Bis ans Ende ausharren

Aaronisches Priestertum -- Leitfaden 3, 1996


Ziel

Die Jungen wissen, was es heißt, bis ans Ende auszuharren; sie begreifen, daß wir aus den Schwierigkeiten des Erdenlebens etwas lernen können.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Matthäus 27:46; Lukas 23:34; 2 Nephi 2:11,15,16,22–24; 28:21, 31:16; Helaman 6:9–17 und Lehre und Bündnisse 121:1–3,6–8, 122:7,8.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Die heiligen Schriften (jeder Junge soll seine heiligen Schriften mitbringen).

    2. b)

      Papier und Bleistift für jeden Jungen.

    3. c)

      Buntstifte zum Schriftstellenmarkieren.

  3. 2.

    Schreiben Sie den Wortlaut von 2 Nephi 31:16 auf ein Poster.

Vorschlag für den unterrichtsablauf

Einleitung

Beispiel

David Merrell stieg in Tokio aus dem Flugzeug. Er konnte es kaum erwarten, endlich seine Mission zu beginnen. David war ein schlanker, gutaussehender junger Mann mit Sommersprossen. Er war zwar geistig gesinnt und hatte eine positive Einstellung, aber ansonsten war er ein ganz normaler Missionar. Er mußte sich genauso daran gewöhnen, auf Mission zu sein, wie die anderen Missionare auch. Aber er demütigte sich vor dem Herrn und fand allmählich wahre Freude und Erfolg.

Eines Tages bemerkte er, daß eine kleine Geschwulst auf seiner Schulter erheblich größer geworden war. Er ging zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Die Diagnose war schrecklich: Er hatte ein Melanoblastom, eine Krebsart, die fast immer zum Tod führt. Fähige japanische Chirurgen entfernten die Geschwulst, aber David wurde nach Hause geschickt, wo er weitere Operationen über sich ergehen lassen mußte. Man entfernte ihm die Muskeln in Schulter und Nacken, ebenso große Arterien und Venen. David mußte schlimme Schmerzen ertragen, als das Blut nun durch andere Adern in sein Gehirn geleitet wurde.

Er erholte sich nur langsam und und litt schreckliche Schmerzen, aber sein Wille war ungebrochen. Er entdeckte, wie groß seine geistige Kraft war. Und er wollte unbedingt seine Mission beenden. Er ging jeden Tag schwimmen, um wieder fit zu werden. Schließlich war es so weit. David spürte ein übermächtiges Siegesgefühl, als er in Oregon aus dem Flugzeug stieg, wo er seine Mission beenden sollte.

David Merrell beendete seine Mission in Oregon, und ein Jahr später beendete er seine irdische Mission.

Tafel/Besprechen

Eigentlich geht man doch davon aus, daß ein junger Mann, der auf Mission ist, vor Leid und Krankheit bewahrt bleibt.

• Was kann man von David Merrell lernen?

• Schreiben Sie die Antworten der Jungen an die Tafel.

Schreibaufgabe

Teilen Sie Papier und Bleistift aus, und lassen Sie jeden Jungen aufschreiben, was für einen Konflikt oder was für ein Problem er gerade zu bewältigen hat. Sagen Sie, daß niemand den Zettel sehen wird. Lassen Sie die Jungen auch aufschreiben, wie sie dieses Problem bewältigen könnten.

Es muß in allem einen Gegensatz geben

Schriftstelle/Tafel/Besprechen

Wenn wir das Wesen und den Zweck des Erdenlebens verstehen, dann begreifen wir auch eher, warum es Leid und Tod gibt. In den heiligen Schriften wird erklärt, warum es Leid und Schwierigkeiten gibt. Wiederholen Sie, was die Jungen über den Fall Adams gelernt haben, und arbeiten Sie heraus, daß erst der Fall Adams es möglich gemacht hat, daß es in allem einen Gegensatz gibt, also auch Leid und Ungemach. Lassen Sie einen Jungen 2 Nephi 2:11 vorlesen.

• Welche Gründe nennt Nephi dafür, daß es hier auf der Erde in allem einen Gegensatz gibt? (Ohne Gegensätze gäbe es weder Rechtschaffenheit noch Schlechtigkeit, weder Heiligkeit noch Elend, weder Gutes noch Schlechtes.)

Besprechen

Sie mit den Jungen, warum es ohne Gegensätze keine Rechtschaffenheit, keine Heiligkeit und auch nichts Gutes geben kann.

Lassen Sie einen Jungen 2 Nephi 2:15,16 vorlesen. Schreiben Sie „selbständig handeln“ an die Tafel; lassen Sie dann Vers 16 erneut vorlesen.

• Was haben Gegensätze mit der Entscheidungsfreiheit zu tun? (Ohne Gegensätze könnte man sich nicht entscheiden, und ohne Entscheidungen gäbe es keine Rechtschaffenheit. Rechtschaffenheit setzt nämlich voraus, daß man sich zwischen Gutem und Schlechten entscheiden kann und dabei das Gute wählt.)

Wer schuldlos leidet und voller Glauben bis ans Ende ausharrt, macht geistig Fortschritt

Beispiel

Lesen Sie den Jungen vor, welche Schwierigkeiten die frühen Führer der Kirche zu bewältigen hatten:

„Joseph Smith und seine fünf Gefährten wurden sechs Monate lang in Liberty, Landkreis Clay, eingekerkert. Dort mußten sie unsägliches Leid ertragen. Den größten Teil der Zeit lagen sie in Ketten. Das Essen war meistens ungenießbar und unverträglich. … Man ver suchte mehrmals, ihnen Gift ins Essen zu mischen, so daß sie sterbenskrank wurden, und nur die Segnungen, die der Herrn verheißen hatte, bewahrten sie vor dem Tod. Sie mußten auf dem Boden schlafen oder auf der flachen Seite einer gefällten Weißeiche. So wurden sie zum Leiden gezwungen. Nimmt es da noch wunder, daß sie in ihrer Pein zum Herrn schrien, er möge sie aus dieser menschenunwürdigen Lage befreien?“ (Joseph Fielding Smith, Essentials in Church History, Seite 210.)

Schriftstelle/Besprechen

Erklären Sie, daß Joseph Smith Abschnitt 121 und 122 des Buches ,Lehre und Bündnisse‘ empfing, als er in Liberty eingekerkert war. Lesen und besprechen Sie mit den Jungen Lehre und Bündnisse 121:1–3,6–8 und 122:7,8.

• Warum ließ der Herr zu, daß Joseph Smith und die treuen Mitglieder so sehr leiden mußten?

Beispiel

Geben Sie mit eigenen Worten wider, was ein junges Mädchen wegen des Evangeliums leiden mußte. Präsident Hinckley hat von ihr erzählt:

„Ich habe oft gelesen, was ein dreizehnjähriges Mädchen, die Großmutter meiner Frau, geschrieben hat… Ihre Familie schloß sich 1856 in Brighton der Kirche an. Sie verkauften ihre gesamte Habe und reisten mit 900 weiteren Passagieren auf der Horizon von Liverpool nach Boston. Die Reise dauerte sechs Wochen. Von Boston fuhren sie mit der Eisenbahn nach Iowa City, um sich für die Reise in den Westen auszustatten.

Sie kauften zwei Ochsengespanne, ein Kuhgespann, einen Wagen und ein Zelt. Dann wurden sie einer der Handkarrengruppen zugeteilt.

In Iowa City geschah das erste Unglück. Das jüngste Kind, noch keine zwei Jahre alt, erfror und wurde in einem Grab bestattet, das nie wieder von den Angehörigen besucht werden konnte. Die Großmutter meiner Frau, die damals dreizehn Jahre alt war, schrieb in ihr Tagebuch:

,Wir legten am Tag fünfzehn bis fünfundzwanzig Meilen zurück, bis wir zum Platte River kamen. … Dort trafen wir auf die anderen Gruppen und sahen zu, wie sie den Fluß überquerten. Dicke Eisklumpen schwammen im Wasser, und es war bitterkalt. Am nächsten Morgen waren fünfzehn Leute erfroren. … Wir gingen ins Lager zurück, sprachen unsere Gebete und sangen ,Kommt, Heilge, kommt, nicht Müh und Plagen scheut‘. Nachts hörte ich meine Mutter weinen und fragte mich, was wohl nicht in Ordnung war. Am nächsten Morgen wurde meine kleine Schwester geboren. Es war der 23. September. Wir nannten das Mädchen Edith. Nach sechs Wochen starb sie. … Sie wurde bei der letzten Überquerung des Sweetwater begraben.

Als wir am Devil‘s Gate ankamen, war es bitterkalt. Dort ließen wir einen Großteil unserer Ausrüstung zurück. … Mein Bruder James war noch ganz gesund, als er am Abend ins Bett ging. Aber am nächsten Morgen war er tot. …

Mir und meinen Geschwistern waren die Füße erfroren. Überall lag Schnee, und wir konnten noch nicht einmal die Zeltstangen in den Boden schlagen. … Wir wußten nicht, was aus uns werden sollte. Dann kam eines Nachts ein Mann ins Lager und sagte, Brigham Young habe Männer und Wagen ausgesandt, um uns zu helfen. … Wir sangen; manche tanzten, und wieder andere weinten. …

Meine Mutter wurde nie wieder richtig gesund. … Sie starb noch in den Bergen. … Sie war 43 Jahre alt geworden. …

Am 11. Dezember 1856 kamen wir um neun Uhr in Salt Lake City an. Drei von vier Überlebenden hatten Erfrierungen. Meine Mutter lag tot im Wagen. …

Früh am nächsten Morgen kam Brigham Young. Als er uns sah, unsere erfrorenen Füße und unsere tote Mutter, strömten ihm die Tränen die Wangen hinunter. …

Der Arzt amputierte mir die Zehen, während die Schwestern meine Mutter für die Beerdigung zurechtmachten. … Am Nachmittag wurde sie begraben.

Ich habe oft an die Worte gedacht, die meine Mutter bei der Abreise in England gesagt hatte: „Polly, Ich möchte nach Zion, solange meine Kinder noch so klein sind, daß sie im Evangelium Jesu Christi aufwachsen können.“‘ (Mary Goble Pay, Manuskript im Besitz des Verfassers.)

Wir brauchen dringend diesen starken, brennenden Glauben an den lebendigen Gott und seinen lebendigen Sohn, denn auch unsere Vorfahren im Evangelium waren von diesem Glauben getrieben.“ („The Faith of the Pioneers“, Ensign, Juli 1984, Seite 5,6.)

Sagen Sie den Jungen, daß Mary Goble Pay später viele Kinder großgezogen hat, von denen einige wichtige Führer der Kirche wurden.

Arbeiten Sie heraus, daß diejenigen, die die Heiligen verfolgten, genauso ihre Entscheidungsfreiheit hatten wie diejenigen, die das Evangelium annahmen und verteidigten. Wenn wir Widerstand gut ertragen, machen wir durch Prüfungen und Schwierigkeiten oft die wertvollsten Erfahrungen.

Zitat/Besprechen

Lesen Sie den Jungen die folgenden Worte von Präsident Spencer W. Kimball vor:

„Das grundlegende Gesetz des Evangeliums ist die Entscheidungsfreiheit. Wenn wir gezwungen würden, immer bedachtsam und rechtschaffen zu sein, würde dieses grundlegende Gesetz unwirksam, und es gäbe keinen Fortschritt mehr.

Müssen wir denn immer vor Schwierigkeiten, Schmerz, Leid, Opfern und Mühe bewahrt bleiben? Soll der Herr die Rechtschaffenen beschützen? Soll er die Schlechten sofort bestrafen? Wenn man auf lustige und bequeme Art ohne Ziel vor Augen Fortschritt machen könnte, wäre man doch dumm, wenn man da an sich arbeiten, lernen und Schwierigkeiten überwinden würde. …

Liegt nicht Weisheit darin, daß der Herr uns Schwierigkeiten gibt, damit wir über sie hinauswachsen können? Daß er uns Aufgaben gibt, damit wir etwas erreichen können? Daß er uns Arbeit gibt, damit wir unsere Muskeln stählen können, und Leid, damit er unsere Seele prüfen kann?“ (Tragedy or Destiny, Ansprache an der Brigham-Young-Universität, 6. Dezember 1955.)

• Inwiefern können Schwierigkeiten uns mehr geistige Kraft schenken?

• Inwiefern gewinnen wir durch Krankheit Einfühlungsvermögen?

• Inwiefern empfinden wir mehr Liebe für Jesus Christus, wenn wir selbst leiden müssen? (Dann wissen wir, was er für uns gelitten hat, und können das Leid, das er für uns getragen hat, besser schätzen.)

Indem wir ausharren, können wir Leid und Enttäuschung überwinden

Tafel/Besprechen

Präsident Ezra Taft Benson hat auf einer Generalkonferenz eine Ansprache gehalten, in der er zwölf Möglichkeiten nannte, wie man Leid, Enttäuschung und Niedergeschlagenheit bewältigen kann. (Generalkonferenz, Oktober 1974.) Schreiben Sie die wichtigen Begriffe an die Tafel, und besprechen Sie sie, gegebenenfalls anhand des Zitats. Viele Probleme lassen sich schon mit ein, zwei der genannten Möglichkeiten lösen.

  1. 1.

    Umkehr: „Sünde verhindert, daß man mit Gott in Einklang steht, und stimmt den Geist niedergeschlagen. … Jedes Gesetz, das eingehalten wird, zieht eine bestimmte Segnung nach sich; jedes Gesetz, das übertreten wird, zieht eine bestimmte Strafe nach sich. Wem die Verzweiflung schwer zu schaffen macht, der soll sich an den Herrn wenden, denn sein Joch drückt nicht, und seine Last ist leicht. (Siehe Matthäus 11:28–30.)“

  2. 2.

    Beten: „Wer in der Stunde der Not betet, erweist sich selbst einen großen Dienst. Angefangen bei kleinen Schwierigkeiten bis hin zu großen Schwierigkeiten kann das Beten die Verbindung zu Gott herstellen, der wie kein anderer Rat und Trost spenden kann.“

  3. 3.

    Dienen: „Wer sich im rechtschaffenen Dienst an seinen Mitmenschen verliert, eignet sich eine neue Sichtweise an und vergißt die eigenen Probleme beziehungsweise rückt sie ins rechte Licht. Präsident Lorenzo Snow hat einmal gesagt: ,Wenn du traurig bist, dann sieh dich um und such jemanden, dem es noch schlechter geht als dir; geh zu ihm und stell fest, woher seine Schwierigkeiten rühren; dann versuch sie mit der Weisheit zu lösen, die der Herr dir zuteil werden läßt. Du wirst feststellen, daß deine Traurigkeit verfliegt, daß du dich leichter fühlst, daß der Geist des Herrn auf dir ruht und daß alles viel heller erscheint.‘ (Generalkonferenz, 6. April 1899.)“

  4. 4.

    Arbeit: „Arbeit ist ein Segen, kein Fluch. … Wir müssen unsere geistigen, seelischen, sozialen und körperlichen Bedürfnisse stillen, ebenso die Bedürfnisse derer, die uns anvertraut sind. In der Kirche Jesu Christi gibt es viel zu tun, damit das Reich Gottes vorangebracht wird. Jedes Mitglied muß Missionsarbeit leisten, Genealogie betreiben und die Arbeit im Tempel tun, den Familienabend durchführen und Berufungen annehmen und sie großmachen. Das sind nur einige der Aufgaben, die uns abverlangt werden.“

  5. 5.

    Gesundheit: „Der Zustand des Körpers wirkt sich auf den Geist aus. Deshalb hat der Herr uns das Wort der Weisheit gegeben. Er hat auch gesagt, daß wir früh zu Bett gehen und früh aufstehen sollen (siehe LuB 88:124)… Die Ernährung wirkt sich auf die Psyche aus, und Mangelerscheinungen können zu Niedergeschlagenheit führen… Hier sind Ruhe und körperliche Ertüchtigung vonnöten.“

  6. 6.

    Lesen: „In der Stunde der Prüfung haben sich schon viele Menschen dem Buch Mormon zugewandt und daraus geistige Erkenntnis, Kraft und Trost geschöpft.

    Die Psalmen im Alten Testaments sind besonders hilfreich für den, dessen Seele leidet … Die Worte der Propheten, besonders des lebenden Propheten der Kirche, können von entscheidendender Bedeutung sein und in Zeiten, wo man niedergedrückt ist, Weisung und Trost spenden.“

  7. 7.

    Segen: „Wenn man besonders unter Druck steht…, kann man um einen Priestertumssegen bitten. … Auch das Abendmahl trägt zur Heiligung der Seele bei, wenn man es würdig nimmt.“

  8. 8.

    Fasten: „Regelmäßig wiederkehrendes Fasten bewirkt einen klareren Verstand und mehr Kraft für Körper und Geist. … Damit das Fasten sein Ziel auch erreicht, muß es mit Beten und Nachdenken verbunden sein. … . Es ist ein Segen, wenn man über die heiligen Schriften und den Grund für das Fasten nachdenken kann.“

  9. 9.

    Freunde: „Wahre Freunde, die Ihnen geduldig zuhören, an Ihrer Freude teilhaben, Ihnen helfen, Ihre Last zu tragen, und richtige Ratschläge erteilen, sind unbezahlbar…

    Im Idealfall sind Ihre Angehörige Ihre besten Freunde. Was aber noch wichtiger ist: wir müssen uns bemühen, dem himmlischen Vater und unserem Bruder Jesus Christus ein Freund zu werden.“

  10. 10.

    Musik: „Inspirierende Musik kann die Seele mit Gedanken vom Himmel erfüllen, zu rechtschaffenem Verhalten anregen und der Seele Frieden zusprechen. … Elder Boyd K. Packer hat den Mitgliedern einen klugen Rat gegeben, nämlich daß sie inspirierende Kirchenlieder auswendig lernen und laut singen sollen, wenn sie mit Versuchungen zu kämpfen haben. … Damit kann man auch niederdrückende, traurige Gedanken ausschalten.“

  11. 11.

    Ausharren: „Es gibt Zeiten, wo man einfach rechtschaffen weitermachen und dem Teufel widerstehen muß, bis die Niedergeschlagenheit verschwindet. …

    Wenn Sie Schwierigkeiten zu bewältigen haben, dann denken Sie an frühere Siege und halten sie sich die Segnungen vor Augen, die Ihnen zuteil geworden sind, und zwar in der sicheren Gewißheit, daß noch größere Segnungen folgen werden, wenn Sie dem Glauben treu sind.“

  12. 12.

    Ziele: „Jedes Kind Gottes, das für sein Handeln selbst verantwortlich ist, muß sich Ziele setzen, und zwar kurzfristige und langfristige Ziele. Wer vorwärtsstrebt, um ein Ziel zu erreichen, das der Mühe wert ist, der hat die Verzweiflung rasch überwunden. Und wenn man erst einmal ein Ziel erreicht hat, dann kann man sich wieder neue Ziele setzen.“

    Wenn wir diese Methode anwenden, können wir Kummer, Enttäuschung, Verzweiflung und Mutlosigkeit bewältigen. Wir können lernen, mit Schwierigkeiten fertig zu werden.

Jesus Christus hat gezeigt, wie man bis ans Ende ausharrt

Poster

Zeigen Sie das Poster, auf das Sie die folgende Schriftstelle geschrieben haben: „Wenn ein Mensch nicht bis ans Ende ausharrt – nämlich indem er dem Beispiel des Sohnes des lebendigen Gottes nachfolgt, so kann er nicht errettet werden (2 Nephi 31:16).“

Tafel/Besprechen

• Inwiefern hatte Christus hier auf der Erde mit Schwierigkeiten zu kämpfen?

Schreiben Sie die Antworten der Jungen an die Tafel; etwa folgendermaßen:

  1. 1.

    Er war zwar ein König, wurde aber in einem bescheidenen Stall geboren.

  2. 2.

    Er wurde in eine Welt hineingeboren, in der es die heutigen Annehmlichkeiten nicht gab.

  3. 3.

    Er wurde von seinem Volk verspottet und aus seiner Heimat vertrieben.

  4. 4.

    Er erfüllte seine Aufgabe, ohne jemals materiellen Besitz zu haben.

  5. 5.

    Sein Volk ließ ihn umbringen, aber er vergab ihm trotzdem.

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie einen Jungen Matthäus 27:46 und Lukas 23:34 vorlesen.

• Warum hatte sich der himmlische Vater wohl von Jesus zurückgezogen? (Damit er seine Aufgabe erfüllen und selbst bis ans Ende ausharren konnte, so wie es von uns allen verlangt wird.)

Auch Wohlstand kann eine Prüfung sein, bei der man beweisen muß, ob man bis ans Ende ausharrt

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie die Jungen Helaman 6:9–17 aufschlagen und lesen.

• Was geschah mit diesen Leuten, die doch alles besaßen, was sie sich wünschten, und so reich gesegnet schienen?

Lassen Sie einen Jungen 2 Nephi 28:21 vorlesen.

Hier sagt Nephi die Zustände in den Letzten Tagen voraus. Mit das Wichtigste, was wir aus dem Buch Mormon lernen können, ist folgendes: Wohlstand führt oft zur Schlechtigkeit. Und Schlechtigkeit ist schlimmer als Tod, Leid oder jede andere Schwierigkeit, mit der wir hier auf der Erde zu kämpfen haben. Im Wohlstand demütig und rechtschaffen zu bleiben, kann für das Bemühen, bis ans Ende auszuharren, die größte Herausforderung darstellen.

Zum Abschluß

Berater

Durch Beten und rechtschaffene Lebensführung kommen wir dem Herrn näher. Dadurch wird uns die Kraft zuteil, uns mit Schwierigkeiten auseinanderzusetzen. Wir müssen achtgeben, daß wir uns durch den Wohlstand der heutigen Zeit nicht von unserer Beziehung zu Gott und von dem, was wirklich wichtig ist, ablenken lassen.

Aufforderung

Fordern Sie die Jungen auf, sich das Ziel zu setzen, im celestialen Reich zu leben, und ihr Leben nach diesem Ziel auszurichten. Fordern Sie sie auf, sich für einen oder mehrere der Punkte von Präsident Benson zu entscheiden, damit sie das Problem, das sie auf den Zettel geschrieben haben, bewältigen können.