Bis aufs Wiedersehen

Tun Sie heute jemandem etwas Gutes

Präsident Thomas S. Monson

Nach der Ansprache „Was habe ich heute für einen anderen getan?“, Liahona, November 2009, Seite 84–87

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    Wir sind die Hände des Herrn. Er ist auf uns angewiesen.

    Christ healing at Bethesda

    Ausschnitt aus dem Gemälde Christus heilt Kranke am Teich Betesda von Carl Heinrich Bloch, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Kunstmuseums der Brigham-Young-Univerität

    Ich bin überzeugt, dass jedes Mitglied der Kirche die Absicht hat, den Bedürftigen zu dienen und zu helfen. Bei der Taufe haben wir gelobt, dass wir „willens [sind], einer des anderen Last zu tragen, damit sie leicht sei“ (Mosia 18:8). Wie viele Male ging es Ihnen zu Herzen, wenn Sie die Not eines anderen gesehen haben? Wie oft haben Sie beabsichtigt, derjenige zu sein, der hilft? Und wie oft ist dann doch das alltägliche Leben dazwischengekommen und Sie haben es anderen überlassen zu helfen und gedacht: „Ach, es wird sich schon jemand darum kümmern.“

    Wir lassen uns so sehr von der Geschäftigkeit unseres Lebens vereinnahmen. Hielten wir aber einmal inne und betrachteten genau, womit wir uns beschäftigen, würden wir vielleicht feststellen, dass wir viel zu oft den größten Teil unserer Zeit damit verbringen, uns um etwas zu kümmern, was im großen Plan des Lebens eigentlich nicht von Belang ist, und dabei das Wichtigere vernachlässigen.

    Wir sind umgeben von Menschen, die unsere Aufmerksamkeit, unseren Zuspruch, unsere Unterstützung, unseren Trost und unsere Freundlichkeit brauchen – seien es Angehörige, Freunde, Bekannte oder Fremde. Wir sind die Hände des Herrn hier auf der Erde, und wir haben den Auftrag, seinen Kindern zu dienen und sie emporzuheben. Er ist auf einen jeden von uns angewiesen.

    Mögen die Worte eines vertrauten Liedes unsere Seele durchdringen:

    Hab ich Gutes am heutigen Tag getan?

    Half ich jemand in Kummer und Plag?

    Ward getröstet ein Herz und gelindert ein Schmerz?

    Wenn nicht, war mir nutzlos der Tag.

    Und ward einem Menschen heut leichter die Last,

    weil willig und helfend ich nah?

    Wenn ein Armer, ein Müder stand zagend am Weg,

    war mit meiner Hilfe ich da?

    („Hab ich Gutes am heutigen Tag getan?“, Gesangbuch, Nr. 150.)

    Mögen wir uns die Frage stellen: „Was habe ich heute für einen anderen getan?“ Mein Rat an die Mitglieder in aller Welt lautet: Finden Sie jemanden, der es gerade schwer hat oder der krank oder einsam ist, und tun Sie heute etwas für ihn.