44: Sich jetzt auf die Siegelung im Tempel vorbereiten

"44: Sich jetzt auf die Siegelung im Tempel vorbereiten," Aaronisches Priestertum -- Leitfaden 2, (1994)


Ziel

Jedem Jungen wird bewußt, daß er schon jetzt in seiner Jugend sorgfältig planen muß, wenn er für die Siegelung im Tempel würdig und bereit sein möchte.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Die heilige Schrift für jeden Jungen.

    2. b)

      Buntstifte zum Schriftstellenmarkieren.

  2. 2.

    Bitten Sie den Bischof bzw. Zweigpräsidenten um die Fragen, die beim Tempelinterview gestellt werden.

  3. 3.

    Lesen Sie die Ratschläge in bezug auf Verabredungen in der Broschüre Für eine starke Jugend (Seite 7) durch.

Vorschlag für den unterrichtsablauf

Die Tempelehe ist ein Segen

Beispiel

Die Jungen sollen einmal überlegen, worin ihre bisher größte Segnung besteht. Erzählen Sie dann die folgende Geschichte von Elder Bruce R. McConkie:

„Meine Frau und ich haben vor kurzem ein ernstes Gespräch geführt, … bei dem wir uns die vielen Segnungen bewußtgemacht haben, die uns zuteil geworden sind. Dabei sind uns zahllose Segnungen eingefallen, die wir dank der Kirche, unserer Familie und der Wiederherstellung der ewigen Wahrheit erhalten haben. Und dann stellte meine Frau eine Frage, die den Höhepunkt des Gepräches bildete, nämlich: ‚Worin besteht die bisher größte Segnung in deinem Leben?‘

Ohne auch nur einen Augenblick zu zögern antwortete ich: ,Die größte Segnung meines Lebens habe ich am 13. Oktober 1937 um 11.20 Uhr empfangen, als ich …‘“

Unterbrechen Sie an dieser Stelle, und fragen Sie die Jungen:

  • Was für eine Segnung ist das wohl gewesen?

Lassen Sie die Jungen antworten, und erzählen Sie dann weiter:

„,… im Salt-Lake-Tempel am Altar des Herrn knien durfte und du meine Gefährtin für die Ewigkeit wurdest.‘

Sie sagte: ,Sehr gut, bestanden.‘

Ich glaube, der wichtigste Schritt, den wir als Heilige der Letzten Tage hier auf der Erde tun, besteht darin, daß wir den richtigen Partner am richtigen Platz mit der richtigen Vollmacht heiraten. … Dann bleibt nichts Wichtigeres, als so zu leben, daß die Vereinbarungen des Bündnisses … für immer … bindend bleiben.“ (Bruce R. McConkie, „Agency or Inspiration?“, New Era, Januar 1975, Seite 38.)

Tafel/Schriftstelle/Besprechen

  • Warum möchte der Vater im Himmel wohl, daß sich seine Söhne und seine Töchter im Tempel siegeln lassen?

Schreiben Sie die Antworten der Jungen an die Tafel.

Lassen Sie die Jungen zur Beantwortung dieser Frage LuB 131:1–4 lesen und markieren, und machen Sie deutlich, daß die Siegelung im Tempel notwendig ist, damit wir in das höchste Reich des Himmels eingehen können. Sie ist also eine besondere Segnung, die der Vater im Himmel uns zuteil werden läßt.

Zitat

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Der Herr hat Adam und Eva zusammengeführt … und eine heilige Zeremonie vollzogen, … durch die sie Mann und Frau wurden. …

Es ist normal, daß man heiratet, und es ist normal und richtig, daß man Kinder bekommt. …

Jeder soll den Wunsch haben zu heiraten, muß aber auch etwas dafür tun. …

Die Eheschließung ist die möglicherweise wichtigste Entscheidung, die wir zu treffen haben, und zwar mit weitreichenden Folgen, denn sie bestimmt nicht nur, wie glücklich wir momentan sind, sondern auch, wie unsere Freude in der Ewigkeit beschaffen sein wird.“ (Ansprache am Salt Lake Institute of Religion, 22. Oktober 1976.)

Für die Siegelung im Tempel muß man würdig sein

Berater

Um hier auf der Erde glücklich zu sein und in der Ewigkeit Freude zu haben, müssen wir würdig sein, in den Tempel zu gehen und dort Segnungen zu empfangen.

Wenn ein Mitglied der Kirche in den Tempel gehen möchte, muß es sich vorher einer Unterredung mit dem Bischof bzw. Zweigpräsidenten sowie einem Mitglied der Pfahl- bzw. Missionspräsidentschaft unterziehen. Auch danach wird der Betreffende, wenn er weiterhin den Tempel besuchen möchte, alljährlich von den Priestertumsführern hinsichtlich seiner Würdigkeit befragt, und nur, wenn er als würdig befunden wird, erhält er erneut einen Tempelschein.

  • Welche Fragen muß jemand beantworten, der den Tempelschein haben möchte?

Lassen Sie die Jungen antworten, und sagen Sie ihnen, daß Sie alle entsprechenden Fragen vorlesen werden. Jeder Junge soll diese Fragen ehrlich für sich beantworten. Stellen Sie klar, daß niemand laut antworten soll. Anschließend sollten die Jungen wissen, was sie weiterhin tun und wo sie noch an sich arbeiten müssen.

Lesen Sie nun die Fragen vor.

Machen Sie deutlich, daß dies der Maßstab ist, den der Herr für alle festgesetzt hat, die in sein Haus gehen wollen. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, findet Freude und Glück.

Zitat

  • Wann müßt ihr damit anfangen, euch auf die Siegelung im Tempel vorzubereiten?

Lesen Sie zur Beantwortung dieser Frage das folgende Zitat von Elder Harold B. Lee vor:

„Die jungen Leute müssen noch heute damit anfangen, ihr Leben so zu ordnen, daß sie zur rechten Zeit würdig sind, ins Haus des Herrn zu gehen, und durch die dort vollzogene Zeremonie mit Kraft ausgestattet und heilig gemacht werden können.“ („Enter a Holy Temple“, Improvement Era, Juni 1967, Seite 144.)

Machen Sie deutlich, daß jetzt die Zeit ist, wo die Jungen sich für den Tempel bereitmachen müssen. Wir wissen ja, was der Herr von uns verlangt, und müssen uns entsprechend verhalten.

Wer sich auf die celestiale Ehe vorbereiten möchte, muß sich anstrengen

Besprechen

Der Satan setzt alles daran, um uns zur Sünde zu verleiten, damit wir den Anforderungen nicht entsprechen, die der Herr für den Tempelbesuch gesetzt hat. Deshalb kostet die Vorbereitung auf die celestiale Ehe auch einige Anstrengung.

  • Was könnt ihr schon jetzt tun, um euch auf die celestiale Ehe vorzubereiten?

Mögliche Antworten: Gott und den Nächsten lieben, so wie der Herr es geboten hat; ehrlich sein; keusch sein; regelmäßig beten; das Priestertum in Ehren halten und unterstützen; den Zehnten zahlen; das Gesetz des Fastens befolgen; das Wort der Weisheit halten; ein Vorbild sein; auf eine gute Ausdrucksweise achten; die Eltern ehren.

Versichern Sie den Jungen: Wenn sie die Gebote halten, hilft der Herr ihnen, ihren Entschluß auszuführen, nämlich daß sie sich im Tempel siegeln lassen werden.

Je nach Alter und Lebensumständen der Jungen können Sie die Ratschläge in bezug auf Verabredungen in der Broschüre Für eine starke Jugend (Seite 7) besprechen.

Tafel/Zitat/Besprechen

Zeichnen Sie das folgende Schaubild an die Tafel. Präsident Spencer W. Kimball hat uns einige Erläuterungen gegeben, um uns die Vorbereitung auf die Siegelung im Tempel zu erleichtern. Zeichnen Sie das Schaubild wie abgebildet an die Tafel; während Sie das Zitat vorlesen, sollen die Jungen die einzelnen Kreise beschriften.

„Wenn ich die Pfähle Zions bereise, um einiges von dem deutlich zu machen, das mir sehr, sehr am Herzen liegt, … dann zeichne ich gewöhnlich mehrere Kreise an die Tafel. In den obersten Kreis schreibe ich: ,Ewiges Leben beziehungsweise Erhöhung‘. …

Wenn wir den Weg hinunterblicken – den engen und schmalen Pfad, der zum ewigen Leben führt und den nur wenige finden – so treffen wir auf den zweiten Kreis, in den ich ,Ewige Ehe‘ schreibe, denn sie ist das Tor zur Erhöhung. …

Meistens zeichne ich dann einen dritten Kreis an die Tafel und frage, … welche Einrichtung der Kirche am unmittelbarsten dazu beiträgt, daß sich jemand als Zwischenziel auf dem Weg zum ewigen Leben – denn das ist ja unser Endziel – im Tempel siegeln läßt. Was paßt also am besten in den dritten Kreis? … Da wird dann alles Erdenkliche vorgeschlagen. … Schließlich einigen wir uns auf einen Punkt, der, wie dann alle zustimmen – die größten Auswirkungen auf die ewige Ehe hat, und das ist natürlich die Mission. …

Zwischen 80 und 90 Prozent aller jungen Männer und Frauen, die ehrenhaft eine Mission erfüllt haben, lassen sich früher oder später im Tempel siegeln. …

Dann zeichne ich noch einen weiteren Kreis auf den schmalen und engen Pfad, der zum ewigen Leben führt, und frage, was wir dort hineinschreiben sollen. …

Es gibt nur eins, was man dort hineinschreiben kann, … nämlich das Seminar- und Institutsprogramm.“ („Circles of Exaltation“, Ansprache an der Brigham-Young-Universität, 28. Juni 1968.)

  • Wie kann euch eine Mission bei der Vorbereitung auf die Ehe helfen?

  • Was könnt ihr wohl während einer Mission lernen? Wie kann euch das helfen, wenn ihr verheiratet seid?

  • Wie kann euch das Seminar- und Institutsprogramm dabei helfen, euch auf die Siegelung im Tempel vorzubereiten?

  • Wie hat es euch bisher geholfen, daß ihr am Seminarprogramm teilnehmt?

Machen Sie deutlich, daß jeder Junge den engen und schmalen Pfad beschreiten kann und daß seine Eltern und die Führer der Kirche ihm liebevoll auf diesem Weg weiterhelfen.

Zum Abschluß

Zitat

Lesen Sie zum Abschluß das folgende Zitat von Präsident Spencer W. Kimball vor:

„Darum geht es bei der Lehre der Mormonen: … Ehe, Familie, Zuhause, Kinder, Enkel und alles, was gut und schön ist. … Es ist ganz natürlich, daß sich die Mädchen für die Jungen und die Jungen für die Mädchen interessieren und daß man sich zur rechten Zeit zur Ehe entschließt – zur Siegelung für die Ewigkeit. Das ist nur natürlich. Das ist der Weg, den der Herr vorgesehen hat.“ (Ansprache anläßlich eines JD-Seminarbanketts in Salt Lake City, 28. April 1977.)

Zeugnis

Sagen Sie den Jungen, daß sie für die Möglichkeit, sich im Tempel siegeln zu lassen, dankbar sein sollen. Der Herr hat bestimmt, welche Voraussetzungen jemand erfüllen muß, der in sein Haus gehen möchte. Jetzt ist die Zeit, wo die Jungen sich eifrig auf die celestiale Ehe und auf die Freude und das Glück vorbereiten sollen, die damit verbunden sind.

Auftrag

Jeder Junge soll sich überlegen, was er in der kommenden Woche tun wird, um sich auf die Siegelung im Tempel vorzubereiten. Fordern Sie die Jungen auf, es sich anzugewöhnen, jeden Tag daran zu arbeiten.