Versuchungen widerstehen

Aaronisches Priestertum -- Leitfaden 3, 1996


Ziel

Jeder Junge wünscht sich noch fester, Versuchungen und Druck von außen zu widerstehen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt Josua 24:15; Sprichwörter 3:5,6; Matthäus 16:26; Epheser 6:10–18; 1 Nephi 8:24–34; 2 Nephi 9:28,29; 28:20–26; Alma 34:32; 37:35; Lehre und Bündnisse 20:32,33; 62:1.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Die heiligen Schriften (jeder Junge soll seine heiligen Schriften mitbringen).

    2. b)

      Buntstifte zum Schriftstellenmarkieren.

  3. 3.

    Packen Sie ein Päckchen mit Schmutz oder Abfall hübsch ein.

Vorschlag für den unterrichtsablauf

Laßt euch nicht täuschen

Anschauungsunterricht

Zeigen Sie das Päckchen, das Sie hübsch verpackt haben.

• Was mag wohl in einem so schön verpackten Päckchen sein?

Lassen Sie einen Jungen jetzt das Päckchen öffnen. Wenn der Schmutz beziehungsweise Abfall sichtbar wird, erklären Sie, daß die Welt uns oft genauso täuscht. Vieles von dem, was die Welt aufregend oder schön findet, ist im Grunde wertlos.

Versuchungen und Täuschungen durchschauen

Zitate/Besprechen

Präsident Kimball hat gesagt:

„Sie alle wissen vom Satan, vom Vater der Lügen. Sie wissen, wie er aus der Wahrheit eine Lüge macht. Er schönt das Schlechte, damit es schön und angenehm aussieht und sogar noch als gut angesehen wird.“ („The Blessings and Responsibilities of Womanhood“, Ensign, März 1976, Seite 70.)

• Was stellt der Satan als schön und wertvoll dar, obwohl es für uns doch nur schädlich ist?

Um diesen Punkt zu veranschaulichen, lesen Sie bitte das folgende Zitat von Elder W. Eugene Hansen von den Siebzigern vor:

„Eine der entscheidenden Herausforderungen, vor denen die Menschheit heute steht, besteht darin, den Unterschied zwischen Glücklichsein und bloßem Vergnügen zu erkennen. Der Satan und seine Streitkräfte sind außerordentlich erfolgreich in ihrem Bemühen, die Menschen davon zu überzeugen, daß das Vergnügen ihr begehrenswertestes Ziel sein sollte. Er verspricht listig, daß Vergnügen immer glücklich macht, ganz gleich, wo man es sucht.

Unsere Fernsehprogramme und Filme senden ziemlich deutliche Botschaften aus, die Alt und Jung gleichermaßen anregen und überreden, daß sie nur ihren Leidenschaften nachzugeben brauchen, um glücklich zu sein. Die Folgen solch eines unbekümmerten Kurses sollten eigentlich offensichtlich sein, wenn wir sehen, wie die gewaltigen sozialen und psychologischen Kosten immer weiter steigen. Das immer häufigere Auftreten von Schwangerschaften bei Teenagern, von Abtreibung, Vergewaltigung, Mißbrauch von Kindern, sexueller Nötigung, Drogenabhängigkeit, Krankheit, Alkoholismus und von zerrütteten Familien wird durch diese Überredung beeinflußt. Die alarmierenden Statistiken geben immer weiter Zeugnis, doch mit wenig oder keiner Wirkung.“ (Der Stern, Januar 1994, Seite 76.)

• Wie können wir verhindern, daß wir uns von den Wertvorstellungen und Lehrmeinungen der Welt täuschen lassen?

• Wozu könnten eure Freunde euch auffordern, obwohl es gegen die Gebote ist?

• Welchen Versuchungen ist ein Junge in eurem Alter häufig ausgesetzt?

• Welche falschen Vorstellungen und Lehrmeinungen werden jungen Leuten heute von der Welt eingeimpft?

• Wie könnten eure Altersgenossen euch verleiten wollen, die Gebote zu übertreten?

Schriftstelle/Besprechen

Machen Sie den Jungen deutlich, daß weltlich gesinnte Menschen schon immer versucht haben, die Rechtschaffenen in Versuchung zu führen oder mutlos zu machen. Lesen oder erzählen Sie von Lehis Traum und von den Menschen in dem großen und geräumigen Gebäude (siehe 1 Nephi 8:24–34).

• Wie versuchen weltlich gesinnte Menschen, euch zur Sünde zu verleiten?

Wenn die Jungen nicht ähnliche Antworten geben wie im folgenden aufgeführt, können Sie typische Aussagen nennen:

  1. 1.

    „Es ist dein Leben. Tu, was du willst. Keiner kann dir vorschreiben, was du tun sollst.“

  2. 2.

    „Jeder tut es. Es ist ganz natürlich. Außerdem ist es besser, wenn man vor der Heirat feststellt, ob man zueinander paßt.“

  3. 3.

    „Trau dich doch einfach. Es erfährt schon keiner.“

  4. 4.

    „Es macht Spaß. Einmal ist keinmal.“

Besprechen

Sie, wie die Jungen jeweils reagieren könnten.

Berater

Am besten geht man der Sünde aus dem Weg, indem man sich jetzt fest vornimmt, die Gebote zu halten. Wenn ein Junge fest entschlossen ist, die Gebote zu halten, tut er auch alles, was er kann, um sich nicht in schwierige Situationen bringen zu lassen. Wenn er dem Druck seiner Altersgenossen oder Versuchungen ausgesetzt ist, wird er nicht wankend, weil er sich ja bereits im Vorfeld dafür entschieden hat, das Richtige zu tun.

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie die Jungen Josua 24:15 und Alma 37:35 lesen und markieren.

• Warum ist es weise, die Gebote zu halten?

Das Evangelium schützt uns vor Gefahr und vor allem, was schlecht ist

Zitat/Besprechen/Schriftstelle

Lesen Sie das folgende Zitat von Elder Hansen vor, und besprechen Sie es:

„Wahre Freude und Glück finden wir, wenn wir so leben, daß der Vater im Himmel Freude an uns hat. In Abschnitt 52 im Buch ,Lehre und Bündnisse‘ sagt der Herr: ,Ich will euch in allem ein Muster geben, damit ihr nicht getäuscht werdet, denn der Satan geht im Land umher und täuscht die Nationen.‘ (Vers 14.)

Das Muster ist das Evangelium Jesu Christi in seiner Fülle, das Evangelium, mit dem wir so sehr gesegnet sind.“ (Der Stern, Januar 1994, Seite 77.)

• Wie bewahrt uns das Evangelium davor, uns vom Satan täuschen zu lassen?

Erinnern Sie daran, daß der himmlische Vater die Methoden des Satans kennt und uns Propheten und die heiligen Schriften geschenkt hat, damit wir den Satan durchschauen und ihm widerstehen.

Lassen Sie die Jungen 2 Nephi 9:28,29 und 2 Nephi 28:20–26 lesen.

• Wie versucht der Satan die Menschen in den Letzten Tagen laut diesen Schriftstellen in Versuchung zu führen?

• Was können wir tun, um sicher zu sein, daß wir auf den Rat Gottes hören und nicht auf die Weisungen der Menschen?

Zitate

Betonen Sie, daß der himmlische Vater uns seinen Willen zu jeder bereits erwähnten Sünde und Lehrmeinung offenbart hat. Als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage haben wir lebende Propheten, die uns vor den falschen Gedanken und dem schlechten Verhalten warnen, das der Satan heutzutage so sehr fördert.

Lassen Sie die Jungen einige der folgenden Zitate von Generalautoritäten lesen und kurz besprechen. Wählen Sie die Zitate aus, die für die Jungen in Ihrer Klasse am wichtigsten sind.

Egoismus

Elder Marvin J. Ashton vom Rat der Zwölf hat gesagt:

„Der Satan hat es in den Letzten Tagen zur Meisterschaft darin gebracht, den Wunsch des Menschen auf Zerstörerisches, Flüchtiges, Weltliches zu richten. Anstatt sich zu überlegen, was für alle am besten ist, werden die Menschen immer egoistischer. Überall hören wir Führer von allerlei Gruppen sagen: ,Wir haben das Recht, wir fordern.‘ Viele junge Leute glauben, die Liebe habe ,Rechte‘, die man vom Partner fordern könne. Ein junger Mann sagt zum Beispiel oft: ,Wenn du mich liebst, dann läßt du mich auch. …‘ Er möchte vermeintliche Rechte in Anspruch nehmen, anstatt sich den höheren Grundsätzen sittlichen Verhaltens zu unterwerfen. Eine solche Bitte zeugt nicht von Liebe.

Die täglichen Taten, seien sie nun gut oder schlecht, mögen nicht so wichtig erscheinen, doch schaffen sie Bindungen, die so fest sind, daß sie sich nur selten auseinanderreißen lassen. Darum müssen wir alles, was wir lieben, in das richtige Verhältnis bringen. Liebe voller Bedeutung trägt stets auch zu unserem ewigen Fortschritt bei, anstatt ihn zu hemmen.“ (Generalkonferenz, April 1981.)

Unsittliches Verhalten

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Wir ermahnen unsere Mitglieder, von der Kindheit bis ins hohe Alter, vor den zerstörerischsten Mächten des Satans auf der Hut zu sein – nämlich vor den Ketten der Knechtschaft und des Leidens, mit denen man unweigerlich gefesselt wird, wenn man mit seinem Körper Mißbrauch treibt.

Der menschliche Körper ist die heilige Wohnstatt eines Geistkindes Gottes, und wer mit diesem heiligen Tempel leichtfertig umgeht oder ihn gar verdirbt, der bringt nur Kummer und Leid über sich. Wir fordern euch daher auf: Bleibt rein, unbeschmutzt und unbefleckt. …

Meidet jede unanständige Darstellung, Pornographie und alle Perversitäten, die den Geist und den Verstand verderben. Spielt nicht am Körper herum, weder am eigenen noch am Körper eines anderen; außer mit dem Ehepartner darf es keinerlei geschlechtlichen Beziehungen geben. Das hat der Schöpfer überall und zu aller Zeit verboten, und wir bekräftigen es erneut.“ (Generalkonferenz, April 1974.)

Pornographie

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Der Stachel von Obszönität und Vulgarität erreicht und beleidigt die Himmel. Er bringt alles, was er berührt, zum Verfaulen.

Jeder muß sich von Begierden rein und frei halten. Er muß häßliche schmutzige Gedanken und Verhaltensweisen vermeiden, so wie er einem gefährlichen Feind ausweichen würde. Pornographie und erotische Geschichten und Bilder sind schlimmer als verdorbenes Essen. Gehen Sie ihnen aus dem Weg! Der Körper hat die Möglichkeit, verdorbenes Essen wieder auszuscheiden. Aber wer schmutzige Geschichten und pornographische Bilder und Literatur in sich aufnimmt, der speichert sie in seinem Gehirn wie in einem Computer, und das kann diesen Schmutz nicht vergessen. Was einmal gespeichert worden ist, bleibt immer abrufbar – die schmutzigen Bilder sind jederzeit vorhanden.“ (The Teachings of President Spencer W. Kimball, Salt Lake City, 1982, Seite 282 f.)

Homosexualität

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Daher sei an dieser Stelle klargestellt, daß Homosexualität mindestens ebenso schwerwiegend ist wie Unzucht und Ehebruch und daß die Kirche des Herrn dem, der homosexuellen Neigungen nachgegeben hat, die Gemeinschaft entzieht beziehungsweise ihn aus der Kirche ausschließt, wenn er nicht Umkehr übt. Das gilt gleichermaßen für jemanden, der Unzucht oder Ehebruch begangen hat und nicht bereit ist, Umkehr zu üben.“ (The Miracle of Forgiveness, Salt Lake City, 1969, Seite 81f; Hervorhebung vom Verfasser.)

Ehe und Elternschaft

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Es gibt viele, die sich gegen die Ehe aussprechen. Selbst manche unserer Mitglieder schieben die Ehe auf oder wenden sich dagegen. Alle, die sich von dieser teuflischen Lehre täuschen lassen, fordern wir auf: Kehren Sie zur Normalität zurück! Wir rufen alle Menschen auf, die normale Ehe als Grundlage für wahres Glück anzuerkennen. Der Herr hat den Menschen den Geschlechtstrieb nicht zum Herumspielen gegeben. Zur Ehe gehören normalerweise auch Kinder. …

Wer sich bewußt ehrenvolle Elternschaft versagt, den kann man nur bedauern, denn die große Freude der Elternschaft gehört zum normalen, erfüllten Leben unbedingt dazu.“ (Generalkonferenz, April 1974.)

Vernachlässigung der Familie

Präsident David O. McKay hat gesagt:

„Wer das Geschäft, das Vergnügen oder zusätzliches Einkommen wichtiger findet als seine Familie, der beginnt mit dem Abstieg seiner Seele. Wenn der Verein einem Mann wichtiger wird als die Familie, dann muß er sich schämen und sich eingestehen, daß er den höchsten Anforderungen des Lebens nicht gerecht geworden ist und in der entscheidenden Prüfung wahren Mannestums versagt hat.

Die ärmste Hütte, in der eine einträchtige Familie in Liebe zusammenwohnt, ist für Gott und die kommende Menschheit von größerem Wert als aller Reichtum. In einem solchen Zuhause kann Gott Wunder wirken, und das tut er auch. Ein reines Herz in einem reinen Zuhause ist immer in Reichweite des Himmels.“ (Church News, 7. September 1968, Seite 4.)

Zu Präsident McKays Aussage hat Präsident Ezra Taft Benson, der 13. Präsident der Kirche, folgendes gesagt: „Die Aufgabe als Vater bietet Ihnen die größten Möglichkeiten im Leben! Die Worte von Präsident David O. McKay sind an die Väter gerichtet, und jeder Vater muß sie sich immer vor Augen halten.“ (Generalkonferenz, April 1981.)

Achtung vor Frauen

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Wir alle sind in unserem Leben mit besonderen Frauen gesegnet – Frauen, die einen nachhaltigen Einfluß auf uns ausüben. Was sie tun, ist für uns sehr wichtig und von immerwährendem Wert.

Unsere Ehefrau, unsere Mutter, unsere Töchter und Schwestern und alle, die uns nahestehen, sind ein Geistkind des Vaters im Himmel. Möge uns das im Umgang mit Frauen immer bewußt sein. Unter den Schwestern dieser Evangeliumszeit sind viele der edelsten Töchter des Vaters im Himmel zu finden. Mögen wir nie vergessen, daß Gott nicht auf die Person sieht, sondern uns allen – Mann und Frau, Junge und Mädchen – vollkommene Liebe entgegenbringt.“ (Generalkonferenz, Oktober 1979.)

Stehlen

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt:

„Der Herr hat Adams Nachkommenschaft aufgefordert und es in Steintafeln geritzt: ,Du sollst nicht stehlen.‘ (Exodus 10:15.) Alle Eltern müssen ihre Kinder lehren, daß sie diese todbringende Handlung nicht begehen dürfen, die ihren Charakter verderben kann. Ehrlichkeit ist richtig, sowohl gesellschaftlich als auch kulturell. Wer lügt und betrügt, ist unehrlich und gleichzeitig ein Fremdkörper in unserer Kultur. Unehrlichkeit in jeder Form ist höchst verwerflich. …

Wir rufen alle … Mitglieder der Kirche auf, ehrlich und lauter zu sein, für das zu bezahlen, was sie erhalten, und nur das zu nehmen, was sie auch ordnungsgemäß bezahlt haben. Wir müssen unsere Kinder Ehrlichkeit lehren.“ (Generalkonferenz, April 1975.)

Berater

Fassen Sie das bisher Gesagte zusammen, indem Sie den Jungen noch einmal sagen, daß der himmlische Vater uns diesen Rat gegeben hat, damit wir nicht Leid und Kummer erleben müssen, so wie es bei allen der Fall ist, die das tun, was die Welt sagt, und diese Gebote übertreten.

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie die Jungen Matthäus 16:26 lesen und markieren.

• Was sagt dieser Vers aus?

• Wie könnt ihr die Welt gewinnen, aber eure Seele verlieren?

Der himmlische Vater hilft uns, Versuchungen zu widerstehen

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie die Jungen Sprichwörter 3:5,6 lesen und markieren.

• Warum darf man nicht auf eigene Klugheit bauen?

• Wie erfährt man, was der himmlische Vater von einem erwartet?

Lassen Sie die Jungen Lehre und Bündnisse 20:32,33 lesen und markieren.

• Wie kann man nach den Worten des Herrn Versuchungen und weltlichem Druck widerstehen?

Lassen Sie die Jungen Lehre und Bündnisse 62:1 lesen und markieren.

Dieser Schriftstelle entnehmen wir, daß Jesus Christus unsere Schwächen kennt und weiß, wie er uns helfen kann, sie zu überwinden. Der himmlische Vater schenkt uns die Kraft, dem Teufel und der Welt zu widerstehen, wenn wir um Hilfe beten, falls wir in Versuchung geraten. (Siehe 3 Nephi 18:18–20.)

Tafel/Besprechen

• Was könnt ihr tun, um die Gebote noch besser halten zu wollen?

Schreiben Sie die Antworten an die Tafel, und fordern Sie die Jungen auf, sich das fest vorzunehmen.

Die Rüstung Gottes

Berater

Niemand kann ein rechtschaffenes Leben führen, wenn er sich nur auf seine Kraft verläßt. Aber mit der Hilfe des Heiligen Geistes können wir alles tun, um die Gebote zu halten. Wenn wir dem Hern gehorchen und um seinen Geist beten, damit er uns hilft, können wir auch immer der Versuchung widerstehen (siehe 1 Korinther 10:13).

Schriftstelle/Besprechen

Lesen und besprechen Sie Epheser 6:10–18.

• Was bedeutet es, die Rüstung Gottes anzuziehen?

• Wie schützt der himmlische Vater uns laut dieser Schriftstelle vor allem Bösen und hilft uns, Versuchungen zu widerstehen?

Zitat

Lesen Sie das nachstehende Zitat von Elder N. Eldon Tanner vor, und machen Sie folgendes deutlich: Durch die Fragen, die Elder Tanner stellt, zeigt er auf, was wir tun können, um den Heiligen Geist mit uns zu haben und die Kraft zu finden. weltlichen Lehren und Versuchungen zu widerstehen.

„Lesen wir regelmäßig in den heiligen Schriften, damit wir mehr Evangeliumserkenntnis, festeren Glauben und ein stärkeres Zeugns gewinnen? Halten wir die Gebote? Sind wir in allem ehrlich? Halten wir den Sabbat heilig? Befolgen wir das Wort der Weisheit? Zahlen wir ehrlich den Zehnten? Besuchen wir die Versammlungen, und nehmen wir Berufungen, die von den Führern der Kirche ausgesprochen werden, bereitwillig an? Sind wir im Herzen, in Gedanken und in Taten tugendhaft und rein?

Kämpfen wir gegen das Schlechte in unserer Umgebung – gegen Pornographie und Abtreibung, gegen Tabak, Alkohol und Drogen? Haben wir den Mut, für unsere Überzeugung einzustehen? Können wir ehrlich von uns sagen, daß wir uns des Evangeliums Jesu Christi nicht schämen? Halten wir Frieden mit unseren Nachbarn? Gehen wir Tratsch, Verleum- dung und übler Nachrede aus dem Weg? Lieben wir unseren Nächsten wirklich wie uns selbst?

Wenn wir alle Fragen mit Ja beantworten können, tragen wir die vollständige Rüstung Gottes, und sie bewahrt uns vor Schaden und schützt uns vor unseren Feinden. …

Prüfen Sie Ihre Rüstung. Gibt es daran eine ungeschützte Stelle? Fassen Sie jetzt den Entschluß, ein etwa fehlendes Teil zu ergänzen. Ganz gleich, wie alt Ihre Rüstung auch sein mag und wie viele Teile daran fehlen – vergessen Sie nie, daß Sie die nötigen Maßnahmen ergreifen und Ihre Rüstung vervollständigen können.“ (Generalkonferenz, April 1979.)

Zum Abschluß

Zeugnis

Geben Sie Zeugnis, daß uns der himmlische Vater niemals im Stich läßt. Auch wenn die Welt voller Versuchungen und falscher Vorspiegelungen ist, können wir dem Satan und seinen Verlockungen widerstehen, wenn wir die Gebote halten, auf die Propheten hören und um den Heiligen Geist beten, damit er uns hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auftrag

Fordern Sie die Jungen auf, vor Druck von außen und weltlichen Lehren auf der Hut zu sein. Spornen Sie sie an, sich konkrete Ziele zu setzen, die ihnen helfen, sich gute Gewohnheiten anzueignen, damit sie alle Fragen von Elder Tanner mit Ja beantworten können. Fordern Sie sie auf, die Rüstung Gottes anzulegen und kühne Jünger Jesu Christi zu sein, die jederzeit für Wahrheit und Rechtschaffenheit eintreten.