Die Wiederherstellung des Priestertums

Lehre und Bündnisse und Geschichte der Kirche: Anleitung für die Lehrkraft der Evangeliumslehreklasse, 2000


Ziel

Jeder Teilnehmer soll die Wiederherstellung des Priestertums mehr schätzen lernen, die Brüder sollen aufgefordert werden, das Priestertum zu empfangen und groß zu machen, und alle Mitglieder sollen sich an den Segnungen des Priestertums völliger erfreuen lernen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie gebeterfüllt die folgenden Schriftstellen und sonstigen Unterlagen:

    1. a)

      LuB 13; 20:38–67; 27:12,13; 84:6–30; 107:1–20; 110:11–16; Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:66–73.

    2. b)

      Oliver Cowderys Bericht von der Wiederherstellung des Aaronischen Priestertums in der Fußnote zu Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:71.

    3. c)

      Unsere Geschichte, Seite 11–14.

  2. 2.

    Sehen Sie das Material im Begleitheft für den Teilnehmer (35686 150) für diese Lektion durch und legen Sie fest, wie Sie sich im Unterricht darauf beziehen werden.

  3. 3.

    Falls das folgende Bild verfügbar ist, verwenden Sie es im Unterricht: „Die Wiederherstellung des Melchisedekischen Priestertums“ (62371 150; Bilder zum Evangelium, Nr. 408).

  4. 4.

    Falls Sie die Aktivität unter „Aufmerksamkeit wecken“ verwenden, bringen Sie mehrere Schlüssel mit.

Vorgeschlagener Unterrichtsablauf

Aufmerksamkeit wecken

Verwenden Sie zu Unterrichtsbeginn die folgende Aktivität oder eine andere passende Einleitung:

Zeigen Sie einige Schlüssel.

• Wozu dienen diese Schlüssel?

Schreiben Sie Priestertum an die Tafel. Erklären Sie: In der Kirche sprechen wir oft von den Schlüsseln des Priestertums.

• Wozu dienen die Schlüssel des Priestertums?

Erklären Sie: Die Schlüssel des Priestertums ermächtigen einen Priesterumsträger, über die Kirche innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches zu präsidieren und sie zu leiten, etwa im Pfahl, in der Gemeinde oder im Kollegium. Ein präsidierender Priestertumsführer empfängt diese Schlüssel bei seiner Einsetzung. Alle Ämter im Priestertum und alle Organisationen der Kirche fungieren auf Weisung der präsidierenden Beamten. In dieser Lektion geht es um die Wiederherstellung des Priestertums und der Schlüssel des Priestertums.

Unterrichtsgespräch und Anwendung

Wählen Sie gebeterfüllt das Material aus, das den Bedürfnissen der Teilnehmer am ehesten entspricht. Bitten Sie die Teilnehmer, von Erfahrungen zu berichten, die mit Grundsätzen in der Schrift zu tun haben.

1. Definition und Zweck des Priestertums

Erklären Sie: Das Priestertum ist ein Hauptthema in Lehre und Bündnisse. Der Herr gab durch den Propheten Joseph Smith viele Offenbarungen, die uns die Schlüssel, die Ämter, die Organisation, die heiligen Handlungen, die Pflichten und die Segnungen des Priestertums besser verstehen lassen. Diese Offenbarungen sagen uns, wie man das Priestertum zum Aufbau des Werkes Gottes auf Erden einsetzt.

• Was ist das Priestertum? (Das Priestertum ist die ewige Macht und Vollmacht Gottes. Es ist die Macht, durch die Himmel und Erde erschaffen wurden und regiert werden. Es ist auch die Macht, mittels derer er seine Kinder erlöst und erhöht. Die würdigen männlichen Mitglieder der Kirche lässt Gott an der Priestertumsmacht und -vollmacht teilhaben, damit sie das Evangelium predigen, die heiligen Handlungen der Errettung vollziehen und sein Reich auf Erden regieren können.)

• Warum ist es wichtig, dass das Priestertum auf Erden besteht? (Unter anderem soll auch folgendes genannt werden: Das Priestertum ermächtigt die Männer, stellvertretend für Gott zu handeln und seine Kinder zu segnen und dazu beizutragen, dass sie auf die Erhöhung vorbereitet werden.)

• Auf welche Weise wirkt ein Priesterumsträger anstelle Gottes zum Segen seiner Kinder? (Siehe ausgewählte Verse aus LuB 20:38–55; 107:8–12, 23, 35.) Inwiefern sind Sie durch den Dienst der Priesterumsträger schon gesegnet worden?

• Wie hat Sie das Priestertum bereits beeinflusst? Inwiefern hat sich die Macht des Priestertums schon in Ihrem Leben kundgetan?

• Wie hat das Priestertum Ihre Familie gesegnet und gestärkt? Wie können Sie den Einfluss und die Macht des Priestertums in Ihrem Leben und in Ihrer Familie noch wirksamer werden lassen?

2. Die Wiederherstellung des Aaronischen Priestertums

Lehren und besprechen Sie Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:68–72; LuB 13; 84:26,27; 107:20. Erklären Sie: Das Aaronische Priestertum „ist eine Beigabe zum größeren oder Melchisedekischen Priestertum“ (LuB 107:14).

Susquehanna River

• Wie wurde das Aaronische Priestertum in den Letzten Tagen auf Erden wiederhergestellt? (Siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:68–72 und Unsere Geschichte, Seite 11–13; siehe auch LuB 13. Weisen Sie darauf hin, dass bei der Wiederherstel- lung des Aaronischen Priestertums erstmals in dieser Evangeliumszeit dem Menschen Vollmacht von Gott verliehen wurde.)

• (Für Priestertumsträger): Was haben Sie empfunden, als Sie das Aaronische Priestertum empfangen haben?

Sie können wiederholen, was Oliver Cowdery empfunden hat, als er das Aaronische Priestertum empfing. (Siehe Fußnote zu Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:71.) Sie können auch die folgenden Gedanken von Elder James E. Talmage, der dem Kollegium der Zwölf angehörte, vorlesen. Er beschreibt hier, wie sich die Ordinierung zum Diakon auf sein Jungenleben ausgewirkt hat:

„Sobald ich ordiniert worden war, empfand ich etwas, was ich nicht zu beschreiben vermag. Es schien ja kaum möglich, dass Gott mir, einem kleinen Jungen, diese Ehre verlieh, mich zum Priestertum zu berufen. … Ich fühlte mich stark in dem Gedanken, dass ich dem Herrn gehörte und dass er mir beistehen werde in allem, was von mir gefordert wurde.

Meine Ordinierung wirkte sich … auf alle Lebensbereiche meines Jungenlebens aus. … Wenn ich auf dem Schulhof spielte und versucht war, mir einen unfairen Vorteil zu verschaffen, wenn ich mit einem Mitspieler eine Meinungsverschiedenheit hatte, dann dachte ich daran, und der Gedanke war so wirksam wie ein gesprochenes Wort: ‚Ich bin Diakon; und es ist nicht recht, wenn sich ein Diakon so verhält.‘ Wenn es bei einer Prüfung für mich leicht gewesen wäre, von einem anderen Jungen abzuschreiben, sagte ich mir: ‚Für mich wäre es, wenn ich das täte, schlimmer als für alle anderen, denn ich bin Diakon.‘ „ (Incidents from the Lives of Our Church Leaders [Deacons instruction manual, 1914], Seite 135f.)

• Wie kann sich ein Junge und ein junger Mann darauf vorbereiten, das Aaronische Priestertum zu empfangen? Wie können Eltern, Großeltern und andere einem Jungen oder einem jungen Mann helfen, sich auf das Priestertum vorzubereiten? Was können andere Menschen dazu beitragen, dass ein Junge oder ein junger Mann das Priestertum wahrhaft schätzen lernt?

• Welche Vollmacht und welche Segnungen wurden durch das Aaronische Priestertum wiederhergestellt? (Siehe LuB 13; 84:26–27; 107:20. Besprechen Sie dieses Thema anhand der folgenden Angaben. Schreiben Sie die Überschriften jeweils an die Tafel.)

Die Schlüssel des Dienstes von Engeln (LuB 13; 84:26; 107:20)

• Was bedeutet es, „die Schlüssel des Dienstes von Engeln“ innezuhaben? (LuB 13.)

Präsident Gordon B. Hinckley hat gesagt: „Das bedeutet, so wie ich es sehe, dass Sie, vorausgesetzt, Sie leben so, dass Sie des Priestertums würdig sind, das Recht und die Freude haben, dass himmlische Wesen Sie führen, schützen und segnen.“ (Conference Report, Oktober 1982, Seite 64.)

Erklären Sie: Der Dienst von Engeln kann sich durch eine Erscheinung kundtun. „Aber der Dienst von Engeln muss nicht unbedingt sichtbar vor sich gehen. Die Botschaften eines Engels können durch eine Stimme überbracht werden oder einfach durch Gedanken oder Gefühle, die dem Menschen in den Sinn gegeben werden. … Meist werden die Kundgebungen eines Engels eher verspürt oder gehört statt gesehen.“ (Dallin H. Oaks, Der Stern, Januar 1999, Seite 45.)

• Durch die Wiederherstellung des Aaronischen Priestertums steht der Dienst von Engeln allen Mitgliedern der Kirche, nicht nur den Priesterumsträgern, offen. Wie kann man den Dienst von Engeln empfangen? (Siehe Moroni 7:35–37 und das folgende Zitat.)

Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf hat darüber gesprochen, welche Beziehung zwischen der Teilnahme am Abendmahl und dem Dienst von Engeln besteht:

„Durch die Taufe und das Abendmahl, die heiligen Handlungen des Aaronischen Priestertums, [werden wir] von unseren Sünden gereinigt und erhalten die Verhei- ßung, dass der Geist Gottes immer mit uns ist, sofern wir unsere Bündnisse halten. Ich meine, dass sich diese Verheißung nicht allein auf den Heiligen Geist bezieht, sondern auch auf den Dienst von Engeln, ‚denn Engel reden durch die Macht des Heiligen Geistes; darum reden sie die Worte von Christus‘ (2 Nephi 32:3). Daher öffnen diejenigen, die das Aaronische Priestertum tragen, jedem Mitglied, das würdig das Abendmahl nimmt, sozusagen Tür und Tor, damit es den Geist bei sich haben kann und Engel ihm dienen können.“ (Der Stern, Januar 1999, Seite 45.)

Sie können zwei oder drei Schriftstellen über den Dienst von Engeln durcharbeiten, etwa 3 Nephi 7:18; 17:23,24; Moroni 7:25,29–31 und LuB 84:88.

Die Schlüssel der Umkehr und der Taufe (LuB 13; 84:26,27; 107:20)

Erklären Sie: Umkehr und Taufe werden auch das „vorbereitende Evangelium“ genannt (LuB 84:26,27), und zwar deshalb, weil Umkehr und Taufe dazu beitragen, uns auf die größeren Segnungen vorzubereiten, die durch das Melchisedekische Priestertum vollzogen werden, etwa die Gabe des Heiligen Geistes und die heiligen Handlungen des Tempels.

• Weisen Sie darauf hin, dass Johannes der Täufer Umkehr predigte und die Menschen taufte und dadurch der Wegbereiter für den Erretter war. (Matthäus 3:1–6,11.) Wie kann ein Träger des Aaronischen Priesterums heutzutage Umkehr predigen? (Unter anderem soll auch folgendes genannt werden: Heimlehren, Missionsarbeit, Zeugnisgeben und Eingliedern.) Wie kann ein Träger des Aaronischen Priesterums an der heiligen Handlung der Taufe mitwirken? (Auf Weisung des Bischofs darf ein würdiger Priester taufen und als Zeuge bei einer Taufe fungieren.)

Bitten Sie die Brüder, die schon einmal jemand getauft haben, darüber zu sprechen, was sie dabei empfunden haben, als sie diese heilige Handlung vollziehen durften.

• Neben der Taufe kann ein Träger des Aaronischen Priesterums die heilige Handlung des Abendmahls vollziehen. Welche Beziehung besteht zwischen Abendmahl, Umkehr und Taufe?

Bitten Sie die Brüder, darüber zu sprechen, was sie empfunden haben, als sie zum ersten Mal das Abendmahl vorbereitet, gesegnet oder ausgeteilt haben. Oder bitten Sie Eltern, darüber zu sprechen, was sie empfinden, wenn ihr Sohn das Abendmahl vorbereitet, segnet oder austeilt.

Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf hat gesagt: „[Wir] bitten … euch, die jungen Brüder des Aaronischen Priestertums, die Sinnbilder des Sühnopfers würdig und andächtig vorzubereiten, zu segnen und auszuteilen. Welch ein erstaunlicher Vorzug, welch heiliges Vertrauen wird euch schon in bemerkenswert jungen Jahren zuteil! Ich kann mir kein größeres Kompliment für euch denken. Wir haben euch sehr lieb. Lebt so gut ihr könnt, und seht so gut wie möglich aus, wenn ihr am heiligen Abendmahl des Herrn teilnehmt.“ (Der Stern, Januar 1996, Seite 62.)

3. Die Wiederherstellung des Melchisedekischen Priestertums

Lehren und besprechen Sie LuB 27:12,13; 84:19–22; 107:1–12,18,19. Erklären Sie: Das Melchisedekische Priestertum ist das größere Priestertum. Damit gehen alle Vollmacht, Kenntnisse und Bündnisse einher, die für die Erhöhung der Kinder Gottes notwendig sind.

• Wie wurde das Melchisedekische Priestertum in den Letzten Tagen auf Erden wiederhergestellt? (Zeigen Sie das Bild „Die Wiederherstellung des Melchisedekischen Priestertums“ und erklären Sie: Einige Wochen nach der Wiederherstellung des Aaronischen Priestertums durch Johannes den Täufer erschienen Petrus, Jakobus und Johannes bei Joseph Smith und Oliver Cowdery und übertrugen ihnen das Melchisedekische Priestertum. Davon gibt es zwar keinen Bericht in Lehre und Bündnisse, aber Hinweise darauf in der Überschrift zu LuB 13; in LuB 27:12,13; LuB 128:20 und Unsere Geschichte, Seite 14.)

• Welche Vollmacht und welche Segnungen wurden durch das Melchisedekische Priestertum wiederhergestellt? (Siehe LuB 84:19–22; 107:8–12,18,19; 110:11–16. Besprechen Sie dieses Thema anhand der folgenden Angaben. Schreiben Sie die Überschriften jeweils an die Tafel.)

Die Vollmacht, im Evangelium Jesu Christi zu amtieren (LuB 84:19)

• Was bedeutet es, dass zum Melchisedekischen Priestertum die Vollmacht gehört, im Evangelium Jesu Christi zu amtieren? (Siehe LuB 84:19. Unter anderem soll auch folgendes genannt werden: Zum Melchisedekischen Priestertum gehört die Vollmacht, die Kirche zu leiten, das Evangelium zu predigen und die errettenden heiligen Handlungen zu vollziehen.)

„Die Schlüssel aller geistigen Segnungen der Kirche“ (LuB 107:18)

• Welche geistigen Segnungen empfangen wir durch das Melchisedekische Priestertum? (Siehe LuB 84:19–22; 107:18,19. Sprechen Sie darüber, was jede Segnung bedeutet und wie sie sich auf das Leben der Teilnehmer bezieht. Unter anderem soll auch Folgendes genannt werden:)

  1. a)

    Kenntnis von den Geheimnissen des Reiches sowie Gotteserkenntnis. (LuB 84:19; 107:19; diese Kenntnis wird uns durch die Gabe des Heiligen Geistes zuteil.)

  2. b)

    Die Macht der Frömmigkeit, die durch die Verordnungen des Evangeliums offenbar wird. (LuB 84:20,21.) Wie wird durch die Priestertumsverordnungen „die Macht der Frömmigkeit“ in unserem Leben offenbar? Bitten Sie die Teilnehmer, von Erlebnissen zu erzählen, als sie „die Macht der Frömmigkeit“ durch die heiligen Handlungen des Evangeliums erlebt haben.

  3. c)

    Die Möglichkeit, Gott Vater und seinen Sohn, Jesus Christus, zu sehen, mit ihnen zu sprechen und sich ihrer Gegenwart zu erfreuen. (LuB 84:22; 107:19.)

• Auf welche Weise soll ein Träger des Melchisedekischen Priesterums der geistige Führer seiner Familie sein?

Das Recht auf die Präsidentschaft (LuB 107:8,9)

Erklären Sie: Das Recht auf die Präsidentschaft ist das Recht, in der Kirche zu präsidieren. Der Präsident der Kirche ist der einzige Mensch auf Erden, der die Schlüssel des Priestertums nutzen darf, um die gesamte Kirche zu leiten (beziehungsweise der einen anderen dazu ermächtigen darf). Er ermächtigt die folgenden Priestertumsführer, jene Schlüssel innezuhaben, die sie für die Präsidentschaft ihrer Berufung benötigen: Tempelpräsident, Missionspräsident, Pfahlpräsident, Bischof, Distriktspräsident, Zweigpräsident und Kollegiumspräsident.

Die Schlüssel zur Sammlung Israels, das Evangelium der Evangeliumsausschüttung Abrahams und die siegelnde Macht (LuB 110:11–16)

Erklären Sie: Diese Schlüssel wurden von Mose, Elias und Elija 1836 im Kirtland- Tempel wiederhergestellt. Darüber wird in Lektion 18 noch gesprochen werden.

4. Die Segnungen des Priestertums für alle

Erklären Sie: Auch wenn nur würdige männliche Mitglieder der Kirche das Priestertum tragen, so kann doch jeder an dessen Segnungen teilhaben.

• Inwiefern werden Frauen durch das Priestertum gesegnet? Inwiefern werden Kinder durch das Priestertum gesegnet? (Besprechen Sie einige Segnungen des Priestertums, die Frauen und Kinder zu Lebzeiten erhalten. Heben Sie hervor, dass zwar Frauen und Kinder nicht das Priestertum tragen, dass sie aber ständig durch das Priestertum gesegnet werden. Sie können zur Beantwortung dieser Fragen den Leitfaden Die Heilige der Letzten Tage, Teil A, Kapitel 12 und 13 [31113 150] heranziehen.)

• Wie kann jemand, der keinen glaubenstreuen Priesterumsträger in der Familie hat, dennoch die Segnungen des Priestertums empfangen? (Unter anderem soll auch folgendes genannt werden: Durch die Heimlehrer, die Priestertumsführer und die erweiterte Familie.) Bitten Sie die Teilnehmer, davon zu berichten, wie sie die Segnungen des Priestertums durch Priesterumsträger empfangen haben, die nicht zur Familie gehörten.

• Wie können wir zeigen, dass wir dankbar für die Segnungen des Priestertums sind?

Zum Abschluss

Bezeugen Sie, dass das Priestertum und seine Schlüssel wiederhergestellt worden sind. Die Priesterumsträger haben die Vollmacht inne, Gottes Werk auf Erden zu leiten und stellvertretend für ihn seine Kinder zu segnen und ihnen zu helfen, sich für die Erhö- hung bereitzumachen. Heben Sie hervor, dass die Segnungen des Priestertums allen offenstehen. Fordern Sie die Teilnehmer auf, nach diesen Segnungen zu trachten.

Zur Vertiefung

Das folgende Material ergänzt den Unterricht. Sie können einen oder beide Vorschläge im Unterricht verwenden.

1. Die Ämter im Priestertum, die Kollegien und die Priestertumspflichten

Der Herr hat Joseph Smith wichtige Anweisungen in Bezug auf die Ämter im Priestertum, die Pflichten, die zu jedem Amt gehören, und die Kollegien, in die die Priestertumsträger gegliedert sind, offenbart. Sie können einige Anweisungen besprechen, die in der folgenden Übersicht zusammengestellt sind:

Das Aaronische Priestertum

Amt

Pflichten

Kollegium

Diakon

LuB 20:57–59; 84:111

LuB 107:85

Lehrer

LuB 20:53–59; 84:111

LuB 107:86

Priester

LuB 20:46–52

LuB 107:87,88

Bischof

LuB 107:13–17,68,71,72,87,88

 

Das Melchisedekische Priestertum

Amt

Pflichten

Kollegium

Ältester

LuB 20:38–45; 42:43,44;

LuB 107:89; 124:137

 

43:15,16; 107:11,12

 

Hoher Priester

LuB 107:10,12,17;

LuB 124:133,136

Patriarch

LuB 124:91–93,124

 

Siebziger

LuB 107:25,34,38,97;

LuB 107:25,26; 93–96; 124:138,39

Apostel

LuB 27:12,13; 107:23,33,35,39,58;

LuB 107:23,24

 

112:30–32; 124:128

 

Zeigen Sie ein Bild vom Salt-Lake-Tempel (62433 150; Bilder zum Evangelium, Nr. 502). Weisen Sie darauf hin, dass die Türme an der Ostseite höher sind als die an der West- seite. Zeigen Sie auch, dass es an den Osttürmen fünf Fensterreihen gibt und an den Westtürmen vier. Erklären Sie: Diese Anordnung soll das Priestertum darstellen, wobei das Melchisedekische Priestertum und dessen fünf Ämter durch die Türme an der Ostseite dargestellt werden und das Aaronische Priestertum und dessen vier Ämter durch die Türme an der Westseite.

2. Video „Die Wiederherstellung des Priestertums“

Falls das Video Lehre und Bündnisse und Geschichte der Kirche (56912 150) zur Verfügung steht, können Sie den achtminütigen Film „Die Wiederherstellung des Priestertums“ zeigen; er enthält Informationen zum historischen Hintergrund des zweiten Teils dieser Lektion.