Sich durch eine gute Ausbildung für das Dienen bereitmachen

Aaronisches Priestertum -- Leitfaden 3, 1996


Ziel

Jedem Jungen ist klar, wie wertvoll eine gute Ausbildung ist, damit er später für seine Familie sorgen und dem Herrn besser dienen kann.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt 2 Nephi 9:28,29 und Lehre und Bündnisse 88:78–80.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      Die heiligen Schriften (jeder Junge soll seine heiligen Schriften mitbringen).

    2. b)

      Buntstifte zum Schriftstellenmarkieren.

  3. 3.

    Machen Sie eine Liste der Schulen und anderen Ausbildungseinrichtungen in Ihrer Gegend.

  4. 4.

    Freigestellt: Fertigen Sie vom Auftrag am Ende der Lektion Handzettel an.

Vorschlag für den unterrichtsablauf

Uns ist geboten worden nach Wissen zu trachten

Schriftstelle/Tafel/Besprechen

Lassen Sie einen Jungen Lehre und Bündnisse 88:77–80 vorlesen; er selbst und die übrigen Jungen sollen die wichtigen Wörter in dieser Schriftstelle markieren.

• Was sollen wir laut diesen Versen lernen? (Das Grundsätzliche, die Lehre und das Gesetz des Evangeliums, außerdem Wichtiges über die Erde, die Himmel, geschichtliche Ereignisse, aktuelle Ereignisse, unser Heimatland und andere Länder.)

Schreiben Sie die Antworten der Jungen an die Tafel.

Erklären Sie, daß wir möglichst viel über möglichst viele Wissensbereiche lernen sollen.

• Worin besteht das wichtigste Wissen, das wir uns aneignen können?

Zitat

Lesen Sie das folgende Zitat von Präsident Ezra Taft Benson vor:

„Die Wahrheiten, auf denen unsere Errettung in der Ewigkeit beruht, sind das Wichtigste, was wir lernen müssen. Niemand kann sich als wirklich gebildet betrachten, wenn er nicht weiß, woher er kommt, warum er hier ist und wohin er im nächsten Leben gehen wird. Er muß die Frage Jesu ,Was denkt ihr über Christus‘? richtig beantworten können.

Die Welt kann uns dieses Wissen nicht vermitteln. Daher ist es für uns am allerwichtigsten, uns Erkenntnis vom Evangelium und von seinem Urheber, Jesus Christus anzueignen.“ („In His Steps“, Ensign, September 1988, Seite 4 f.)

Berater

Der Herr möchte, daß wir uns vielerlei Wissen aneignen, aber am allerwichtigsten für uns ist geistige Erkenntnis, denn dann können wir alles andere Wissen richtig anwenden. Geistige Erkenntnis trägt dazu bei, daß wir uns bereitmachen, Gott zu begegnen, und das ist ja der Sinn des Erdenlebens. Weltliches Wissen kann uns zwar auch helfen, Gott ähnlicher zu werden, aber errettet werden wir nur durch geistige Erkenntnis.

Schriftstelle/Besprechen

Lassen Sie die Jungen noch einmal Lehre und Bündnisse 88:80 lesen.

• Mit welchem Ziel vor Augen sollen wir uns alle Art von Wissen aneignen?

Lassen Sie einen Jungen 2 Nephi 9:28,29 vorlesen; er selbst und die übrigen Jungen sollen die wichtigsten Wörter markieren.

• Warum neigt der Mensch wohl dazu, Gottes Rat zu ignorieren, wenn er sich gewisse Kenntnisse angeeignet hat? (Wer eine gute Ausbildung besitzt, neigt manchmal dazu, wegen seines Wissens und seiner Fähigkeiten stolz auf sich zu sein. Er vertraut auf sich selbst, ist weniger demütig und verläßt sich daher weniger auf den Herrn.)

• Wie kann diese Schriftstelle uns helfen, wenn wir uns Kenntnisse von Weltlichem aneignen? (Sie hält uns vor Augen, daß Wissen gut für uns ist, wenn wir dabei demütig bleiben.)

Berater

Der Herr möchte, daß wir uns Wissen und Weisheit aneignen, aber wir dürfen dabei nicht vergessen, daß wir trotz allem auf ihn angewiesen sind. Wenn wir die Gebote halten und weiter an den Herrn glauben, werden wir dafür gesegnet, daß wir uns eifrig und klug Wissen aneignen.

Eine gute Ausbildung ist die Voraussetzung für einen guten Arbeitsplatz

Besprechen

Wir sollen uns unter anderem deshalb um eine gute Ausbildung bemühen, weil wir dann eine bessere Stellung bekommen und gut für unsere spätere Familie sorgen können. Eine gute Ausbildung kann man sich nicht nur in der Schule oder an der Universität aneignen, sondern man kann sich auch im Beruf weiterbilden und Fortbildungskurse besuchen. Fast überall auf der Welt ist für eine gute Stellung jedoch auch eine entsprechende Schulbildung erforderlich – sei es nun durch eine berufsbildende Schule, durch eine Fachschule oder eine Universität.

• Nennt einige Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten, die bei uns für einen Beruf notwendig sind beziehungsweise der Weiterbildung dienen.

Schreiben Sie die Antworten der Jungen an die Tafel, und erklären Sie ihnen dann, welche Möglichkeiten es noch gibt.

Berater

• Welche Lebensbereiche werden durch euren Beruf beeinflußt? (Beispielsweise der Wohnort, der Geldbetrag, der ihrer Familie zur Verfügung steht, die Menschen, mit denen sie Umgang pflegen, und ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden.)

Weil der Beruf sich so nachhaltig auf unser Leben auswirkt, müssen wir uns für eine Arbeit entscheiden, die uns Freude macht und für die wir Talent mitbringen. Und weil wir einen großen Teil unseres Lebens mit Arbeiten verbringen, müssen wir uns richtig auf unseren Beruf vorbereiten. Außerdem ist es wichtig, daß wir durch unsere Arbeit unseren Mitmenschen dienen.

Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt: „Sie werden sich ganz bestimmt nicht damit zufriedengeben, nur Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, so wichtig das auch sein mag. Noch viel wichtiger ist nämlich die große Aufgabe, dem Herrn zu helfen, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen, und zwar durch selbstloses Dienen. Ich hoffe, daß zum Beispiel die zukünftigen Lehrer sich nicht wegen des monatlichen Gehalts für diesen Beruf entscheiden, sondern weil es ihnen darum geht, Menschen etwas für das Leben mitzugeben und ihren Glauben und ihren Charakter zu formen. Ich hoffe auch, daß diejenigen, die in anderen Bereichen arbeiten, ihren Beruf nur als Mittel zum Zweck und nicht als Zweck an sich verstehen. … Tun Sie Großes für die Herrlichkeit Gottes und zum Nutzen der Menschen!“ (The Teachings of Spencer W. Kimball, Salt Lake City, 1982, Seite 257.)

Besprechen/Zitat

• Inwiefern können ein Automechaniker, ein Bürgermeister, ein Zahnarzt und ein Bauer in der Ausübung ihres Berufes Gott dienen?

Lassen Sie die Jungen gebräuchliche Berufe nennen, und besprechen Sie gemeinsam, inwiefern man durch diese Berufe dem Herrn dienen kann.

Jeder ehrliche Beruf ist dem Herrn angenehm. Elder Boyd K. Packer hat gesagt: „Jeder ehrliche Beruf ist wertvoll. Man darf keine Arbeit, durch die unsere Welt und ihre Bewohner besser werden, als minderwertig betrachten.“ (Generalkonferenz, April 1982.)

Wir müssen unser Leben lang dazulernen

Zitat

Manche Menschen halten Bildung nur so lange für nützlich, wie sie für den Berufseinstieg notwendig ist. Der Herr möchte aber, daß wir uns unser Leben lang um Wissen und Erkenntnis bemühen.

• Inwiefern kann sich eine gute Ausbildung für euch – vom Beruf einmal abgesehen – noch als nützlich erweisen?

Fordern Sie die Jungen auf, neue Interessensgebiete zu entdecken. Als Vorbereitung auf die Missionsarbeit ist es sinnvoll, wenn sie sich in vielen verschiedenen Bereichen bilden, beispielsweise eine Fremdsprache lernen und sich mit Literatur, Geographie und Geschichte beschäftigen.

Zum Abschluß

Auftrag

Richten Sie die folgenden Aufforderungen an die Jungen (schreiben Sie die Punkte entweder an die Tafel, oder teilen Sie die Handzettel aus):

  1. 1.

    Befaßt euch eifrig und gebeterfüllt mit dem Evangelium.

  2. 2.

    Eignet euch weltliches Wissen an, damit ihr besser auf das Berufsleben vorbereitet seid und Gott besser dienen könnt.

  3. 3.

    Achtet auf Ausgewogenheit zwischen religiösem und weltlichem Wissen.

  4. 4.

    Lernt euer Leben lang dazu.

  5. 5.

    Nutzt die bestehenden Bildungsmöglichkeiten jetzt.