Führer der Kirche fordern die Mitglieder auf, Genealogie und Tempelarbeit miteinander zu verbinden


Im Oktober 2012 richtete sich die Erste Präsidentschaft mit einem Schreiben an die Mitglieder und forderte sie darin auf, die Namen ihrer eigenen Vorfahren ausfindig zu machen und für die Tempelarbeit zu verwenden. Außerdem wurden fünf wesentliche Punkte angesprochen, wie die Mitglieder noch mehr Freude an der Genealogie und am Besuch des Tempels finden können.

Die Mitglieder können der Aufforderung, Namen für den Tempel ausfindig zu machen, sie zu bearbeiten und weiterzugeben, folgen, indem sie die unter LDS.org und FamilySearch.org angebotenen Hilfsmittel verwenden. Diese fünf Punkte wurden im Schreiben der Ersten Präsidentschaft hervorgehoben:

1. „Wenn Mitglieder der Kirche die Namen ihrer eigenen Vorfahren ausfindig machen und diese dann für die heiligen Handlungen in den Tempel mitnehmen, kann dies die Tempelarbeit sehr beflügeln.“

Elder Richard G. Scott vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Immer wenn Sie im Tempel arbeiten, nutzen Sie Ihre Zeit gut. Wenn Sie jedoch stellvertretend für einen Ihrer Vorfahren heilige Handlungen empfangen, wird die Zeit im Tempel besonders heilig, und Sie empfangen noch größere Segnungen. Die Erste Präsidentschaft hat erklärt: ‚Wir haben in erster Linie die Pflicht, nach unseren eigenen Vorfahren zu forschen und ihre Identität zu bestimmen.ʻ“ („Freude an der Erlösung der Toten“, Liahona, November 2012, Seite 94.)

Erfahren Sie auf LDS.org mehr darüber, warum wir aufgefordert sind, die Namen unserer eigenen Vorfahren für den Tempel aufzubereiten. Klicken Sie hierzu auf Resources, Family History und Why should we do temple work for our own ancestors? (derzeit nur in englischer Sprache verfügbar). Unter Why Do We Do Family History Work? finden Sie einen Kurzfilm.

2. „Wir legen Mitgliedern, die nur begrenzt imstande sind, nach eigenen Vorfahren zu forschen, nahe, heilige Handlungen stellvertretend mit Namen zu verrichten, die von anderen Mitgliedern oder vom Tempel bereitgestellt werden.“

Viele Mitglieder können nur selten zum Tempel fahren. Die Führer der Kirche fordern diese Mitglieder dennoch dazu auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun. Wer keinen Tempel in der Nähe hat, kann genealogische Forschung betreiben und die heiligen Handlungen im Tempel von anderen vollziehen lassen.

Andere wiederum haben vielleicht das Gefühl, die gesamte genealogische Forschungsarbeit für ihre Vorfahren sei bereits erledigt und es gebe für sie nichts mehr zu tun. Diese Mitglieder sind dazu angehalten, weiterhin in den Tempel gehen und vorzugsweise Namen von Angehörigen anderer Mitglieder mitzubringen.

Die Internetseite lds.org/temples, Rubrik Einen Tempel suchen, kann für die Vorbereitung auf Ihren nächsten Tempelbesuch nützlich sein.

3. Jugendliche und junge Alleinstehende sind besonders dazu aufgefordert, „für die Tempelarbeit die Namen ihrer eigenen Angehörigen sowie auch Namen von Vorfahren anderer Mitglieder ihrer Gemeinde oder ihres Pfahles zu verwenden“.

„Wollt ihr jungen Leute eine unfehlbare Methode wissen, wie ihr den Einfluss des Widersachers in eurem Leben unterbinden könnt?“, fragt Elder Scott. „Vertieft euch in die Suche nach euren Vorfahren, bereitet ihre Namen für die stellvertretend vollzogenen heiligen Handlungen des Tempels vor. Geht dann als Stellvertreter in den Tempel, um für sie die heiligen Handlungen Taufe und Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen. Wenn ihr älter werdet, könnt ihr auch an den weiteren heiligen Handlungen mitwirken. Ich kann mir für euch keinen besseren Schutz vor dem Einfluss des Widersachers vorstellen.“ („Freude an der Erlösung der Toten“, Seite 94.)

Auf der Internetseite LDS.org findet man unter der Rubrik „Familie“ die Seite „Genealogie“. Dort sind unter dem Punkt Erste Schritte fünf Schritte angegeben, wie man Namen eigener Angehöriger für den Tempel vorbereiten kann.

4. Priestertumsführer sollen dafür sorgen, dass alle Mitglieder „die Lehre kennen, dass sich das Herz den Vätern zuwenden soll, und wissen, welche Segnungen der Tempelbesuch mit sich bringt“.

Das Herz zuwenden ist eine Anleitung für Führungsbeamte, die als Ergänzung zu Handbuch 2: Die Kirche führen und verwalten dient. Sie soll den Priestertumsführern in Pfahl und Gemeinde helfen, die Mitglieder in ihrer Aufgabe zu unterstützen, nach ihren verstorbenen Vorfahren zu suchen und für sie die errettenden heiligen Handlungen durchzuführen. Zu dieser Anleitung gibt es ergänzende Kurzfilme, in denen gezeigt wird, wie etliche Pfähle durch Tempelarbeit und Genealogie die einzelnen Mitglieder und die Familien stärken.

Auf LDS.org erfahren Sie mehr über Hilfsmittel für Führungsbeamte, wenn Sie auf Hilfsmittel, Weitere Berufungen, Genealogie und Hilfsmittel für Führungsbeamte klicken.

5. Denjenigen, die „eine große Anzahl Namen von Angehörigen für sich reserviert“ haben, wird ans Herz gelegt, diese „zügig freizugeben, damit die notwendigen heiligen Handlungen erledigt werden können“.

Es gibt derzeit 12 Millionen Namen auf FamilySearch.org, die von Angehörigen reserviert wurden, die die heiligen Handlungen für ihre Vorfahren selbst durchführen wollen. Viele Namen sind allerdings schon seit Jahren reserviert.

„[Vorfahren] sind jedoch wohl nicht ganz so glücklich, wenn sie weiterhin darauf warten müssen, dass die heiligen Handlungen für sie vollzogen werden“, so Elder Scott. „Wir empfehlen denjenigen, die eine große Anzahl an Namen reserviert haben, diese weiterzugeben, damit Verwandte oder Mitglieder aus Gemeinde und Pfahl Ihnen helfen können, diese Arbeit abzuschließen. Dafür können Sie Mitgliedern in der Gemeinde oder im Pfahl, die mithelfen wollen, Tempelkarten geben. Sie können die Namen über das FamilySearch-Computersystem auch direkt beim Tempel einreichen.“ („Freude an der Erlösung der Toten“, Seite 94.)

In der zuvor erwähnten Rubrik Erste Schritte kann man unter I Want to Share Names with Others auf Watch Video klicken und sich so den Kurzfilm Releasing Names for Temple Work [in englischer Sprache] ansehen, um zu erfahren, wie reservierte Namen weitergegeben werden können.