Auf den Propheten hören

Aaronisches Priestertum -- Leitfaden 3, 1996


Ziel

Jedem Jungen ist klar, wie wichtig es ist, daß er auf den lebenden Propheten hört.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Ezechiel 3:17 und Lehre und Bündnisse 1:14,38, 21:4–6, 28:2, 101:54; 107:65–67,91,92, 112:20; 124:61.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Die heiligen Schriften (jeder Junge soll seine heiligen Schriften mitbringen).

    2. b)

      Ein Bild des lebenden Propheten.

    3. c)

      Buntstifte zum Schriftstellenmarkieren.

  3. 3.

    Sie können Kopien der Zitate machen, die Sie im Unterricht lesen, oder den Leitfaden herumgehen lassen.

  4. 4.

    Beauftragen Sie zwei Jungen, den Dialog für das Rollenspiel zu üben. Sie können den Dialog für sie kopieren.

  5. 5.

    Sie können neuere Ausgaben des Stern mitbringen, in denen die Ansprachen von den Generalkonferenzen der Kirche abgedruckt sind.

Hinweis

Sie können diese Lektion auf zwei Unterrichtsstunden aufteilen oder sich nur auf die Punkte konzentrieren, die Ihrer Meinung nach für die Jungen am wichtigsten sind.

Vorschlag für den unterrichtsablauf

Einleitung

Bild/Besprechen

Zeigen Sie ein Bild des lebenden Propheten, und fragen Sie die Jungen, was sie über ihn und seine Aufgabe wissen.

• Wie steht ihr zum lebenden Propheten?

• Welche Aufgaben hat der Prophet zu erfüllen?

• Warum ist es so wichtig, daß wir auf den Propheten vertrauen und ihn in Ehren halten?

Ein Prophet, Seher und Offenbarer

Tafel/Besprechen

Schreiben Sie den Namen des Präsidenten der Kirche an die Tafel, und sagen Sie, daß wir ihn als Propheten, Seher und Offenbarer anerkennen. Schreiben Sie „Prophet“, „Seher“ und „Offenbarer“ unter den Namen des Präsidenten der Kirche an die Tafel.

Besprechen

• Was bedeutet Prophet, Seher und Offenbarer?

Lassen Sie die Jungen antworten.

• Wie kann man einen Führer der Kirche unterstützen?

Fassen Sie zusammen, indem Sie erklären, daß wir den Präsidenten der Kirche als Propheten, Seher und Offenbarer anerkennen. Das heißt, daß wir in ihm das Sprachrohr des Herrn sehen und bereit sind, seinen Rat anzunehmen und zu befolgen.

Zitat

Lesen Sie vor, was Präsident Gordon B. Hinckley darüber gesagt hat, wie man den Propheten unterstützen kann:

„Ich spreche zum Priestertum dieser Kirche – wo auch immer ihr Brüder euch befinden möget – voll Dankbarkeit dafür, daß wir in dieser Endzeit von einem Propheten geführt werden. Ich fordere euch ihm gegenüber, den der Herr berufen und gesalbt hat, zur Treue auf. Ich fordere euch auf, ihn standhaft zu unterstützen und seine Lehren zu beachten. Ich habe schon einmal von diesem Pult aus gesagt: Wenn wir keinen Propheten haben, so haben wir nichts. Ja, wir haben einen Propheten. Wir haben seit der Gründung dieser Kirche Propheten gehabt. Wir werden nie ohne einen Propheten sein, solange wir eines Propheten würdig sind.

Der Herr wacht über dieses Werk. Dies ist sein Reich. Wir sind nicht wie Schafe, die keinen Hirten haben. Wir sind nicht wie eine Armee, die ohne Führer ist. … Gott helfe uns, daß wir wahr und treu sind, daß wir mit offenen Ohren auf den Rat hören, der uns von unserem Vater und Gott sowie von unserem Erretter und Erlöser zuteil wird und den sie durch die Männer äußern, die wir als Propheten anerkennen.“ (Der Stern, Juli 1992, Seite 52.)

Nur der Präsident der Kirche erhält Offenbarungen für die gesamte Kirche

Schriftstellen markieren

Lassen Sie die Jungen Lehre und Bündnisse 107:65–67,91,92 lesen, diese Verse markieren und „Präsident der Kirche“ an den Rand schreiben.

Der Präsident des Hohen Priestertums ist der lebende Prophet. Er hat die Aufgabe, über die Kirche zu präsidieren. Die Apostel und die Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft werden ebenfalls als Propheten, Seher und Offenbarer bestätigt. Aber der Herr hat bestimmt, daß nur der Präsident der Kirche Offenbarungen und Weisungen für die gesamte Kirche empfangen kann.

Lassen Sie einen Jungen Lehre und Bündnisse 28:2 vorlesen und erklären.

Zitat/Tafel

Lassen Sie einen Jungen das folgende Zitat vorlesen.

„Hier müssen wir uns vor Augen halten, müssen wissen, daß nur der Präsident der Kirche, nämlich der präsidierende Hohe Priester, als Prophet, Seher und Offenbarer für die Kirche bestätigt wird und daß nur er allein das Recht hat, für die Kirche Offenbarungen zu empfangen, ob neue oder ergänzende Offenbarungen. Nur er kann Schriftstellen offiziell auslegen, so daß die Auslegung für die Kirche verbindlich ist, und nur er kann die bestehende Lehre der Kirche ändern. Er ist hier auf der Erde der einzige Sprecher Gottes für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die ja die einzige wahre Kirche ist. Nur er kann dem Volk verkünden, was der Sinn und der Wille Gottes ist. Kein Geistlicher einer anderen Kirche auf der Welt hat dieses hohe Recht.“ (J. Reuben Clark jun., „When Are Church Leader‘s Words Entitled to Claim of Scripture?“, Church News, 31. Juli 1954, Seite 10.)

Schreiben Sie folgendes an die Tafel. (Die Aussagen werden später noch ergänzt.)

Der Präsident der Kirche

1. Er ist der einzige Mensch, der Offenbarungen für die gesamte Kirche empfängt.

Gott wird niemals zulassen, daß der Prophet die Kirche in die Irre führt

Zitate

Teilen Sie die Kopien der vier folgenden Zitate aus, oder reichen Sie den Leitfaden herum, damit die Jungen die Zitate vorlesen können. Sagen Sie vorher, von welchem Propheten das jeweilige Zitat stammt.

  1. 1.

    Präsident Wilford Woodruff hat gesagt:

    „Ich sage euch, Israel: Der Herr wird es mir oder einem anderen Mann, der Präsident dieser Kirche ist, niemals gestatten, euch in die Irre zu führen. Das ist nicht vorgesehen, und es ist nicht im Sinne Gottes. Sollte ich das versuchen, würde der Herr mich von meinem Platz entfernen, und das gleiche gilt auch für jeden anderen Mann, der versuchen sollte, die Menschenkinder von den Wahrworten Gottes und von ihrer Pflicht wegzuführen.“ (Discourses of Wilford Woodruff, Seite 212 f.)

  2. 2.

    Elder Marion G. Romney erzählt von einem Erlebnis mit Präsident Heber J. Grant:

    „Vor vielen Jahren war ich Bischof. Ich kann mich noch erinnern, wie ich Präsident Grant bat, in unserer Gemeinde eine Ansprache zu halten. Nach der Versammlung fuhr ich ihn nach Hause. … Als wir ankamen, stieg ich aus und begleitete ihn zur Haustür. Er stand neben mir, legte den Arm um mich und sagte: ,Mein Junge, schau stets auf den Präsidenten der Kirche. Wenn er dich je dazu auffordern sollte, etwas Falsches zu tun, dann wird der Herr dich segnen, wenn du dieser Aufforderung nachkommst.‘ Und mit einem Augenzwinkern fuhr er fort: ,Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen, denn der Herr wird es niemals zulassen, daß sein Sprecher die Menschen in die Irre führt.“ (Generalkonferenz, Oktober 1960.)

  3. 3.

    In bezug auf Präsident David O. McKay hat Präsident Harold B. Lee einmal folgendes gesagt:

    „Wir glauben daran, daß es heute einen Propheten, Seher und Offenbarer gibt, und ich gebe feierlich Zeugnis davon, daß wir heute einen Propheten, Seher und Offenbarer haben. Wir brauchen uns nicht nur auf die in der Vergangenheit gegebenen Offenbarungen zu verlassen, die in den heiligen Schriften enthalten sind – so herrlich sie auch sind –, sondern wir haben heute einen Mann, dem Gott seinen Willen offenbart. Gott wird niemals zulassen, daß er uns in die Irre führt. Es ist gesagt worden, daß Gott uns von unserem Platz entfernen würde, wenn wir das jemals versuchen sollten. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Überlassen Sie es dem Herrn, seine Angelegenheiten zu ordnen. Versuchen Sie nicht, an der Führung und den Entscheidungen, die Gott allein zustehen und die er durch Offenbarung seinem Propheten – seinem heutigen Propheten, Seher und Offenbarer – mitteilt, herumzunörgeln.“(The Place of the Living Prophet, Seer, and Revelator, Ansprache an der Brigham Young University, 8. Juli 1968.)

  4. 4.

    Präsident Joseph Fielding Smith hat gesagt:

    „Ich glaube, es gibt etwas, was uns ganz klar sein sollte: Weder der Präsident der Kirche noch die Erste Präsidentschaft, noch die Erste Präsidentschaft und die Zwölf gemeinsam werden die Mitglieder in die Irre führen oder der Welt einen Rat geben, der dem Sinn und dem Willen des Herrn widerspricht.“ (Generalkonferenz, April 1972.)

Tafel

Schreiben Sie den zweiten Satz an die Tafel:

Der Präsident der Kirche –

  1. 1.

    ist der einzige Mensch, der für die gesamte Kirche Offenbarungen empfängt.

  2. 2.

    wird die Kirche niemals in die Irre führen.

Der Prophet ist ein Wächter

Zitat

Lesen Sie das folgende Zitat von Präsident Gordon B. Hinckley vor:

„Vergessen Sie nicht, wessen Kirche dies ist. Sie trägt den Namen des Herrn Jesus Christus, der an ihrer Spitze steht. Er hat die Macht, jeden zu entfernen, der seine Pflicht vernachlässigt oder etwas lehrt, was nicht im Einklang mit seinem göttlichen Willen ist.

Ich sage allen und jedem, daß wir keine eigene Tagesordnung haben. Wir haben nur die Tagesordnung des Herrn. Manche üben Kritik, wenn wir einen Rat geben oder eine Warnung aussprechen. Seien Sie gewiß, daß wir keine Warnung ohne Grund aussprechen. Seien Sie gewiß, daß unsere Bitten nicht irgendeinem selbsüchtigen Grund entspringen. Seien Sie gewiß, daß die Entscheidung, sich zu verschiedenen Angelegenheiten zu äußern, nicht ohne reifliche Überlegung, Gespräche und Gebete getroffen wird. Seien Sie gewiß, daß es unser einziges Ziel ist, Ihnen bei Ihren Problemen, Ihren Kämpfen, Ihrer Familie, Ihrem Leben zu helfen. …

Ezechiel hat unsere Aufgabe beschrieben: ,Menschensohn, ich gebe dich dem Haus Iraels als Wächter. Wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, mußt du sie vor mir warnen.‘ (Ezechiel 3:17.)

Wir wünschen dabei nichts für uns selbst, wir wünschen nur, daß unsere Brüder und Schwestern glücklich sind, daß Friede und Liebe in ihrer Familie herrscht, daß sie durch die Macht des Allmächtigen in ihrem rechtschaffenen Handeln gesegnet werden.“ (Der Stern, Januar 1993, Seite 53.)

Lesen und besprechen Sie Ezechiel 3:17 und Lehre und Bündnisse 101:54 und 124:61.)

• Inwiefern ist der Prophet ein Wächter?

• Wie kann uns der Rat des Propheten vor Gefahren schützen?

Tafel

Schreiben Sie jetzt den dritten Satz an die Tafel:

Der Präsident der Kirche –

  1. 1.

    ist der einzige Mensch, der für die gesamte Kirche Offenbarungen empfängt.

  2. 2.

    wird die Kirche niemals in die Irre führen.

  3. 3.

    ist ein Wächter, der uns vor geistigen und zeitlichen Gefahren warnt.

Der Prophet ist ein Lehrer

Zitat

Präsident Gordon B. Hinckley hat gesagt:

„Es gibt viel Unscheinbares, woran wir messen können, ob wir die Worte der Propheten bereitwillig annehmen. Jesus sagt: ,Wie oft wollte ich deine Kinder um mich versammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.‘ (Matthäus 23:37.)

So war es schon immer, und so ist es auch heute. …

Gerade jetzt stehen wir, wie so oft, vor sittlichen Entscheidungen im öffentlichen Bereich; diesmal handelt es sich um Lotterien, einsatzanteiliges Wetten und ähnliche Formen des Glückspiels. Die Präsidenten der Kirche haben sich klar und deutlich zu solchen Dingen geäußert.

Das sind Kleinigkeiten, aber sie sind wichtig. Sie lassen uns an den Gegensatz zwischen dem Propheten Elija und den Baalspriestern denken. Elija sagte damals: ,Wie lange noch schwankt ihr nach zwei Seiten? Wenn Jahwe der wahre Gott ist, dann folgt ihm! Wenn aber Baal es ist, dann folgt diesem!‘ (1 Könige 18:21.)“ (Der Stern, Juli 1992, Seite 52.)

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie einen Jungen Exodus 18:20 vorlesen.

• Was sagt der Herr hier zu Mose? Wie sollte er das Volk unterweisen?

• Warum ist es wichtig, daß wir auf das hören, was die Propheten uns über heilige Handlungen und Gesetze sagen? Was sollen wir jeden Tag tun?

Tafel

Schreiben Sie jetzt den vierten Satz an die Tafel:

Der Präsident der Kirche –

  1. 1.

    ist der einzige Mensch, der für die gesamte Kirche Offenbarungen empfängt.

  2. 2.

    wird die Kirche niemals in die Irre führen.

  3. 3.

    ist ein Wächter, der uns vor geistigen und zeitlichen Gefahren warnt.

  4. 4.

    unterweist uns in den heiligen Handlungen und Gesetzen Gottes.

Die Mitglieder müssen auf den lebenden Propheten hören

Zitate/Besprechen

Lesen Sie das folgende Zitat von Elder Harold B. Lee vor:

„In den Anfangsjahren der Kirche sind wir oft mißverstanden und verleumdet worden, aber das haben wir überlebt. Daß wir Feinde hatten, hat uns zusammengeschweißt. Deshalb sind wir damit fertig geworden. Wir haben Verfolgung erlebt und sind vertrieben worden; viele von uns sind getötet worden, ihr Blut ist vergossen worden. Aber irgendwie haben uns diese Qualen Kraft gegeben. Wir sind mit Armut fertig geworden und haben daraus sogar Kraft geschöpft. Dann haben wir eine Zeit durchlebt, die man als die Zeit des Abfalls vom Glauben beziehungsweise des Verrats von innen bezeichnen könnte. Das war eine unserer schwierigsten Prüfungen überhaupt. Aber jetzt steht uns eine weitere Prüfung bevor – eine Zeit des ,Intellektualismus‘. Es gibt nämlich viele sogenannte ,Intellektuelle‘, die nicht auf die demütigen Propheten des Herrn hören wollen. Darunter haben wir schon sehr leiden müssen. Diese Prüfung ist ziemlich schwer.“ („Sweet Are the Uses of Adversity“, Instructor, Juni 1965, Seite 271.)

Präsident Gordon B. Hinckley hat über Präsident Joseph Fielding Smith einmal folgendes gesagt:

„Joseph Fielding Smith war der nächste Präsident der Kirche und Prophet des Herrn. Manche dachten, er spreche rauh und wie ein Prophet aus dem Alten Testament. Er hat sicherlich freimütig und ohne jeden Doppelsinn geredet. Das ist die Mission eines Propheten. Ich habe aber erfahren, daß er ein Mensch von großer Freundlichkeit war, den es sehr bekümmerte, daß so viele die Gebote des Herrn nicht befolgen wollten.

Er verwendete drei wichtige Wörter, die ich nie vergessen kann: ,Wahr und treu.‘ In seinen öffentlichen Ansprachen, im privaten Gespräch und wenn er zum Herrn betete – immer war es ihm ein besonderes Anliegen, daß wir wahr und treu sein mögen. Wer seinem Rat folgte, hat die süße Frucht des Gehorsams gekostet. Wer höhnte, kennt jetzt die Bitterkeit, die aufkommt, wenn man die Wahrheit leugnet.“ (Der Stern, Juli 1992, Seite 51.)

• Welche der derzeitgen Lehren des Propheten sind für manche Menschen schwer zu akzeptieren und zu befolgen?

Schriftstellen/Besprechen

• Was geschieht mit denen, die nicht auf die Propheten hören?

Lassen Sie einen Jungen Lehre und Bündnisse 1:14,38 vorlesen.

• Wie müssen wir die Worte des Propheten aufnehmen? Warum?

Lassen Sie die Jungen Lehre und Bündnisse 21:4–6 und 112:20 lesen.

• Welche Segnungen sind denen verheißen, die die Worte des Propheten empfangen und befolgen?

• Wie können wir Glauben an die Worte des Propheten entwickeln?

Zitat

„Wenn wir das tun, wird der Herr uns den Weg zeigen, vorausgesetzt, wir hören auf seine Propheten und Apostel.

Stellen Sie deren Weisungen nicht in Frage! So einfach ist das. Damit meine ich allerdings nicht, daß wir blind glauben oder blind gehorchen müssen.

Es kann sein, daß man sich einen Beweis für eine bestimmte Lehre oder eine bestimmte Aussage des Propheten wünscht. Halten Sie die Gebote! Beten Sie, und führen Sie ein rechtschaffenes Leben, dann kann Ihnen durch den Heiligen Geist die Gewißheit zuteil werden, daß alles wahr ist.“ (Waldo P. Call, Der Stern, Januar 1991, Seite 77.)

Befolge ich die Weisungen der Führer der Kirche?

Rollenspiel

Lassen Sie die beiden beauftragten Jungen den folgenden Dialog vorlesen:

Norbert (kein Mitglied): Glaubst du wirklich, daß deine Kirche von einem lebenden Propheten geführt wird?

Michael (Mitglied der Kirche): Ja, ich glaube daran, daß der Präsident unserer Kirche ein Prophet ist. Er empfängt Offenbarungen vom himmlischen Vater.

Norbert: Wie oft bekommt dein Prophet Offenbarungen von Gott?

Michael: Wohl immer. Jedenfalls immer dann, wenn die Kirche Weisung braucht.

Norbert: Wie erfährst du denn, was dem Propheten offenbart worden ist?

Michael: Hauptsächlich auf der Generalkonferenz.

Norbert: Kann jeder in deiner Kirche zu euren Generalkonferenzen gehen?

Michael: Nein. Die Kirche ist viel zu groß. Aber die Konferenzversammlungen werden im Fernsehen und über Satellit übertragen. Außerdem kann jeder die Ansprachen des Propheten in den Zeitschriften der Kirche nachlesen.

Norbert: Glaubst du, daß viele Mitglieder die Konferenzansprachen lesen?

Michael: Na ja, wahrscheinlich nicht alle.

Norbert: Liest du sie?

Michael: Na ja, meistens nicht. Ich habe viel zu viel zu tun.

Norbert: Was hat der Prophet auf eurer letzten Konferenz gesagt?

Michael: Du liebe Zeit, das weiß ich nicht. Ich mußte für eine wichtige Klassenarbeit lernen, und deshalb habe ich keine Zeit gehabt, mir die Übertragung anzusehen. Ich habe zwar den Bericht von der Generalkonferenz zu Hause, aber ich hatte noch keine Zeit, die Anspra- chen zu lesen.

Norbert: Glaubst du wirklich an euren Propheten?

Michael: Natürlich.

Norbert: Wie kannst du sagen, daß du auf ihn hörst, wenn du noch nicht einmal weißt, was er sagt?

Besprechen/Tafel

• Welchen Rat hat der lebende Prophet uns erteilt?

Teilen Sie jetzt gegebenenfalls die mitgebrachten Konferenzausgaben des Stern aus, und lassen Sie die Jungen über die Ansprachen des lebenden Propheten sprechen. Fordern Sie sie auf, nach speziellen Weisungen zu suchen und zu überlegen, was der Prophet besonders herausstellt. Schreiben Sie die Gebote, die der Prophet gegeben hat, an die Tafel, und sagen Sie den Jungen, daß sie über die folgenden Fragen nachdenken sollen:

• Wie gut beherzige ich den Rat des Propheten? Was kann ich tun, um noch besser auf seinen Rat zu hören?

Die Jungen sollen sich fest vornehmen, ihr ganzes Leben lang auf den Rat des lebendigen Propheten zu hören.

Zum Abschluß

Zitat/Besprechen

Lesen Sie die folgende Verheißung von Präsident Gordon B. Hinckley vor:

„Seinen Worten füge ich mein Zeugnis an. Ich habe in einem Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren sieben Präsidenten der Kirche gekannt und eng mit ihnen zusammengearbeitet. Ich weiß, daß jeder dieser Männer ein Mann Gottes gewesen ist, den er sich erweckt, geschult, genährt und dazu erzogen hat, diese große und einzigartige Berufung wahrzunehmen. Unsere Mitglieder sind gesegnet worden, indem sie dem Rat dieser Männer gefolgt sind. Wir werden auch weiterhin gesegnet sein, wenn wir den Weg gehen, den sie uns gezeigt haben und auch fürderhin zeigen werden.“ (Der Stern, Juli 1992, Seite 88.)

• Inwiefern seid ihr schon dafür gesegnet worden, daß ihr die Lehren des lebenden Propheten befolgt habt?

Berater/Zeugnis

Sagen Sie den Jungen, wie Sie ein Zeugnis davon erlangt haben, daß der lebende Prophet von Gott berufen wurde. Sie können auch von Segnungen erzählen, die Ihnen oder Ihren Angehörigen dadurch zuteil geworden sind, daß Sie den Rat des lebenden Propheten beherzigt haben. Bezeugen Sie, daß jedem, der auf die Worte des lebenden Propheten vertraut, Segnungen zuteil werden. Das Leben ist zwar voller Gefahren, aber wenn wir in den heiligen Schriften lesen, wenn wir studieren und beten und die Worte des lebenden Propheten sowie der übrigen Führer der Kirche beherzigen, die über uns präsidieren, dann können wir sicher unserem Ziel, nämlich dem celestialen Reich, entgegengehen.

Auftrag

Fordern Sie die Jungen auf, die Ansprachen und Bücher des Propheten zu lesen und das zu tun, was er sagt.