Notizen zur Herbst-Generalkonferenz


„Was ich, der Herr, gesagt habe, das habe ich gesagt, … sei es durch meine eigene Stimme oder durch die Stimme meiner Knechte, das ist dasselbe.“ (LuB 1:38)
Sie beschäftigen sich mit der Herbst-Generalkonferenz 2012? Diese Seiten (und die Notizen zur Konferenz in künftigen Ausgaben) dienen dem Studium und der Umsetzung der aktuellen Aussagen der lebenden Propheten und Apostel und weiterer Führer der Kirche.

Die Ansprachen von der Generalkonferenz kann man auf conference.lds.org lesen, sehen und anhören.

Geschichten von der Konferenz

Genieße den Augenblick!

Präsident Dieter F. Uchtdorf, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, „Erfüllte Beschlüsse ersparen Bedauern“, Liahona, November 2012, Seite 23f.

Präsident Dieter F. Uchtdorf

Meine Frau Harriet und ich fahren gerne Rad. Es ist wunderbar, sich aufzumachen und die Schönheiten der Natur zu genießen. Bestimmte Strecken fahren wir sehr gerne, aber wir achten nicht sonderlich darauf, wie weit wir kommen oder wie schnell wir verglichen mit anderen Radfahrern sind.

Manchmal aber denke ich, wir sollten ein wenig mehr sportlichen Ehrgeiz an den Tag legen. Ich finde sogar, wir könnten eine bessere Zeit herausfahren oder schneller fahren, wenn wir uns nur ein wenig mehr anstrengen würden. Bisweilen unterläuft mir dann der große Fehler, diese Gedanken meiner lieben Frau mitzuteilen.

Ihre übliche Reaktion auf solche Art Vorschläge meinerseits ist immer sehr nett, sehr deutlich und sehr direkt. Sie lächelt und sagt: „Dieter, das ist hier kein Wettrennen, sondern ein Ausflug. Genieße den Augenblick!“

Wie sehr sie doch Recht hat!

Manchmal versteifen wir uns im Leben so sehr auf die Ziellinie, dass wir die Freude an der Fahrt verpassen. Ich gehe ja mit meiner Frau nicht Rad fahren, weil ich unbedingt ins Ziel kommen will. Ich gehe, weil ich es so schön und angenehm finde, mit ihr zusammen zu sein.

Wäre es nicht Unfug, sich schöne und angenehme Erlebnisse zu verderben, nur weil man ständig den Augenblick erwartet, wann sie vorbei sind?

Wenn wir schöne Musik hören, warten wir dann, bis der letzte Ton verklingt, ehe wir uns gestatten, sie wirklich zu genießen? Nein. Wir hören zu und folgen die ganze Zeit den Melodiewechseln, dem Rhythmus und dem Wohlklang der Komposition.

Wenn wir ein Gebet sprechen, haben wir dann nur das „Amen“ am Ende vor Augen? Natürlich nicht. Wir beten, um unserem himmlischen Vater nahe zu sein, seinen Geist zu empfangen und seine Liebe zu spüren.

Wir sollten mit dem Glücklichsein nicht zu lange warten, nur um irgendwann zu erkennen, dass das Glück doch die ganze Zeit schon ganz nah war! Das Leben ist nicht dazu bestimmt, dass man es nur im Rückblick genießt. „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat“, schreibt der Psalmist. „Wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.“ [Psalm 118:24.]

Weitere Quellen zu diesem Thema: Treu in dem Glauben, „Sühnopfer Jesu Christi“, Seite 158–165; „Dankbarkeit“, „Glücklichsein“ und „Umkehr“ unter Evangeliumsthemen auf LDS.org; Richard G. Scott, „Im Leben Freude finden“, Der Stern, Juli 1996, Seite 24ff.

Lernecke

Einander ergänzende Aussagen zum Thema Ehe und Familie

Bei der Generalkonferenz werden die wichtigsten Themen manchmal von mehreren Sprechern aufgegriffen. Hier stehen vier Aussagen über Ehe und Familie. Achten Sie beim Lesen der Konferenzansprachen auf weitere Äußerungen zu diesem Thema.

  • „Wenn Mann und Frau rechtmäßig und gesetzlich in der Ehe miteinander verbunden werden, bereitet das nicht nur künftigen Generationen den Weg, dass sie die Erde ererben können, sondern es verschafft auch die größte Freude und Erfüllung, die man im Erdenleben erfahren kann.“1 – Elder L. Tom Perry vom Kollegium der Zwölf Apostel

  • „Ein Kind braucht die seelische und persönliche Stärke, die daraus entsteht, dass es von Eltern erzogen wird, die sich in ihrer Ehe und ihren Zielen einig sind.“2 – Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel

  • „Die Grundlage für freundliches Verhalten und Anstand wird in der Familie gelegt. Es verwundert doch nicht, dass öffentliche Äußerungen im gleichen Maße abgleiten, wie die Familie zerfällt.“3 – Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel

  • „Wir haben viel zu tun, um die Ehe zu stärken in einem gesellschaftlichen Umfeld, das ihre Bedeutung und ihren Zweck zunehmend bagatellisiert.“4 – Elder D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel

    Anmerkungen

  1.   1.

    L. Tom Perry, „Wie man zu guten Eltern wird“, Liahona, November 2012, Seite 27

  2.   2.

    Dallin H. Oaks, „Schützt die Kinder“, Liahona, November 2012, Seite 45

  3.   3.

    Quentin L. Cook, „Ist euch auch jetzt danach zumute?“, Liahona, November 2012, Seite 7

  4.   4.

    D. Todd Christofferson „Brüder, wir haben ein Werk zu verrichten“, Liahona, November 2012, Seite 49

Prophetische Verheißungen

„Der Erlöser kann uns die voller Bedauern vergossenen Tränen trocknen und uns die Last unserer Sünden abnehmen. Sein Sühnopfer gestattet es uns, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und mit reinen Händen und einem lauteren Herzen vorwärtszugehen, fest entschlossen, es besser zu machen und vor allem besser zu werden.“

Präsident Dieter F. Uchtdorf, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, „Erfüllte Beschlüsse ersparen Bedauern“, Liahona, November 2012, Seite 24