Lektion 132: 3 Nephi 24 bis 26

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Einleitung

Jesus Christus erfüllt ein Gebot des himmlischen Vaters, die Nephiten über einige Prophezeiungen des Propheten Maleachi zu unterweisen (siehe 3 Nephi 26:2). In diesen Prophezeiungen geht es darum, dass das Haus Israel in Vorbereitung auf das Kommen des Erlösers umkehren und zum Herrn zurückkehren müsse. Jesus Christus legt den Nephiten „alles aus, ja vom Anfang an bis zu der Zeit, da er in seiner Herrlichkeit kommen wird“ (3 Nephi 26:3). Mormon lehrt, dass denjenigen, die an das Buch Mormon glauben, noch Größeres kundgetan werden wird (3 Nephi 26:9).

Anregungen für den Unterricht

3 Nephi 24:1-6

Jesus Christus zitiert Maleachis Prophezeiungen in Bezug auf das Zweite Kommen

Halten Sie zu Beginn des Unterrichts ein Streichholz und ein Stück Seife hoch (oder zeichnen Sie Feuer und ein Stück Seife an die Tafel). Fragen Sie, was Feuer und Seife gemeinsam haben. (Seife und Feuer haben eine reinigende und läuternde Funktion.)

Erklären Sie, dass Jesus Christus ein Gebot des Vaters erfüllte (siehe 3 Nephi 26:2), indem er den Nephiten einige Prophezeiungen Maleachis überlieferte. Maleachi war ein Prophet aus dem Alten Testament, der etwa 170 Jahre, bevor Lehi und dessen Familie Jerusalem verließen, gelebt hatte. Bitten Sie die Schüler, 3 Nephi 24:1-3 für sich zu lesen und zu überlegen, wen Maleachi mit „Feuer eines Schmelzers“ und „Lauge der Wäscher“ gemeint hat.

  • Wer wird mit dem Feuer des Schmelzers und der Lauge der Wäscher verglichen? (Jesus Christus.)

  • Welches Ereignis wird in diesen Versen beschrieben? („Der Tag seines Kommens“, oder mit anderen Worten: das Zweite Kommen Jesu Christi. Schlagen Sie den Schülern gegebenenfalls vor, die Kapitelüberschrift und die Fußnoten zu überfliegen, damit sie auf diese Antwort stoßen.)

  • Worauf deutet der Vergleich von Jesus Christus mit Feuer und Seife hin, was beim Zweiten Kommen geschehen wird? (Die Schüler drücken sich womöglich anders aus, sollen aber diesen Grundsatz erkennen: Beim Zweiten Kommen wird Jesus Christus die Welt reinigen. Schlagen Sie den Schülern vor, dies in ihre Schriften neben 3 Nephi 24:2,3 zu schreiben.)

Erklären Sie, dass ein Schmelzer mit Feuer Metall wie Silber oder Gold so lange erhitzt, bis es einen flüssigen Zustand erreicht. Durch das Erhitzen gelangen Schlacke und Unreinheiten an die Oberfläche des flüssigen Metalls, von wo der Schmelzer sie entfernen kann. Dadurch reinigt er das Metall von dessen Unreinheiten. Ein Wäscher ist jemand, der mithilfe von Seife Stoffe säubert oder bleicht. Erklären Sie ebenfalls, dass die „Söhne Levi“ diejenigen waren, die im alten Israel das Priestertum trugen. Heute kann sich dieser Ausdruck auch auf neuzeitliche Priestertumsträger beziehen (siehe LuB 84:33,34).

Bitten Sie jemanden, 3 Nephi 24:5,6 vorzulesen. Die anderen sollen mitlesen und herausfinden, wer beim Zweiten Kommen des Erretters verzehrt und vernichtet werden wird und wer nicht. (Erklären Sie gegebenenfalls, dass sich der Ausdruck „die Söhne Jakobs“ auf das Bundesvolk des Herrn im Hause Israel bezieht.)

  • Was wird Jesus Christus laut 3 Nephi 24:5 bei seinem Zweiten Kommen tun? (Die Schüler drücken sich womöglich anders aus, sollen aber diesen Grundsatz erkennen: Jesus Christus wird die Schlechten bei seinem Zweiten Kommen vernichten.)

3 Nephi 24:7-18

Jesus Christus zitiert Maleachi, der davon gesprochen hat, wie das Haus Israel zum Herrn zurückkehren kann

Die Schüler sollen sich vorstellen, einem guten Freund oder jemandem aus der Familie fiele es schwer, die Liebe und den Einfluss des Herrn zu spüren und sich ein Zeugnis vom Evangelium zu bewahren.

  • Wie würdet ihr diesem Menschen helfen?

Die Schüler sollen 3 Nephi 24:7 für sich lesen und herausarbeiten, was der Herr denjenigen riet, die begannen, von seinem Weg abzuweichen und die Bündnisse mit ihm nicht mehr einzuhalten.

  • Was heißt es wohl, dass das Volk von den Verordnungen des Herrn „abgewichen“ war? (Sie hielten die Bündnisse und Verordnungen des Evangeliums nicht mehr.)

  • Welche Verheißung gab der Herr denjenigen, die ihre Bündnisse nicht hielten? („Kehrt zu mir zurück, und ich werde zu euch zurückkehren“.)

  • Was bedeutet es eurer Meinung nach, zum Herrn „zurückzukehren“? Was bedeutet es wohl, dass der Herr zu denen zurückkehren wird, die zu ihm zurückkehren?

Schreiben Sie den folgenden Grundsatz an die Tafel: Wenn wir zum Herrn zurückkehren, wird er zu uns zurückkehren.

  • Was erfahrt ihr aus diesem Grundsatz über den himmlischen Vater und Jesus Christus?

Schreiben Sie Zum Herrn zurückkehren an die Tafel. Bitten Sie die Schüler, 3 Nephi 24:8-12 für sich zu lesen. Sie sollen nach einem Weg suchen, wie wir laut dem Herrn zu ihm zurückkehren können. Schreiben Sie, während die Schüler antworten, Zehnten und Opfergaben zahlen unter Zum Herrn zurückkehren.

  • Inwiefern ist die Bereitschaft, den Zehnten zu zahlen, ein Zeichen dafür, dass man sein Herz dem Herrn zugewandt hat?

Bitten Sie einen Schüler, die folgende Aussage von Präsident Gordon B. Hinckley vorzulesen:

„Wir können Zehnten zahlen. Das ist nicht so sehr eine Sache des Geldes als eine Sache des Glaubens.“ („Lasst uns dieses Werk voranbringen“, Der Stern, Januar 1986, Seite 74.)

  • Warum ist die Bereitschaft, den Zehnten und die übrigen Opfergaben zu spenden, ein Zeichen unseres Glaubens an den Herrn?

Die Schüler sollen 3 Nephi 24:10-12 für sich durchlesen. Sie sollen herausarbeiten, was der Herr denjenigen verheißt, die einen vollen und ehrlichen Zehnten zahlen.

  • Inwiefern wurdet ihr schon gesegnet, weil ihr den Zehnten gezahlt habt? Inwiefern ist das ein Beispiel für euch, dass euch „die Fenster des Himmels“ geöffnet wurden?

Fassen Sie 3 Nephi 24:13-18 zusammen. Erklären Sie, dass der Herr in diesen Versen hervorhebt, dass einige im alten Israel die Notwendigkeit, die Verordnungen des Evangeliums zu halten, in Frage gestellt hatten. Sie hatten sich darüber beschwert, dass es den Stolzen und den Schlechten ungeachtet ihrer Schlechtigkeit wohl erging. Der Herr erwidert in 3 Nephi 24:16, dass „ein Buch der Erinnerung“ geschrieben werden würde, worin die Namen der Treuen aufgezeichnet werden würden (siehe LuB 85:7-9; 128:6,7; Mose 6:5-8). Der Herr deutet dann darauf hin, dass er bei seiner Rückkehr die Rechtschaffenen bewahren und sie für sich wie einen Schatz zurückbehalten und „[seine] Juwelen herrichten“ wird.

  • Inwiefern ist es ein Segen, zu wissen, dass der Herr alle Treuen bewahren und sie zu seinem Schatz machen wird?

  • Wie werden in 3 Nephi 24:16 jene beschrieben, die der Herr als seinen Schatz bewahren wird? („Die den Herrn fürchteten“ und „die an seinen Namen dachten“.)

Schreiben Sie Den Herrn fürchten und An seinen Namen denken unter Zum Herrn zurückkehren. (Erklären Sie, dass das Wort fürchten in diesem Zusammenhang Ehrfurcht und Respekt bedeutet.) Bitten Sie die Schüler, die folgende Frage in ihrem Studientagebuch zu beantworten.

  • Überlegt einmal, wie eifrig ihr den Zehnten und die Opfergaben zahlt und oft an Christus denkt. Wie könnt ihr zu ihm „zurückkehren“ und euch in diesen Bereichen verbessern?

3 Nephi 25

Jesus Christus zitiert Maleachis Prophezeiung, dass Elija vor dem Zweiten Kommen zurückkehren wird

Bitten Sie jemanden, 3 Nephi 25:1-3 vorzulesen. Die anderen sollen mitlesen und darauf achten, warum das Zweite Kommen ein Segen für diejenigen sein wird, die treu zu Jesus Christus stehen. Lassen Sie die Schüler berichten, was sie gefunden haben. Erklären Sie, dass sich das Wort Wurzel in 3 Nephi 25:1 höchstwahrscheinlich auf Vorfahren bezieht, und das Wort Zweig auf Nachkommen. Demnach werden die Schlechten im nächsten Leben nicht die Segnungen genießen können, an ihre Vorfahren oder ihre Nachkommen gesiegelt zu sein. Der Ausdruck „Kälber im Stall“ in 3 Nephi 25:2 bezieht sich auf Kälber, die sicher, gut gefüttert und gut versorgt sind. Der Herr verheißt, dass er diejenigen, die seinen „Namen fürchten“, auf gleiche Weise behüten und versorgen wird.

Erklären Sie, dass Maleachi von einem Ereignis prophezeite, das vor dem Zweiten Kommen stattfinden sollte und an dem der Prophet Elija aus dem Alten Testament beteiligt sein würde. Bitten Sie einen Schüler, 3 Nephi 25:5,6 vorzulesen. Die Klasse soll darauf achten, was Elija tun wird, um die Welt auf das Kommen des Herrn vorzubereiten.

Fragen Sie, was die Schüler über die Rückkehr Elijas im Rahmen der Wiederherstellung des Evangeliums wissen. Ergänzen Sie die Antworten gegebenenfalls, indem Sie berichten, dass Elija am 3. April 1836 Joseph Smith und Oliver Cowdery im frisch geweihten Kirtland-Tempel erschien (siehe LuB 110:13-16). Elija stellte die Schlüssel des Priestertums wieder her, die für die Siegelung von Familien im heiligen Tempel des Herrn notwendig sind. Durch Familienforschung machen wir Angehörige ausfindig, für die die heiligen Handlungen des Tempels erledigt werden können.

  • Was bedeutet es wohl, dass Elija „das Herz der Väter den Kindern zuwenden und das Herz der Kinder ihren Vätern zuwenden“ wird?

  • Inwiefern ist es ein Segen, zu wissen, dass ihr für die Ewigkeit an eure Familie gesiegelt werden könnt?

Geben Sie Zeugnis: Wenn wir uns durch Familienforschung und Tempelarbeit unseren Vätern zuwenden, tragen wir dazu bei, die Erde auf das Zweite Kommen Jesu Christi vorzubereiten.

3 Nephi 26:1-12

Jesus Christus legt die Schriften aus und Mormon lehrt, was getan werden muss, um das Größere zu empfangen, das der Herr offenbart hat

Fassen Sie 3 Nephi 26:1-5zusammen. Erklären Sie, dass der Erretter, nachdem er die Prophezeiungen Maleachis angeführt hatte, das Volk „alles [lehrte], was auf dem Antlitz der Erde geschehen wird“ von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht (3 Nephi 26:3,4).

Jemand soll 3 Nephi 26:6-8 vorlesen. Die Schüler sollen darauf achten, wie viel von dem, was Jesus Christus lehrte, im Buch Mormon aufgezeichnet wurde. Die Schüler sollen dann 3 Nephi 26:9-11 für sich lesen und herausfinden, weshalb Mormon in der Zusammenfassung seines Berichts nicht alles einfügte, was der Erretter die Nephiten gelehrt hatte. Betonen Sie, dass das Wort glauben in diesen Versen bedeutet, dass wir die Lehren und Grundsätze befolgen, die Gott uns offenbart hat, und nicht lediglich darauf hoffen, dass sie wahr sind.

  • Was verheißt der Herr denjenigen, die gemäß 3 Nephi 26:9 glauben und danach handeln, was er uns offenbart hat? (Lassen Sie die Schüler antworten und heben Sie hervor, dass wir uns, wenn wir glauben und das tun, was Gott offenbart hat, darauf vorbereiten, größere Offenbarung zu empfangen.)

  • Warum ist es wohl notwendig, dass wir an die Wahrheiten, die wir bisher empfangen haben, glauben, bevor wir weitere Wahrheit empfangen?

  • Wie können wir zeigen, dass wir das glauben, was der Herr offenbart hat?

Verheißen Sie den Schülern, dass sie mehr Verständnis vom Evangelium erlangen, wenn sie sich treu mit den Grundsätzen im Buch Mormon befassen und danach handeln. Die Schüler sollen die folgenden Fragen in ihrem Studientagebuch beantworten, um darüber nachzudenken, wie gut sie die Wahrheiten aus dem Buch Mormon annehmen. (Schreiben Sie die Fragen gegebenenfalls an die Tafel.)

  • Wie bringt ihr euren Glauben an das Buch Mormon zum Ausdruck?

  • Wann habt ihr mit wirklichem Vorsatz im Buch Mormon gelesen und eine persönliche Offenbarung empfangen?

3 Nephi 26:13-21

Der Heiland beendet sein irdisches Wirken unter den Nephiten und seine Jünger eifern seinem Beispiel durch ihr geistliches Wirken nach

Erklären Sie, dass Mormon in 3 Nephi 26 noch mehr Aspekte des Wirkens Christi unter den Nephiten zusammengefasst hat. Bitten Sie die Schüler, 3 Nephi 26:13-16 zu lesen. Schlagen Sie ihnen vor, die Stellen über den Heiland, die Mormon besonders hervorgehoben hat, zu markieren.

Wenn die Zeit es zulässt, sollen die Schüler ihre Notizen und Markierungen vom Studium von 3 Nephi 11-25 durchgehen. Bitten Sie sie, nach Lehren und Ereignissen im Wirken des Erretters unter den Nephiten zu suchen, die sie für wichtig halten oder die einen bleibenden Eindruck bei ihnen hinterlassen haben. Fordern Sie ein paar Schüler auf, den anderen zu berichten, was ihnen das Wirken des Heilands unter den Nephiten bedeutet.

Kommentar und Hintergrundinformationen

3 Nephi 24:11. Segnungen, wenn man das Gesetz des Zehnten befolgt

Präsident Gordon B. Hinckley hat gesagt:

„Der Herr hat verheißen, er werde den Fresser von uns abwehren. … Könnte es nicht sein, dass sich dieses Abwehren des Fressers auf verschiedene persönliche Bereiche und Bemühungen von uns bezieht?

Da ist ferner der große Segen der Weisheit, der Erkenntnis, ja, selbst verborgener Schätze der Erkenntnis. Es ist uns verheißen, dass wir ein glückliches Land sein werden, wenn wir dieses Gesetz befolgen. Ich kann das Wort Land so deuten, dass damit das Volk gemeint ist, dass diejenigen, die das Gesetz befolgen, ein angenehmes Volk sein werden. Ist es nicht etwas Wunderbares, ein angenehmes Volk sein zu können, das die anderen als gesegnet ansehen?“ („Der Zehnte – da können wir zeigen, ob wir treu sind“, Der Stern, Oktober 1982, Seite 85.)

3 Nephi 25:1-6. „Ich werde euch den Propheten Elija senden“

Präsident Joseph Fielding Smith sagte über das Erscheinen Elijas beim Propheten Joseph Smith und bei Oliver Cowdery:

„Es ist bemerkenswert, dass die Juden am 3. April 1836 das Paschafest feierten und ihre Haustüren offen ließen, damit Elija kommen konnte. An diesem Tag kam Elija. Er kam nicht in die Häuser der Juden, sondern in den Tempel, in dem Dorf Kirtland … zu zwei demütigen Dienern des Herrn.“ (Church History and Modern Revelation, 4 Bände, 1946, 3:84.)

Mit dieser Aussage nahm Präsident Smith Bezug auf einen traditionellen Brauch der Juden, die an Maleachis Prophezeiung über Elijas Rückkehr glauben (siehe Maleachi 3:23,24). Beim Paschafest kommen viele gläubige jüdische Familien zum Essen zusammen und decken einen zusätzlichen Platz am Tisch für Elija. Sie lassen ihre Türen für den Fall offen, dass Elija zu Besuch kommen sollte.

Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel hat die Bedeutung von Elijas Besuch im Kirtland Tempel erklärt:

„Elijas Rückkehr zur Erde geschah im ersten Tempel dieser Evangeliumszeit; er und andere Boten vom Himmel vertrauten dort auf Weisung des Herrn der wiederhergestellten Kirche besondere Schlüssel der Priestertumsvollmacht an. …

Elija kam nicht nur, um zur Forschung nach den Vorfahren anzuregen. Er machte es der Familie auch möglich, über die Grenzen des Erdenlebens hinaus in Ewigkeit verbunden zu sein. Die Möglichkeit, Familien für immer zu siegeln, ist tatsächlich der einzige Grund für unsere Forschung.“ („Eine neue Erntezeit“, Der Stern, Juli 1998, Seite 36f.)

3 Nephi 25:1-6. „Erfahre mehr über den Geist des Elija und erlebe ihn selbst“

Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt:

„Ich fordere die jungen Leute der Kirche auf, mehr über den Geist des Elija zu erfahren und ihn selbst zu erleben. Ich empfehle euch, zu studieren, eure Vorfahren zu ermitteln und euch darauf vorzubereiten, euch im Haus des Herrn stellvertretend für eure verstorbenen Angehörigen taufen zu lassen (siehe LuB 124:28-36). Ich bitte euch inständig, auch anderen bei ihrer Genealogie zu helfen.

Wenn ihr voller Glauben dieser Einladung folgt, wird sich euer Herz den Vätern zuwenden. Die Verheißungen an Abraham, Isaak und Jakob werden euch ins Herz gepflanzt werden. Euer Patriarchalischer Segen, worin euch erklärt wird, von wem ihr abstammt, wird euch mit diesen Vätern vereinen und für euch an Bedeutung gewinnen. Die Liebe und die Dankbarkeit, die ihr für eure Vorfahren empfindet, werden zunehmen. Euer Zeugnis vom Erlöser und eure Bekehrung zu ihm wird an Tiefe gewinnen und von Dauer sein. Ich verheiße euch, ihr werdet vor dem immer stärker werdenden Einfluss des Widersachers behütet sein. Wenn ihr euch an diesem heiligen Werk mit Begeisterung beteiligt, werdet ihr in eurer Jugend und euer ganzes Leben lang geschützt sein.“ („Das Herz der Kinder wird sich den Vätern zuwenden“, Liahona, November 2011, Seite 26.)

3 Nephi 25:6. „Das Herz der Kinder wird sich ihren Vätern zuwenden.“

Etwa 430 v. Chr. prophezeite der Prophet Maleachi, dass Elija „bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag“ zur Erde zurückkehren würde (Maleachi 3:23). Diese Prophezeiung ist von solcher Bedeutsamkeit, dass sie in der Bibel, im Buch Mormon, in Lehre und Bündnisse und in der Köstlichen Perle zu finden ist (siehe Maleachi 3:23,24; 3 Nephi 25:5,6; LuB 2:1-3; Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:37-39). In dieser Prophezeiung steht, dass Elija wiederkommen würde, um das Herz der Kinder ihren Vätern zuzuwenden.

Präsident Joseph Fielding Smith nannte ein paar Beispiele, wie die Herzen der Kinder den Vätern zugewendet werden:

Die Väter sind unsere verstorbenen Vorfahren, die starben, ohne den Vorzug gehabt zu haben, das Evangelium zu empfangen, die aber die Verheißung empfingen, dass die Zeit kommen würde, da ihnen dieser Vorzug gewährt werden würde. Die Kinder sind diejenigen, die heute leben; sie bereiten die genealogischen Angaben vor und vollziehen stellvertretend die heiligen Handlungen in den Tempeln.

Dass sich das Herz der Kinder den Vätern zuwendet bedeutet, dass dieser Wunsch und dieses Verlangen in das Herz der Kinder gepflanzt werden, wodurch diese dazu inspiriert werden, nach Aufzeichnungen über die Verstorbenen zu suchen. Es ist sogar notwendig, dass dieser Wunsch gepflanzt wird und sie inspiriert werden. Beides ist nämlich erforderlich, damit sie zum Haus des Herrn kommen und die notwendige Arbeit für ihre Väter erledigen, die gestorben sind, ohne das Evangelium zu kennen und ohne den Vorzug gehabt zu haben, die Fülle des Evangeliums zu empfangen.“ (Doctrines of Salvation, Hg. Bruce R. McConkie, 3 Bände, 1954–1956, 2:127f.)

Zusätzliche Anregung für den Unterricht

3 Nephi 26:17-21. Einander dienen

Schreiben Sie den folgenden Grundsatz an die Tafel: Der Erretter hat gezeigt, wie wir einander dienen sollen. (Erklären Sie gegebenenfalls, dass mit dem Wort dienen gemeint ist, dass man jemandem hilft.)

Weisen Sie darauf hin, dass der Heiland uns aufgezeigt hat, wie wir einander dienen sollen, als er bei den Nephiten war.

  • Was erfahrt ihr vom Beispiel Jesu Christi in 3 Nephi 11–25 darüber, wie man anderen dienen soll? (Fassen Sie die Antworten der Schüler an der Tafel zusammen.)

Die Schüler sollen 3 Nephi 26:17-21 für sich lesen und darauf achten, wie die Jünger dem Beispiel des Heilands nacheiferten, als sie anderen dienten.

  • Inwiefern dient man anderen, wenn man sie das Evangelium lehrt?

  • Inwiefern dient man anderen, indem „ein jeder … gerecht [handelt], einer mit dem anderen“?

  • Wie könnt ihr dem Beispiel des Erretters und dem der nephitischen Jünger nacheifern, wenn ihr euren Freunden, eurer Familie und eurer Gemeinde oder eurem Zweig dient?

Ein Schüler soll die nachstehende Aussage von Präsident Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft vorlesen, in der er darüber spricht, wie wir dem Muster des Herrn, anderen zu dienen, nacheifern können:

„Man erzählt sich, dass im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff auf eine Stadt eine große Christusstatue schwer beschädigt wurde. Als die Einwohner die Statue unter den Trümmern fanden, waren sie traurig, da sie ein beliebtes Symbol für ihren Glauben gewesen war und dafür, dass Gott in ihrem Leben eine Rolle spielte.

Fachleute reparierten die Statue weitestgehend, aber die Hände waren so schwer beschädigt, dass man sie nicht mehr restaurieren konnte. Einige schlugen vor, dass ein Bildhauer neue Hände anfertigen solle, andere wollten die Statue so lassen, wie sie war – als stetige Erinnerung an die Schrecken des Krieges. Letzten Endes blieb die Statue ohne Hände. Doch die Menschen dieser Stadt hatten am Sockel der Statue Jesu Christi ein Schild angebracht, auf dem stand: ‚Ihr seid meine Hände.‘ …

Wenn ich an den Erlöser denke, stelle ich ihn mir oft mit ausgestreckten Händen vor, mit denen er tröstet, heilt, segnet und Liebe erweist. Wenn er mit anderen redete, war er nie herablassend. Ihm lagen die Demütigen und die Sanftmütigen am Herzen, bei ihnen hielt er sich auf, diente ihnen und bot ihnen Hoffnung und Errettung.

So hat er sich während seines Erdenlebens verhalten, so wäre er auch heute noch, würde er unter uns leben, und so sollen auch wir als seine Jünger und als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage uns verhalten. …

Christus hat nicht bloß von Liebe geredet, er hat sie jeden Tag seines Lebens gezeigt. Er hat sich aus der Menschenmenge nicht zurückgezogen. Wenn er unter vielen Menschen war, kümmerte er sich um den Einen. Er rettete diejenigen, die verloren waren. Er hielt nicht nur einen Unterricht darüber, wie man liebevoll auf andere zugeht, und überließ dann anderen die eigentliche Arbeit. Er lehrte uns nicht nur, sondern zeigte uns auch, wie man den Schwachen beisteht, die herabgesunkenen Hände emporhebt und die müden Knie stärkt (siehe LuB 81:5). …

Wenn wir seine Hände sind, müssen wir dann nicht ebenso handeln?“ („Ihr seid meine Hände“, Liahona, Mai 2010, Seite 68ff.)

  • Wie wurdet ihr schon dafür gesegnet, weil ihr jemandem gedient habt?

  • Wie wurdet ihr durch jemanden gesegnet, der euch oder eurer Familie gedient hat?

Fordern Sie die Schüler auf, in ihr Studientagebuch eine Möglichkeit aufzuschreiben, wie sie dem Muster des Heilands, anderen zu dienen, besser folgen können. Legen Sie ihnen ans Herz, über jemanden nachzudenken, bei dem der Herr vielleicht möchte, dass sie ihm helfen. Geben Sie von den Segnungen Zeugnis, die man erlangt, wenn man auf die Weise des Herrn dient.