Lektion 93: Alma 36

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Einleitung

Nach seiner Mission bei den Zoramiten erteilt Alma jedem seiner Söhne persönlich Rat. In Alma 36 und 37 steht sein Rat an seinen Sohn Helaman. Alma gibt Helaman Zeugnis, dass Gott diejenigen befreit, die ihr Vertrauen auf den Herrn setzen. Um diese Wahrheit zu veranschaulichen, beschreibt Alma, wie er viele Jahre zuvor durch das Sühnopfer Jesu Christi von den Qualen seiner Sünden befreit wurde. Er berichtet auch von seinen Bemühungen, andere zu Christus zu bringen, damit sie selbst die Freude der Umkehr erleben können.

Hinweis: In Lektion 94 besteht die Möglichkeit, dass drei Schüler unterrichten. Falls noch nicht geschehen, wählen Sie jetzt am besten drei Schüler aus und geben ihnen jeweils eine Kopie des entsprechenden Abschnitts aus Lektion 94, damit sie sich vorbereiten können. Empfehlen Sie ihnen, das Unterrichtsmaterial gebeterfüllt zu lesen und sich um Führung durch den Heiligen Geist zu bemühen, damit sie wissen können, wie sie die Lektion auf die Bedürfnisse der Mitschüler zuschneiden sollen.

Anregungen für den Unterricht

Alma 36:1-5

Alma spricht zu Helaman über Gottes Macht, die Menschen zu befreien

Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie schon durch das Zeugnis oder eine besondere Unterweisung ihrer Eltern zum Guten beeinflusst worden sind. Lassen Sie ein, zwei Schüler der Klasse von einem Beispiel berichten.

Weisen Sie darauf hin, dass die Kapitel 36 bis 42 des Buches Alma den Rat Almas an seine Söhne enthalten. In den Kapiteln 36 und 37 spricht Alma zu Helaman, in Kapitel 38 wendet er sich an Schiblon, und in den Kapiteln 39 bis 42 spricht er zu Korianton.

Die Schüler sollen sich vorstellen, sie wären an Helamans Stelle und hörten dem Zeugnis seines Vaters in Alma 36:1-5 zu. Lassen Sie die Schüler diese Verse für sich lesen und herausarbeiten, was sie an Almas Zeugnis beeindruckt.

  • Was beeindruckt euch in diesen Versen am meisten? Warum?

Alma 36:6-22

Alma erzählt von seiner Auflehnung und beschreibt, wie er Vergebung erlangt hat

Weisen Sie darauf hin, dass Alma als weiteres Zeugnis von der Macht Gottes, diejenigen zu befreien, die ihr Vertrauen in ihn setzen, davon berichtet, wie er von den Qualen seiner Sünden erlöst worden ist. Bitten Sie die Schüler, Alma 36:6-9 zu überfliegen und zusammenzufassen, was sich zugetragen hatte, als Alma und die Söhne Mosias umhergingen und die Kirche vernichten wollten.

Bitten Sie einen Schüler, Alma 36:10 vorzulesen. Die Schüler sollen darauf achten, wie lange Alma für seine Sünden litt. Erklären Sie, dass in Alma 36:11-17 ein viel ausführlicherer Bericht darüber zu finden ist, was Alma in den drei Tagen und drei Nächten widerfuhr, in denen er Qualen litt, als in anderen Berichten seiner Bekehrung (siehe Mosia 27 und Alma 38). Lassen Sie die Schüler zu zweit zusammenarbeiten. Bitten Sie jedes Paar, Alma 36:11-17 zu studieren und herauszuarbeiten, mit welchen Begriffen Alma seine Furcht und seine Qual ausdrückt. Sie können anregen, dass die Schüler die entsprechenden Wendungen markieren. Lassen Sie die Schüler berichten, welche Wörter und Wendungen sie gefunden haben. (Sie können sie auch an die Tafel schreiben.) Sie könnten folgende Fragen stellen, um das Verständnis der Schüler für diese Wörter und Wendungen zu vertiefen:

  • Was bedeutet wohl diese Wendung (oder dieses Wort)? Was war die Ursache dafür, dass Alma sich so fühlte?

Damit den Schülern bewusster ist, wie buchstäblich Wörter wie gepeinigt, gemartert und Qual in diesem Zusammenhang zu verstehen sind, lesen Sie das Zitat von Präsident Boyd K. Packer vom Kollegium der Zwölf Apostel vor:

„Der Prophet Alma hat seine Schuldgefühle folgendermaßen geschildert: ‚Ich wurde von ewiger Qual gepeinigt, denn meine Seele wurde im höchsten Grad zerrissen und mit allen meinen Sünden gepeinigt.‘ Die Propheten benutzten sehr anschauliche Worte.

Was es heißt, von Qualen gepeinigt zu sein, können wir uns sicher lebhaft vorstellen. Auch das Gefühl, das man hat, wenn die Seele von Schuldgefühlen zerrissen wird, kennen wir gewiss. In den heiligen Schriften ist davon häufig die Rede.

Es kommt vor, dass Menschen unter Folter solchen Qualen ausgesetzt werden, dass sie ein Geständnis ablegen, auch wenn sie unschuldig sind.“ („Die Hand des Meisters,“ Liahona, Juli 2001, Seite 25.)

  • Was können wir aus Almas Erfahrung darüber lernen, wie sich Sünde auswirkt? (Verdeutlichen Sie den Schülern folgende Wahrheit: Sünde führt zu großem Schmerz, zu Leid und Reue.)

  • Lässt sich dem Bericht entnehmen, dass Alma sofort, nachdem er Sünden begangen hatte, Schmerz und Reue empfand? Warum muss uns wohl bewusst sein, dass wir die Folgen unserer Sünden nicht unbedingt unmittelbar nach der Tat spüren?

Bitten Sie die Schüler, an eine Zeit zurückzudenken, als sie Schmerz oder Reue wegen einer Sünde empfunden haben. Lesen Sie anschließend das folgende Zitat von Präsident Boyd K. Packer vor:

„Jeder von uns hat zumindest den Schmerz des schlechten Gewissens schon gespürt, der sich einstellt, wenn man einen Fehler gemacht hat. …

Wenn Sie unter der Last deprimierender Schuldgefühle leiden, wenn Sie enttäuscht sind oder das Gefühl haben, Sie hätten versagt, oder wenn Sie sich schämen, dann gibt es dafür ein Heilmittel.“ („Die Hand des Meisters,“ Seite 25.)

Heben Sie hervor, dass sich Alma an das Heilmittel für seine Qualen erinnerte, als er tiefsten Schmerz und große Reue wegen seiner Sünden verspürte.

Lassen Sie einen Schüler Alma 36:18 vorlesen. Die Klasse soll darauf achten, was Alma unternahm, um die Lehren seines Vaters in die Tat umzusetzen. Lassen Sie einen Schüler folgendes Zitat von Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel vorlesen, um der Klasse diese Verse aus Alma näherzubringen:

Elder Jeffrey R. Holland

„Alma waren die Lehren seines Vaters ins Herz gedrungen, aber vor allem erinnerte er sich an die Prophezeiung, ‚dass ein gewisser Jesus Christus, ein Sohn Gottes, kommen werde, um für die Sünden der Welt zu sühnen‘ (Alma 36:17). Das ist der Name und das ist die Botschaft, die ein jeder vernehmen muss. … Worum wir auch beten und was immer wir auch brauchen – im Grund genommen läuft doch alles auf die flehentliche Bitte hinaus: ‚O Jesus, du Sohn Gottes, sei barmherzig zu mir.‘ Er ist bereit, uns diese Barmherzigkeit zu gewähren. Er hat sogar mit seinem Leben dafür bezahlt.“ (However Long and Hard the Road, Seite 85.)

  • Warum ist es wohl wichtig, nicht nur etwas über Jesus Christus zu lernen, sondern auch um die Segnungen seines Sühnopfers zu bitten?

Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, ob sie schon einmal darum gebetet haben, dass sie die Segnungen des Sühnopfers Jesu Christi erlangen, einschließlich der Segnung der Vergebung.

Fordern Sie die Schüler auf, für sich in Alma 36:19-22 nach Begriffen und Wendungen zu suchen, die beschreiben, auf welche Weise sich die Gefühle Almas veränderten, nachdem er um Barmherzigkeit gebetet hatte.

  • Aus welchen Begriffen und Wendungen lässt sich ablesen, wie sich Almas Gefühle veränderten?

    Fragen Sie zu jedem Begriff und jeder Wendung, die die Schüler gefunden haben:
  • Was sagt diese Wendung (oder dieser Begriff) über die Macht des Sühnopfers des Erretters aus? (Den Schülern soll dabei bewusst werden, dass nicht nur Almas Schmerz hinweggenommen, sondern dass er auch mit Freude erfüllt wurde.)

Schreiben Sie die folgende unvollständige Aussage an die Tafel: Wenn wir Glauben an Jesus Christus und sein Sühnopfer ausüben, wird er …

  • Was können wir aus Almas Erfahrung darüber lernen, was der Herr für uns bewirkt, wenn wir aufrichtig umkehren? (Die Schüler nennen vielleicht verschiedene Grundsätze; achten Sie aber darauf, dass zum Ausdruck kommt: Wenn wir Glauben an Jesus Christus und sein Sühnopfer ausüben, wird er uns von den Qualen unserer Sünden befreien und uns mit Freude erfüllen. Sie können jetzt die Aussage an der Tafel vervollständigen.)

  • Wie können wir solchen Glauben an Jesus Christus ausüben, dass wir von dem Gefühl der Qual oder der Gewissensbisse, die durch unsere Sünden verursacht werden, befreit werden?

Lesen Sie das folgende Fallbeispiel vor, und bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie reagieren würden:

Ein Freund, der das Buch Mormon liest, bringt seine Vorbehalte hinsichtlich der Worte Almas in Alma 36:19 zum Ausdruck. Er fragt euch: „Bedeutet das, dass mir meine Sünden noch nicht vergeben sind, solange ich mich an sie erinnern kann und mir mein Verhalten noch immer leid tut?“

Die Schüler sollen erklären, wie sich Almas Erlebnis auf diese Situation beziehen lässt. Lesen Sie danach folgendes Zitat von Präsident Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft vor:

Präsident Dieter F. Uchtdorf

„Der Satan möchte uns glauben machen, unsere Sünden seien uns nicht vergeben, weil wir uns an sie erinnern können. Der Satan ist ein Lügner; er will uns den Blick vernebeln und uns vom Pfad der Umkehr und Vergebung wegführen. Allerdings hat Gott nicht verheißen, dass wir nicht mehr an unsere Sünden denken werden. Die Erinnerung hilft uns, die gleichen Fehler nicht zu wiederholen. Wenn wir aber treu bleiben, wird die Erinnerung an unsere Sünden nachlassen und mit der Zeit verblassen. Das ist Teil des unerlässlichen Prozesses der Heilung und Heiligung. Alma bezeugte, dass er sich an seine Sünden zwar noch immer erinnern konnte, nachdem er Jesus um Gnade angefleht hatte, aber diese Erinnerung verfolgte und quälte ihn nicht mehr, weil er wusste, dass ihm vergeben worden war (siehe Alma 36:17-19).

Wir müssen alles vermeiden, was alte, sündhafte Erinnerungen wieder aufleben lassen könnte. Wenn wir uns ein ‚reuige[s] Herz und einen zerknirschte[n] Geist‘ bewahren (3 Nephi 12:19), können wir darauf vertrauen, dass Gott nicht mehr an unsere Sünden denkt.“ („Der ‚Point of Safe Return‘“, Liahona, Mai 2007, Seite 101.)

  • Wie würdet ihr laut Präsident Uchtdorfs Aussage erklären, was es bedeutet, „durch die Erinnerung an [unsere] Sünden nicht mehr gemartert“ (Alma 36:19) zu werden?

Legen Sie Zeugnis davon ab, dass Jesus Christus uns von den Qualen unserer Sünden befreit und uns mit Freude erfüllt, wenn wir Glauben an ihn und sein Sühnopfer ausüben. Motivieren Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie das, was sie aus Almas Erlebnis lernen, selbst anwenden können. Wenn die Zeit es erlaubt, singen Sie mit der Klasse das Lied „Wo wird mir Trost zuteil?“ (Gesangbuch, Nr. 77).

Alma 36:23-30

Alma erklärt, warum er sich unablässig bemüht, seine Mitmenschen zur Umkehr zu bewegen

Um den Schülern begreiflich zu machen, weshalb sich Alma bemüht, seine Mitmenschen zur Umkehr zu bewegen, könnten Sie Folgendes demonstrieren. (Wenn keine Möglichkeit besteht, der Klasse etwas zum Naschen anzubieten, könnten Sie den Unterrichtsvorschlag auch anschaulich beschreiben.)

Zeigen Sie eine Leckerei (zum Beispiel einen Keks oder ein Bonbon), und fragen Sie, ob es jemanden in der Klasse gibt, dem so etwas schmeckt. Beißen Sie ein Stück ab und bringen Sie zum Ausdruck, wie lecker es ist. Sagen Sie den Schülern, dass die Süßigkeit so gut schmeckt, dass Sie gern der ganzen Klasse etwas davon abgeben möchten. Zeigen Sie mehr von demselben Naschwerk und fragen Sie, ob noch jemand davon kosten möchte. Geben Sie jedem, der möchte, eine der Leckereien.

Bitten Sie einen Schüler, Alma 36:23,24 vorzulesen. Die Schüler sollen mitlesen und herausarbeiten, wie sich die Demonstration mit den Süßigkeiten mit dem vergleichen lässt, was Alma nach seiner Bekehrung erlebt hat.

  • Inwiefern ähnelt das, was Alma macht, unserer Aktivität? Wovon will Alma seine Mitmenschen kosten lassen?

Bitten Sie einen Schüler, Alma 36:25,26 vorzulesen. Die Schüler sollen herausarbeiten, wie sich Almas Bemühungen, das Evangelium zu lehren, auf ihn und auf andere Menschen auswirken.

  • Wie beeinflussen die Lehren Almas ihn selbst und auch andere?

  • Welche Grundsätze können wir diesen Versen entnehmen? (Die Schüler sollen in eigenen Worten zum Ausdruck bringen, dass wir große Freude erlangen können, wenn wir bestrebt sind, unsere Mitmenschen zu Christus zu bringen.)

Fassen Sie Alma 36:27-30 zusammen und erklären Sie, dass Alma seinem Sohn Helaman nochmals bezeugt, dass der Herr diejenigen befreit, die ihr Vertrauen in ihn setzen. Legen Sie Zeugnis von der Freude ab, die wir erlangen können, wenn wir Glauben an Jesus Christus ausüben und anderen Mut zusprechen, dasselbe zu tun. Damit die Schüler das, was sie aus Alma 36 lernen, in die Tat umsetzen können, bitten Sie sie, eine der folgenden Übungen zu vervollständigen. (Sie können sie an die Tafel schreiben.)

  1. 1.

    Habt ihr je verspürt, dass euch der Erretter von euren Sünden befreit und euch mit Freude erfüllt hat? Schreibt in euer Studientagebuch, was ihr unternehmen wollt, um diese Segnungen zu erlangen.

  2. 2.

    Denkt an jemanden (einen Freund, eure Geschwister oder ein Mitglied der Gemeinde), dem euer Zeugnis vom Erretter helfen könnte. Schreibt demjenigen einen Brief und fügt euer Zeugnis davon hinzu, auf welche Weise Jesus Christus uns aus der Qual der Sünde befreien und uns mit Freude erfüllen kann.

Kommentar und Hintergrundinformationen

Alma 36:12. „Meine Seele wurde … mit all meinen Sünden gepeinigt“

Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel hat dargelegt, dass ein gewisses Maß an Leid, das wir unserer Sünden wegen empfinden, ein wichtiger Punkt der Umkehr ist:

„Die Gerechtigkeit fordert, dass der Übertreter, der nicht zur Umkehr bereit ist, für seine eigenen Sünden leidet [siehe LuB 19:16-19]. …

Wie steht es aber mit dem umkehrwilligen Übertreter? Wird er bestraft? Muss er leiden? …

Wer umkehrt, muss nicht so leiden, wie der Erretter für diese Sünde gelitten hat. Der Sünder, der umkehrt, muss ein gewisses Maß an Leid durchmachen, aber aufgrund seiner Umkehr und dank des Sühnopfers muss er nicht das gesamte Ausmaß der ewigen Qual erleiden, das der Erretter für diese Sünde gelitten hat.

Präsident Spencer W. Kimball, der uns umfassend über Umkehr und Vergebung belehrt hat, sagte, dass das eigene Leiden ‚ein sehr wichtiger Teil der Umkehr sei. Wer nicht intensiv wegen seiner Sünden gelitten hat, hat mit der Umkehr noch nicht einmal begonnen.‘ (Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 88.)

‚Wenn er nicht gelitten hat, ist er nicht umgekehrt. … Dadurch leidet er, und erst dann kann Vergebung möglich sein.‘ (Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 99.) …

All unsere Erfahrung bestätigt die Tatsache, dass wir im Zuge der Umkehr eigenes Leid ertragen müssen – und bei schwerwiegenden Übertretungen kann dieses Leiden intensiv sein und lange anhalten. Ich glaube, dass jeder von uns, der wirklich ehrlich zu sich selbst ist, die Wahrheit dieses Grundsatzes anerkennt. Wir haben dies im eigenen Leben und im Leben anderer erlebt.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass unser Leiden für Sünden sehr persönlich und nicht öffentlich ist. Oft wissen nur der Sünder und der Herr und der Diener des Herrn, was sich gerade abspielt. Im Gegensatz zu den strafrechtlich relevanten Sanktionen, die nach den Gesetzen der Menschen verhängt werden, ist das Leiden, das unter dem Gesetz Gottes zur Barmherzigkeit führt, in höchstem Maß persönlich.“ („Sins, Crimes, and Atonement“, Ansprache vor CES-Lehrkräften am 7. Februar 1992, Seite 4ff., si.lds.org.)

Alma 36. Chiasmus

Der Chiasmus (manchmal auch umgekehrter Parallelismus genannt) ist eine rhetorische Stilfigur, die im Altertum vor allem in der semitischen und griechischen Dichtkunst zum Einsatz kam und auch in die Literatur anderer Kulturen Eingang fand. Beim Chiasmus werden Wörter oder Gedankengänge auf bestimmte Weise arrangiert und danach in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Durch diese Wiederholung werden wichtige Gedanken und Wendungen hervorgehoben. Der Hauptgedanke des Verfassers steht häufig im Mittelpunkt der Stilfigur. Achten Sie im folgenden Schaubild darauf, wie sich der Hauptgedanke des Chiasmus in Alma 36 auf jenen Wendepunkt im Leben Almas konzentriert, da er sich um Hilfe an Jesus Christus wendet.

A. Vers 1
B. Vers 2
C. Vers 3
D. Vers 4,5
E. Vers 6
F. Vers 10
G. Vers 14
H. Vers 16
I. Vers 17
I. Vers 18
H. Vers 19-21
G. Vers 22
F. Vers 23
E. Vers 24
D. Vers 26
C. Vers 27
B. Vers 28,29
A. Vers 30