Notizen zur Herbst-Generalkonferenz


„Was ich, der Herr, gesagt habe, das habe ich gesagt, … sei es durch meine eigene Stimme oder durch die Stimme meiner Knechte, das ist dasselbe.“ (LuB 1:38)
Sie beschäftigen sich mit der Herbst-Generalkonferenz 2012? Diese Seiten (und die Notizen zur Konferenz in künftigen Ausgaben) dienen dem Studium und der Umsetzung der aktuellen Aussagen der lebenden Propheten und Apostel.

Die Ansprachen von der Generalkonferenz kann man auf conference.lds.org lesen, sehen oder anhören.

Geschichten von der Konferenz

Gott kennt unsere Gaben

Präsident Henry B. Eyring, Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, „Helfen Sie ihnen, sich hohe Ziele zu stecken“, Liahona, November 2012, Seite 67

Als ich zwölf Jahre alt war, wurde ich Diakon. Damals wohnten meine Familie und ich in New Jersey, etwa 80 Kilometer von New York entfernt. Ich träumte davon, ein großer Baseballspieler zu werden. Mein Vater erklärte sich bereit, mit mir ein Spiel im legendären Yankee-Stadion in der Bronx zu besuchen. Ich sehe noch immer vor mir, wie Joe DiMaggio den Schläger schwang und den Ball zu einem Homerun mitten in die Tribüne schlug, und neben mir saß mein Vater. Es war das einzige Mal, dass wir jemals gemeinsam so ein Meisterschaftsspiel besucht haben.

Ein anderer Tag mit meinem Vater prägte jedoch mein Leben dauerhaft. Er fuhr mit mir von New Jersey nach Salt Lake City zum Haus eines ordinierten Patriarchen, den ich vorher nie gesehen hatte. Mein Vater lieferte mich an der Türschwelle ab. Der Patriarch führte mich zu einem Stuhl, legte mir die Hände auf und gab mir einen Segen als Geschenk von Gott. Darin sprach er einen der großen Wünsche meines Herzens aus.

Er sagte nämlich, ich gehörte zu denen, über die gesagt werde: „Gesegnet sind die Friedensstifter.“ [Matthäus 5:9.] Es überraschte mich ungemein, dass mir ein völlig Fremder ins Herz blicken konnte. Und so öffnete ich die Augen, um mir das Zimmer anzusehen, in dem ein derartiges Wunder geschah. Dieser Segen zeigte mir meine Möglichkeiten auf und hat mein Leben, meine Ehe und meinen Priestertumsdienst geprägt.

Aufgrund dieser Erfahrung und dem, was daraus folgte, kann ich bezeugen: „Denn allen ist nicht jede Gabe gegeben; denn es gibt viele Gaben, und jedem Menschen ist durch den Geist Gottes eine Gabe gegeben.“ (LuB 46:11.)

Gott hatte mir eine Gabe offenbart und mich so in die Lage versetzt, Wege zu erkennen, mich darauf vorzubereiten und sie zum Wohle derer einzusetzen, die ich liebe und denen ich diene.

Gott kennt unsere Gaben. Ich fordere uns alle auf zu beten, um herauszufinden, mit welchen Gaben wir gesegnet sind. So können wir wissen, wie wir sie weiterentwickeln sollen, und wir können die Gelegenheiten erkennen, die Gott uns bietet, anderen zu dienen. Doch vor allem bete ich darum, dass Sie inspiriert werden, anderen zu helfen, die besonderen Gaben zu erkennen, die Gott ihnen gegeben hat, um zu dienen.

Setzen Sie es in die Tat um

  • Lesen Sie Lehre und Bündnisse 46:11-26, sinnen Sie darüber nach und beten Sie, um zu erkennen, welche geistigen Gaben Sie wohl erhalten haben.

  • Wie entwickeln sich Ihre geistigen Gaben weiter, wenn Sie Ihren Mitmenschen dienen?

  • Falls Sie noch keinen Patriarchalischen Segen erhalten haben: Vielleicht wäre es nun an der Zeit?

Vielleicht möchten Sie Ihre Gedanken in einem Tagebuch festhalten oder mit anderen darüber sprechen.

Weitere Quellen zu diesem Thema: Treu in dem Glauben, „Geistige Gaben“, Seite 70ff.; „Geistige Gaben“ unter „Evangeliumsthemen“ auf LDS.org.

Verheißung eines Propheten

„Ich kann Ihnen aber versprechen, dass [andere] daraus Nutzen ziehen, wenn Sie ihnen helfen, die geistigen Gaben zu erkennen, die ihnen von Geburt an mitgegeben worden sind. Kein Mensch gleicht dem anderen, und jeder leistet seinen ganz individuellen Beitrag. Niemand ist zum Scheitern verurteilt.“

Präsident Henry B. Eyring, Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, „Helfen Sie ihnen, sich hohe Ziele zu stecken“, Liahona, November 2012, Seite 60