Einheit 19: Tag 2 Alma 36

Schülerleitfaden zum Buch Mormon für das Seminar im Heimstudium, 2012


Einleitung

Nachdem Alma von seiner Mission bei den Zoramiten zurückgekehrt ist, ruft er seine drei Söhne zusammen, und erteilt jedem einzelnen Rat (siehe Alma 35:16). Seine Worte an Helaman sind in Alma 36 und 37 aufgezeichnet, die an Schiblon finden wir in Alma 38, und seine Ratschläge an Korianton stehen in Alma 39 bis 42. Alma bezeugt seinem Sohn Helaman, dass Gott diejenigen befreit, die ihr Vertrauen in ihn setzen. Um diese Tatsache zu veranschaulichen, beschreibt Alma, wie er viele Jahre zuvor von den Qualen seiner Sünden befreit wurde. Nachdem er den Namen Jesu Christi angerufen hatte, wurde er aus Gott geboren und von Freude erfüllt. Danach bemühte er sich, andere zu Christus zu bringen.

Alma 36:1-5

Alma unterweist seinen Sohn Helaman über die Kraft Gottes, uns in Prüfungen beizustehen

Überlege, inwiefern das Zeugnis oder bestimmte Worte eines Angehörigen, Freundes oder Führers der Kirche für dich schon hilfreich gewesen sind.

Lies Alma 36:1-5 und stell dir vor, du wärst Helaman und würdest deinem Vater zuhören, wie er Zeugnis gibt. Wovon wollte Alma, dass Helaman daran denke? (Siehe Vers 2.) Was wollte er Helaman nahebringen? (Siehe Vers 3.)

Schreibe diesen Grundsatz in deine heiligen Schriften neben Alma 36:3: Wenn wir auf Gott vertrauen, steht er uns in all unseren Prüfungen und Schwierigkeiten bei. Denke an eine Zeit, in der du Schwierigkeiten durchgemacht hast. Schreibe in das vorgesehene Feld, wie Gott dir damals geholfen und dir beigestanden hat. ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Alma 36:6-22

Alma erzählt von seiner Auflehnung und beschreibt, wie er Vergebung erlangt hat

The Conversion of Alma

Alma schildert seinem Sohn Helaman, wie Gott ihn von den Qualen seiner Sünden befreit hat. Lies Alma 36:6-10 und geh nochmals durch, was Alma als jungem Mann wiederfuhr, als er mit den Söhnen Mosias umherging, um die Kirche zu vernichten.

Im Buch Mormon gibt es drei Berichte darüber, wie der Engel Alma und den Söhnen Mosias erschien. Alma 36 enthält den ausführlichsten Bericht darüber, was Alma während der drei Tage und Nächte, in denen er sich nicht bewegen oder sprechen konnte, durchlebt hat. (Die anderen Berichte findest du in Mosia 27 und Alma 38.) Lies Alma 36:11-16 und markiere Wörter oder Formulierungen, mit denen Alma die Angst und die Qualen beschreibt, die er durchmachte, nachdem ihm der Engel erschienen war.

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    Schreibe in dein Studientagebuch, warum Alma wohl so ausdrucksstarke Wörter verwendete, um zu beschreiben, was er durchlitten hatte. Halte außerdem fest, inwiefern mit diesen Wörtern die Schuldgefühle und die Qualen eines Menschen beschrieben werden, der gesündigt hat und nicht umgekehrt ist.

Du kannst diese Evangeliumswahrheit in deine heiligen Schriften neben Alma 36:11-16 schreiben: Sünde kann zu Qualen und Bedauern führen.

Lies Alma 36:17,18 und finde heraus, an welche Prophezeiung seines Vaters sich Alma erinnerte. Beachte, was Alma tat, als er sich daran erinnerte, was sein Vater ihn gelehrt hatte.

Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel gab uns diesen Einblick in das, was Alma erlebte: „Alma waren die Lehren seines Vaters ins Herz gedrungen, aber vor allem erinnerte er sich an die Prophezeiung, ‚dass ein gewisser Jesus Christus, ein Sohn Gottes, kommen werde, um für die Sünden der Welt zu sühnen‘. (Alma 36:17.) Das ist der Name und das ist die Botschaft, die ein jeder vernehmen muss. Alma vernahm sie und aus einer unaufhörlich brennenden Höllenqual heraus und mit einem Gewissen, das keine Heilung fand, rief er aus: ‚O Jesus, du Sohn Gottes, sei barmherzig zu mir.‘ (Alma 36:18.) … Worum wir auch beten und was immer wir auch brauchen – im Grunde genommen läuft doch alles auf die flehentliche Bitte hinaus: ‚O Jesus, du Sohn Gottes, sei barmherzig zu mir.‘ Er ist bereit, uns diese Barmherzigkeit zu gewähren. Er hat sogar mit seinem Leben dafür bezahlt.“ (However Long and Hard the Road, 1985, Seite 85.)

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    Denke an eine Situation, als du darum gebetet hast, die Segnungen des Sühnopfers Jesu Christi zu empfangen und damit auch Vergebung für eine Sünde zu erlangen. Schreibe in dein Studientagebuch, warum es deiner Meinung nach wichtig ist, den Herrn um die Segnungen des Sühnopfers zu bitten.

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    Lies Alma 36:19-22 und markiere Wörter und Aussagen, aus denen hervorgeht, wie Alma sich veränderte, nachdem er um Barmherzigkeit gebetet hatte. Schreibe einige dieser Passagen in dein Studientagebuch und erkläre, was sie dich über die Macht des Sühnopfers des Erretters lehren.

Jesus the Christ

Aus diesen Schriftstellen lernen wir diesen Grundsatz: Wenn wir Glauben an das Sühnopfer Jesu Christi ausüben, befreit der Herr uns von den Qualen unserer Sünden und erfüllt uns mit Freude. Denke darüber nach, was du tun kannst, um mehr Glauben an Jesus Christus auszuüben, sodass du wie Alma von Qual oder Gewissensbissen infolge deiner Sünden befreit werden kannst.

Lies die folgende Begebenheit und überlege, was du antworten könntest: Ein Freund, der das Buch Mormon gerade liest, bittet dich, ihm die Worte Almas in Alma 36:19 begreiflicher zu machen. Er fragt: „Bedeutet es, dass mir nicht vergeben worden ist, wenn ich mich an meine Sünden noch erinnere und sie mir immer noch leidtun?“

Lies die nachstehende Erklärung von Präsident Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft und unterstreiche jede Formulierung, die deinem Freund helfen könnte:

„Der Satan möchte uns glauben machen, unsere Sünden seien uns nicht vergeben, weil wir uns an sie erinnern können. Der Satan ist ein Lügner; er will uns den Blick vernebeln und uns vom Pfad der Umkehr und Vergebung wegführen. Allerdings hat Gott nicht verheißen, dass wir nicht mehr an unsere Sünden denken werden. Die Erinnerung hilft uns, die gleichen Fehler nicht zu wiederholen. Wenn wir aber treu bleiben, wird die Erinnerung an unsere Sünden nachlassen und mit der Zeit verblassen. Das ist Teil des unerlässlichen Prozesses der Heilung und Heiligung. Alma bezeugte, dass er sich an seine Sünden zwar noch immer erinnern konnte, nachdem er Jesus um Gnade angefleht hatte, aber diese Erinnerung verfolgte und quälte ihn nicht mehr, weil er wusste, dass ihm vergeben worden war (siehe Alma 36:17-19).

Wir müssen alles vermeiden, was alte, sündhafte Erinnerungen wieder aufleben lassen könnte. Wenn wir uns ein „reuige[s] Herz und einen zerknirschte[n] Geist“ (3 Nephi 12:19) bewahren, können wir darauf vertrauen, dass Gott nicht mehr an unsere Sünden denkt [siehe LuB 58:42].“ („Der ,Point of Safe Returnʼ“, Liahona, Mai 2007, Seite 101.)

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Alma nicht sagte, er könne sich nicht mehr an seine Sünden erinnern, sondern dass er sagte, er könne sich nicht mehr an die Qualen erinnern, die seine Sünden ihm bereitet hatten, und dass er nicht länger durch die Erinnerung an sie „gemartert“ wurde (Alma 36:19). Wahre Umkehr fegt die Schmerzen und die Schuldgefühle hinweg, die durch die Sünde verursacht waren (siehe Enos 1:6-8).

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    Schreibe die Antwort an den oben erwähnten Freund in dein Studientagebuch, und verwende dabei Erkenntnisse, die du aus der Erklärung von Präsident Uchtdorf gewonnen hast. Binde in deine Antwort mit ein, warum es wohl gut ist, dass wir uns immer noch an unsere Sünden erinnern können, obwohl wir nach unserer Umkehr „durch die Erinnerung an [unsere] Sünden nicht mehr gemartert“ werden (Alma 36:19).

Alma 36:23-30

Alma erklärt, warum er sich unablässig bemüht, seine Mitmenschen zur Umkehr zu bewegen

Was empfindest du, wenn du gemeinsam mit einem Freund etwas Köstliches isst? Wenn du eine aufregende Neuigkeit erfährst, was möchtest du dann als Erstes tun? Warum haben die meisten Menschen wohl den Drang, etwas, was sie gerade erfahren haben, möglichst bald jemandem mitzuteilen? Lies Alma 36:23,24 und achte darauf, wie die in diesen Fragen beschriebenen Gefühle mit dem zusammenhängen, was Alma nach seiner Bekehrung erlebte. Wovon wollte Alma, dass seine Mitmenschen es erfahren?

Lies Alma 36:25,26 und achte darauf, wie Almas Bemühungen, das Evangelium zu verkünden, sich auf ihn und andere auswirkten. Vervollständige den folgenden Grundsatz und lege dabei zugrunde, was du über das Verkünden des Evangeliums aus diesen Versen gelernt hast: Wenn wir anderen vom Evangelium erzählen, empfangen wir ____________________________________________________________________________________________________.

  1. journal icon5.

    Schreibe den vollständigen Grundsatz in dein Studientagebuch und erkläre, warum er deiner Meinung nach wahr ist. Dabei kannst du auch eigene Erlebnisse schildern, bei denen Freude empfunden hast, als du anderen vom Evangelium erzählt hast.

Denke an einen Freund, ein Familienmitglied oder ein Mitglied deiner Gemeinde oder deines Zweiges, der Nutzen aus deinem Zeugnis vom Erretter und seinem wiederhergestellten Evangelium ziehen könnte. Überlege, wie du ihm Zeugnis davon geben kannst, dass Jesus Christus uns von Schmerzen befreien und uns mit Freude erfüllen kann. Du kannst ihm einen Brief oder eine E-Mail schicken. Alternativ könntest du dir auch ein paar Notizen dazu machen, worüber du zu einem bestimmten Zeitpunkt mit ihm sprechen möchtest.

young woman writing
  1. journal icon6.

    Schreibe in dein Studientagebuch zu den heutigen Aufgaben abschließend:

    Ich habe Alma 36 studiert und diese Lektion abgeschlossen am (Datum).

    Weitere Fragen, Gedanken und Erkenntnisse, die ich gern mit meinem Lehrer besprechen würde: