Spiel nicht mit dem Feuer!

Jean B. Bingham

Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung

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    „Gottes Gebote will ich befolgen, dann wandle ich sicher, dann finde ich Ruh.“ (Liederbuch für Kinder, Seite 68)

    dont play with fire

    Während meiner Kindheit bestand eine meiner Aufgaben darin, den Müll zu verbrennen. Ich sammelte den Müll aus dem Haus und tat ihn in eine große Tonne aus Metall im Garten. Dann zündete ich ein Streichholz an und ließ es in die Tonne fallen.

    Eines Tages war es sehr windig und die Streichhölzer gingen immer wieder aus. Ich beschloss, eine Fackel aus Zeitungspapier zu machen. Ich dachte, so würde die Flamme lange genug brennen, um den Müll anzuzünden. Ich erinnerte mich daran, dass es nicht klug war, mit Feuer zu spielen, ignorierte aber das warnende Gefühl. Ich rollte etwas Zeitungspapier kegelförmig auf, zündete es mit einem Streichholz an und ließ es in die Tonne fallen.

    Zisch! Durch den starken Wind ging das Zeitungspapier in Flammen auf und der Müll fing schnell Feuer. An meinem Gesicht schossen große Flammen vorbei. Zum Glück waren die meisten meiner Haare hinten zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Mein Pony wurde jedoch versengt. Es waren davon nur kleine, spröde Strähnchen übrig. Meine Wimpern waren weg und meine Augenbrauen auch. Es passierte einfach so schnell!

    Daraus habe ich etwas gelernt: Wenn man mit etwas Gefährlichem spielt, kann man verletzt werden! Unsere Eltern und der Heilige Geist warnen uns vor gefährlichen Sachen wie Pornografie oder Drogen. Wenn wir uns dafür entscheiden, die Warnungen zu ignorieren, hat das Folgen.

    Ich bin dankbar, dass meine Haare mit der Zeit wieder nachgewachsen sind. Das ist wie Umkehr. Wenn wir eine falsche Entscheidung treffen, können wir uns dafür entscheiden, uns zu ändern. Durch das Sühnopfer Jesu Christi können wir Vergebung erlangen. Ganz gleich, wie jung oder wie alt wir sind, unser Erretter ist immer da, um uns zu helfen. Wir können wieder Frieden verspüren, wie an dem Tag, an dem wir uns taufen ließen.

    Der himmlische Vater hat uns Gebote gegeben, weil er uns liebt. Er möchte uns beschützen und helfen. Was für tolle Geschenke uns der himmlische Vater und sein Sohn Jesus Christus doch gegeben haben!