich eine Ehe und Kinder erhoffte, ist sie alleinstehend. Sie sagt: „Ich habe mich entschieden, mein … Vertrauen in Jesus Christus zu setzen. Dadurch, dass ich häufig in den Tempel gehe, richtet sich mein Blick mehr auf die Ewigkeit. Ich werde daran erinnert, dass ich nie allein bin. Ich habe den Glauben, … dass keine … Segnung zurückgehalten wird, … wenn ich meinen Bündnissen treu bleibe, und dazu gehört das Gesetz der Keuschheit.“15

Ein anderer Freund absolvierte eine hervorragende Mission und anschließend eine harte akademische Ausbildung. Er hoffte darauf, eine Familie zu gründen. Seine Glaubensprüfung: Er fühlt sich vom eigenen Geschlecht angezogen. Neulich schrieb er mir: „In meinem Patriarchalischen Segen wird mir verheißen, dass ich eines Tages meine eigene Familie haben werde. Ob das in diesem Leben sein wird oder im nächsten, weiß ich nicht. Aber eines weiß ich: Ich möchte nichts tun, was die Segnungen, die Gott mir und meinen künftigen Kindern verheißen hat, gefährdet. … Es ist nicht leicht, [das Gesetz der Keuschheit] zu leben, aber sind wir nicht auf die Erde gekommen, um uns Problemen zu stellen und Gott unsere Liebe und Achtung dadurch zu zeigen, dass wir seine Gebote halten? Ich bin mit guter Gesundheit, dem Evangelium, einer liebevollen Familie und treuen Freunden gesegnet. Ich bin für meine vielen Segnungen dankbar.“16

Die Welt protestiert: Wie kann man nur so viel verlangen? Der Herr antwortet:

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege. …

So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.“17

Diese beiden Jünger Christi und Zehntausende wie sie haben verspürt, was Jesus verheißen hat: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“18

Es gibt noch eine weitere Prüfung. Schon immer hat es einige Leute gegeben, die die Kirche in Verruf bringen und Glauben zerstören wollen. Heutzutage bedient man sich des Internets.

Einiges, was über die Kirche gesagt wird, ist schlicht unwahr, wie überzeugend es auch klingen mag. Ich weiß noch, wie 1985 ein Kollege zu mir in mein Büro in Florida kam. Er hatte einen Artikel mit dem Titel „Zweifel an den Wurzeln des Mormonismus“ aus der Zeitschrift Time dabei. Darin wurde von einem kurz zuvor aufgefundenen Brief berichtet, der angeblich von Martin Harris verfasst worden war und mit dem Bericht, den Joseph Smith über das Auffinden der Platten des Buches Mormon gegeben hatte, nicht übereinstimmte.19

Mein Kollege fragte mich, ob diese neuen Informationen die Mormonenkirche zerstören würden. In dem Artikel wurde ein Mann zitiert, der angab, er habe die Kirche aufgrund dieses Dokuments verlassen. Es heißt, dass später noch weitere Mitglieder die Kirche verlassen haben.20 Sicher war dies für sie eine Glaubensprüfung.

Einige Monate später fanden Fachleute heraus (und der Fälscher gestand es ein), dass der Brief einfach nur ein Schwindel war. Ich weiß noch, dass ich damals von Herzen hoffte, dass diejenigen, die die Kirche wegen dieser Täuschung verlassen hatten, den Weg zurück finden würden.

Manche stellen ihren Glauben in Frage, wenn sie auf eine Aussage stoßen, die ein Führer der Kirche vor Jahrzehnten gemacht hat und die mit unserer Lehre unvereinbar scheint. Es gibt ein wichtiges Prinzip, das für die Lehre der Kirche maßgeblich ist. Die Lehre wird von allen 15 Mitgliedern der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel verkündet. Sie wird nicht in irgendeinem undurchsichtigen Absatz einer Ansprache versteckt. Die wahren Grundsätze werden häufig und von vielen gelehrt. Unsere Lehre ist nicht schwer zu entdecken.

Die Führer der Kirche sind ehrliche, aber unvollkommene Menschen. Denken Sie an die Worte Moronis: „Verurteilt mich nicht wegen meiner Unvollkommenheit, auch nicht meinen Vater[;] dankt vielmehr Gott, dass er euch unsere Unvollkommenheiten kundgetan hat, damit ihr lernt, weiser zu sein, als wir es gewesen sind.“21

Joseph Smith hat gesagt: „Ich habe euch nie gesagt, ich sei vollkommen – aber in den Offenbarungen … ist kein Fehler.“22 Das Wunder der Hand Gottes in der Geschichte und Bestimmung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lässt sich nur begreifen, wenn man es durch die Linse geistigen Forschens betrachtet. Präsident Ezra Taft Benson hat gesagt: „Letztlich lehnt sich [jeder Mensch] an die Wand des Glaubens an … und muss dort Fuß fassen.“23 Seien Sie also nicht überrascht, wenn es Sie trifft!

Naturgemäß verlangen uns Prüfungen viel ab. Es mag Qual, Verwirrung, schlaflose Nächte und nassgeweinte Kopfkissen geben. Aber unsere Prüfungen müssen uns nicht geistig den Todesstoß versetzen. Sie müssen uns nicht unseren Bündnissen oder dem Haushalt Gottes entfremden.

„Denkt daran, dass es auf dem Fels unseres Erlösers ist, und das ist Christus, der Sohn Gottes, dass ihr eure Grundlage bauen müsst; damit, wenn der Teufel seine mächtigen Winde aussenden wird, ja, seine Pfeile im Wirbelsturm, ja, wenn all sein Hagel und sein mächtiger Sturm an euch rütteln, dies keine Macht über euch haben wird, euch in den Abgrund des Elends und des endlosen Wehs hinabzuziehen, und zwar wegen des Felsens, auf den ihr gebaut seid, der eine sichere Grundlage ist, und wenn die Menschen auf dieser Grundlage bauen, können sie nicht fallen.“24

So wie glühendes Feuer Metall in Stahl verwandelt, findet eine geistige Läuterung statt, wenn wir in der Feuersglut unserer Glaubensprüfung treu bleiben, und unsere geistige Kraft nimmt zu.

Elder D. Todd Christofferson hat erzählt, was er aus einer Prüfung lernte: „Obwohl ich damals litt, bin ich heute im Rückblick dankbar, dass mein Problem sich nicht rasch lösen ließ. Durch den Umstand, dass ich gezwungen war, über viele Jahre hinweg fast täglich Gott um Hilfe zu bitten, lernte ich wahrhaftig, wie man betet und Antworten darauf erhält, und ich lernte auf sehr pragmatische Weise, an Gott zu glauben. Ich lernte meinen Erlöser und meinen Vater im Himmel auf eine Weise und in einem Ausmaß kennen, wie es andernfalls vielleicht nie geschehen wäre, oder es hätte viel länger gedauert. … Ich lernte, von ganzem Herzen auf den Herrn zu vertrauen. Ich lernte, Tag für Tag mit ihm zu wandeln.“25

Petrus bezeichnet solche Erfahrungen als „wertvoller … als Gold“26. Dem fügt der Prophet Moroni hinzu, dass ein Zeugnis erst folgt, „nachdem euer Glaube geprüft ist“27.

Ich habe einleitend erzählt, was die Familie Marriott erlebt hat. Vergangene Woche gingen meine Frau Kathy und ich mit ihnen zu Georgias Grab. Zehn Jahre sind vergangen. Angehörige und Freunde sprachen über ihre Zuneigung zu Georgia und ihre Erinnerungen an sie. Wir ehrten ihr Leben mit weißen Helium-Ballons. Unter Tränen und tief bewegt sprach Georgias Mutter von vermehrtem Glauben und größerer Erkenntnis, die sie erlangt hat, und Georgias Vater erzählte mir leise, er habe das verheißene „Zeugnis“ empfangen.

Mit dem Glauben kommen Glaubensprüfungen, die zu vermehrtem Glauben führen. Wenn Ihr Glaube geprüft wird, macht der Herr Ihnen genau die gleiche Verheißung, die er mit diesen tröstlichen Worten dem Propheten Joseph Smith zusicherte: „Halte … fest, … fürchte [dich] nicht, … denn Gott wird mit dir sein für immer und immer.“28 Davon lege ich ein heiliges Zeugnis ab. Im Namen Jesu Christi. Amen.

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Siehe Shayne M. Bowen, „Weil ich lebe, werdet auch ihr leben“ und Ann M. Dibb, „Ich weiß es. Ich lebe es. Es bedeutet mir viel.“ in der Versammlung am Samstagvormittag der Herbst-Generalkonferenz 2012

  2.   2.

    Johannes 17:3

  3.   3.

    Siehe 1 Petrus 1:7

  4.   4.

    Lukas 22:31,32

  5.   5.

    1 Petrus 4:12; Hervorhebung hinzugefügt

  6.   6.

    Siehe Alma 1:25

  7.   7.

    Epheser 2:19

  8.   8.

    Lehre und Bündnisse 84:20

  9.   9.

    Siehe Mosia 18:8-10

  10.   10.

    Thomas S. Monson, „Stehen Sie an heiligen Stätten“, Liahona, November 2011, Seite 82

  11.   11.

    Siehe Ezra Taft Benson, „The Law of Chastity“, New Era, Januar 1988, Seite 4–7; „The Law of Chastity“, Brigham Young University 1987–88 Speeches, 1988, Seite 1-5, speeches.byu.edu; siehe auch Grundbegriffe des Evangeliums, 2009, Seite 253–262

  12.   12.

    „Die Familie – eine Proklamation an die Welt“, Liahona, November 2010, Umschlagrückseite

  13.   13.

    Matthäus 5:28

  14.   14.

    Johannes 8:11

  15.   15.

    Privatkorrespondenz, 2012

  16.   16.

    Privatkorrespondenz, 2012

  17.   17.

    Jesaja 55:8,9

  18.   18.

    Johannes 14:27

  19.   19.

    Siehe Richard N. Ostling, „Religion: Challenging Mormonism’s Roots“, Time, 20. Mai 1985, Seite 44

  20.   20.

    Siehe Gordon B. Hinckley, „Stärke unseren Glauben“, Der Stern, Januar 1988, Seite 52

  21.   21.

    Mormon 9:31

  22.   22.

    Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, Seite 522f.

  23.   23.

    Ezra Taft Benson, „The Book of Mormon Is the Word of God“, Ensign, Mai 1975, Seite 65

  24.   24.

    Helaman 5:12

  25.   25.

    D. Todd Christofferson, „Gib uns heute das Brot, das wir brauchen“, Andacht des Bildungswesens der Kirche am 9. Januar 2011, lds.org/broadcasts

  26.   26.

    1 Petrus 1:7; siehe auch 1 Petrus 4:13

  27.   27.

    Ether 12:6

  28.   28.

    Lehre und Bündnisse 122:9; Präsident George Q. Cannon hat gesagt: „Ganz gleich, wie schlimm die Prüfung, wie tief der Kummer, wie groß das Leid auch sein mag, [Gott] wird uns nie verlassen. Er hat es nie getan und wird es nie tun. Er kann es nicht. Es entspricht nicht seinem Wesen. Er ist unveränderlich, derselbe gestern, derselbe heute, und er wird in allen zukünftigen Zeitaltern derselbe sein. Wir haben diesen Gott gefunden. Wir haben ihn zu unserem Freund gemacht, weil wir seinem Evangelium gehorchen; und er wird uns beistehen. Wir mögen durch den Feuerofen gehen, wir mögen durch tiefe Wasser gehen; aber wir werden nicht verzehrt oder überwältigt. Wir werden aus all diesen Prüfungen und Schwierigkeiten besser und reiner hervorgehen, wenn wir nur auf Gott vertrauen und seine Gebote halten.“ („Remarks“, Deseret Evening News, 7. März 1891, Seite 4; siehe auch Jeffrey R. Holland, „Come Unto Me“, Ensign, April 1998, Seite 16–23.)