Als Sohn eines Bauunternehmers lernte Randall L. Ridd schon früh, wie wichtig es ist, eine Arbeit richtig zu machen. Mehrmals musste sich der junge Randall, wenn er meinte, eine Aufgabe erledigt zu haben, von seinem Vater Leon sagen lassen: „Du bist noch nicht fertig.“

Dieser Perfektionismus hinterließ bei dem Mann, der jetzt als Zweiter Ratgeber in der Präsidentschaft der Jungen Männer tätig ist, einen bleibenden Eindruck. Bis zum heutigen Tag hört er noch manchmal, wenn er seinen beruflichen, familiären oder kirchlichen Pflichten nachgeht, wie sein Vater liebevoll, aber bestimmt zu ihm sagt: „Du bist noch nicht fertig; mach es richtig!“

Bruder Ridd sagt, die Arbeitsmoral seiner Familie sei für ihn ein Segen gewesen. Das Gleiche gilt für Mentoren und Priestertumsführer, die ihn manchmal auf dem Weg des Evangeliums sanft angetrieben haben. Während viele seiner Klassenkameraden aus der Highschool mit 19 Jahren eine Missionsberufung annahmen, entschied sich Randall dafür, das College zu besuchen und Soldat zu werden. Später nahm er eine Arbeit als Röntgen-Techniker an und setzte nebenher sein Studium an der University of Utah fort. Einige kluge Männer waren mutig genug, ihm zu sagen, dass sein Platz in der Mission sei. Er befolgte ihren Rat und reichte seine Missionspapiere ein. Schon bald verkündete er das Evangelium in der Mexiko-Mission Nord. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich keine Mission erfüllte hätte“, sagt er.

Er kehrte nach Hause zurück, nahm seine Ausbildung wieder auf und heiratete 1975 Tamina Roark im Salt-Lake-Tempel. Familie Ridd zog vier Kinder groß, während er seine berufliche Laufbahn in der Immobilienbranche und in anderen Unternehmen fortsetzte.

Seine Liebe zur Missionsarbeit aber ist geblieben. Von 2005 bis 2008 präsidierte er über die Ecuador-Mission Guayaquil Nord. Abermals konnte er mitverfolgen, was für eine Veränderung eine Vollzeitmission im Leben eines jungen Menschen bewirken kann.

Bruder Ridd gehörte dem Hauptausschuss der Jungen Männer an, als er im Mai 2013 in die Präsidentschaft der Jungen Männer berufen wurde.