Lektion 144: Ether 2

Das Buch Mormon – Seminarleitfaden für den Lehrer, 2012


Einleitung

Jared, sein Bruder, ihre Familien und Freunde ziehen vom Turm zu Babel fort und der Herr führt sie durch die Wildnis. Der Herr weist Jareds Bruder an, acht Schiffe zu bauen, die sein Volk über das Meer in ein Land der Verheißung bringen sollen. Als Jareds Bruder und sein Volk dem Herrn gläubig gehorchen, gibt der Herr ihnen die Führung und Weisung, die sie brauchen, um die Reise erfolgreich hinter sich zu bringen.

Anregungen für den Unterricht

Ether 2:1-12

Die Jarediten machen sich auf den Weg ins verheißene Land

Führen Sie die folgende Aktivität durch, damit die Schüler erkennen, dass wir uns bereit machen, weitere Führung und Weisung vom Herrn zu erhalten, wenn wir seine Anweisungen befolgen.

Verstecken Sie vor Beginn des Unterrichts etwas im Klassenraum, was einen Schatz darstellt. Bereiten Sie drei, vier Hinweise vor, die die Schüler zu dem Schatz führen. Geben Sie den Schülern den ersten Hinweis. Dieser führt sie zum nächsten Hinweis, der sie wiederum zum nächsten leitet und so weiter, bis sie den Schatz finden. Wenn sie den Schatz gefunden haben, fragen Sie:

  • Was wäre geschehen, wenn ihr den ersten Hinweis nicht beachtet hättet? (Sie hätten den zweiten Hinweis nicht gefunden.)

Fordern Sie die Schüler auf, sich noch einmal Ether 1:41,42 anzusehen und nach den ersten Anweisungen des Herrn an die Jarediten zu suchen, die sie in das verheißene Land führen sollten.

Bitten Sie einen Schüler, Ether 2:1-3 vorzulesen, damit den Schülern bewusst wird, wie die Jarediten auf diese Anweisungen reagieren.

  • Wie reagieren die Jarediten auf die ersten Anweisungen des Herrn?

Bitten Sie einen Schüler, Ether 2:4-6 vorzulesen. Bitten Sie die Klasse, mitzulesen und darauf zu achten, welchen Segen die Jarediten erhalten, nachdem sie die ersten Anweisungen befolgt haben.

  • Was geschieht, nachdem die Jarediten die ersten Anweisungen des Herrn befolgt haben? (Der Herr gibt ihnen durch Jareds Bruder weitere Anweisungen.)

  • Was können wir aus diesem Bericht darüber erfahren, wie man Führung vom Herrn erhält? (Die Schüler drücken sich vielleicht anders aus, ihre Antworten sollen aber diesen Grundsatz widerspiegeln: Wenn wir voll Glauben die Anweisungen befolgen, die wir vom Herrn bekommen haben, können wir weitere Führung von ihm erhalten. (Schlagen Sie den Schülern vor, diesen Grundsatz neben Ether 2:6 in ihre heiligen Schriften zu schreiben.)

Bitten Sie die Schüler, an einen Eindruck oder eine Eingebung zu denken, die sie vor kurzem vom Herrn erhalten haben, damit sie dieses Prinzip besser verstehen und sich danach richten. Lesen Sie die nachstehende Aussage von Elder Richard G. Scott vom Kollegium der Zwölf Apostel darüber vor, wie wir häufig Offenbarung empfangen können:

Elder Richard G. Scott

„Sie kommt Stück für Stück, portionsweise, sodass Ihre Fähigkeiten erweitert werden. Wenn Sie jedes Stück glaubensvoll umsetzen, werden Sie zum nächsten geführt, bis Sie dann die ganze Antwort haben. Dieser Vorgang erfordert, dass Sie daran glauben, dass unser Vater Ihnen antworten kann. Auch wenn es manchmal schwer ist, so führt dies doch zu bedeutendem persönlichen Wachstum.“ („Nutzen wir die erhabene Gabe des Gebets“, Liahona, Mai 2007, Seite 9.)

Fordern Sie die Schüler auf, die folgenden Fragen in ihrem Studientagebuch zu beantworten. Sie können die Fragen auch an die Tafel schreiben oder langsam vorlesen, damit die Schüler sie mitschreiben können.

  • Wann bist du schon einmal einer geistigen Eingebung gefolgt und hast dann weitere Führung von Gott erhalten?

  • Warum müssen wir wohl manchmal einer geistigen Eingebung folgen, bevor wir weitere Offenbarung empfangen können?

Fassen Sie Ether 2:8-12 zusammen. Erläutern Sie, dass der Herr Jareds Bruder erklärte, wenn die Jarediten im verheißenen Land ankämen, würden sie „ihm, dem wahren und einzigen Gott dienen müssen“ (Ether 2:8), wenn sie zu einer großen Nation werden wollten, wie es ihnen der Herr verheißen hatte. Sollten sie ihm nicht dienen, würden sie aus dem Land „hinweggefegt werden“ (Ether 2:8-10). Moroni sagt, dies sei ein „immerwährender Ratschluss“ (Ether 2:10). Das bedeutet, dass er für alle gilt, die jemals in dem Land leben.

Ether 2:13-15

Der Herr züchtigt Jareds Bruder, weil er nicht den Namen des Herrn im Gebet angerufen hat

Die Schüler sollen Ether 2:13-15 leise lesen und herausfinden, was die Jarediten tun, nachdem sie die Küste erreicht haben.

  • Was tun die Jarediten? (Sie schlagen ihre Zelte auf und bleiben vier Jahre lang an der Küste.)

  • Warum züchtigt der Herr Jareds Bruder?

  • Was können wir aus Ether 2:14 lernen? (Die Schüler finden möglicherweise verschiedene Wahrheiten heraus, wie zum Beispiel diese: Der Herr möchte, dass wir ihn regelmäßig im Gebet anrufen. Dem Herrn gefällt es nicht, wenn wir ihn nicht im Gebet anrufen und der Geist wird sich nicht mit uns abmühen, wenn wir sündig sind.)

Die Schüler sollen über ihre persönlichen Gebete nachdenken, während Sie diese Aussage von Elder Donald L. Staheli von den Siebzigern vorlesen:

„Das tägliche, inständige Gebet, in dem wir nach Vergebung und besonderer Hilfe und Führung trachten, brauchen wir für unser Leben und damit unser Zeugnis genährt wird. Wenn wir nur hastig beten oder uns ständig wiederholen, wenn wir oberflächlich sind oder nachlässig werden, dann verlieren wir oft die Nähe des Geistes, die so wesentlich ist für die beständige Führung, die wir brauchen, um die Herausforderungen des Alltags erfolgreich zu meistern. („Wie wir unser Zeugnis festigen“, Liahona, November 2004, Seite 39.)

Schreiben Sie vor dem Unterricht die folgenden Fragen an die Tafel. (Sie können sie auch auf ein Arbeitsblatt schreiben oder langsam vorlesen, damit die Schüler sie mitschreiben können.) Geben Sie den Schülern zwei, drei Minuten Zeit, kurze Antworten dazu in ihr Studientagebuch zu schreiben.

Wie steht es mit der Häufigkeit deiner persönlichen Gebete?

Wie steht es mit der Aufrichtigkeit deiner persönlichen Gebete?

Denkst du, dass du in deinen persönlichen Gebeten wirklich mit dem himmlischen Vater kommunizierst? Warum oder warum nicht?

Wenn du etwas ändern könntest, um deine persönlichen Gebete zu verbessern, was wäre das?

Ether 2:16-25 (außerdem Ether 3:1-6; 6:4-9)

Die Jarediten bauen Schiffe, um den Ozean zu überqueren und in das verheißene Land zu gelangen

Bitten Sie die Schüler, an eine ihrer derzeitigen Herausforderungen zu denken oder an eine schwierige Entscheidung, die sie jetzt oder in der Zukunft treffen müssen. Sie können zum Beispiel an eine schwierige Situation in der Familie, Herausforderungen in der Schule oder die Entscheidung denken, wen sie heiraten sollen oder welchen Beruf sie wählen sollen. Regen Sie sie an, darüber nachzudenken, wie der Herr ihnen Weisung oder Hilfe zukommen lassen könnte. Wenn sie sich mit dem Rest von Ether 2 befassen, sollen sie auf Grundsätze achten, mithilfe derer sie die Unterstützung des Herrn in Anspruch nehmen können, um gute Entscheidungen zu treffen.

Bitten Sie einen Schüler, Ether 2:16,17 vorzulesen. Die Klasse soll mitlesen und darauf achten, welche Anweisung der Herr den Jarediten gibt, damit sie ins verheißene Land gelangen. Wenn der Schüler die Verse zu Ende gelesen hat, fragen Sie, ob jemand an die Tafel kommen und kurz skizzieren möchte, wie die Schiffe der Jarediten seiner Meinung nach ausgesehen haben könnten.

Zeichnen Sie die nachstehende Tabelle an die Tafel, lassen Sie aber die Antworten in den drei unteren Zeilen weg. Verteilen Sie die Tabelle als Arbeitsblatt oder fordern Sie die Schüler auf, sie in ihr Studientagebuch zu übertragen.

Ether 2:18,19

Ether 2:20-25; 3:1-6; 6:4-9

Problem mit den Schiffen

Lösung

Was der Herr tut

Was Jareds Bruder tut

Keine Luft

die Decke und den Boden der Schiffe mit Löchern versehen, die sich öffnen und schließen lassen

gibt Jareds Bruder Anweisungen

fertigt die Löcher

Kein Steuer

Wind treibt die Schiffe zum verheißenen Land

lässt den Wind wehen

vertraut auf den Herrn

Kein Licht

besondere Steine anfertigen und den Herrn bitten, sie zu berühren, sodass sie leuchten

erklärt Jareds Bruder, was nicht funktioniert und weist ihn an, eine Lösung zu finden, die funktioniert

berührt die Steine, nachdem Jareds Bruder sie vorbereitet hat

fertigt die Steine an und bittet den Herrn, sie zu berühren, sodass sie in der Dunkelheit leuchten

Jeder Schüler soll in Ether 2:18,19 nach drei Problemen suchen, die Jareds Bruder an den Schiffen bemerkt.

  • Welche Probleme bemerkt Jareds Bruder? (Schreiben Sie die Antworten der Schüler wie angegeben in die erste Spalte. Fordern Sie sie auf, dasselbe in ihrer Übersicht zu tun.)

Nachdem die Schüler die Probleme aufgezählt haben, sollen sie sich mit Ether 2:20-25; 3:1-6 und 6:4-9 befassen. (Hinweis: Die Schriftstellen in Ether 3 und 6 werden eingehender in den Lektionen 145 und 147 behandelt.) Geben Sie ihnen Zeit, die restliche Tabelle selbständig auszufüllen.

    Stellen Sie ihnen dann die folgenden Fragen, damit ihnen deutlicher wird, welche Grundsätze man aus der Erfahrung, die Jareds Bruder gemacht hat, lernen kann:
  • Sehen wir uns die Lösung des Problems mit der Luftversorgung an: Wie hilft uns der Herr manchmal, unsere Probleme zu lösen oder Antworten auf unsere Fragen zu finden? (Manchmal erklärt uns der Herr, wie man ein Problem löst, und er erwartet von uns, dass wir seine Anweisungen befolgen.)

  • Wenn man nun die Lösung des Problems mit der Steuerung zugrunde legt: Welche Möglichkeit gibt es also noch, wie der Herr uns in schwierigen Situationen hilft? (Manchmal führt der Herr selbst die Lösung herbei.)

  • Und angesichts der Lösung des Problems mit der Beleuchtung: Welche dritte Möglichkeit gibt es, wie der Herr uns in Problemen oder bei Fragen hilft? (Manchmal will der Herr, dass wir mit einer Lösung zu ihm kommen und um seine Zustimmung und seine Hilfe bei der Ausführung bitten.)

Schreiben Sie diesen Grundsatz an die Tafel: Wenn wir den Herrn anrufen und unseren Teil zur Lösung unserer Probleme beitragen, können wir Hilfe vom Herrn erhalten. Bitten Sie die Schüler, erneut die wichtige Entscheidung zu betrachten, an die sie vor ein paar Minuten gedacht haben. Bitten Sie sie dann, über die folgenden Fragen nachzudenken:

  • Was erwartet der Herr wohl von dir, wenn du diese Entscheidung triffst?

  • Was wird der Herr vielleicht tun, um dir zu helfen?

  • Wie kannst du zeigen, dass du auf den Herrn vertraust, wenn du an diese Entscheidung denkst?

Lassen Sie den Schülern ein paar Minuten Zeit, damit sie niederschreiben können, was sie heute gelernt haben. Geben Sie Zeugnis, dass der Herr uns gemäß seiner Weisheit und Macht leiten und helfen wird, wenn wir ihn gläubig anrufen und unseren Teil zur Lösung unserer Probleme beitragen.

Kommentar und Hintergrundinformationen

Ether 2:4,5. Antworten aufs Gebet

Elder Richard G. Scott vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt:

„Es ist sehr wichtig, zu wissen, dass der Herr auch auf eine dritte Weise Gebete beantwortet, nämlich indem er keine Antwort gibt, wenn das Gebet gesprochen worden ist. Warum tut er das?

Er ist unser vollkommener himmlischer Vater. Er liebt uns mehr, als wir begreifen können. Er weiß, was für uns am besten ist. Er sieht von Anfang an das Ende. Er möchte, dass wir so handeln, damit wir die entsprechenden Erfahrungen machen können:

Wenn er mit Ja antwortet, schenkt er uns Vertrauen.

Wenn er mit Nein antwortet, möchte er Fehlverhalten ausschließen.

Wenn er keine Antwort gibt, möchte er, dass unser Glaube an ihn und unser Gehorsam gegenüber seinen Geboten zunimmt und dass wir bereit sind, gemäß der Wahrheit zu handeln. Von uns wird erwartet, dass wir Eigenverantwortung zeigen, indem wir einer Entscheidung folgen, die im Einklang mit seinen Lehren steht und die nicht vorher bestätigt worden ist. Wir sollen nicht einfach dasitzen und warten oder murren, nur weil der Herr nicht gesprochen hat. Wir müssen handeln.

Meistens ist das, wofür wir uns entschieden haben, richtig. Er bestätigt uns auf seine Weise, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Diese Bestätigung zeigt sich im Allgemeinen durch die Hilfen, die einem zuteilwerden. Wir erkennen sie, wenn wir geistig gesinnt sind. Sie kommen wie kurze Briefe von einem liebenden Vater als Beweis dafür, dass wir uns richtig entschieden haben.“ („Lernen, die Antwort auf ein Gebet wahrzunehmen“, Der Stern, Januar 1990, Seite 29f.)

Ether 2:14,15. Die Züchtigung des Herrn als Ausdruck seiner Liebe

Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel hat über Ether 2:14,15 gesprochen und die Charakterstärke des Bruders Jareds und die liebevolle Vergebungsbereitschaft Gottes bewundert:

„Man kann sich nur schwer vorstellen, wie es wäre, vom Herrn drei Stunden lang zurechtgewiesen zu werden, aber der Bruder Jareds hat das durchgestanden. Dieser Prophet machte sich sofort an die Umkehr und ans Gebet und suchte wieder nach Führung für die Reise, die sie unternehmen sollten, und für diejenigen, die dazu aufgerufen waren. Gott nahm seine Umkehr an und gab liebevoll weitere Weisung für ihre wichtige Aufgabe.“ (Christ and the New Covenant: The Messianic Message of the Book of Mormon, 1997, Seite 15.)

Durch den Propheten Joseph Smith hat der Herr gelehrt: „Die ich liebe, die züchtige ich auch, damit ihre Sünden vergeben seien, denn mit der Züchtigung bereite ich einen Weg, sodass sie in allem aus der Versuchung befreit werden; und ich habe euch geliebt.“ (LuB 95:1.)

Ether 2:22,23. Gebet muss mit Anstrengung verknüpft werden

Viele haben schon gesagt, dass wir so beten sollen, als hinge alles vom Herrn ab, und so arbeiten, als hinge alles von uns ab. Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erzählt, er habe Präsident Gordon B. Hinckley oft betonen hören: „Ich weiß nicht, wie ich etwas erledigen kann, ohne mich hinzuknien und um Hilfe zu bitten, und dann aufzustehen und an die Arbeit zu gehen.“ („Geistige Fähigkeiten“, Der Stern, Januar 1998, Seite 17.)

Zusätzliche Anregung für den Unterricht

Ether 2:8-12. „Welche Nation auch immer [das Land der Verheißung] besitzt, die soll Gott dienen, sonst werden sie hinweggefegt“

Schreiben Sie verheißenes Land an die Tafel. Fragen Sie die Schüler, was ihrer Meinung nach einen Ort zu einem „verheißenen Land“ macht. Sie antworten möglicherweise, dass ein verheißenes Land ein Ort ist, den Gott für eine Gruppe von Menschen vorbereitet. Gott gibt den Menschen, die in das Land reisen und schließlich dort leben, Verheißungen. Machen Sie den Schülern dies klar: Das trifft zwar alles zu, doch Moroni erklärt auch, dass Gott bestimmte Bedingungen festlegt, die die Menschen erfüllen müssen, damit seine Verheißungen für sie wirksam werden können.

Zeichnen Sie die nachstehende Tabelle an die Tafel, tragen Sie aber die Antworten noch nicht in die zweite Reihe ein. Fordern Sie die Schüler auf, in Ether 2:8-12 die Angaben zu suchen, die in die jeweiligen Felder gehören.

Gottes Verheißungen an die Jarediten

Gottes Erwartungen an die Jarediten

Er wird ihnen das Land als Land der Verheißung geben.

Sie werden frei von Knechtschaft und Gefangenschaft und von allen anderen Nationen sein.

Sie müssen Jesus Christus, dem „Gott des Landes“ dienen (Ether 2:12).

Sie müssen von all ihrem Übeltun umkehren.

    Wenn die Schüler die Tabelle ausgefüllt haben, fragen Sie:
  • Was sollte laut Moroni mit den Leuten passieren, die nicht nach den Erwartungen Gottes leben? (Vielleicht müssen Sie erklären, dass der Ausdruck „hinweggefegt“ bedeutet, dass sie vernichtet werden.)

Erklären Sie, dass man weiter hinten im Buch Mormon nachlesen kann, dass die Jarediten und die Nephiten aus dem verheißenen Land „hinweggefegt“ werden, weil sie dem Herrn nicht dienen. Wie Präsident Ezra Taft Benson gesagt hat, gelten diese Verheißungen und Warnungen ebenso für die Menschen, die heute in Nord- und Südamerika leben:

„Dieses geweihte Land ist unter den immerwährenden Ratschluss Gottes gestellt. Dieser Ratschluss ist in folgenden Worten im heiligen Buch Mormon, einem neuen Zeugen für Jesus Christus, aufgezeichnet:

‚Denn siehe, dies ist ein Land, das vor allen anderen Ländern erwählt ist; darum soll, wer es besitzt, Gott dienen, sonst wird er hinweggefegt; denn dies ist der immerwährende Ratschluss Gottes. …

Siehe, dies ist ein erwähltes Land, und welche Nation auch immer es besitzt, die wird frei sein von Knechtschaft und von Gefangenschaft und von allen anderen Nationen unter dem Himmel, wenn sie nur dem Gott des Landes dienen, nämlich Jesus Christus.‘ (Ether 2:10,12.)

Das bewegte Schicksal Amerikas ist auch Gottes Propheten offenbart worden. Der Herr offenbarte Joseph Smith, dass ‚ganz Amerika, von Norden bis Süden, … Zion [ist]‘ (Lehren des Propheten Joseph Smith, Hg. Joseph Fielding Smith, 1983, Seite 368). Weiterhin bestimmte der Herr dieses Land als ‚Ort des Neuen Jerusalems …, das aus dem Himmel herabkommen werde und das heilige Heiligtum des Herrn [sei]‘ (Ether 13:3). Damit seinen ewigen Zwecken gedient sei und dieses Land auf Zion vorbereitet werde, richtete Gott die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika durch die Hand weiser Männer ein, die er zu eben diesem Zweck erweckte, und er befreite das Land durch Blutvergießen (siehe LuB 101:80). …

Zu viele Amerikaner haben die Tatsache aus den Augen verloren, dass Gott der Urheber unserer Freiheit – der große Gesetzgeber – ist und dass nichts wichtiger und unerlässlicher ist als persönliche Rechtschaffenheit, damit uns diese Freiheit erhalten bleibt.“ („A Witness and a Warning“, Ensign, November 1979, Seite 31ff.)

  • Inwiefern betreffen die Verheißungen und Warnungen in Ether 2:8-12 auch uns? (Helfen Sie den Schülern, bei der Beantwortung dieser Frage diesen Grundsatz zu erkennen: Wenn wir umkehren und dem Herrn dienen, werden wir frei von der Knechtschaft sein, in die Übeltun uns bringt.)

Um den Schülern zu verdeutlichen, wie sich diese Wahrheit auf sie bezieht, lesen Sie die folgende Aussage von Elder Robert D. Hales vom Kollegium der Zwölf Apostel vor:

„Das Schicksal [der Jarediten und Nephiten], wie es in den heiligen Schriften festgehalten ist, gibt aller Welt Zeugnis: Wenn wir das Wort Gottes nicht haben oder uns nicht daran halten und es beachten, geraten wir auf sonderbare Abwege und gehen einzeln, als Familie und als Volk verloren.“ („Heilige Schriften – die Macht Gottes zu unserer Errettung“, Liahona, November 2006, Seite 26.)

Geben Sie den Schülern Zeit, aufzuschreiben, was sie tun können, um gemäß diesem Grundsatz zu leben, und wie sie Familienmitglieder und Freunde anregen können, dasselbe zu tun.