Die Gottheit

Aaronisches Priestertum -- Leitfaden 3, 1996


Ziel

Jeder Junge weiß, daß der himmlische Vater und Jesus Christus und der Heilige Geist eigenständige Personen sind, die in Sinn, Macht, Weisheit und Absichten jedoch eins sind.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Matthäus 3:16,17; Johannes 14:16,17; Mosia 15:1–4; Ether 3:6–17; Lehre und Bündnisse 130:22; 131:7,8; Mose 1:39 und Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:11–20.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Die heiligen Schriften (jeder Junge soll seine heiligen Schriften mitbringen).

    2. b)

      Buntstifte zum Schriftstellenmarkieren.

Vorschlag für den unterrichtsablauf

Die Gottheit besteht aus drei eigenständigen Personen

Beispiel/Besprechen

Zwei Missionare sprechen mit einem Geistlichen einer anderen Religionsgemeinschaft über die Kirche und deren grundlegende Lehren. Als sie erklären, daß die Gottheit aus drei eigenständigen Personen besteht, nämlich dem himmlischen Vater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist, bittet der Geistliche sie um ein Buch Mormon und fordert sie auf, Mosia 15:1–4 zu lesen.

Lassen Sie die Jungen diese Schriftstelle lesen.

Der Geistliche sagt, er entnehme diesen Versen, daß Jesus Christus und der himmlische Vater ein und dieselbe Person sind.

• Was würdet ihr dem Geistlichen antworten?

Lassen Sie die Jungen sich kurz dazu äußern. Erklären Sie dann, daß bezüglich dieses Punktes auch in der frühchristlichen Kirche Verwirrung herrschte. Deshalb wurde auf einem Konzil festgelegt, daß der himmlische Vater und Jesus Christus nur verschiedene Erscheinungsformen desselben Wesens seien. Noch heute herrscht in den meisten christlichen Kirchen Verwirrung über das Wesen der Gottheit. Erklären Sie den Jungen, daß sie in dieser Lektion mehr über das wahre Wesen der Gottheit erfahren sollen.

Schriftstellen/Besprechen

Lesen und besprechen Sie die Vision des Propheten Joseph Smith aus Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:11–20.

Erklären Sie, daß der himmlische Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist drei eigenständige Personen sind, die aber in der Absicht eins sind – sie wollen nämlich jeden Menschen erretten und erhöhen. Lassen Sie die Jungen Johannes 17:20–23 lesen und markieren.

• Was wird in diesen Versen darüber gesagt, inwiefern der himmlische Vater und Jesus Christus eins sind?

Lassen Sie die Jungen sich dazu äußern, und arbeiten Sie heraus, daß der himmlische Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist dasselbe Ziel verfolgen. Sie sind eins in dem, was sie tun. Erklären Sie, daß der Wille des himmlischen Vaters ebenso der Wille Jesu Christi und der Wille des Heiligen Geistes ist. Weil die anderen Kirchen die neuzeitlichen Offenbarungen bezüglich der Gottheit nicht anerkennen, kennen sie auch die wahre Lehre nicht und glauben deshalb, der himmlische Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist seien ein einziges Geistwesen.

Schriftstellen/Besprechen

In Lehre und Bündnisse 130:22 wird näher auf die einzelnen Personen der Gottheit eingegangen. Lassen Sie einen Jungen diesen Vers vorlesen; er selbst und die übrigen Jungen sollen ihn dabei markieren.

• Worin unterscheiden sich die Personen der Gottheit in bezug auf ihren Körper? (Der himmlische Vater und Jesus Christus haben beide einen Körper aus Fleisch und Gebein.

Vielleicht fällt den Jungen auf, daß in den heiligen Schriften nicht von Blut die Rede ist, und sie möchten wissen, was das bedeutet. Dann können Sie erklären, daß es Blut nur hier auf der Erde gibt. Erläutern Sie, daß der Heilige Geist eine Person aus Geist ist und dadurch die Fähigkeit besitzt, in uns zu wohnen. Das ist für seine Aufgabe ganz wichtig, denn sonst könnte er nicht zu unserem Geist sprechen.)

Lassen Sie die Jungen Lehre und Bündnisse 131:7,8 lesen.

Arbeiten Sie heraus, daß der Heilige Geist eine Person aus Geist ist und keinen physischen Körper aus Fleisch und Gebein besitzt. Erklären Sie, daß der Geist genauso aussieht wie der Körper und ebenfalls aus Materie besteht.

Lesen Sie Ether 3:6–17.

Jesus Christus besaß vor seiner irdischen Geburt nur einen Geistkörper. Er erschien vor seiner Geburt dem Bruder Jareds. Der Bruder Jareds war sehr überrascht, daß er Jesus Christus sehen konnte. Jesus Christus zeigte ihm seinen Geistkörper, der genauso aussah wie der physische Körper, den er bei seiner Geburt erhalten sollte.

Schriftstellen/Besprechen

Aus den Schriftberichten von der Taufe Jesu Christi geht deutlich hervor, daß die Gottheit aus eigenständigen Personen besteht. Lassen Sie einen Jungen Matthäus 3:16,17 vorlesen.

• Wie haben sich die einzelnen Personen der Gottheit damals offenbart? (Jesus Christus stand im Fluß; der himmlische Vater sprach aus dem Himmel, und der Heilige Geist kam in Gestalt einer Taube vom Himmel herab und ruhte auf Jesus Christus.)

Jesus Christus hat seine Jünger angewiesen, „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu taufen. Lassen Sie einen Jungen Matthäus 28:19 vorlesen.

Tafel/Besprechen

• Was haben wir aus den bisherigen Schriftstellen über die Gottheit erfahren?

Schreiben Sie die Antworten der Jungen an die Tafel. Mögliche Antworten:

  1. 1.

    Die Gottheit besteht aus drei eigenständigen Personen.

  2. 2.

    Die drei Personen der Gottheit verfolgen dasselbe Ziel.

  3. 3.

    Der himmlische Vater und Jesus Christus besitzen einen Körper aus Fleisch und Gebein.

  4. 4.

    Der Heilige Geist ist eine Person aus Geist.

  5. 5.

    Der Heilige Geist kann in uns wohnen.

Die Aufgaben und die Einigkeit der Gottheit

Schrifstellen/Tafel/Besprechen

Lassen Sie die Jungen still für sich Mose 1:39 lesen.

• Worin besteht das wichtigste Ziel jeder Person der Gottheit?

Arbeiten Sie heraus, daß die Gottheit uns gemeinsam helfen will, ewiges Leben zu erlangen. Machen Sie deutlich, daß die drei Personen der Gottheit zwar zusammenarbeiten, daß sie aber dennoch verschiedene Rollen haben.

Schreiben Sie „Gott der Vater“, „Jesus Christus“ und „Der Heilige Geist“ an die Tafel. Lassen Sie unter jedem Namen Platz für die Beiträge der Jungen.

• Worin unterscheidet sich die Aufgabe des himmlischen Vaters von der Aufgabe der anderen Personen der Gottheit?

Erörtern Sie die folgenden Punkte, und fassen Sie sie an der Tafel unter der Überschrift „Gott der Vater“ zusammen.

  1. 1.

    Er ist der ewige Vater unseres Geistes.

  2. 2.

    Wir beten zu ihm.

    Weisen Sie darauf hin, daß Jesus Christus uns gezeigt hat, daß wir oft zum himmlischen Vater beten sollen. Wenn der himmlische Vater und Jesus Christus ein und dieselbe Person wären, hätte Christus sicherlich nicht zu sich selbst gebetet.

    Lassen Sie einen Jungen das Gebet vorlesen, das Jesus Christus im Getsemani gespro- chen hat. (Siehe Matthäus 26:39.) Arbeiten Sie heraus, inwiefern in diesem Vers deutlich wird, daß der himmlische Vater und Jesus Christus zwei verschiedene Personen sind.

  3. 3.

    Sein Name ist Elohim.

    Lassen Sie einen anderen Jungen vorlesen, was Jesus Christus am Kreuz gebetet hat. (Siehe Markus 15:34.) Auch dort betete Jesus Christus zum himmlischen Vater, dessen Name Elohim ist.

  4. 4.

    „Gott ist größer als alle Götter“.

    Lesen Sie das folgende Zitat vor:

    „Elohim … wird auch als Namenstitel Gottes, des erhöhten ewigen Vaters, verwendet, um seine Erhabenheit und Allmacht deutlich zu machen und zu zeigen, daß er größer ist als alle Götter.“ (Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, Salt Lake City, 1966, Seite 224.)

• Was schreiben wir unter „Jesus Christus“ an die Tafel?

Arbeiten Sie folgendes heraus: Jesus Christus ist –

  1. 1.

    der erstgeborene Sohn des himmlischen Vaters im Geist

  2. 2.

    der einziggezeugte Sohn des himmlischen Vaters im Fleisch

  3. 3.

    der Schöpfer des Himmels und der Erde, und zwar auf Weisung des himmlischen Vaters

  4. 4.

    der Erretter und Erlöser der Menschheit

• Wie hat Jesus Christus sich selbst im Verhältnis zum himmlischen Vater gesehen?

Lassen Sie zur Beantwortung dieser Frage einen der Jungen Johannes 14:28 vorlesen.

Machen Sie deutlich, daß diese Schriftstelle die enge Beziehung zwischen dem himmlischen Vater und Jesus Christus aufzeigt. Jesus Christus wußte, daß der himmlische Vater größer war als er selbst, und er war bereit, ihm alle Herrlichkeit zu geben.

Lassen Sie die Jungen Johannes 14:16,17 und Johannes 15:26 lesen und markieren.

• Welche Aufgaben hat der Heilige Geist?

Arbeiten Sie heraus, welche Aufgaben der Heilige Geist hat, und schreiben Sie an die Tafel, was der Heilige Geist tut:

  1. 1.

    Er ist ein Tröster.

  2. 2.

    Er gibt Zeugnis.

  3. 3.

    Er ist ein Lehrer.

  4. 4.

    Er gibt uns etwas ein beziehungsweise ruft er uns etwas ins Gedächtnis.

Machen Sie den Jungen bewußt, daß die anderen Personen der Gottheit diese Aufgaben zwar auch wahrnehmen können, daß sie aber in erster Linie dem Heiligen Geist obliegen.

Lesen und besprechen Sie das Gebet in Johannes 17, das Jesus an den himmlischen Vater gerichtet hat. Arbeiten Sie heraus, daß Jesus Christus hier darum betet, wir mögen alle eins sein, so wie er und der Vater eins sind.

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß es die drei Personen der Gottheit wirklich gibt und daß sie jeden Jungen lieben. Sie wünschen sich, daß jeder Junge ewiges Leben erlangt. Machen Sie deutlich, wie schön es wäre, wenn alle Menschen einander so lieben würden, wie der himmlische Vater und Jesus Christus einander lieben.

Auftrag

Fordern Sie die Jungen auf, sich die Gegenwart des himmlischen Vaters bewußt zu machen, wenn sie im Namen Jesu Christi zu ihm beten. Fordern Sie sie auch auf, sich zu bemühen, stets des Heiligen Geistes würdig zu sein.