Lektion für das Heimstudium: 3 Nephi 1 bis 11:17 (Einheit 24)

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Unterrichtsmaterial für den Lehrer beim Heimstudium

Zusammenfassung der Lektionen für das tägliche Heimstudium

Die nachstehende Zusammenfassung der Lehren und Grundsätze, die die Schüler beim Studium von 3 Nephi 1 bis 11:17 (Einheit 24) gelernt haben, soll nicht als Bestandteil dieser Lektion vermittelt werden. In Ihrem Unterricht sollen nur ein paar dieser Lehren und Grundsätze behandelt werden. Hören Sie auf die Eingebungen des Heiligen Geistes, wenn Sie darüber nachdenken, was Ihre Schüler brauchen.

Tag 1 (3 Nephi 1)

Die Schüler haben sich mit der Erfüllung der Prophezeiungen Samuels des Lamaniten in Bezug auf die Geburt Christi beschäftigt und erfahren, dass der Herr alle Worte erfüllen wird, die er durch seine Propheten hat sprechen lassen. Aus dem Beispiel derer, die treu blieben, obwohl die Ungläubigen sie vernichten wollten, haben sie gelernt, dass wir uns entscheiden können, an Jesus Christus zu glauben und treu zu bleiben, wenn wir mit den Lügen des Satans konfrontiert werden. Die Auflehnung einiger junger Lamaniten hat den Schülern gezeigt, dass es eine negative Wirkung auf den Glauben und die Rechtschaffenheit anderer haben kann, wenn wir der Versuchung nachgeben.

Tag 2 (3 Nephi 2 bis 5)

Als sich die Schüler damit befasst haben, wie die Rechtschaffenheit des Volkes nachließ, haben sie festgestellt, dass wir für die Versuchungen und Täuschungen des Satans anfälliger werden, wenn wir an frühere geistige Erfahrungen nicht mehr denken. Beim Besprechen von Giddianhis hinterlistigem Brief an Lachoneus haben die Schüler herausgefunden, dass der Satan und seine Gefolgsleute oft Schmeichelei, falsche Versprechungen und Drohungen gebrauchen, um Menschen in die Irre zu führen. Die Nephiten und Lamaniten, denen es gelang, die Gadiantonräuber zu schlagen, haben gezeigt, wie uns der Herr so stärken wird, dass wir Probleme meistern können, wenn wir uns geistig und zeitlich vorbereiten. Aus dem Beispiel der Nephiten, die den Herrn für ihre Befreiung priesen, haben die Schüler erfahren, dass wir demütig bleiben, wenn Gott uns aus Schwierigkeiten befreit und wir ihm für seine Güte und Gnade dankbar sind. Die Anstrengungen der Nephiten, das Evangelium zu predigen, und auch Mormons Worte in Bezug auf diese Pflicht zeigen uns, dass wir als Jünger Jesu Christi die Aufgabe haben, anderen den Weg zum ewigen Leben zu zeigen.

Tag 3 (3 Nephi 6 bis 10)

Die Schüler haben davon gelesen, dass die Nephiten und die Lamaniten wieder in Schlechtigkeit verfielen, und erfahren, dass Stolz dem Satan größere Macht gibt, uns zu versuchen und dazu zu verleiten, noch mehr Sünden zu begehen. Das treue Beispiel einiger aus dem Volk zeigt jedoch auch, dass wir uns dafür entscheiden können, ungeachtet unserer Lebensumstände demütig und treu zu bleiben. Als die Regierung der Nephiten zusammenbrach, zeigten diejenigen, die Nephi folgten, dass wir den Einfluss des Heiligen Geistes haben können, wenn wir umkehren und auf die Knechte des Herrn hören. Nach der furchtbaren Verwüstung vernahm das Volk im ganzen Land, wie die Stimme Jesu Christi in der Finsternis verkündete, er werde uns heilen und ewiges Leben geben, wenn wir mit einem reuigen Herzen und einem zerknirschten Geist zu ihm kommen.

Tag 4 (3 Nephi 11:1-17)

Die Schüler haben sich damit befasst, wie der Vater seinen Sohn Jesus Christus ankündigte und herausgefunden, dass der Heilige Geist oft durch unsere Gefühle zu uns spricht. Sie haben auch erkannt, dass wir verstehen können, was der Herr uns durch den Heiligen Geist mitteilen möchte, wenn wir lernen, auf seine Stimme zu hören. Aus dem Bericht über das anfängliche Wirken des Heilands unter den Nephiten haben die Schüler erfahren, dass Jesus Christus jeden von uns auffordert, selbst ein Zeugnis davon zu erlangen, dass er unser Erretter ist. Sie haben außerdem gelernt, dass es unsere Aufgabe ist, von ihm Zeugnis zu geben, sobald wir ein Zeugnis erlangt haben.

Einleitung

In der Aufgabe zu 3 Nephi 1 bis 7 werden einige Lehren und Grundsätze hervorgehoben, die den Schülern näherbringen, was es bedeutet, zum Evangelium Jesu Christi bekehrt zu sein. Die Lehrmethoden zu 3 Nephi 8 bis 10 bereiten die Schüler darauf vor, über ihr Zeugnis von Jesus Christus nachzudenken, wenn sie etwas über sein Erscheinen bei den Nachkommen Lehis in 3 Nephi 11 erfahren.

Anregungen für den Unterricht

3 Nephi 1 bis 7

Zeichen und Wunder kündigen die Geburt Jesu Christi an; die Menschen schwanken zwischen Rechtschaffenheit und Schlechtigkeit, bis die Regierung schließlich scheitert

Zeichnen Sie eine Linie wie diese an die Tafel:

wavy line

Fragen Sie: Denkt an euer Schriftstudium während der vergangenen Woche. Auf welche Weise verkörpert diese Linie die Nephiten in 3 Nephi 1 bis 7? (Sie können die Schüler bitten, die Kapitelüberschriften zu 3 Nephi 1 bis 7 noch einmal durchzugehen, um sich vor Augen zu halten, dass die Nephiten von 1 n. Chr. bis 33 n. Chr. zwischen Rechtschaffenheit und Schlechtigkeit schwankten.)

Ein Schüler soll die nachstehende Aussage von Präsident Marion G. Romney von der Ersten Präsidentschaft vorlesen, die veranschaulicht, was 3 Nephi 1 bis 7 darüber lehren, wie wir uns wirklich zu Jesus Christus und seinem Evangelium bekehren. (Geben Sie jedem Schüler gegebenenfalls eine Kopie des Zitats, und lassen Sie sie Textstellen oder auch einzelne Wörter unterstreichen, die ihrer Meinung nach einen bekehrten Menschen am besten beschreiben.)

„Bekehrung ist ein geistiger und moralischer Wandel. Bekehrt zu sein bedeutet nicht nur, dass man Jesus und seine Lehren mit dem Verstand annimmt, sondern dass man auch an ihn und sein Evangelium glaubt und sich davon motivieren lässt. … Wer sich wirklich und vollständig bekehrt hat, kennt kein Verlangen mehr nach dem, was dem Evangelium Jesu Christi zuwider läuft. Vielmehr liebt er Gott und ist fest und unerschütterlich entschlossen, seine Gebote zu halten.“ (Gebietskonferenz in Guatemala 1977.)

Fragen Sie: Welche Textstellen und Wörter beschreiben einen bekehrten Menschen wohl am besten?

Zeichnen Sie diese Tabelle an die Tafel oder bereiten Sie ein Arbeitsblatt für die Schüler vor.

Glaubensansichten und Handlungen, die zur Bekehrung führen

Glaubensansichten und Handlungen, die die Bekehrung schwächen

3 Nephi 1:15-23,27-30

  

3 Nephi 2:1-3; 3:1-10

  

3 Nephi 4:7-12,30-33

  

3 Nephi 6:13-18; 7:1-5

  

3 Nephi 7:15-22

  

Teilen Sie jedem Schüler einen dieser Schriftblöcke zu. Geben Sie den Schülern Zeit, die ihnen zugeteilten Schriftstellen nach Glaubensansichten und Handlungsweisen zu durchsuchen, die entweder zur Bekehrung führen oder sie aber schwächen. Viele der Grundsätze, die die Schüler möglicherweise finden, sind auch in der Zusammenfassung der Lektionen für das tägliche Heimstudium für Tag 1 bis 3 enthalten. Schreiben Sie die Antworten der Schüler an die Tafel, während diese berichten, was sie gefunden haben, oder schlagen Sie ihnen vor, die Antworten auf ihr Arbeitsblatt zu schreiben. Helfen Sie den Schülern, die Grundsätze, die sie gefunden haben, anzuwenden, indem sie zu ein, zwei Grundsätzen Fragen wie diese stellen:

  • Wie habt ihr – oder jemand, den ihr kennt – diesen Grundsatz befolgt oder ihn erlebt?

  • Wenn ihr an den Grundsatz denkt, den ihr entdeckt habt, welchen Rat würdet ihr dann jemandem geben, wie er sich mehr bekehren und geistig standhafter sein kann?

3 Nephi 8 bis 11:17

Große Verwüstung und Finsternis künden vom Tod Jesu Christi; nach seiner Auferstehung besucht er die Nachkommen Lehis

Bitten Sie einen Schüler, die Ereignisse in 3 Nephi 8 zusammenzufassen und der Klasse die Gefühle und Eindrücke zu schildern, die er vergangene Woche hatte, als er sich mit diesem Kapitel befasst hat. Bitten Sie einen Schüler, 3 Nephi 8:20-23 vorzulesen. Die Schüler sollen erklären, warum das Zeichen, das in diesen Versen beschrieben wird, ein angemessenes Zeichen für den Tod Jesu Christi ist. Veranschaulichen Sie anhand dieser Aktivität die Finsternis, die die Nephiten erlebten:

Geben Sie jedem Schüler eine Taschenlampe und schalten Sie das Licht im Raum aus. (Wenn Sie nicht genügend Taschenlampen zur Verfügung haben, müssen sich die Schüler die vorhandenen teilen.) Lassen Sie die Schüler ihre Taschenlampen anschalten, und bitten Sie einige von ihnen, abwechselnd 3 Nephi 9:13-20 vorzulesen. Die anderen sollen mitlesen und darauf achten, was die Menschen über Jesus Christus erfuhren, als sie nach seinem Tod diese Finsternis erlebten. Schalten Sie das Licht wieder an und fassen Sie an der Tafel die Grundsätze zusammen, die die Schüler herausgefunden haben. Betonen Sie Folgendes: Jesus Christus ist das Licht und das Leben der Welt. Wenn wir mit reuigem Herzen und zerknirschtem Geist zu Jesus Christus kommen, wird er uns empfangen, heilen und uns ewiges Leben schenken.

Fassen Sie 3 Nephi 11:1-7 zusammen; erklären Sie, dass die Menschen, die die Verwüstung überlebt hatten, sich am Tempel im Land Überfluss versammelten.

Zeigen Sie das Bild „Jesus lehrt in der westlichen Hemisphäre“ (62380; Bildband zum Evangelium, Nr. 82) oder „Jesus heilt die Nephiten“ (Bildband zum Evangelium, Nr. 83). Die Schüler sollen sich 3 Nephi 11:8-17 bildlich vorstellen, während Sie ihnen diese Verse vorlesen. Halten Sie von Zeit zu Zeit inne und lassen Sie die Schüler beschreiben, was sie empfinden, wenn sie sich dieses Ereignis vorstellen – insbesondere wie die Nephiten „einer nach dem anderen“ zum Heiland kamen, so wie es in 3 Nephi 11:15 beschrieben wird.

Stellen Sie den Schülern die folgenden Fragen, nachdem Sie 3 Nephi 11:8-17 vorgelesen haben. Sie sollen einen Augenblick über die Fragen nachdenken, bevor sie antworten. (Lassen Sie den Schülern auf jeden Fall genügend Zeit dafür; sie denken über ihre Gefühle und ihr Zeugnis nach und sprechen darüber und sollten sich nicht zur Eile gedrängt fühlen.)

  • Wenn ihr unter den Nephiten gewesen wärt und die Gelegenheit gehabt hättet, die Wunden des Erretters zu fühlen, was hättet ihr ihm gesagt?

  • Weshalb ist es in euren Augen wichtig, dass Jesus Christus den „bitteren Kelch“ erwähnte, als er sich den Nephiten vorstellte? (3 Nephi 11:11.)

  • Was stellt der „bittere Kelch“ dar, den Jesus Christus erwähnte? (Siehe LuB 19:16-19.)

Geben Sie Zeugnis vom Erretter und dem Licht, das Ihnen zuteil geworden ist, weil sie Ihm nachfolgen. (Fordern Sie die Schüler gegebenenfalls auf, die Gefühle, die sie heute verspüren, daheim in ihrem Tagebuch festzuhalten.)

Nächste Einheit (3 Nephi 11:18 bis 16:20)

Bitten Sie die Schüler, über diese Fragen nachzudenken, während sie die nächste Einheit studieren. Sehe ich in irgendjemandem einen Feind? Falls ja, wie behandele ich diesen Menschen? Welche Tugenden in meinem Leben sind für Gott wichtig? Ist es in Ordnung, über andere zu urteilen? Die Schüler finden eine Antwort auf diese Fragen, wenn sie sich mit den Worten des Heilands in Einheit 25 befassen.