Nach einem Suizid: Hinterbliebenen auf dem Weg zu Heilung beistehen

Chakell Wardleigh

Zeitschriften der Kirche

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    ein Ehepaar tröstet einander auf dem Tempelgelände

    Foto von Carrie Leona Ryan

    Als die 15-jährige Natalie Thorpe sich das Leben nahm, standen unzählige Angehörige und Freunde vor einem Scherbenhaufen und wussten nicht, wie sie damit umgehen sollten. In einem Artikel im Liahona für diesen Monat beschreibt Natalies Mutter ihre Trauer: „Meine Tränen flossen tagelang ohne Unterlass, und die Qual schien in dieser Zeit nie nachzulassen.“

    Wenn jemand beschließt, sich das Leben zu nehmen, müssen die Hinterbliebenen einen schwierigen, schmerzlichen Trauerprozess durchmachen.

    Das kann zu diesem Prozess dazugehören:

    • Man ist verwirrt, verärgert oder fühlt sich schuldig, hoffnungslos oder verlassen.

    • Man hat unbeantwortete Fragen.

    • Man zieht sich aus Scham zurück.

    • Man hat Angst davor, beschuldigt oder verurteilt zu werden.

    Sie können den Hinterbliebenen den Schmerz zwar nicht nehmen, aber es gibt viele Möglichkeiten, ihnen auf ihrem Weg zu Heilung beizustehen.

    So können Sie helfen:

    • Zeigen Sie Mitgefühl und Verständnis.

    • Bieten Sie den Hinterbliebenen auch bei Kleinigkeiten Hilfe an.

    • Begleiten Sie sie bei Erledigungen.

    • Seien Sie geduldig, hören Sie zu und akzeptieren Sie die Gefühle der Hinterbliebenen, wenn sie diese ansprechen.

    • Vermeiden Sie falsche Zusicherungen wie: „Es wird alles wieder gut“, „Es könnte schlimmer sein“, „Die Zeit heilt alle Wunden“ oder „Ich kann es verstehen.“

    • Versuchen Sie nicht, Antworten auf Fragen zu finden, auf die es keine Antwort gibt.

    • Versichern Sie den Hinterbliebenen, dass sie nicht schuld sind.

    • Sprechen Sie über den Verstorbenen in ähnlicher Weise, wie Sie über jemanden sprechen würden, der auf andere Art gestorben ist.

    • Bieten Sie Hilfe bei der Suche nach weiterer Unterstützung für die Trauerbewältigung an (wie etwa Therapeuten oder Selbsthilfegruppen).

    „Es hat einige Jahre gedauert, bis mir klar wurde, wie viel mir meine Brüder und Schwestern in der Kirche … geholfen haben“, sagt Natalies Mutter über den Suizid ihrer Tochter. „Man pflegte mich gesund und kümmerte sich um mich, bis ich wieder auf eigenen Beinen stehen konnte.“