Die Segnungen des Seminars

Während meines zweiten Seminarjahres gab es zwar nur drei Schüler in meinem Kurs, doch wir hatten eine fantastische Lehrerin, der es Freude machte, mit uns über das Evangelium zu sprechen. Einmal erfuhren wir im Unterricht, dass viele Leute glaubten, die Kirche würde nach dem Tod von Joseph Smith und seinem Bruder Hyrum zerfallen. Andere Mitglieder aus der Anfangszeit der Kirche erinnerten sich jedoch daran, dass dies Gottes Kirche und nicht die eines Menschen ist. Unsere Lehrerin erklärte uns, dass die Kirche nicht in die Irre gehen wird, weil sie die Kirche Jesu Christi ist.

Diese Lektion hat zweifellos unser Leben verändert. An diesem Nachmittag entschlossen wir uns dazu, dem Herrn mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Sinn und aller Kraft zu dienen. Wir bereiteten uns auf eine Vollzeitmission vor. Auch nahm ich weiterhin am Seminar teil.

Im Laufe der folgenden beiden Jahre merkte ich, wie segensreich der Seminarbesuch für mein Leben war und wie meine Vorbereitung darauf, dem Herrn zu dienen, mein Zeugnis nährte und meinen Wunsch, mich nützlich zu machen.

Der Seminarbesuch hat mir bestätigt, wie wichtig ich dem Vater im Himmel bin. Er hat mir geholfen, das Evangelium in meinem Leben anzuwenden. Vor allem aber ist mir bewusst geworden, dass das Evangelium nicht etwas ist, was wir nur sonntags leben. Das Seminar hat in mir den Wunsch gefestigt, auf Mission zu gehen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass mir die Segnungen des Seminars in meinem Leben auch weiterhin erhalten bleiben. Niemand hat gesagt, dass es leicht ist, aber wenn wir beschließen, am Seminar teilzunehmen, segnet uns der Herr und gibt uns die Kraft, die wir brauchen, um unsere Herzenswünsche zu erfüllen.

Begona C., Guayaquil, Ecuador