Ich kann helfen – Stift um Stift

Caleb H., 10, Deutschland

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    helping out, one pencil at a time

    Alles fing damit an, dass mein Pfahl ein Projekt zur Flüchtlingshilfe ins Leben rief. Ich fand das Projekt toll. Also bat ich meine Mutter, meiner Lehrerin davon zu erzählen. Meine Lehrerin wollte daraufhin mit der vierten Klasse auch etwas auf die Beine stellen. Meine Schwester Maddie und ich wollten den anderen ein Beispiel geben. Wir gingen von Haus zu Haus und sammelten Spenden.

    Dann kam der Tag, an dem wir unseren Mitschülern in der vierten Klasse das Projekt vorstellen sollten. Ich war ein bisschen aufgeregt. Naja, eigentlich hatte ich totale Panik, aber ich gab mein Bestes. Ich erklärte den anderen Viertklässlern, dass wir für die Flüchtlinge Schulsets brauchten. Ich berichtete, dass wir von Tür zu Tür gegangen waren, und forderte sie auf, mehr Geld zusammenzubekommen als ich. Insgesamt kamen wir auf über 100 Schulsets. Wir legten Schreibhefte, Stifte und andere Sachen hinein, die man in der Schule braucht. Wir legten auch einen Zettel dazu, auf dem „Herzlich willkommen in Deutschland!“ stand.

    Meine Mutter und ich brachten die Sets in die Flüchtlingsunterkunft. Sie war nicht sonderlich schön, aber es gab immerhin einen Spielplatz und eine Lernecke. Neben der Unterkunft donnerten laut Züge vorbei, und die Kinder erzählten mir, dass es wie die Düsenflieger klang, die sie aus Syrien oder anderen Ländern kannten. Vielleicht erinnerte sie das Geräusch auch an die Bomben, die sie in ihrem Heimatland gehört hatten.

    Ich lernte in der Unterkunft einige Kinder in meinem Alter kennen, darunter auch Daniel, der super Schach spielt. Leider konnte ich gegen ihn kein Schach spielen, was schade ist, weil ich Schach toll finde, aber dafür spielte ich mit den Kindern Kicker und Tischtennis. Die Jungs erzählten mir, dass sie ihr Zuhause vermissen. Sie würden gern die Flüchtlingsunterkunft verlassen und wieder zur Schule gehen.

    Nachdem wir Kicker und Tischtennis gespielt hatten, teilten wir die Sets aus. Ich bin froh, dass ich etwas Gutes für die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft tun konnte.