Eine inspirierte Antwort im Vorstellungsgespräch

Gibrair Padilha Dos Santos

Gibrair Padilha Dos Santos

São Paulo, Brasilien

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    man standing on clock

    Illustration von Getty Images

    Nachdem ich beauftragt worden war, das Komitee für Eigenständigkeitsförderung eines Pfahles zu leiten, wurde mir klar, dass ich selbst unterbeschäftigt war. Also wollte ich mehr aus meinem Berufsleben machen.

    Ich wollte wieder eine bessere Arbeitsstelle finden und bat beim Verfassen eines professionellen Bewerbungsschreibens um Hilfe. Mit dem neuen Schreiben bewarb ich mich bei einigen Firmen und wurde auch bald zu Vorstellungsgesprächen eingeladen.

    Bei einem davon deutete der Gesprächsleiter auf eine Zeile im Lebenslauf, in der von meiner Arbeit als Ratgeber der Pfahlpräsidentschaft die Rede war. Er fragte mich: „Können Sie mir in fünf Sekunden erklären, was es mit diesem Dienst in der Kirche auf sich hat?“

    Ich erklärte, dass ich an der Leitung einer Organisation beteiligt sei, die für die Führung und das Wohlergehen von über 2500 Leuten verantwortlich war. Das regte das Interesse meines Gegenübers, und er sagte: „Sie haben eine Minute Zeit, sich eine Antwort, die fünf Sekunden lang ist, auf diese Frage zu überlegen: Wie führen Sie diese 2500 Leute?“

    Mir war klar, dass der entscheidende Moment des Vorstellungsgesprächs gekommen war. Ich betete und bat den Vater im Himmel um Hilfe. Schnell fiel mir ein, was ich in der Gesprächsgruppe für Eigenständigkeitsförderung gelernt hatte. Ich spürte, wie mich Zuversicht durchströmte.

    Nach einer Minute kam die Frage: „Wie führen Sie diese 2500 Leute?“

    „Wir helfen ihnen, sich Ziele zu stecken“, antwortete ich.

    Der Gesprächsleiter stand auf, streckte mir die Hand entgegen und sagte: „Sie haben die Stelle.“

    Es ist erstaunlich, wie Gott mich führte und mein Gebet erhörte. Ich bin dem Erretter dankbar, dass er unsere Führer inspiriert hat, das Programm für Eigenständigkeitsförderung zu entwickeln. Ich selbst bin dadurch gesegnet worden, und ich habe gesehen, wie die einfachen, inspirierten Schritte der Initiative vielen in unserem Pfahl ein Segen sind. Ich bin überzeugt davon, dass man mit den Grundsätzen der Eigenständigkeit andere emporheben kann. Deshalb habe ich schon angefangen, meinen 15 Mitarbeitern, deren Vorgesetzter ich an meiner neuen Arbeitsstelle geworden bin, diese Grundsätze beizubringen.

    Ich habe mich weiterentwickelt und bin zu mehr imstande, als ich erwartet hätte. Mit meinem jetzigen Gehalt kann ich meine Familie versorgen. Dieses Programm hilft uns, von Tag zu Tag besser zu werden, weil es uns hilft, eigenständiger zu werden.