Besuchslehrbotschaft

Die göttliche Mission Jesu Christi: Fürsprecher


Befassen Sie sich gebeterfüllt mit diesem Lesestoff. Lassen Sie sich vom Geist inspirieren, welche Gedanken Sie besprechen sollen. Wie stärkt ein tieferes Verständnis des Lebens und der Mission Jesu Ihren Glauben an ihn und kommt auch denen zugute, die Sie als Besuchslehrerin betreuen? Mehr dazu finden Sie unter reliefsociety.lds.org.

Diese Botschaft ist Teil einer Reihe von Besuchslehrbotschaften, die einzelne Aspekte der Mission Jesu beleuchten.

Nicht mein Wille, sondern deiner geschehe, Gemälde von Harry Anderson

Jesus Christus ist unser Fürsprecher beim Vater. Ein Fürsprecher ist jemand, der sich für einen anderen einsetzt.1 Der Erlöser setzt sich mit Verständnis, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit für uns ein. Dies zu wissen erfüllt uns mit Liebe und Dankbarkeit für sein Sühnopfer.

„Hört auf [Jesus Christus], der der Fürsprecher beim Vater ist, der sich vor ihm für eure Sache einsetzt –

nämlich: Vater, sieh die Leiden und den Tod dessen, der keine Sünde getan hat, an dem du Wohlgefallen gehabt hast; sieh das Blut deines Sohnes, das vergossen wurde, das Blut dessen, den du hingegeben hast, damit du selbst verherrlichst werdest;

darum, Vater, verschone diese meine Brüder, die an meinen Namen glauben, auf dass sie zu mir kommen können und immerwährendes Leben haben.“ (LuB 45:3-5.)

Über Christus als unseren Fürsprecher sagte Elder D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel: „Es ist für mich überaus bedeutsam, dass ich mich in jedem Augenblick und unter allen Umständen durch Beten an den Gnadenthron wenden kann, dass der himmlische Vater mein Flehen hört, dass mein Fürsprecher, er, der keine Sünde begangen hat, dessen Blut vergossen wurde, sich für mich einsetzt.“2

Aus den heiligen Schriften

Im Laufe der Geschichte der Kirche des Herrn folgen immer wieder Jüngerinnen Jesu Christi seinem Beispiel. Ester war treu und mutig. Ihr Cousin Mordechai ließ ihr eine Abschrift des Erlasses des Königs über die Ausrottung der Juden zukommen und bat „sie dringend …, zum König zu gehen und ihn inständig um Gnade für ihr Volk anzuflehen“. Er gab zu bedenken: „Wer weiß, ob du nicht gerade dafür in dieser Zeit Königin geworden bist?“ (Ester 4:8,14.)

Trotz der Gefahr stimmte Ester zu: „Dann will ich zum König gehen, obwohl es gegen das Gesetz verstößt. Wenn ich umkomme, komme ich eben um.“ (Ester 4:16.)

Ester wandte sich demütig an den König, „sie fiel ihm weinend zu Füßen und flehte ihn an, das drohende Unheil … von [den] Juden abzuwenden“. Sie erklärte: „Wie könnte ich den Untergang meines Stammes mit ansehen?“ (Siehe Ester 8:3,5,6.) Das Herz des Königs wurde erweicht und er gewährte ihr die Bitte.3

Zum Nachdenken

Wie kann das Wissen, dass Jesus Christus für uns Fürsprache einlegt, uns anspornen, anderen Menschen barmherzig und versöhnlich zu begegnen?

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    Anmerkungen

  1.   1.

    Siehe Russell M. Nelson, „Jesus Christ – Our Master and More“, Fireside an der Brigham-Young-Universität, 2. Februar 1992; speeches.byu.edu

  2.   2.

    D. Todd Christofferson, „Ich weiß, in wen ich mein Vertrauen gesetzt habe“, Der Stern, Juli 1993, Seite 81

  3.   3.

    Siehe auch Die Töchter in meinem Reich: Die Geschichte und das Werk der Frauenhilfsvereinigung, Seite 199