Wir befassen uns gemeinsam mit den Konferenzansprachen


Als wir unser gemeinsames Studium der Generalkonferenz neu gestalteten, wurden unsere Gespräche über das Evangelium viel lebendiger.

Wir befassen uns gemeinsam mit den Konferenzansprachen

Schon seit Jahren lesen wir die Konferenzausgabe immer mit der ganzen Familie, einen Artikel nach dem anderen. Anfangs setzten wir uns einfach um den Tisch und lasen abwechselnd immer einen Abschnitt vor. Wir mussten aber feststellen, dass wir die Ansprachen einfach nur durchlasen, ohne innezuhalten und ohne sie wirklich in uns aufzunehmen.

Wir wollten aber mehr daraus machen. Deshalb kauften meine Frau und ich für jeden in der Familie ein Exemplar der Konferenzausgabe. Wir legten fest, wie viele Ansprachen wir jede Woche lesen mussten, um alle vor der nächsten Generalkonferenz gelesen zu haben. Manchmal lasen wir eine Ansprache pro Woche, ein andermal zwei. Jeder las die Ansprache für sich und strich die Gedanken an, die ihm gefielen. Beim Familienabend berichtete dann jeder den anderen, was er markiert hatte, und wir sprachen darüber.

Oft hatten unsere Kinder Fragen, die ein Gespräch in Gang setzten, oder meine Frau und ich stellten Fragen, die uns beim Lesen gekommen waren. Wir genossen es, wenn unsere Kinder im Teenageralter diese Fragen beantworteten und erzählten, was sie im Seminar, in der Kirche oder beim eigenen Schriftstudium gelernt hatten. Es war schön, einander oft auf diese Weise Zeugnis zu geben, ganz ungezwungen und in angenehmer, entspannter Atmosphäre.

Bald zeigte sich auch, dass nun unser Schriftstudium am Morgen ähnlich verlief. An manchen Tagen lasen wir nur ein paar Verse, weil die Zeit so rasch verging, wenn wir uns über die Verse unterhielten und überlegten, welchen Bezug sie zu aktuellen Geschehnissen hatten.

Diese gemeinsame Zeit am Morgen ist nun erfüllt von Gesprächen, Lachen und Einigkeit, ehe jeder seine Tagesaufgaben in Angriff nimmt. Wir haben ein starkes Zeugnis vom täglichen gemeinsamen Gebet und vom Schriftstudium, zu denen unser Prophet uns aufgerufen hat. In unserer Familie hat das dazu geführt, dass wir voneinander lernen und einander Kraft geben – und all dies, weil wir uns vorgenommen hatten, uns ein wenig intensiver mit der Generalkonferenz zu befassen.

Befassen Sie sich mit den Konferenzansprachen und wenden Sie sie an

Präsident Thomas S. Monson

„Denken Sie daran, dass die Botschaften, die wir bei der Konferenz gehört haben, in der Mai-Ausgabe der Zeitschriften Ensign und Liahona abgedruckt werden. Ich bitte Sie dringend, sich gründlich mit den Botschaften zu befassen, über die Lehren darin nachzudenken und sie dann anzuwenden.“

Präsident Thomas S. Monson, „Ein Schlusswort“, Liahona, Mai 2010, Seite 113