Mosia

Schülerleitfaden zum Buch Mormon für das Seminar im Heimstudium, 2012


Warum sollen wir uns mit diesem Buch befassen?

Beim Studium des Buches Mosia liest du machtvolle Zeugnisse von der Mission Jesu Christi. Außerdem erfährst du von Menschen, die vom Herrn aus der Knechtschaft der Sünde oder von körperlicher Unterdrückung befreit werden. Darüber hinaus erfährst du, wie die rechtschaffenen Bemühungen Einzelner wie König Benjamin, Abinadi und Alma großen Segen für andere bewirken. Hingegen siehst du auch, wie die schlechten Entscheidungen Einzelner wie Zeniff und sein Sohn, König Noa, nachteilige Folgen nach sich ziehen.

Wer hat dieses Buch verfasst?

Im Buch Mosia hat Mormon die Berichte anderer Verfasser zusammengetragen und abgekürzt. Das Buch ist nach Mosia, dem Sohn König Benjamins, benannt. Mosia ist ein Prophet, Seher, Offenbarer und König, der in etwa von 124 bis 91 v. Chr. in Zarahemla regiert. Er ist nach seinem Großvater Mosia, einem vormaligen König Zarahemlas, benannt (siehe Omni 1:12,13,19).

Beim Verfassen des Buches Mosia beruft sich Mormon auf eine Reihe verschiedener Berichte. Er zitiert den Bericht, den Mosia auf den großen Platten Nephis geführt hat und in dem die Geschichte der Nephiten im Land Zarahemla ausführlich beschrieben wird, und kürzt ihn ab (siehe Mosia 1-7; 25 bis 29). Er verwendet außerdem den Bericht Zeniffs, in dem die Geschichte des Volkes Zeniff von seinem Aufbruch von Zarahemla bis zu ihrer Rückkehr dorthin beschrieben wird (siehe Mosia 7 bis 22). Darüber hinaus zitiert Mormon Auszüge aus den Schriften Almas, der die Worte Abinadis festgehalten (siehe Mosia 17:4) und einen Bericht über sein Volk geführt hat, und fasst sie zusammen (siehe Mosia 18; 23; 24).

Wann und wo wurde es geschrieben?

Die ursprünglichen Aufzeichnungen, die als Quelle für das Buch Mosia dienen, sind wahrscheinlich zwischen 200 und 91 v. Chr. gemacht worden. Mormon fasst diese Berichte zwischen 345 und 385 n. Chr. zusammen. Mormon schreibt nicht nieder, wo er sich aufhält, als er das Buch zusammenstellt.