„Die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums“

Lehre und Bündnisse und Geschichte der Kirche: Anleitung für die Lehrkraft der Evangeliumslehreklasse, 2000


Ziel

Jeder Teilnehmer soll verstehen lernen, welche Segnungen durch die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums, nämlich den Glauben an der Herrn Jesus Christus, die Umkehr, die Taufe und die Konfirmierung, zustandekommen, und er soll danach trachten.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt die Schriftstellen dieser Lektion.

  2. 2.

    Sehen Sie das Material im Begleitheft für den Teilnehmer (35686 150) für diese Lektion durch und legen Sie fest, wie Sie sich im Unterricht darauf beziehen werden.

  3. 3.

    Falls die folgenden Bilder verfügbar sind, hängen Sie sie schon vor dem Unterricht vorn in der Klasse auf: „Jesus der Christus“ (62572 150; Bilder zum Evangelium, Nr. 240); „Die Taufe“ (Bilder zum Evangelium, Nr. 601); und „Die Gabe des Heiligen Geistes“ (Bilder zum Evangelium, Nr. 602).

  4. 4.

    Falls Sie die Aktivität unter „Aufmerksamkeit wecken“ verwenden, bringen Sie ein Tuch mit, um jemandem die Augen zu verbinden.

Vorgeschlagener Unterrichtsablauf

Aufmerksamkeit wecken

Verwenden Sie zu Unterrichtsbeginn die folgende Aktivität oder eine andere passende Einleitung:

Bitten Sie einen Teilnehmer, nach vorn zu kommen. Verbinden sie ihm die Augen, und bitten Sie ihn, den folgenden Satz an die Tafel zu schreiben: Jesus ist das Licht der Welt. Nehmen Sie ihm das Tuch von den Augen, und lassen Sie ihn denselben Satz nochmals an die Tafel schreiben. Danach soll er sich wieder setzen.

• Inwiefern lässt sich Sünde mit den verbundenen Augen vergleichen? Inwiefern lässt sich Glaube an Jesus Christus und Umkehr von unseren Sünden mit dem Abnehmen des Tuches vergleichen? Inwiefern können wir alles besser sehen, wenn wir umkehren?

Erklären Sie: In dieser Lektion geht es um die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums. Durch Glauben, Umkehr, Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes können wir unseren ewigen Weg und unsere Aufgabe im Leben besser erkennen.

Unterrichtsgespräch und Anwendung

Wählen Sie gebeterfüllt das Material aus, das den Bedürfnissen der Teilnehmer am ehesten entspricht. Sie können auch zwei Sonntage für dieses Thema verwenden.

Erklären Sie: Der Herr hat das Evangelium durch den Propheten Joseph Smith „Zeile auf Zeile, Weisung auf Weisung“ wiederhergestellt (LuB 128:21). Zu den ersten Wahrheiten, die wiederhergestellt wurden, gehören die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums. Bitten Sie jemand, den vierten Glaubensartikel aufzusagen. Schreiben Sie die ersten Grundsätze und Verordnungen an die Tafel.

1. Der Glaube an den Herrn Jesus Christus ist der erste Grundsatz des Evangeliums

Weisen Sie darauf hin, dass die Wiederherstellung des Evangeliums durch einen Akt des Glaubens seitens Joseph Smith eingeleitet wurde. (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:11– 14.) Moroni erschien ebenfalls als Folge des angewandten Glaubens von Joseph Smith, der schrieb, dass er bei seinem Beten um Vergebung „fest darauf [vertraute], eine göttliche Kundgebung zu erhalten“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:29).

• Was bedeutet es, Glauben an Jesus Christus zu haben? Warum ist es wichtig, dass wir unseren Glauben auf Jesus Christus richten?

• Wie können wir unseren Glauben an Jesus Christus stärken? (Siehe LuB 19:23; 88:118; Alma 32:27. Heben Sie hervor, dass unser Glaube allmählich stark wird und nicht aufgrund eines einzigen Erlebnisses. Weisen Sie auch darauf hin, dass wir unseren Glauben ständig nähren müssen, damit er stark bleibt.) Bitten Sie die Teilnehmer, falls es angebracht ist, von Erlebnissen zu berichten, die ihren Glauben an Christus gestärkt haben.

• In welchen Alltagssituationen brauchen wir Glauben an Christus? Wie hat Ihnen Ihr Glaube geholfen, mit Enttäuschung, Schwächen oder anderen Schwierigkeiten fertig zu werden? Wie kann der Glaube an Christus unsere Beziehung zu anderen Menschen stärken? (Sprechen Sie über konkrete Beziehungen, etwa zum Ehepartner, einem Kind, einem Elternteil, einem Mitglied der Gemeinde oder einem Nachbarn.)

• Wie können wir Glauben an Christus an den Tag legen? (Siehe LuB 20:69; Jakobus 2:14– 17.) Inwiefern wirkt sich der Glaube an Christus auf unseren Wunsch aus, Gutes zu tun?

• Lesen Sie mit den Teilnehmern LuB 8:10. Was kann man ohne Glauben tun? Was kann man mit Glauben tun? (Einige Antworten darauf finden Sie in LuB 35:9; 42:48–51; 63:9–11; Moroni 7:33.) Haben Sie die Macht des Glaubens schon erlebt?

• Wiederholt wird in Buch Lehre und Bündnisse darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass wir glaubensvoll beten. Der Herr sagt beispielsweise in LuB 10:46–52, das Buch Mormon sei deswegen bewahrt geblieben, weil die Propheten vor alters „Glauben in ihren Gebeten“ gehabt hatten, dass es bewahrt bleibe. Was für eine Rolle spielt der Glaube in unserem Beten?

2. Durch aufrichtige Umkehr können wir an den Segnungen des Sühnopfers teilhaben

Erklären Sie: Umkehr ist eines der Hauptthemen in Lehre und Bündnisse. Der Herr legt die Lehre von der Umkehr dar und weist wiederholt darauf hin, dass der Mensch umkehren müsse. Er verheißt denen, die umkehren, große Segnungen, und Strafen denjenigen, die nicht umkehren.

• Was ist Umkehr? (Siehe LuB 58:42,43.) Durch die Umkehr werden wir von unseren Sünden gereinigt und empfangen durch die Macht des Sühnopfers Christi Verge- bung. Wer umkehrt, bekennt seine Sünden und lässt davon und wendet sich vom Bösen ab. Er wendet sein Herz und seinen Willen Gott zu und bemüht sich aufrichtig, die Gebote zu halten. Den Vorgang der Umkehr können Sie anhand der Anregung aus „Zur Vertiefung“, Punkt 2, besprechen.)

• Welchen Unterschied gibt es zwischen wahrer Umkehr und einer bloßen Verhaltensänderung oder dem Aufgeben einer schlechten Gewohnheit?

Präsident Ezra Taft Benson hat gesagt: „Umkehr ist mehr als eine bloße Verhaltensänderung. … Wahre Umkehr entspringt dem Glauben an den Herrn Jesus Christus, der die Grundlage dafür ist. Das ist der einzige Weg. Zur wahren Umkehr gehört immer eine Herzenswandlung, nicht bloß eine Verhaltensänderung. (Siehe Alma 5:13.)“ (The Teachings of Ezra Taft Benson [1988], Seite 71.)

Elder Neal A. Maxwell vom Kollegium der Zwölf hat gesagt: „Umkehr erfordert sowohl, dass man sich vom Bösen abwendet, als auch, dass man sich Gott zuwendet.“ (Der Stern, Januar 1992, Seite 28.)

• Lesen Sie mit den Teilnehmern LuB 18:11–13 und 19:16–19. Was lernen wir aus diesen Schriftstellen über die Liebe des Erretters zu uns? Warum brauchen wir zur Sündenvergebung das Sühnopfer des Erretters? (Siehe auch 2 Nephi 2:6–9.) Warum müssen wir umkehren, bevor uns unsere Sünden vergeben werden?

Erklären Sie: Jede Sünde macht uns unrein. Wir unterliegen der Strafe, die durch das Gesetz der Gerechtigkeit festgelegt ist. Da wir unvollkommen sind, können wir nicht von selbst wieder rein werden oder aus eigener Kraft die Forderungen der Gerechtigkeit erfüllen. Der Erretter hat dadurch, dass er für unsere Sünden gesühnt hat, die Strafe auf sich genommen, die durch das Gesetz der Gerechtigkeit festgelegt ist, und er kann uns Barmherzigkeit und Vergebung zuteil werden lassen, wodurch wir wieder rein werden können. Diese Segnungen des Sühnopfers erstrecken sich nur auf denjenigen, der umkehrt (siehe Alma 7:14).

• Warum müssen wir, wenn wir wahrhaft umkehren wollen, Glauben an Jesus Christus haben?

• Schreiben Sie an die Tafel: Was geschieht, wenn wir nicht umkehren? Was geschieht, wenn wir von unseren Sünden nicht umkehren? (Lassen Sie die Teilnehmer die folgenden Schriftstellen lesen: LuB 1:33; 19:17–18 und 29:17. Sie sollen herausarbeiten, was geschieht, wenn wir nicht umkehren. Schreiben Sie die Folgen an die Tafel. Weitere Folgen können sein: Entfremdung von Gott und anderen, Schuldgefühle, ein schwaches Selbstwertgefühl, Ausreden für unsere Sünden, nachtragend sein.)

• Schreiben Sie Segnungen wahrer Umkehr an die Tafel. Was verheißt uns der Herr, wenn wir von unseren Sünden wahrhaft umkehren? (Lassen Sie die Teilnehmer die folgenden Schriftstellen lesen: LuB 1:32; 58:42 und 109:53. Sie sollen herausarbeiten, welche Verheißungen man erhält, wenn man umkehrt. Schreiben Sie sie an die Tafel.) Bitten Sie die Teilnehmer, darüber zu sprechen, wie sie durch Umkehr gesegnet worden sind. (Anmerkung: Sie müssen die Teilnehmer vielleicht darauf aufmerksam machen, dass sie hierbei keinen ausführlichen Bericht über frühere Sünden geben sollen.)

• Weshalb fällt es uns manchmal schwer, uns selbst oder anderen zu vergeben, obwohl der Herr doch verheißen hat, dass er uns vergibt, wenn wir umkehren?

• Wie können wir mehr umkehrbereit werden? Weshalb schieben wir die Umkehr manchmal auf? Wie können wir all das überwinden, was uns von der Umkehr abhält – beispielsweise Stolz, Enttäuschung oder Selbstzufriedenheit?

Elder Neal A. Maxwell hat gesagt: „Umkehr ist eine befreiende und nicht eine drückende Lehre. Sie steht sowohl dem schlimmen Sünder als auch dem bereits guten Menschen offen, der sich um Verbesserung bemüht.“ (Der Stern, Januar 1992, Seite 28.) Heben Sie hervor, dass Umkehr zwar schwierig sein kann, dass es uns aber viel Freude machen kann, wenn wir unser Herz von der Sünde ab- und Gott zuwenden.

3. Die Taufe ist eine unerlässliche heilige Handlung

Erklären Sie: Glaube und Umkehr führen zur Taufe, der ersten Verordnung des Evangeliums. In Lehre und Bündnisse offenbart der Herr den Sinn und Zweck sowie die Bedingungen und Anweisungen für die Taufe. Johannes der Täufer hat durch den Propheten Joseph Smith die Priestertumsvollmacht wiederhergestellt, durch die diese heilige Handlung vollzogen wird (siehe Lektion 8).

• Was ist der Sinn und Zweck der Taufe? (Siehe LuB 18:22; 49:13,14. Wir zeigen durch die Taufe, dass wir uns dem Erretter verpflichtet haben, wir empfangen Vergebung unserer Sünden, wir werden Mitglied der Kirche, wir betreten den Pfad, der zur Erhöhung führt, und wir bereiten uns darauf vor, die Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen. Siehe auch 2 Nephi 9:23; 31:10–13, 17; Mosia 18:17.) Bitten Sie die Teilnehmer, darüber zu sprechen, wie sie die Taufe sehen.

• Lesen Sie mit den Teilnehmern LuB 20:37. Welche Bedingungen muss man erfüllen, ehe man sich taufen lassen kann? Welche Bündnisse schließen wir bei der Taufe mit Gott? (Siehe auch Mosia 18:8–10.) Wie können wir uns mehr verpflichten, das Versprechen zu halten, das wir dem Herrn bei unserer Taufe gegeben haben?

• Wofür ist die Taufe ein Sinnbild? (Siehe LuB 76:51; Johannes 3:3–5; Römer 6:3,4. Die Taufe durch Untertauchen ist ein Sinnbild für den Tod, die Grablegung und die Auferstehung Jesu Christi. Sie versinnbildlicht auch das Begrabenwerden des alten Menschen und die Wiedergeburt in Christus. Außerdem ist sie ein Sinnbild für die Reinigung von unseren Sünden.)

• Warum muss man von jemand getauft werden, der die rechte Vollmacht hat? (Siehe LuB 22.) Warum muss die Taufe durch Untertauchen vollzogen werden? (Siehe LuB 20:72–74.) Warum darf man erst mit acht Jahren getauft werden? (Siehe LuB 20:71; 29:46,47; 68:25; Moroni 8:9–12.)

4. Durch die heilige Handlung der Konfirmierung empfangen wir die Gabe des Heiligen Geistes

Erklären Sie: Der Heilige Geist ist ein Mitglied der Gottheit und eine „Person aus Geist“. (LuB 130:22.) Nach der Taufe im Wasser empfangen die Mitglieder der Kirche bei der Konfirmierung, einer weiteren heiligen Handlung, die Gabe des Heiligen Geistes (siehe LuB 33:15; 35:5,6). Diese heilige Handlung wird auch als „Taufe mit Feuer und dem Heiligen Geist“ bezeichnet (LuB 20:41). Der Prophet Joseph Smith hat gesagt: „Die Taufe mit Wasser ist nur die halbe Taufe; sie nützt nichts ohne … die Taufe vom Heiligen Geist.“ (Lehren des Propheten Joseph Smith, Hrsg. Joseph Fielding Smith [1976], Seite 320.)

• Was ist der Unterschied zwischen einer Kundgebung des Heiligen Geistes und der Gabe des Heiligen Geistes?

Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf hat gesagt: „Die Kundgebungen des Heiligen Geistes sollen diejenigen, die ernsthaft suchen, zu den Wahrheiten des Evangeliums führen, die sie zu Umkehr und Taufe bewegen. Die Gabe des Heiligen Geistes ist umfassender. … [Sie] ist das Anrecht darauf, dass er uns ständig begleitet, damit ‚sein Geist immer mit [uns] sei‘ (LuB 20:77).“ (Der Stern, Januar 1997, Seite 57.)

Elder Bruce R. McConkie vom Kollegium der Zwölf hat die Kundgebungen des Heiligen Geistes, die jemand schon vor der Taufe empfangen kann, mit plötzlichen Eingebungen verglichen, „die blitzartig eine finstere, stürmische Nacht erhellen.“ Die Gabe des Heiligen Geistes, die man nach der Taufe empfängt, verglich er „mit dem hellen Sonnenlicht zu Mittag, das mit seinen Strahlen den Lebensweg und alles Umliegende ständig erhellt.“ (A New Witness for the Articles of Faith [1985], Seite 262.)

• Wer die Gabe des Heiligen Geistes empfängt, hat deswegen nicht automatisch immer den Heiligen Geist bei sich. Was müssen wir tun, damit der Heilige Geist ständig bei uns sein kann?

Präsident Joseph Fielding Smith hat gesagt: „Der Heilige Geist bleibt nicht bei jemandem, der den Geboten Gottes nicht gehorchen und sie nicht befolgen will oder der sie absichtlich übertritt.“ (Church News, 4. November 1961, Seite 14.)

• Welche Aufgaben hat der Heilige Geist? (Wählen Sie einige der folgenden Schriftstellen aus und lesen Sie sie mit den Teilnehmern. Sprechen Sie darüber, was jede Schriftstelle über die Aufgaben des Heiligen Geistes aussagt. Fassen Sie die Antworten an der Tafel zusammen.)

  1. a)

    LuB 18:18; 39:6; 42:14; 75:10; 79:2 (Der Heilige Geist ist ein Lehrer; siehe auch Johannes 14:26; 16:13; 1 Nephi 10:19; Moroni 10:5.)

  2. b)

    LuB 39:6 (Der Heilige Geist ist der Tröster oder Beistand; siehe auch Johannes 14:16.)

  3. c)

    LuB 42:17; 100:8 (Er gibt Zeugnis; siehe auch Johannes 15:26; Alma 5:46.)

  4. d)

    LuB 11:12 (Er bewegt dazu, Gutes zu tun, demütig zu wandeln und gerecht zu richten.)

  5. e)

    LuB 11:13; 76:10 (Er erleuchtet uns den Verstand und erfüllt uns die Seele mit Freude.)

  6. f)

    LuB 84:33 (Durch ihn werden wir geheiligt; siehe auch 3 Nephi 27:20.)

  7. g)

    LuB 31:11; 75:27; 84:85 (Er gibt uns ein, wohin wir gehen und was wir tun und sagen sollen.)

Bitten Sie die Teilnehmer, darüber zu sprechen, wie der Heilige Geist sie schon auf diese oder ähnliche Weise gesegnet hat. Besprechen Sie, wie wir diese Segnungen noch völliger genießen können. Heben Sie hervor, was für ein Vorrecht es ist, ein Mitglied der Gottheit bei sich zu haben. Geben Sie Zeugnis davon, wie wichtig es ist, den Heiligen Geist bei sich zu haben.

5. Wir müssen im Glauben bis ans Ende ausharren, um ewiges Leben zu empfangen

Mit der Taufe betreten wir den Pfad zur Erhöhung. Doch dieses einmalige Ereignis garantiert uns nicht die Erhöhung. Der Herr macht uns in Lehre und Bündnisse immer wieder darauf aufmerksam, dass wir die Bündnisse, die wie bei der Taufe geschlossen haben, halten und glaubenstreu bis ans Ende unseres Lebens ausharren müssen.

• Lesen Sie mit den Teilnehmern 2 Nephi 31:19,20 und LuB 14:7. Was bedeutet es, bis ans Ende auszuharren? Welche Segnungen hat der Herr uns verheißen, wenn wir bis ans Ende ausharren?

• Woraus haben Sie gelernt, dass es wichtig ist, seinem Glauben und seinen Bündnissen treu zu bleiben?

• Lesen Sie mit den Teilnehmern LuB 24:8. Erklären Sie: Bis ans Ende auszuharren bedeutet auch, dass wir in den Bedrängnissen des Lebens unserem Glauben treu bleiben. Wie kann man in schweren Zeiten dem Glauben treu bleiben? (Bitten Sie die Teilnehmer, darüber zu sprechen, was ihnen geholfen hat, schwere Zeiten zu überstehen.)

Zum Abschluss

Geben Sie Zeugnis von der Bedeutung der ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums. Sagen Sie, wie dankbar Sie für Jesus Christus, sein Sühnopfer und sein Beispiel sind. Fordern Sie die Teilnehmer auf, jeden Tag ihren Glauben zu stärken, von ihren Sünden umzukehren, ihre Taufbündnisse zu halten und so zu leben, dass der Heilige Geist ihr ständiger Begleiter sein kann. Geben Sie Zeugnis, dass wir, wenn wir glaubenstreu bis ans Ende ausharren, Erhöhung empfangen werden.

Zur Vertiefung

1. „Der Schild des Glaubens“ (LuB 27:17)

Lesen Sie mit den Teilnehmern LuB 27:15,17. Über diese Schriftstelle hat Präsident Boyd K. Packer vom Kollegium der Zwölf gesagt: „Der Schild des Glaubens wird nicht in einer Fabrik geschmiedet, sondern zu Hause, in Heimarbeit.

Der schließliche Zweck all dessen, was wir lehren, besteht darin, Eltern und Kinder im Glauben an den Herrn Jesus Christus zu vereinen, damit sie als Familie glücklich sind, im ewigen Ehebund aneinander gesiegelt, verbunden mit den vorangegangenen Generationen, und damit ihnen die Erhöhung in der Gegenwart des himmlischen Vaters gewiss ist. …

Darum prägen unsere Führer den Mitgliedern ein, dass das, was am wichtigsten ist, zu Hause getan werden muss. Manch einer versteht noch immer nicht, dass zu viele Aktivitäten außer Haus, so gut gemeint sie auch sein mögen, nicht genug Zeit dafür lassen, zu Hause den Schild des Glaubens zu fertigen und anzupassen.“ (Der Stern, Juli 1995, Seite 7f.)

• Wie können Eltern und Kinder gemeinsam daran arbeiten, den Schild des Glaubens in der Familie anzufertigen und stark zu machen?

2. Der Vorgang der Umkehr

• Was gehört alles zur Umkehr? Was lernen wir aus LuB 58:43 und 61:2 über den Vorgang der Umkehr? Weshalb ist das Bekennen so wichtig? Warum muss jemand, der umkehrt, von seinen Sünden lassen?

Elder Richard G. Scott vom Kollegium der Zwölf hat die wesentlichen Merkmale der Umkehr wie folgt beschrieben:

Reue über die Sünde. [Das] führt … dazu, dass Sie sich von Herzen gern ändern wollen und bereit sind, sich allen Bedingungen zu unterwerfen, damit Ihnen vergeben werden kann. …

Von der Sünde lassen. Das ist der unbeugsame, unabänderliche Beschluss, die Übertretung nicht zu wiederholen. …

Die Sünde bekennen. Man muss dem Herrn jede Sünde bekennen. Wenn es sich um eine schwerwiegende Übertretung handelt, zum Beispiel um Unkeuschheit, muss man sie dem Bischof beziehungsweise Pfahlpräsidenten bekennen. …

Wiedergutmachung für die Sünde. Sie müssen so weit wie möglich alles ersetzen, was gestohlen, beschädigt oder beschmutzt wurde. …

Gehorsam gegenüber allen Geboten. Der vollständige Gehorsam macht das Evangelium für Sie ganz und gar wirksam. … Dazu gehört manches, was Sie ursprünglich vielleicht gar nicht als zur Umkehr gehörig betrachteten, nämlich der Besuch der Versammlungen, das Zahlen des Zehnten, das Dienen und die Vergebungsbereitschaft. …

Jesus Christus anerkennen. Alle diese Schritte sind für die Umkehr notwendig, aber ich bezeuge: am allerwichtigsten ist es, dass Sie fest davon überzeugt sind, dass die Verge- bung durch den Erlöser möglich geworden ist.“ (Der Stern, Juli 1995, Seite 69.)

Falls Sie Jugendliche unterrichten, können Sie mit ihnen vielleicht den Rat über die Umkehr in der Broschüre Eine starke Jugend (34285 150) auf Seite 17–18 lesen und besprechen.

3. Gruppenpräsentation

Bringen Sie den Bildersatz Bilder zum Evangelium (34730 150) mit zum Unterricht. Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen, und geben Sie jeder Gruppe eine Hälfte des Bildersatzes. Jede Gruppe soll sich einige Minuten Zeit nehmen, um anhand der Bilder eine Botschaft zusammenzustellen, die von den ersten Grundsätzen und Verordnungen des Evangeliums handelt. Bitten Sie die Gruppen, etwa 5 bis 10 Bilder zu verwenden. Geben Sie den beiden Gruppen anschließend Zeit für ihre Präsentation.