Lektion 72: Alma 5:37-62

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Einleitung

Als Alma weiter in Zarahemla predigt, weist er die Menschen warnend darauf hin, dass die Entscheidung, ob sie seine Worte befolgen wollen oder nicht, erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen werde. Alma vergleicht Jesus Christus mit einem guten Hirten, der sie ruft und in die Herde zurückbringen will. Er fordert das Volk auf, umzukehren und die Unreinheiten der Welt nicht anzurühren, damit es das Himmelreich ererben kann.

Anregungen für den Unterricht

Alma 5:37-42,53-62

Alma warnt die Schlechten und lädt alle ein, auf die Stimme des guten Hirten zu hören

Jesus trägt ein verlorenes Schaf

Zeigen Sie das Bild „Jesus trägt ein verlorenes Schaf“ (Bildband zum Evangelium, Nr. 64).

  • Inwiefern ist der Erretter der gute Hirte?

Wenn einige Schüler geantwortet haben, lesen Sie das folgende Zitat von Präsident Ezra Taft Benson vor:

„Zur Zeit Jesu waren die Schafhirten von Palästina dafür bekannt, wie sie ihre Schafe beschützten. Anders als die heutigen Hirten gingen sie immer vor der Herde her. Der Hirte führte die Herde. Er kannte jedes einzelne Schaf und hatte meistens für jedes einen Namen. Die Schafe kannten seine Stimme und vertrauten ihm. Einem Fremden folgten sie nicht. Wenn er die Schafe rief, kamen sie zu ihm (siehe Johannes 10:14,16). …

Jesus verwendete dieses damals gebräuchliche Beispiel, um zu zeigen, dass er der gute, der wahre Hirte sei. Weil er seine Brüder und Schwestern liebte, war er bereit, freiwillig für sie sein Leben niederzulegen.“ („Ein Aufruf an das Priestertum: ‚Weide meine Schafe!‘, Der Stern, Oktober 1983, Seite 84f.; siehe auch John R. Lasater, „Hirten Israels“, Der Stern, Juli 1988, Seite 67f.)

Helfen Sie den Schülern, sich den Hintergrund in Erinnerung zu rufen, vor dem sich Alma 5 abspielt, indem Sie erklären, dass Alma sich aufmacht, um dem Volk in Zarahemla zu predigen. Die Menschen dort sind „wie Schafe, die keinen Hirten haben” (Alma 5:37). Die Schüler sollen bedenken, welche Probleme das Volk in Zarahemla damals hat und wozu Alma sie aufruft. Sie können kurz die wichtigsten Verse aus der vorigen Lektion wiederholen, wie etwa Alma 5:14-20, um den Schülern den Zusammenhang vor Augen zu führen. Die Schüler sollen verstehen, dass die Einwohner Zarahemlas sich ihrer Schlechtigkeit wegen in dieser schrecklichen Situation befinden (siehe Alma 7:3).

Bitten Sie zwei, drei Schüler, reihum Alma 5:37-42 vorzulesen. Die Klasse soll herausarbeiten, wie man wissen kann, ob man zu den Schafen des Erretters gehört. Wenn die Schüler erzählt haben, was sie herausgefunden haben, stellen Sie folgende Fragen:

  • Inwiefern sind Menschen den Schafen ähnlich und brauchen einen Hirten?

  • Wie zeigt der gute Hirte laut Alma 5:37,38 seine Liebe zu den Schafen und sein Mitgefühl für sie? (Er ruft weiterhin mit seinem eigenen Namen nach ihnen.)

  • Wie kann man Alma 5:41 zufolge wissen, ob man auf die Stimme des guten Hirten hört?

  • Mit welchen Werken kann man zeigen, dass man dem guten Hirten nachfolgt?

Nachdem die Schüler geantwortet haben, bitten Sie einen, das folgende Zitat von Präsident Ezra Taft Benson vorzulesen. Er beschreibt darin Männer und Frauen, die sich verpflichtet haben, Jesus Christus zu folgen. (Sie können für jeden Schüler eine Kopie dieses Zitats anfertigen.)

„Der Entschluss, Christus nachzufolgen, ist gleichbedeutend mit dem Entschluss, sich zu ändern. …

Wer sich um Christi willen ändert, lässt sich von Christus lenken. …

Sein Wille geht im Willen Jesu auf (siehe Johannes 5:30).

Er tut immer das, was dem Herrn gefällt (siehe Johannes 8:29).

Er ist nicht nur bereit, für den Herrn zu sterben, sondern – und das ist wichtiger – für ihn zu leben.

Wenn man seine Wohnung betritt, zeigen einem die Bilder an den Wänden, die Bücher im Regal, die Musik, die dort ertönt, sowie seine Worte und sein Handeln: Das ist ein Christ.

Er tritt allzeit und in allem und überall als Zeuge Gottes auf (Mosia 18:9).

Er hat Christus im Sinn, denn er blickt mit jedem Gedanken zu ihm (siehe LuB 6:36).

Er trägt Christus im Herzen, denn seine Zuneigung ist immerdar auf ihn gerichtet (siehe Alma 37:36).

So gut wie jede Woche nimmt er vom Abendmahl und bezeugt dem ewigen Vater von neuem, dass er willens ist, den Namen seines Sohnes auf sich zu nehmen, immer an ihn zu denken und seine Gebote zu halten (siehe Moroni 4:3).“ („Born of God“, Ensign, November 1985, Seite 5ff.)

Bitten Sie die Schüler, Alma 5:53-56 zu lesen und jene Einstellung und jenes Verhalten herauszuarbeiten, die es einem schwer machen, auf die Stimme des Erretters zu hören. Fordern Sie einige Schüler nach ein paar Minuten auf, das, was sie herausgefunden haben, an die Tafel zu schreiben. Mit den Antworten soll die Tafel möglichst vollgeschrieben werden. Dann sollen die Schüler noch weitere Einstellungen oder Verhaltensweisen hinzufügen, die sie in ihrer Umgebung miterleben und die es einem schwer machen, auf die Stimme des Erretters zu hören. (Die Schüler könnten Punkte nennen wie: Gottes Lehren nicht beachten, Stolz, Eitelkeit, das Herz auf Reichtum und Weltliches setzen, denken, wir seien besser als andere, die Rechtschaffenen verfolgen oder den Armen und Bedürftigen den Rücken zuwenden. Vielleicht möchten Sie die Aufmerksamkeit der Schüler auf Almas wiederholten Gebrauch des Wortes beharren lenken, das verdeutlicht, dass das Volk in Zarahemla in seinem sündhaften Verhalten und seiner sündhaften Einstellung beharrt.)

Schaffen Sie in der Mitte der Tafel Platz, indem Sie einen Teil der Antworten wegwischen. Schreiben Sie an diese Stelle: Folge der Stimme des guten Hirten!

Bitten Sie einen Schüler, Alma 5:57 vorzulesen. Lassen Sie die Klasse Wendungen suchen, aus denen hervorgeht, wie wir auf schädliche Einflüsse reagieren sollen. („Kommt heraus von den Schlechten”, „sondert euch ab” und „rührt ihre Unreinheiten nicht an”.) Die Schüler können diese Wendungen auch in ihren Schriften markieren. Weisen Sie darauf hin, dass aus diesen Wendungen hervorgeht, dass wir alles meiden müssen, was uns geistig verderben oder verunreinigen könnte. Um ein Unterrichtsgespräch darüber in Gang zu bringen, wie man Ablenkungen abschalten, schlechten Einflüssen aus dem Weg gehen und der Stimme des guten Hirten folgen kann, stellen Sie Fragen wie die folgenden:

  • Was kann ein Jugendlicher, der Mitglied der Kirche ist, machen, damit er von den Schlechten abgesondert bleibt? (Sie könnten zur Untermauerung der Antworten ein gutes Beispiel erwähnen, das Sie unter den Schülern beobachtet haben. Sie können die Schüler auch bitten, ein gutes Beispiel zu nennen, das ein Mitschüler gegeben hat.)

  • Was sind gemäß Alma 5:56,57 die Folgen, wenn man auf Schlechtigkeit beharrt? (Wenn wir auf Schlechtigkeit beharren, sind wir nicht imstande, die Stimme des guten Hirten zu hören, und können nicht zu den Rechtschaffenen gezählt werden.)

Wenn die Zeit es erlaubt, lassen Sie die Schüler einige Minuten über die folgende Frage nachsinnen. Sie können die Schüler die Frage auch in ihrem Studientagebuch beantworten lassen.

  • Was sollt ihr gemäß dem Willen des Herrn tun, damit ihr seine Einladung, zu ihm zu kommen, vermehrt annehmen könnt? (Sie können darauf hinweisen, dass man etwas vielleicht besser machen oder aber mit etwas aufhören muss.)

Lassen Sie die Schüler für sich Alma 5:58-62 lesen und die Segnungen herausarbeiten, die denen verheißen sind, die sich mit dem Herrn und seinem Volk sammeln. (Sie können anregen, dass die Schüler diese Segnungen in ihren Schriften markieren.)

  • Wie würdet ihr die Verheißungen des Herrn für die, die auf seine Stimme hören, zusammenfassen? (Die Schüler schlagen vermutlich Verschiedenes vor, aber sorgen Sie dafür, dass sie verstehen: Wenn wir der Stimme des Herrn [des guten Hirten] folgen, werden wir in seinem Reich gesammelt. Sie können diesen Grundsatz auch an die Tafel schreiben.)

  • Welche eurer Gewohnheiten helfen euch, auf die Stimme des guten Hirten zu hören?

  • Wie haben euch diese Gewohnheiten schon geholfen, einige der schlechten Einflüsse, die an der Tafel stehen, außer Acht zu lassen?

Bezeugen Sie, dass wir unter den Rechtschaffenen sein werden, die in das Reich des Herrn kommen, wenn wir auf die Worte des Erretters hören.

Alma 5:43-52

Alma kommt seiner Aufgabe nach, Umkehr zu predigen

Fragen Sie die Schüler nach den fünf Sinnen (sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken). Sie können einige Gegenstände mitbringen, anhand derer die Schüler die Sinne erproben können.

  • Was habt ihr durch jeden eurer fünf Sinne schon gelernt?

  • Lässt sich auch ohne die fünf Sinne etwas lernen?

Bitten Sie ein paar Schüler, reihum Alma 5:44-48 vorzulesen. Die Klasse soll herausarbeiten, was Alma nach seinen eigenen Worten weiß und woher er es weiß.

  • Was weiß Alma laut Alma 5:48?

  • Was ist laut Alma die Quelle seines Zeugnisses?

  • Was hat Alma getan, um dieses Zeugnis vom Heiligen Geist zu erhalten?

  • Inwiefern helfen uns Beten und Fasten, ein Zeugnis vom Evangelium zu erlangen und es zu stärken?

  • Wann habt ihr schon gespürt, dass euer Zeugnis durch Beten oder Fasten gestärkt worden ist?

Bezeugen Sie: Wir können durch den Heiligen Geist für uns selbst wissen, dass Jesus Christus der Erlöser der Menschheit ist. Lesen Sie, um zu betonen, wie wichtig es ist, sich um ein eigenes Zeugnis davon zu bemühen, dass Jesus Christus der Erlöser der Menschheit ist, die folgende Aussage von Elder M. Russell Ballard vom Kollegium der Zwölf Apostel vor:

Elder M. Russell Ballard

„Ein individuelles, persönliches Zeugnis von der Wahrheit des Evangeliums, besonders vom göttlichen Leben und der Sendung des Herrn Jesus Christus, ist unerlässlich für unser ewiges Leben. … Mit anderen Worten, die Voraussetzung für das ewige Leben ist unsere Erkenntnis vom Vater im Himmel und von seinem heiligen Sohn, Jesus Christus. Etwas über sie zu wissen reicht einfach nicht. Wir müssen geistige Erlebnisse haben, die denen zuteilwerden, die ebenso intensiv und zielstrebig danach streben, wie der Hungernde nach Nahrung strebt.“ (Siehe „Sich am Tisch des Herrn laben“, Der Stern, Mai 1996, Seite 75.)

Geben Sie den Schülern Zeit, eine Antwort auf die nachstehende Frage aufzuschreiben. Ermuntern Sie sie auch, festzuhalten, was sie tun wollen, um ein Zeugnis von Jesus Christus zu erlangen oder um es zu stärken. Spornen Sie sie an, ihr Ziel zu erreichen, auch wenn es „viele Tage“ dauern sollte (Alma 5:46).

  • Wann habt ihr schon einmal gespürt, dass der Heilige Geist euch davon Zeugnis gegeben hat, dass Jesus Christus der Erlöser der Welt ist?

Lassen Sie die Schüler Alma 5:49-52 leise lesen und herausarbeiten, was das Volk Almas Worten zufolge tun muss, um sich vorzubereiten, damit es das Himmelreich ererben kann.

  • Warum ist es ohne Umkehr unmöglich, in das Reich Gottes einzugehen?

Damit die Schüler Almas Lehre darüber, sich auf den Eintritt ins Reich Gottes vorzubereiten, leichter umsetzen können, bitten Sie jemanden, die folgende Aussage von Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel vorzulesen:

„Was wäre, wenn der Tag seines Kommens morgen wäre? Wenn wir wüssten, dass wir dem Herrn morgen begegnen würden – durch unseren vorzeitigen Tod oder durch sein unerwartetes Kommen –, was würden wir heute tun? Welches Geständnis würden wir ablegen? Mit welchen Gewohnheiten würden wir brechen? Welche Meinungsverschiedenheiten würden wir beilegen? Wem würden wir vergeben? Wovon würden wir Zeugnis ablegen?

Wenn wir all das dann täten, warum nicht schon jetzt? Warum trachten wir nicht nach Frieden, solange wir Frieden finden können?“ („Vorbereitung auf das Zweite Kommen“, Liahona, Mai 2004, Seite 9.)

Geben Sie den Schülern zum Abschluss Zeit, darüber nachzudenken, was sie ändern müssen, damit sie bereit sind, dem Erretter zu begegnen und in sein Reich einzutreten. Regen Sie an, dass die Schüler ihre Gedanken und Gefühle aufschreiben, sodass sie sie später nachlesen können und daran erinnert werden, den Eingebungen zu folgen, die sie erhalten.

Kommentar und Hintergrundinformationen

Alma 5:46,47. „Der Geist der Offenbarung“

Alma hatte einen Engel gesehen, aber er bezeugt in Alma 5:46,47, dass sein Zeugnis von der errettenden Mission Jesu Christi erst durch den Heiligen Geist stark wurde, und zwar nach vielem Fasten und Beten. Präsident Heber J. Grant hat gesagt: „Viele sagen: ‚Wenn ich doch nur einen Engel sehen könnte, wenn ich doch hören könnte, wie ein Engel etwas verkündet, dann würde ich den Rest meines Lebens treu bleiben!‘ Das hatte bei jenen Menschen [Laman und Lemuel], die dem Herrn nicht dienten, nichts bewirkt und es würde auch heute nichts bewirken.“ (Conference Report, April 1924, Seite 159.)

Präsident Joseph Fielding Smith hat erklärt, warum sich das Zeugnis durch den Heiligen Geist machtvoller auswirken kann als das Erscheinen eines Engels:

„Christus … hat verkündet, dass die Kundgebungen, die wir … durch das Erscheinen eines Engels, eines fühlbaren, auferstandenen Wesens, haben könnten, nicht denselben Eindruck hinterlassen …, den wir durch eine Kundgebung des Heiligen Geistes empfangen. Eine Erscheinung gehabt zu haben kann mit der Zeit verblassen, aber die Führung durch den Heiligen Geist wird Tag für Tag, Jahr für Jahr erneuert und fortgeführt, sofern wir so leben, dass wir ihrer würdig sind.“ (Doctrines of Salvation, Hg. Bruce R. McConkie, 3 Bände, 1954–1956, 1:44.)

Die folgende Aussage aus dem Nachschlagewerk Treu in dem Glauben erklärt, wie wahre Bekehrung zustande kommt:

„Bekehrung ist ein Vorgang, kein Ereignis. Ihre Bekehrung ist die Folge Ihrer rechtschaffenen Bemühungen, dem Erretter zu folgen. Dazu gehört, dass Sie Glauben an Jesus Christus üben, von Sünde umkehren, sich taufen lassen, die Gabe des Heiligen Geistes empfangen und im Glauben bis ans Ende ausharren.

Bekehrung ist zwar ein Wunder und verändert das Leben eines Menschen, sie vollzieht sich aber im Stillen. Das Erscheinen von Engeln und andere spektakuläre Ereignisse bringen keine Bekehrung zustande. Sogar Alma, der einen Engel gesehen hatte, bekehrte sich erst, nachdem er ‚viele Tage gefastet und gebetet‘ hatte, um ein Zeugnis von der Wahrheit zu bekommen (Alma 5:46). Paulus, der den auferstandenen Erretter gesehen hat, erklärt: ‚Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.‘ (1 Korinther 12:3.)“ (Treu in dem Glauben – ein Nachschlagewerk zum Evangelium, 2004, Seite 16.)

Alma 5:57. „Kommt heraus von den Schlechten und sondert euch ab“

Elder David R. Stone von den Siebzigern hat darüber gesprochen, wie die Methoden, die beim Bau des Manhattan-New-York-Tempels angewandt wurden, ein Beispiel dafür sind, wie wir uns dem Einfluss der Welt entziehen können:

„Zu viele Menschen in der Welt sind dem alten Babylon ähnlich geworden, indem sie auf ihren eigenen Wegen gewandelt und einem Gott gefolgt sind, dessen Abbild dem der Welt gleicht. [Siehe LuB 1:16.]

Zu den größten Herausforderungen, vor denen wir stehen, gehört, dass wir fähig sein müssen, in dieser Welt zu leben, aber irgendwie nicht von dieser Welt zu sein. Wir müssen Zion mitten in Babylon schaffen. …

Meine Aufgabe beim Bau des Manhattan-Tempels gab mir die Gelegenheit, schon vor der Weihung ziemlich oft in diesem Tempel zu sein. Es war wunderbar, in vollkommener Stille im celestialen Saal zu sitzen, ohne dass auch nur ein Laut von den geschäftigen Straßen New Yorks draußen zu hören war. Wie war es möglich, dass der Tempel so ehrfürchtig still war, wo doch das geschäftige Treiben der Metropole nur ein paar Meter entfernt war?

Die Antwort lag in der Bauweise des Tempels. Der Tempel war innerhalb der Mauern eines bereits bestehenden Gebäudes angelegt worden, und die Innenwände des Tempels waren nur an sehr wenigen Verbindungspunkten mit den Außenwänden verbunden. So begrenzte der Tempel – Zion – den Einfluss Babylons oder der Welt draußen.

Hierin kann eine Lehre für uns liegen. Wir können das wirkliche Zion unter uns schaffen, indem wir das Ausmaß begrenzen, in dem Babylon unser Leben beeinflusst. …

Wo immer wir uns auch aufhalten, in welcher Stadt wir auch leben mögen: Wir können unser eigenes Zion nach den Grundsätzen des celestialen Reiches aufbauen und stets danach trachten, die im Herzen Reinen zu werden. …

Wir müssen nicht wie Marionetten in der Hand der Kultur des Ortes und der Zeit sein. Wir können mutig sein, auf den Pfaden des Herrn gehen und ihm nachfolgen.“ („Zion mitten in Babylon“, Liahona, Mai 2006, Seite 90f.)