Notizen zur Frühjahrs-Generalkonferenz 2013


„Was ich, der Herr, gesagt habe, das habe ich gesagt, … sei es durch meine eigene Stimme oder durch die Stimme meiner Knechte, das ist dasselbe.“ (LuB 1:38)
Sie beschäftigen sich mit der Frühjahrs-Generalkonferenz 2013? Diese Seiten (und die Notizen zur Konferenz in künftigen Ausgaben) dienen dem Studium und der Umsetzung der aktuellen Aussagen der lebenden Propheten und Apostel und weiterer Führer der Kirche.
Geschichten von der Konferenz

Gehorsam lernen

Aus „Gehorsam bringt Segnungen“, Liahona, Mai 2013, Seite 89f.

Als ich ein Kind war, verbrachte meine Familie den Sommer – von Anfang Juli bis Anfang September – stets in unserer Hütte im Vivian Park im Provo Canyon in Utah.

Einer meiner besten Freunde in diesen unbeschwerten Sommertagen war Danny Larsen, dessen Familie ebenfalls eine Hütte im Vivian Park besaß. Tag für Tag durchstreiften wir dieses Paradies für Jungen: Wir angelten in den Bächen und Flüssen, wir sammelten Steine und andere Kostbarkeiten, wir wanderten und kletterten und genossen einfach jede Minute einer jeden Stunde eines jeden Tages.

Einmal hatten Danny und ich vor, mit unseren Freunden aus dem Canyon am Abend ein Lagerfeuer zu machen. Wir wollten dazu einen Teil eines nahen Wiesenstücks von den hohen Gräsern freimachen, denn die trockenen Halme kratzten und stachen und machten den Ort somit ungeeignet. Wir versuchten also, die hohen Grasbüschel auszureißen, um einen kreisförmigen, freien Platz zu schaffen. Wir zupften und zerrten an den Halmen, so fest wir nur konnten, aber es gelang uns kaum, einige Handvoll der hartnäckigen Gräser auszureißen. Uns wurde klar, dass wir dafür den ganzen Tag brauchen würden, und schon jetzt verließen uns die Kräfte, und unsere Begeisterung schwand zusehends.

Und da kam mir Achtjährigem die vermeintlich perfekte Lösung in den Sinn. Ich sagte zu Danny: „Wir brauchen das Gras doch bloß zu versengen. Brennen wir doch einfach einen Kreis in das Gras!“ Er war einverstanden, und schon lief ich zur Hütte, um Zündhölzer zu holen.

Falls Sie meinen, wir mit unseren acht Jahren hätten damals mit Feuer hantieren dürfen, möchte ich hierzu ganz unmissverständlich erklären, dass weder Danny noch ich die Erlaubnis hatten, unbeaufsichtigt Zündhölzer zu verwenden. Uns beiden war immer wieder eingeschärft worden, wie gefährlich ein Feuer sein kann. Aber ich wusste ja, wo meine Eltern die Streichhölzer aufbewahrten, und wir mussten doch dieses Feld abbrennen! Ohne noch weiter darüber nachzudenken, rannte ich zur Hütte, schaute mich um, ob mich auch niemand sah, und griff nach ein paar Zündhölzern. Ich versteckte sie rasch in meiner Hosentasche.

Und so lief ich zu Danny zurück und war froh, dass ich die Lösung unseres Problems in der Hosentasche mit mir trug. Ich weiß noch, dass ich mir damals dachte, das Feuer würde nur bis dorthin brennen, wo wir es brauchten, und danach auf wundersame Weise wieder ausgehen.

Ich entzündete also ein Streichholz an einem Stein und setzte das verdorrte Präriegras in Brand. Die dürren Halme gingen in Flammen auf, als wären sie mit Benzin übergossen gewesen. Am Anfang waren Danny und ich hellauf begeistert. Wir schauten zu, wie das dürre Gras dahinschwand. Doch dann wurde uns klar, dass das Feuer nicht einfach von alleine ausgehen würde. Wir gerieten in Panik, als wir merkten, dass wir das Feuer nicht mehr aufhalten konnten. Die bedrohlichen Feuerzungen leckten bereits an den Gräsern am Berghang und bedrohten die Kiefern und alles andere, was dort stand.

Schließlich blieb uns nichts anderes übrig, als schleunigst Hilfe zu holen. Alle Männer und Frauen im Vivian Park waren bald darauf damit beschäftigt, immer wieder mit nassen Jutesäcken auf die Flammen einzuschlagen, um das Feuer zu löschen. Nach ein paar Stunden waren dann endlich auch die letzten Glutnester erstickt. Die jahrhundertealten Kiefern waren verschont geblieben – und ebenso auch die Hütten, die irgendwann den Flammen zum Opfer gefallen wären.

Danny und ich lernten an diesem Tag einige unangenehme, doch grundlegende Lektionen – und nicht zuletzt die, wie wichtig Gehorsam ist.

Es gibt Regeln und Gesetze, die unsere körperliche Sicherheit gewährleisten sollen. Der Herr hat überdies Richtlinien und Gebote für unsere geistige Sicherheit festgelegt – damit wir es gut schaffen, durch das oftmals trügerische Erdenleben hindurchzusteuern und schließlich zum Vater im Himmel zurückzukommen.

Weitere Quellen zu diesem Thema: Grundbegriffe des Evangeliums, 2009, „Gehorsam“, Seite 227–232; „Gehorsam“ unter Evangeliumsthemen auf LDS.org; D. Todd Christofferson, „Die Macht der Bündnisse“, Liahona, Mai 2009, Seite 19–23

Fragen zum Nachdenken

  • Warum haben wir Regeln?

  • Warum ist es wichtig, dass wir uns dafür entscheiden, Gottes Gebote zu befolgen?

  • Inwiefern war Jesus Christus uns ein Vorbild an Gehorsam?

Vielleicht möchten Sie Ihre Gedanken in einem Tagebuch festhalten oder mit anderen darüber sprechen.

Worte der Propheten an Mitglieder, die missionarisch tätig sind

„Ich verheiße Ihnen: Wenn Sie darum beten, mit wem Sie sprechen sollen, werden Ihnen Namen und Gesichter in den Sinn kommen. Ihnen werden Worte eingegeben werden, und zwar genau dann, wann Sie sie brauchen. Gelegenheiten werden sich auftun. Der Glaube wird den Zweifel besiegen, und der Herr wird Sie mit eigenen Wundern segnen.“

Elder Neil L. Andersen vom Kollegium der Zwölf Apostel, „Es ist ein Wunder“, Liahona, Mai 2013, Seite 79

Angaben zur Missionsarbeit, Stand Frühjahrs-Generalkonferenz

Anzahl der Missionare, die sich derzeit auf Mission befinden

65.634

Anzahl der jungen Männer und Frauen, die ihre Missionsberufung erhalten haben, aber noch nicht in die Missionarsschule eingetreten sind

über 20.000

Anzahl der jungen Männer und Frauen, die derzeit die Interviews mit ihrem Bischof und Pfahlpräsidenten durchlaufen

über 6000

Anzahl der neu gegründeten Missionen

58

Aus: Präsident Thomas S. Monson, „Willkommen zur Konferenz!“, Liahona, Mai 2013, Seite 5