Mission beendet

Janika Leuzinger

Gemeinde Wettingen, Pfahl Zürich

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    Wettingen (DW): Ich habe meine Zeit in der Ukraine-Mission Kiew unglaublich geliebt und freue mich, davon zu erzählen. Am 3. April 2018 wurde ich entlassen.

    Ich habe in drei Regionen der Ukraine gedient: Nikolajew, Nowa Darnizja (Kiew) und Odessa Mitte. Meine Mitarbeiterinnen waren ausschließlich Amerikanerinnen, bis auf eine deutsche Schwester mit dem gleichen Vornamen wie ich, die ich am Schluss meiner Mission trainieren durfte.

    Die russische Sprache fand schnell den Weg in mein Herz, auch die ukrainischen Menschen und das ukrainische Essen. Wenn ich die Ukrainer in drei Worten zusammenfassen müsste, würde das etwa so lauten: ehrlich, hilfsbereit und Meisterköche. Ukrainer nehmen kein Blatt vor den Mund, und ich habe durch sie den wahren Wert von Ehrlichkeit kennen und schätzen gelernt. Viel zu oft sagen wir nicht, was wir denken, und verletzen uns selbst und andere Menschen auf die Dauer mehr, als wenn wir gleich von Anfang an die Wahrheit gesagt hätten.

    Gleichzeitig sind die Ukrainer stets bereit zu helfen, und sie scheuen keine Arbeit. Fragt man sie nach dem Weg, werden sie ihn nicht nur beschreiben, sondern ihn gleich mitgehen, um sicherzustellen, dass man auch gut ankommt. Die ukrainischen Frauen sind unglaublich gute Köchinnen. Das meistgebrauchte Gemüse ist Randen. Sie essen es in Salaten, Suppen, Gebäcken, sozusagen in allem, und es ist unglaublich köstlich.

    Am meisten habe ich jedoch meinen himmlischen Vater auf Mission lieben gelernt. Ich habe angefangen zu erkennen, wie gütig er wirklich ist. Er war mit mir und neben mir bei jedem Schritt auf Mission. Ich weiss, dass er uns alle liebt und sich um uns kümmert. Wenn Gott auf unserer Seite steht, wer kann dann gegen uns sein? Alles, was mit Gott getan wurde, ist noch immer gut ausgegangen. Das weiss ich mit Gewissheit und davon gebe ich Zeugnis.