Vorschläge für variable Tage

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Der Zeitplan für den Lehrer im täglichen Seminar geht von einem Schuljahr mit 36 Wochen oder 180 Tagen aus. Dieser Leitfaden enthält 160 Lektionen für den täglichen Unterricht; somit bleiben 20 Tage, für die kein Lehrmaterial vorgesehen ist. Diese 20 „variablen Tage“ nutzen Sie bitte klug für lohnende Ziele und Übungen wie die folgenden:

  1. 1.

    Anpassen der täglichen Lektionen. Sie können für eine Lektion zusätzliche Zeit verwenden, wenn Sie etwas mehr brauchen, um den Inhalt nachhaltig zu vermitteln. Sie können auch auf die zusätzlichen Anregungen für den Unterricht zurückgreifen, die sich am Ende einiger Lektionen befinden, oder sich Zeit nehmen, Fragen der Schüler zu einer speziellen Schriftstelle oder zu einem Evangeliumsthema zu beantworten. An den variablen Tagen bieten sich Gelegenheiten dazu, ohne dass Sie vom Zeitplan abweichen müssten. So können Sie Ihrem Auftrag nachkommen, die heiligen Schriften in der richtigen Reihenfolge durchzunehmen.

  2. 2.

    Lernen der Schlüsselschriftstellen und grundlegenden Lehren. Sie können Wiederholungsübungen zu den Lernschriftstellen durchführen, die überall im Leitfaden und auch im Anhang zu finden sind. Sie können sich weitere Wiederholungsübungen ausdenken, die auf die besonderen Bedürfnisse und Interessen Ihrer Schüler zugeschnitten sind. Außerdem können Sie den variablen Tag zum Teil auch für Übungen nutzen, die den Schülern helfen, grundlegende Lehren noch einmal zu besprechen und besser zu verstehen. Am Anfang des Jahres können Sie an einem variablen Tag einen Wissenstest zu grundlegenden Lehren (WGL) durchführen, der entwickelt wurde, damit der Lehrer einschätzen kann, inwieweit die Schüler einige grundlegende Lehren der Kirche verstehen, an sie glauben und sie erklären können und auch wissen, wie man sie in die Tat umsetzt. Den Wissenstest zu grundlegenden Lehren und weitere Tests finden Sie auf der S&I-Website (si.lds.org). Geben Sie als Suchbegriff assessment deutsch ein. Die WGL-Auswertung hilft dem Lehrer, der den Test durchgeführt hat, die Bedürfnisse seiner Schüler zu analysieren und den Unterricht besser auf sie abzustimmen.

  3. 3.

    Den bisherigen Stoff wiederholen. Den Schülern hilft es, von Zeit zu Zeit auf das zurückzublicken, was sie in vorangegangenen Lektionen oder aus einem bestimmten Buch in den heiligen Schriften gelernt haben. Sie können den Schülern Gelegenheit geben, einen Grundsatz aus einer früheren Lektion zu erklären und zu erzählen, wie diese Wahrheit sie beeinflusst hat. Sie können auch ein Quiz oder Lernaufgaben entwerfen, anhand derer der Lernstoff früherer Wochen wiederholt wird.

  4. 4.

    Unterbrechungen im Zeitplan berücksichtigen. Schulische oder öffentliche Veranstaltungen, das Wetter und sonstige Umstände können dazu führen, dass Sie vielleicht einmal den Unterricht kürzen oder ausfallen lassen müssen. Solche Ausfälle lassen sich durch variable Tage ausgleichen.