Rachel Leatham

Abdruck des Fotos von Rachel Leatham mit freundlicher Genehmigung des Historischen Archivs der Kirche, Rahmen von Getty Images

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Ich bin wohl eine der glücklichsten Frauen der Welt, und es ist das Evangelium, das mich so glücklich macht, denn ich weiß, dass es wahr ist. Ich weiß ganz sicher, dass Gott, unser Vater, und sein Sohn Jesus Christus herabkamen und das Evangelium brachten und es aufrichteten und mit dem Propheten Joseph Smith sprachen. …

Selbst wenn ich bis in alle Ewigkeit lebte, würde ich meinem Vater im Himmel wohl nie genug für die Segnungen danken können, die in mein Leben Einzug gehalten haben, für das Vorrecht, in die Welt hinauszugehen und dieses Zeugnis abzulegen, den Menschen vom wiederhergestellten Evangelium zu erzählen, von der Vollmacht, die Christus seinen Dienern gegeben hat, und von den Segnungen, die für diejenigen bereitstehen, die den Worten der Wahrheit, des Lebens und der Errettung Beachtung schenken und sie befolgen. …

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir jungen Leute zu Hause uns der Verantwortung, die auf uns ruht, nicht völlig bewusst sind. Wir denken nicht immer daran, dass diejenigen, die bei uns an der Spitze stehen, bereits ein hohes Alter erreicht haben und dass es unsere Aufgabe sein wird, das Werk unserer Väter und Mütter fortzuführen, wenn diese einmal nicht mehr sind, dass wir zukünftig für Zion die Verantwortung haben werden. Tun wir unseren Teil und bereiten wir uns so vor, dass wir dann in der Lage sind, die Arbeit unserer Väter zu übernehmen? …

Sind wir in der Lage, zu verkünden, was Gott uns verheißen hat, sofern wir seine Gebote halten? Sind wir vertraut mit dem alten Bericht über der Bewohner dieses Kontinents, dem Buch Mormon? Sind wir vertraut mit den großartigen Wahrheiten, die in diesem Buch und in den Büchern stehen, die uns die Schönheit des Werkes vermitteln, in dem wir heute tätig sind? Ich fürchte, wir sind nicht ausreichend bewandert in den Grundsätzen des Evangeliums und wir sind nicht so eifrig, wie wir es sein sollten.1

Wo viel gegeben wird, wird viel gefordert, und Sie alle wissen, wie viel uns gegeben wurde und wie viel von uns gefordert werden wird [siehe Lukas 12:48; LuB 82:3]. Bereiten wir uns vor, damit wir nicht hinter den Erwartungen zurückbleiben? Leben wir von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt [siehe Deuteronomium 8:3; Matthäus 4:4; LuB 84:44]. Leben wir so, dass Christus stets zu uns stehen, uns segnen und uns lieben wird. …

Ich möchte noch einmal sagen, dass ich weiß, dass das Evangelium wahr ist. Ich weiß es nicht, weil mein Vater es weiß, nicht, weil meine Mutter es mich unablässig gelehrt hat – ich weiß, dass das Evangelium wahr ist, weil Gott es mir offenbart hat. Sein Geist hat es meinem Geist bezeugt [siehe Römer 8:16], und dieses Zeugnis ist die kostbarste Gabe, die Gott mir gegeben hat.

Möge Gott uns alle segnen, darum bitte ich im Namen Jesu. Amen.

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Anmerkung

  1. 1.

    Rachel Leathams monatliche Briefe an ihren Missionspräsidenten lassen ihren Eifer erkennen. Am 25. Februar 1907 schrieb sie: „Ich habe mich bemüht, meine Pflicht zu erfüllen, und in meiner Arbeit große Befriedigung erfahren.“ (Colorado Denver South Mission General Minutes, Seite 166.)