Lektion 27: 2 Nephi 5

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Einleitung

Weil der Herr sie entsprechend warnte, sonderten sich Nephi und diejenigen, die ihm nachfolgten, von Laman, Lemuel und den Söhnen Ischmaels ab. Sie lebten in Rechtschaffenheit und waren glücklich, während sich diejenigen, die Laman und Lemuel nachfolgten, vom Herrn entfernten.

Anregungen für den Unterricht

2 Nephi 5:1-8

Der Herr sonderte Nephis Anhänger von den Anhängern Lamans und Lemuels ab

Bitten Sie die Schüler, über einige schwierige Probleme und Entscheidungen nachzudenken, vor denen sie stehen. Halten Sie sie dazu an, dies im Sinn zu behalten, wenn sie untersuchen, wie Nephi auf Schwierigkeiten reagiert hat. Erinnern Sie die Schüler daran, dass nach Lehis Tod Nephi der geistige Führer der Familie war. Fordern Sie die Schüler auf, 2 Nephi 5:1-4 leise für sich zu lesen, um herauszufinden, vor welcher Herausforderung Nephi stand.

  • Was tat Nephi laut 2 Nephi 5:1, um eine Lösung für sein Problem zu finden?

  • Wonach trachteten Laman und Lemuel auch dann noch, nachdem Nephi um Hilfe gebetet hatte?

Bei den Antworten der Schüler können Sie darauf hinweisen, dass unsere Gebete vielleicht nicht immer sofort erhört werden oder nicht so, wie wir es gern hätten.

Fordern Sie einen Schüler auf, 2 Nephi 5:5-8 vorzulesen. Bitten Sie die Klasse, den Text mitzuverfolgen und darauf zu achten, was der Herr getan hat, um Nephi und seinen Anhängern zu helfen.

Bitten Sie die Schüler, zusammenzufassen, was sie aus 2 Nephi 5:1-8 gelernt haben. Sie könnten beispielsweise die Wahrheit betonen, dass der Herr diejenigen führt, die ihn gläubig im Gebet suchen. Stellen Sie im Zusammenhang mit diesen Versen folgende Fragen:

  • Warum ist es wichtig, weiterhin treu zu sein, auch wenn unsere Gebete nicht sofort erhört werden oder nicht so, wie wir es gern hätten?

  • Auf welche Weise könnte der Herr uns warnen?

Wenn die Schüler diese Frage beantworten, können Sie auch diese Aussage von Präsident Boyd K. Packer vom Kollegium der Zwölf Apostel vorlesen:

„Wir können keine falsche Richtung einschlagen, ohne zuvor eine Warnung zu missachten.“ (Aus: Elder Kenneth Johnson, „Den Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgeben“, Liahona, November 2002, Seite 90.)

  • Wie können wir Nephis Beispiel folgen, wenn wir vor Problemen stehen?

Wenn die Schüler sich über 2 Nephi 5:1-8 unterhalten, weisen Sie darauf hin, dass die Trennung der Nephiten von den Lamaniten eine Folge von Lamans und Lemuels Hass auf Nephi war. Diese Trennung bestand über Jahrhunderte fort, wobei die Nachkommen Lamans und Lemuels ihren Kindern sogar beibrachten, die Nachkommen Nephis zu hassen (siehe Mosia 10:12-17).

2 Nephi 5:9-18,26,27

Die Nephiten leben nach der Weise der Glückseligkeit

Lesen Sie gemeinsam mit den Schülern 2 Nephi 5:27 vor. Sie können die Schüler dazu anhalten, sich diesen Vers zu markieren. Schreiben Sie das Wort Glückseligkeit an die Tafel.

  • Was bedeutet es wohl, „nach der Weise der Glückseligkeit“ zu leben?

Bitten Sie einen Schüler, diese Aussage von Elder Marlin K. Jensen von den Siebzigern vorzulesen:

Elder Marlin K. Jensen

„Bestimmte unveränderliche Grundsätze und Wahrheiten sorgen dafür, dass wir glücklich sind. Dieses Thema hat mich viele Jahre lang beschäftigt, weil ich – obwohl ich reichlich gesegnet bin und allen Grund habe glücklich zu sein – manchmal zu kämpfen habe und nicht immer die natürliche Neigung habe, glücklich und fröhlich zu sein, wie andere Menschen sie offenbar mitbringen.

Aus diesem Grund fiel mir vor mehreren Jahren eine Schriftstelle im Buch Mormon besonders auf. … Nephi errichtete eine Gesellschaft, die sich auf Evangeliumswahrheiten stützte, und von der er sagte: ,Und es begab sich: Wir lebten nach der Weise der Glückseligkeit.‘ (2 Nephi 5:27.) Diese Schriftstelle hat mich sehr beeindruckt. … Ich habe mich gefragt, … was wohl die einzelnen Bestandteile einer wahrhaft glücklichen Gesellschaft und eines glücklichen Lebens waren, und ich fing an, Nephis Aufzeichnungen nach Hinweisen zu durchsuchen. Ich … lade Sie ein, selbst auf die Suche zu gehen. Dies kann eine lebenslange, lohnende Beschäftigung sein. …

Dieselben Muster und Bestandteile des Alltagslebens, die Nephi und sein Volk dazu befähigten, 560 Jahre vor Christus glücklich zu sein, funktionieren heute genauso gut.“ („Living after the Manner of Happiness“, Ensign, Dezember 2002, Seite 56, 61.)

Fordern Sie die Schüler auf, Elder Jensens Einladung anzunehmen. Bitten Sie sie, 2 Nephi 5:6,10-18,26,27 leise für sich zu lesen und herauszufinden, was die Bestandteile einer wahrhaft glücklichen Gesellschaft und eines glücklichen Lebens sind. Sie können ihnen vorschlagen, Grundsätze zu markieren, die dazu beigetragen haben, dass die Nephiten glücklich waren. Fordern Sie einige Schüler nach ein paar Minuten auf, das, was sie herausgefunden haben, an die Tafel zu schreiben. (Zu den Antworten kann gehören, dass Nephi und seine Nachfolger mit ihren Familien fortzogen [siehe Vers 6], dass sie dem Herrn gehorchten [siehe Vers 10], fleißig für ihren Lebensunterhalt arbeiteten [siehe Vers 11,15-17], heilige Schriften mitgenommen hatten [siehe Vers 12], einen Tempel bauten [siehe Vers 16] und rechtschaffenen Führern nachfolgten [siehe Vers 18 und 26].)

Fordern Sie die Schüler auf, ein oder zwei Grundsätze an der Tafel auszuwählen und zu erzählen, wie diese Grundsätze ihnen schon geholfen haben, „nach der Weise der Glückseligkeit“ zu leben.

Je nachdem, worauf die Schüler den Schwerpunkt legen, können Sie dazu wie folgt ein paar Fragen stellen:

  • Welche Segnungen hat das Volk laut 2 Nephi 5:10,11,16 empfangen, weil es die Gebote des Herrn gehalten hat? Wann habt ihr schon gespürt, dass der Herr mit euch war und ist? Inwiefern trägt der Einfluss des Herrn in eurem Leben dazu bei, dass ihr glücklich seid?

  • Wie könnte der Tempel dem Volk geholfen haben, „nach der Weise der Glückseligkeit“ zu leben? Inwiefern hat der Tempel dazu beigetragen, dass ihr glücklicher geworden seid, oder jemand, den ihr kennt?

  • Inwiefern trägt harte Arbeit dazu bei, dass man glücklich ist?

Fordern Sie die Schüler auf, zusammenzufassen, was sie darüber gelernt haben, wie sie glücklicher sein können. Die Schüler nennen vielleicht verschiedene Grundsätze, aber achten Sie darauf, dass sie auf jeden Fall verstehen, dass wir glücklicher werden, wenn wir das Evangelium Jesu Christi zu unserer Lebensart machen. Sie können diesen Grundsatz an die Tafel schreiben.

Fordern Sie die Schüler auf, ihr Leben zu überprüfen und festzulegen, was sie konkret tun wollen, um mehr „nach der Weise der Glückseligkeit“ zu leben. Regen Sie sie dazu an, dies in ihr Studientagebuch zu schreiben. Geben Sie Zeugnis von Grundsätzen und Gewohnheiten, denen Sie es verdanken, dass Sie glücklich waren und sind.

2 Nephi 5:19-25

Die Lamaniten werden infolge ihres Ungehorsams verflucht

Bitten Sie die Schüler, 2 Nephi 5:19-24 leise für sich zu lesen und auf Unterschiede in der Lebensweise der Lamaniten und der Nephiten zu achten.

  • Was war gemäß 2 Nephi 5:20 die Folge des Ungehorsams der Lamaniten?

Machen Sie den Schülern klar, dass es sich bei dem in diesem Kapitel erwähnten Fluch um die Trennung von Gott handelt. Die Veränderung ihrer Haut war lediglich das Zeichen oder Mal des Fluches. Lassen Sie einen Schüler folgende Aussage von Präsident Joseph Fielding Smith vorlesen, um dies noch zu verdeutlichen:

Präsident Joseph Fielding Smith

„Die dunkle Haut erhielten die Lamaniten, damit man sie von den Nephiten unterscheiden konnte und um beide Völker davon abzuhalten, sich zu vermischen. Die dunkle Haut war das Zeichen des Fluches. Der Fluch selbst bestand darin, dass der Geist des Herrn sich zurückzog. …

Die dunkle Haut derjenigen, die sich der Kirche anschließen, wird nicht mehr als Zeichen des Fluches angesehen. Viele dieser Bekehrten sind angenehme Menschen und haben den Geist des Herrn bei sich.“ (Answers to Gospel Questions; vgl. Joseph Fielding Smith Jr., 5 Bde., 1957–1966, 3:122f.)

  • Inwiefern wird euch mithilfe 2 Nephi 5:21 verständlicher, warum die Lamaniten vom Herrn „abgeschnitten“ wurden? (Sie können darauf hinweisen, dass ein Kieselstein ja sehr hart ist. Wenn Nephi sagt, die Lamaniten seien „wie ein Kieselstein“ geworden, unterstrich er damit die Herzenshärte der Lamaniten.)

  • Wovor warnte der Herr hinsichtlich dessen, dass Nephiten Lamaniten heirateten, die das Evangelium verworfen hatten? (Siehe 2 Nephi 5:23.)

  • Wieso ist es wichtig, dass man es meidet, mit jemandem auszugehen und ihn zu heiraten, der nicht auf den Herrn hört? Wie nehmen diejenigen, mit denen ihr ausgeht und die ihr schließlich heiratet, wohl Einfluss auf euer Bemühen, nach dem Evangelium zu leben? (Es ist vielleicht hilfreich, die Schüler daran zu erinnern, dass die Erste Präsidentschaft empfiehlt, nur mit jemandem auszugehen, der hohe sittliche Grundsätze hat und in dessen Gesellschaft sie sich an diese Grundsätze halten können [siehe Für eine starke Jugend, 2011, Seite 4].)

  • Welche Grundsätze können wir aus 2 Nephi 5:20-24 lernen? (Wenn die Schüler über die Grundsätze sprechen, achten Sie darauf, dass sie dies verstehen: Wenn die Menschen ihr Herz dem Herrn gegenüber verhärten, schneiden sie sich von ihm ab.)

Betonen Sie, dass in 2 Nephi 5 ein großer Gegensatz zwischen den Nephiten und den Lamaniten aufgezeigt wird. Wir können entscheiden, welchem Beispiel wir folgen. Fordern Sie die Schüler auf, daran zu denken, was sie zu tun beschlossen haben, um noch mehr nach „der Weise der Glückseligkeit“ zu leben. Bringen Sie Ihre Zuversicht zum Ausdruck, dass sie dem Beispiel der Nephiten folgen und wahrhaft glücklich sein können.

Kommentar und Hintergrundinformationen

2 Nephi 5:5-9. Uns von Schlechtigkeit absondern

Manchmal ist es notwendig, tatsächlich vor dem Bösen zu fliehen, so wie Nephi und seine Anhänger es taten. Allerdings mag es uns nicht immer möglich sein, räumlichen Abstand zur Schlechtigkeit herzustellen. Elder Richard G. Scott vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt, wie wir uns in einer solchen Situation schützen können:

„Gott hat einen Weg bereitet, wie man in dieser Welt leben kann, ohne mit dem entwürdigenden Dreck besudelt zu werden, den Vertreter des Bösen überall verbreiten. Sie können ein tugendhaftes, produktives, rechtschaffenes Leben führen, indem Sie sich an den Plan halten, den der himmlische Vater zu Ihrem Schutz entworfen hat: seinen Plan des Glücklichseins. Er ist in den heiligen Schriften und in den Aussagen seiner Propheten enthalten. …

Meiden Sie die Schlechtigkeit der Welt. Sie wissen, dass Gott am Ruder steht. Zur rechten Zeit wird der Satan ganz und gar scheitern und für das Perverse und Böse bestraft. Gott hat für Ihr Leben einen konkreten Plan. Teile dieses Plans offenbart er Ihnen, wenn Sie mit Glauben und beständigem Gehorsam danach suchen. Sein Sohn hat Sie frei gemacht – nicht von den Folgen Ihres Handelns, sondern frei, Entscheidungen zu treffen. Gottes ewige Absicht ist, dass Sie in diesem Erdenleben erfolgreich sind. Wie schlecht die Welt auch werden mag, Sie können diese Segnung erlangen. Streben Sie nach der Führung, die der Heilige Geist Ihnen gibt, und beachten Sie sie. Bleiben Sie würdig, sie weiterhin zu erhalten. Reichen Sie denen die Hand, die stolpern und verwirrt sind, die nicht wissen, welchem Pfad sie folgen sollen.“ („Wie man ein gutes Leben führt, obwohl einen immer mehr Böses umgibt“, Liahona, Mai 2004, Seite 100, 102.)

2 Nephi 5:11,13. „Es erging uns über die Maßen wohl“

In 2 Nephi 5:11,13 berichtet Nephi vom Wohlergehen seines Volkes und von ihrem Erfolg bei der Zucht von Kleinvieh und Herden und dem Anbau von Feldfrüchten. Oft verbinden wir Wohlstand mit greifbaren Segnungen. Präsident Heber J. Grant hat erklärt, dass zu wahrem Wohlergehen mehr gehört als Reichtum oder die materiellen Dinge der Welt:

„Wenn ich Wohlstand sage, rede ich nicht nur von Geld. … Was ich als wahren Wohlstand betrachte – das nämlich, was für die Menschen auf Erden wertvoller ist als alles andere – ist, dass man an Gotteserkenntnis zunimmt, das Zeugnis stärker wird und man mehr Kraft hat, nach dem Evangelium zu leben und seine Familie dazu zu bewegen, dies ebenfalls zu tun. Das ist Wohlstand im wahrsten Sinn des Wortes.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche: Heber J. Grant, 2003, Seite 136.)

2 Nephi 5:10-18,26,27. „Nach der Weise der Glückseligkeit“

Der Prophet Joseph Smith hat erklärt, dass es einen Weg gibt, der zum Glück führt: „Glücklich zu sein ist der Zweck und die Absicht unseres Daseins, und dieses Ziel wird auch erreicht werden, wenn wir dem Pfad folgen, der dahin führt. Dieser Pfad heißt Tugend, Untadeligkeit, Glaubenstreue, Heiligkeit und dass man sämtliche Gebote Gottes befolgt.“ (History of the Church, 5:134f.)

Präsident Gordon B. Hinckley hat gesagt: „Glücklich sind wir dann, wenn wir rechtschaffen leben. ‚Schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht.‘ (Alma 41:10.) Sünde hat noch nie glücklich gemacht. Eigennutz hat noch nie glücklich gemacht. Gier hat noch nie glücklich gemacht. Wir sind glücklich, wenn wir die Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi leben.“ (Aus: „Fast-Paced Schedule for the Prophet“, Church News, 20. April 1996, Seite 3.)

2 Nephi 5:16. „Ich, Nephi, baute einen Tempel“

Elder Marlin K. Jensen von den Siebzigern hat erklärt, inwiefern der Tempelbesuch zu Glücklichsein führt:

„Nephi schreibt: ,Und ich, Nephi, baute einen Tempel.‘ (2 Nephi 5:16.) Nephis Tempel mag in einigen Aspekten anders gewesen sein als unsere Tempel in den Letzten Tagen, doch sein Hauptzweck war wahrscheinlich derselbe: die Kinder Gottes über den Plan des Glücklichseins zu belehren, ihnen eine Orientierungshilfe zu geben und die Verordnungen und Bündnisse zu ermöglichen, die unabdingbar sind, wenn man glücklich sein will.

Nachdem ich nun über fünf Jahrzehnte auf dieser schönen Erde gelebt habe, kann ich aufrichtig sagen, dass von den Menschen, die ich kenne, diejenigen die größte geistige Reife besitzen und am glücklichsten sind, die begeistert in den Tempel gehen. Dafür gibt es einen guten Grund. Dort im Tempel wird uns die ganze Bandbreite des Programms, das Gott für uns hat, erzählt und wiederholt, und jedes Mal verstehen wir es besser und verpflichten uns mehr, auf die Weise des Herrn zu leben. …

Wo wir stehen in unserem Bestreben, zu Christus zu kommen, lässt sich vielleicht gut daran ermessen, was wir hinsichtlich des Tempels und der Erfahrungen, die wir dort machen, empfinden. Der Tempel kann ein Synonym für Glück und Freude sein. So war es für Nephi und sein Volk.“ („Living after the Manner of Happiness“, Ensign, Dezember 2002, Seite 60.)

2 Nephi 5:20-25. Der Fluch, der auf den Lamaniten lag

In 2 Nephi 5:20-25 finden wir Antwort auf mindestens vier Fragen zu dem Fluch, der über die Lamaniten kam:

1. Worin bestand der Fluch?

Der Fluch wird in 2 Nephi 5:20 ganz deutlich dadurch definiert, dass sie „von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten“ waren. Die dunkle Haut der Lamaniten war nicht der Fluch.

2. Was hat den Fluch herbeigeführt?

Laut 2 Nephi 5:21 kam der Fluch „wegen ihres Übeltuns“ und weil sie „ihr Herz gegen [den Herrn] verhärtet“ hatten, über die Lamaniten. Seit dem Fall Adams hatte Schlechtigkeit immer zur Folge, dass man von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten wurde (siehe 1 Nephi 2:21; 2 Nephi 4:4; 9:6; Alma 9:13; Ether 10:11).

3. Warum wurden die Lamaniten mit einem Zeichen, nämlich dunkler Haut versehen?

Dies war ein bestimmtes Zeichen oder Mal für ganz bestimmte Umstände. Nephi hat erläutert: „Damit sie [die Lamaniten] für mein Volk keinen Anreiz mehr hätten, [ließ der Herr, Gott,] ihre Haut schwärzlich werden.“ (2 Nephi 5:21.) „Die Haut der Lamaniten war dunkel …, damit der Herr, Gott, auf diese Weise sein Volk bewahre, damit es sich nicht vermische und an unrichtige Überlieferungen glaube.“ (Alma 3:6,8.) Diese Erklärungen stimmen mit anderen Warnungen in den heiligen Schriften überein, dass das Volk des Herrn keine Ungläubigen heiraten sollte, weil dies oft zur Folge hatte, dass sich die Rechtschaffenen vom Herrn abwandten (siehe Deuteronomium 7:2-4; 1 Könige 11:4; 2 Korinther 6:14; LuB 74:5).

4. Was hat der Fluch bewirkt?

Als Folge des Fluches – von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten zu sein – wurden die Lamaniten „ein träges Volk, voller Bosheit und Hinterlist“ (2 Nephi 5:24).

Dieser Fluch währte nur so lange wie das Volk schlecht war. Als die Lamaniten umkehrten und sich dafür entschieden, nach dem Evangelium zu leben, folgte ihnen „der Fluch Gottes … nicht mehr nach“ (Alma 23:18). Im Buch Mormon gibt es viele Beispiele von Lamaniten, die umkehrten und die Führung des Geistes des Herrn erlangten. Im Buch Helaman wird von einer Zeit berichtet, wo die Lamaniten sogar rechtschaffener waren als die Nephiten (siehe Helaman 13:1).

Zusätzliche Anregung für den Unterricht

2 Nephi 5:6. „Die Warnungen und die Offenbarungen Gottes“

Bitten Sie einen Schüler, 2 Nephi 5:6 vorzulesen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Schüler auf den Satzteil „diejenigen, die an die Warnungen und die Offenbarungen Gottes glaubten“.

  • Nennt einige Warnungen, die wir von den Propheten und anderen Führern der Kirche erhalten haben.

Bitten Sie einen Schüler, dieses Zeugnis von Elder Paul V. Johnson von den Siebzigern vorzulesen:

„Es ist so viel [inspirierte] Führung und Weisung verfügbar, dass ihr keine größeren Fehler in eurem Leben begehen könnt, solange ihr nicht die Führung, die ihr erhaltet, bewusst missachtet.“ („Die Segnungen der Generalkonferenz“, Liahona, November 2005, Seite 51.)

  • Welchen Gefahren können wir entgehen, wenn wir die Warnungen der Propheten und der anderen Führer der Kirche beachten?