Lektion 76: Alma 11

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Einleitung

Während Alma und Amulek weiterhin dem Volk in Ammoniha predigen, bietet ein Gesetzeskundiger namens Zeezrom Amulek Geld, damit er die Existenz Gottes leugne. Zeezrom versucht auch, Amuleks Worte zu verdrehen, um dessen Lehren über Jesus Christus in Verruf zu bringen. Amulek setzt sich gegen Zeezroms Versuche, ihn in eine Falle zu locken, zur Wehr und bezeugt, dass die Erlösung von Sünde nur durch Jesus Christus zustande kommt. Amulek bezeugt auch, dass allen Menschen Auferstehung zuteilwird und dass sie am Tag des Gerichts „hingebracht [werden] und vor das Gericht Christi, des Sohnes, und Gottes, des Vaters, und des Heiligen Geistes … gestellt werden“ (Alma 11:44).

Anregungen für den Unterricht

Alma 11:1-25

Amulek widersteht Zeezroms Versuchung, die Existenz Gottes zu leugnen

Die Schüler sollen an einen Gegenstand denken, der ihnen gehört und der ihnen so wertvoll ist, dass sie ihn nie und nimmer verkaufen würden. Bitten Sie ein paar Schüler, zu erzählen, woran sie gedacht haben und weshalb ihnen diese Sache so wertvoll ist.

Erklären Sie, dass in Alma 11 der Bericht davon, wie Alma und Amulek das Volk Ammoniha belehren, fortgesetzt wird. Als Amulek das Volk belehrt, wird er von einem Gesetzeskundigen namens Zeezrom angesprochen, der ihm Geld für etwas bietet, was Amulek sehr kostbar ist.

Die Schüler sollen Alma 11:21,22 aufschlagen und herausfinden, wie viel Geld Zeezrom Amulek anbietet und wofür. Lassen Sie die Schüler berichten, was sie den Versen entnommen haben.

Weisen Sie darauf hin, dass Mormons Erklärung zum nephitischen Geldsystem in Alma 11:4-19 uns dabei hilft, die Höhe von Zeezroms Bestechungsgeld nachzuvollziehen. Machen Sie den Schülern deutlich, dass ein Onti das Silberstück mit dem höchsten Wert ist (siehe Alma 11:6,11-13). Ein Onti entspricht ungefähr dem Wochengehalt eines Richters (siehe Alma 11:3,11-13), was bedeutet, dass sechs Onti ungefähr so viel sind, wie ein Richter in sechs Wochen verdient.

  • Warum könnte Zeezroms Angebot für manche Menschen verlockend gewesen sein?

Bitten Sie jemanden, Alma 11:23-25 vorzulesen.

  • Was geht aus Amuleks Antwort über Zeezrom hervor?

  • Was will Zeezrom laut Alma 11:25 tun, falls Amulek sein Angebot annimmt? Inwiefern ist dies vergleichbar damit, wie der Satan vorgeht, wenn jemand seinen Versuchungen nachgibt?

Schreiben Sie Folgendes an die Tafel, damit die Schüler herausfinden können, warum Amulek Zeezroms Angebot widerstehen kann: Ich werde nichts …, was gegen den Geist des Herrn ist.

Lassen Sie einen Schüler Alma 11:22 vorlesen. Bitten Sie die Klasse, auf das Wort zu achten, das Amulek gebraucht und das diese Aussage vervollständigt.

  • Welche anderen Wörter lassen sich in die Lücke einfügen, die uns helfen können, auf den Heiligen Geist zu vertrauen und dadurch der Versuchung zu widerstehen? („Tun“, „denken“ oder „ansehen“.)

Bitten Sie die Schüler, anhand von Alma 11:22 einen Grundsatz herauszuarbeiten, der ihnen helfen kann, Versuchung zu überwinden. Die Antworten der Schüler können verschieden sein, sollten jedoch folgenden Grundsatz widerspiegeln: Wenn wir auf den Heiligen Geist vertrauen, können wir der Versuchung widerstehen. (Sie können den Schülern vorschlagen, diesen Grundsatz neben Alma 11:22 in ihr Buch Mormon zu schreiben.)

  • Inwiefern können wir Versuchungen leichter widerstehen, wenn wir für die Eingebungen des Heiligen Geistes empfänglich sind?

Lesen Sie den folgenden Rat von Präsident Boyd K. Packer vom Kollegium der Zwölf Apostel vor:

Präsident Boyd K. Packer

„Wenn ihr in etwas hineingeratet, wo ihr nicht hineingeraten solltet, oder wenn ihr mit Leuten zusammenkommt, die euch in die falsche Richtung wegzerren, ist es an der Zeit, eure Unabhängigkeit, eure Entscheidungsfreiheit zu behaupten. Hört auf die Stimme des Geistes, und ihr werdet nicht in die Irre geführt werden.

…Als Diener des Herrn verheiße ich euch, dass ihr vor den Angriffen des Widersachers geschützt und beschirmt werdet, wenn ihr den Eingebungen folgt, die vom Heiligen Geist kommen.“ („Ratschläge für die Jugend“, Liahona, November 2011, Seite 18.)

    Um den Schülern begreiflich zu machen, wie wichtig es ist, den Eingebungen des Heiligen Geistes zu folgen, stellen Sie die folgenden Fragen:
  • In welchen Situationen könnte man als Jugendlicher versucht sein, im Widerspruch zu seinem Zeugnis zu handeln?

  • Was tut ihr, um auf den Heiligen Geist zu vertrauen? Inwiefern hilft euch das?

  • Wann habt ihr schon einmal eine Versuchung mithilfe des Heiligen Geistes überwunden?

Spornen Sie die Schüler an, das Gelernte anzuwenden und an das Beispiel Amuleks zu denken, wenn sie das nächste Mal in Versuchung geraten, etwas zu tun, was gegen ihren Glauben ist. Bezeugen Sie: Wenn die Schüler so leben, dass sie würdig sind, den Heiligen Geist bei sich zu haben, wird ihr Selbstvertrauen gestärkt, sodass sie für die Wahrheit eintreten und der Versuchung widerstehen können.

Alma 11:26-40

Amulek gibt Zeugnis vom Sohn Gottes und unterbindet Zeezroms Bestrebungen, seine Worte in Verruf zu bringen

Fragen Sie die Schüler, ob schon einmal jemand versucht hat, ihren Glauben in einem Streitgespräch oder hinterlistig anzugreifen oder infrage zu stellen. Bitten Sie ein, zwei Schüler, von solchen Erlebnissen zu erzählen.

Erklären Sie, dass Zeezrom seine Taktik ändert, weil es ihm nicht gelingt, Amulek dazu zu verleiten, die Existenz Gottes zu leugnen. Er beginnt nun, Amuleks Glauben an Jesus Christus anzugreifen.

Bitten Sie einige Schüler, reihum Alma 11:26-35 vorzulesen. Die Klasse soll herausfinden, auf welche Weise Zeezrom versucht, Amuleks Worte zu verdrehen. Lassen Sie die Schüler berichten, was sie herausgefunden haben. Anschließend soll ein Schüler Alma 11:36,37 vorlesen. Bitten Sie die Schüler, darauf zu achten, wie Amulek die Unwahrheiten, die Zeezrom sagt, richtigstellt. Sie sollen sich dazu Fußnote 34a ansehen. (Sie können den Schülern vorschlagen, die Fußnote 34 a in ihren Schriften zu markieren.) Bitten Sie einen Schüler, Helaman 5:10,11 vorzulesen.

  • Warum ist es nicht möglich, dass wir in unseren Sünden erlöst werden? In unseren Sünden oder von unseren Sünden erlöst zu werden – worin liegt da der Unterschied?

Bitten Sie einen Schüler, Alma 11:40 vorzulesen. Erklären Sie, dass dieser Vers einen Grundsatz enthält, den wir befolgen müssen, um von unseren Sünden erlöst zu werden. Schreiben Sie den folgenden Grundsatz an die Tafel: Wenn wir Glauben an Jesus Christus haben, können wir von unseren Sünden erlöst werden.

  • Was bedeutet es für euch, Glauben an Jesus Christus zu haben?

  • Warum müssen wir Glauben an Jesus Christus haben, um von unseren Sünden erlöst zu werden?

Um den Schülern begreiflich zu machen, wie der Glaube an Jesus Christus durch Umkehr zur Erlösung führt, lesen Sie die folgende Aussage von Präsident Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft vor:

Präsident Dieter F. Uchtdorf

„Wir brauchen starken Glauben an Christus, um umkehren zu können. Unser Glaube muss eine ‚richtige Vorstellung von [Gottes] Wesen, seiner Vollkommenheit und seinen Eigenschaften‘ einschließen (Lectures on Faith, 1985, Seite 38). Wenn wir daran glauben, dass Gott alles weiß, dass er uns liebt und dass er barmherzig ist, können wir ohne jeden Zweifel auf ihn vertrauen, was unsere Errettung betrifft. Der Glaube an Christus ändert alle Gedanken, Ansichten und Verhaltensweisen, die nicht mit dem Willen Gottes im Einklang stehen.“ („Der ‚Point of Safe Return‘“, Liahona, Mai 2007, Seite 100.)

Teilen Sie die Schüler in Zweiergruppen ein. Lassen Sie jeweils zwei Schüler einander erklären, wie sie jemandem, der jünger ist, auf die folgenden Fragen antworten würden. (Sie können die Fragen auch an die Tafel schreiben.)

  • Warum muss ich Glauben an Jesus Christus haben, um umzukehren und von meinen Sünden erlöst zu werden?

  • Wie hat dein Glaube an Jesus Christus dir dabei geholfen, umzukehren?

Bezeugen Sie, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus umkehren, von unseren Sünden erlöst werden und ewiges Leben empfangen können.

Alma 11:41-46

Amulek legt die Auferstehung und das Gericht dar, vor welches alle Menschen gestellt werden

    Damit den Schülern klarer wird, weshalb es wichtig ist zu wissen, dass man eines Tages auferstehen und gerichtet werden wird, stellen Sie die Frage:
  • Inwiefern lebt jemand vielleicht anders, wenn er meint, es gäbe kein Leben nach dem Tod?

Schreiben Sie die Begriffe Auferstehung und Gericht an die Tafel. Lassen Sie die Schüler Alma 11:41-45 für sich lesen und dabei so viele Angaben wie möglich ausfindig machen, die die Auferstehung und das Gericht betreffen. Lassen Sie die Schüler erzählen, was sie herausgefunden haben, und schreiben Sie die Antworten an die Tafel. Stellen Sie sicher, dass eine der Aussagen an der Tafel den Grundsatz vermittelt, dass alle Menschen, die auf der Erde gelebt haben, letzten Endes auferstehen werden. Machen Sie auf die einleuchtende Definition der Auferstehung in Alma 11:45 aufmerksam: „Sie [können] nicht mehr sterben …; ihr Geist vereinigt sich mit ihrem Leib, um nie mehr getrennt zu werden.“ (Sie können die Schüler anregen, diese Aussage zu markieren.) Nachdem die Schüler berichtet haben, was sie gelernt haben, können Sie ihnen nahelegen, die folgende Wahrheit am oberen Seitenrand in ihren Schriften festzuhalten: Dank des Sühnopfers Jesu Christi werden alle Menschen auferstehen und gemäß ihren Werken gerichtet.

  • Welche der Wahrheiten an der Tafel weckt in euch den Wunsch, euch darauf vorzubereiten, Gott zu begegnen?

  • Warum schenken diese Wahrheiten über die Auferstehung den Rechtschaffenen Frieden und Hoffnung?

Bitten Sie die Schüler, Alma 11:46 für sich zu lesen und dabei darauf zu achten, welche Wirkung Amuleks Lehren auf Zeezrom haben.

  • Warum könnte wohl jemand auf Amuleks Lehren so reagieren?

  • Welche der Lehren in Alma 11:41-45 könnten Zeezrom wohl beunruhigt haben? Weshalb?

Bezeugen Sie, dass dank des Sühnopfers Jesu Christi alle Menschen auferstehen und vor Gott stehen werden, „um gemäß ihren Werken gerichtet zu werden“ (Alma 11:44). Geben Sie den Schülern Zeit, darüber nachzudenken, was sie heute gelernt haben und wie sie dies auf sich beziehen können. Anschließend sollen sie die Antworten auf folgende Fragen in ihr Studientagebuch schreiben. (Sie können die Fragen auch an die Tafel schreiben.)

  • Was empfindest du bei dem Gedanken daran, dass du einmal auferstehen und gerichtet wirst?

  • Was musst du tun, um dich darauf vorzubereiten, vor Gott zu stehen?

  • Wie wirkt sich der Glaube daran, dass du auferstehen und gerichtet werden wirst, auf die Art und Weise aus, wie zu leben du dich jeden Tag entscheidest?

Kommentar und Hintergrundinformationen

Alma 11:28. Gibt es mehr als einen Gott?

Die Lehre der Heiligen der Letzten Tage von der Gottheit (dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist drei eigenständige Wesen sind, die völlig eins sind in ihren Absichten und ihrer Lehre) ist in der modernen christlichen Welt unter Beschuss geraten. Christen, deren Vorstellung von Gott auf Glaubensbekenntnisse des vierten oder fünften Jahrhunderts zurückgeht, in denen die Lehre von der Dreieinigkeit verkündet wird (dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist keine voneinander getrennten Wesen sind), stellen das einzigartige Gottesbild der Mitglieder der Kirche oft infrage. Doch auch die Frage samt der Antwort in Alma 11:28-33 hat schon so manchen dazu veranlasst, die Lehre von der Gottheit, wie sie von der wiederhergestellten Kirche verkündet wird, infrage zu stellen. Roy W. Doxey, Assistent im Büro des Rates der Zwölf und emeritierter Dekan des Religionsunterrichts an der Brigham-Young-Universität, hat einen möglichen Grund genannt für Amuleks Antwort, es gäbe nur einen Gott:

Gibt es mehr als einen Gott? Die Frage taucht häufig bei Alma, Kapitel 11, auf, wo der Kritiker Zeezrom ein Streitgespräch mit dem Missionar Amulek führt. …

Um Amuleks Aussage zu verstehen [dass es nur einen einzigen wahren und lebendigen Gott gibt], muss man den Gesamtkontext im Auge behalten. Während des größten Teils ihrer Geschichte haben viele Israeliten (Vorfahren der Nephiten) bereitwillig die zahlreichen heidnischen Götter der Ägypter und Kanaaniter angenommen. Obwohl das Buch Mormon nichts über die Irrlehren im Einzelnen aussagt, an die die Menschen in Zeezroms Stadt Ammoniha glaubten, liegt es auf der Hand, dass einige abtrünnige Nephiten, die zu Almas Zeit lebten, Götzen dienten – wie das auch einige ihrer israelitischen Vorväter getan hatten. Unter Alma (Amuleks Mitarbeiter auf Mission) als oberstem Richter und Hohen Priester über die Kirche entstand eine tragfähige Basis an treuen, starken Mitgliedern, doch, ‚diejenigen, die nicht ihrer Kirche angehörten, gaben sich Zaubereien und Götzendienst … hin‘ (Alma 1:32). Der Abfall vom Glauben war ein so großes Problem, dass Alma später seinen Richterstuhl aufgab, ‚damit er selbst unter sein Volk, nämlich unter das Volk Nephi, gehen könne, um ihnen das Wort Gottes zu predigen‘ (Alma 4:19).

Als Missionar stellte Alma fest, dass viele Menschen dem Götzendienst verfallen waren. Er sah beispielsweise, dass die Einwohner der Stadt Zoram ‚die Wege des Herrn verkehrten und dass Zoram, der ihr Führer war, das Herz des Volkes dazu verführte, dass es sich vor stummen Götzen niederbeugte‘(Alma 31:1).

Dies ist der Hintergrund des Streitgesprächs, das Alma und Amulek mit Zeezrom führten. Vor diesem Hintergrund gesehen ist Amuleks Antwort völlig verständlich und natürlich richtig: Es gibt nur einen ‚wahren und lebendigen Gott‘ – der nichts seines Gottestums mit den unzähligen falschen Göttern gemeinsam hat, die von Menschen erfunden worden sind.“ („I Have a Question“, Ensign, August 1985, Seite 11.)

Elder Jeffrey R. Holland hat erklärt, inwiefern und warum der Glaube der Heiligen der Letzten Tage an die Gottheit vom traditionellen Christenglauben an die Dreieinigkeit abweicht:

„Der erste und wichtigste Glaubensartikel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lautet: ‚Wir glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist.‘ [1. Glaubensartikel.] Wir glauben, dass diese drei göttlichen Personen, die eine einzige Gottheit bilden, in ihren Absichten, ihrem Verhalten, ihrem Zeugnis, ihrer Mission eins sind. Wir glauben, dass sie in gleichem Maße erfüllt sind von göttlicher Barmherzigkeit und Liebe, Gerechtigkeit und Gnade, Geduld, Vergebungsbereitschaft und Macht zur Erlösung. Sicher ist es korrekt, wenn ich sage, dass wir glauben, dass sie in jedem bedeutenden und ewigen Wesenszug, den man sich vorstellen kann, eins sind. Aber wir glauben nicht, dass sie drei Personen sind, die ein einziges Wesen bilden – ein Gedanke der Dreieinigkeitslehre, der in den heiligen Schriften nie dargelegt wurde, weil er nicht wahr ist. …

Im Jahr 325 n. Chr. berief der römische Kaiser Konstantin das Konzil von Nizäa ein. Dort sollte – unter anderem – ein zunehmend strittiger Punkt, nämlich Gottes angebliche ‚Dreieinigkeit in der Einheit‘ erörtert werden. Das Ergebnis der hitzigen Streitgespräche der Kirchenleute, Philosophen und kirchlichen Würdenträger wurde (nach weiteren 125 Jahren und drei weiteren großen Konzilen) [Konstantinopel, 381 n. Chr.; Ephesus, 431 n. Chr.; Chalcedon, 451 n. Chr.] als das Nizäische Glaubensbekenntnis bekannt, das später, etwa im Athanasianischen Glaubensbekenntnis, noch einige Male neu formuliert wurde. Diese Glaubensbekenntnisse, die weiterentwickelt und immer wieder revidiert wurden – sowie weitere, die über die Jahrhunderte folgten –, erklären, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist seien abstrakt, absolut, transzendent, allgegenwärtig, eines Wesens, gleich ewig und unerkennbar, ohne Leib, Glieder und Regungen, jenseits von Raum und Zeit weilend. In solchen Glaubensbekenntnissen sind alle drei Mitglieder der Gottheit getrennte Personen, aber sie sind ein einziges Wesen, das oft zitierte ‚Mysterium der Dreieinigkeit‘. Sie sind drei getrennte Personen, aber keine drei Götter, sondern ein Gott. Alle drei Personen sind unbegreiflich, und doch ist es ein Gott, der unbegreiflich ist.

Wir stimmen unseren Kritikern zumindest in diesem Punkt zu: Ein solcher Begriff der Gottheit ist wirklich unbegreiflich. …

Wir verkünden, dass aus den heiligen Schriften unzweifelhaft hervorgeht, dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist getrennte Personen sind, drei göttliche Wesen. Eindeutige Belege dafür sind das … Abschiedsgebet des Erretters, seine Taufe durch Johannes, das Erlebnis auf dem Berg der Verklärung und der Märtyrertod des Stephanus, um nur vier zu nennen.“ („Der einzige wahre Gott und Jesus Christus, den er gesandt hat“, Liahona, November 2007, Seite 40f.)

Alma 11:38,39. Inwiefern ist Jesus Christus unser ewiger Vater?

Wenn die Schüler Hilfe brauchen, um zu verstehen, inwiefern Jesus Christus sowohl der Sohn Gottes als auch der ewige Vater sein kann, gehen Sie nochmals die zusätzliche Anregung für den Unterricht für Mosia 15:1-9 aus Lektion 60 durch.