20: Lehre und Bündnisse 136: „IN ALLEM GEPRÜFT“

Video zu „Lehre und Bündnisse und Geschichte der Kirche“ – Leitfaden, (2001), 38–40


ZIEL

Den Schülern soll klar werden, dass die Bündnisse, die wir eingehen, möglicherweise persönliche Opfer erfordern, wenn wir danach trachten, die Gebote des Herrn zu befolgen und anderen zu dienen.

VOR DEM FILM

EINLEITUNG.

Wenn man Abschnitt 136 sorgfältig liest, wird klar, dass ein liebender Vater im Himmel alles Notwendige für seine Kinder getan hat, um sie darauf vorzubereiten, die Prärie zu durchqueren. Viele der Heiligen hatten bereits, bevor sie nach Westen zogen, große Verfolgung erlitten. Und obwohl der Vater im Himmel sich um die zeitliche Wohlfahrt seiner Kinder sorgt, liefern die Anweisungen in Abschnitt 136 auch die Mittel für ihre geistige Wohlfahrt. Bevor sie die Prärie überquerten, sollten alle dazu verpflichtet werden, heilige Bündnisse einzugehen (siehe Vers 2,4). Von allen würde verlangt werden, dass sie Opfer bringen und „in allem geprüft werden, damit [sie] vorbereitet [sein], die Herrlichkeit zu empfangen, die ich für [sie] habe“ (Vers 31). Im Westen sollte die Kirche gedeihen, die Mitglieder sollten durch Prüfungen getestet und demütig gemacht werden, Tempel sollten gebaut und heiligen Handlungen vollzogen werden, und das Werk Gottes sollte voranschreiten.

BESPRECHEN.

Lassen Sie die Schüler Vers 1-4 lesen, und stellen Sie dann folgende Fragen:

  • Wer organisierte das Lager Israel? (Der Herr; siehe Vers 1.)

  • Welche Bündnisse gehen diejenigen ein, die sich dem Lager Israel anschließen? („Alle Gebote und Satzungen des Herrn“ zu befolgen [Vers 2] und „nach allen Verordnungen des Herrn [zu] wandeln“ [Vers 4].)

  • Warum ist es für die Heiligen wichtig, an den Bündnissen teilzuhaben, die der Vater im Himmel bietet? (Elder Henry B. Eyring hat gesagt: „Die Heiligen der Letzten Tage sind ein Bundesvolk. Vom Tag der Taufe an und an allen geistigen Marksteinen des Lebens versprechen wir Gott etwas und Gott verheißt uns etwas. Gott hält sich immer an die Verheißungen, die er durch seine bevollmächtigten Diener ausspricht; die entscheidende Prüfung unseres Lebens besteht jedoch darin, ob wir mit ihm Bündnisse eingehen und sie dann auch einhalten.“ [Der Stern, Januar 1997, Seite 29].)

  • Welche Hilfe steht denjenigen offen, die Bündnisse mit dem Vater im Himmel schließen und sie glaubenstreu halten?

Elder Eyring hat erklärt, dass der Vater im Himmel einen Weg für uns bereiten wird, damit wir die heiligen Bündnisse, die wir mit ihm eingehen, halten können:

„Jeder von uns, der mit Gott Bündnisse geschlossen hat, steht vor ganz persönlichen Herausforderungen. Aber uns allen gelten in gewissem Sinn die gleichen Zusicherungen. Der himmlische Vater kennt uns und unsere Lebensumstände, und er weiß auch, was uns die Zukunft bringt. Sein geliebter Sohn Jesus Christus, unser Erretter, hat für unsere Sünden und für die Sünden aller Menschen, denen wir jemals begegnen, gelitten und gezahlt. Er versteht unsere Gefühle, unser Leiden, unsere Prüfungen und die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen vollkommen. Weil dies so ist, wird für uns ein Weg bereitet, wie wir unsere Bündnisse halten können, ganz egal, wie schwierig das auch jetzt erscheinen mag – wenn wir im Glauben vorwärts gehen.“ (Der Stern, Januar 1997, Seite 32.)

Elder M. Russell Ballard hat gesagt:

„[Der] himmlische Vater hat allen, die ihr Bündnis in Ehren halten, seine Gebote halten und treu bis ans Ende ausharren, wunderbare Segnungen verheißen. Sie werden vom Heiligen Geist der Verheißung gesiegelt und ihnen wird ‚alles in die Hände gelegt‘ (LuB 76:55; Hervorhebung hinzugefügt; siehe auch LuB 76:50-54,70), einschließlich eines Erbteils im celestialen Reich.“ (Der Stern, Juli 1993, Seite 6.)

Die Heiligen der Anfangszeit, die die Prärie überquerten, brauchten sicherlich diese Segnungen vom Vater im Himmel, als sie ihr Zuhause, ihren Besitz, ihre Behaglichkeit, Freunde, Familie und in einigen Fällen sogar ihr Leben in dem Bemühen, nach Westen zu ziehen, opferten.

Schreiben Sie die folgende Aussage aus den Vorlesungen über den Glauben (zusammengestellt unter der Leitung des Propheten Joseph Smith) an die Tafel:

„Eine Religion, die nicht fordert, alles zu opfern, hat niemals genug Kraft, den Glauben hervorzubringen, der zum Leben und zur Errettung nötig ist.“ (Lectures on Faith, 1985, Seite 69.)

Fragen Sie die Schüler, warum sie bereit sein müssen, alles zu opfern, was der Vater im Himmel verlangt.

Bündnisse sind eng mit dem Grundsatz des Opferns verbunden. Lassen Sie die Schüler Lehre und Bündnisse 97:8 lesen, und fragen Sie: „In welchen Zusammenhang setzt der Herr den Grundsatz des Opferns mit dem Halten der Bündnisse?“ (Der Herr sagte, dass die Heiligen ihre Bündnisse „durch Opfer … beachten [sollen] – ja, jedes Opfer, das ich, der Herr gebieten werde“. Gemäß dieser Schriftstelle wird von denjenigen, die mit dem himmlischen Vater Bündnisse eingehen, auch ein ehrliches und reuiges Herz und ein zerknirschter Geist gefordert.)

ZITAT.

Lesen und besprechen Sie die folgenden Zitate:

Elder M. Russell Ballard hat gesagt:

„Opferbereitschaft ist ein Zeichen reiner Liebe. Wie sehr wir den Herrn, das Evangelium und unsere Mitmenschen lieben, lässt sich an dem ermessen, was wir für sie zu opfern bereit sind.“ (Der Stern, Juli 1992, Seite 71.)

Elder Bruce R. McConkie hat gesagt:

„Es steht geschrieben: ‚Denn wer nicht imstande ist, nach dem Gesetz eines celestialen Reiches zu leben, kann nicht in celestialer Herrlichkeit leben.‘ (LuB 88:22.) Das Gesetz des Opferns ist ein celestiales Gesetz, ebenso das Gesetz der Weihung. …

Das Gesetz des Opferns bedeutet, dass wir um der Wahrheit willen bereit sind, alles zu opfern, was wir haben – unsere Persönlichkeit und unseren Ruf, unsere Ehre und den Beifall, unseren guten Namen unter den Menschen, unsere Häuser, Ländereien und unsere Familie: alles, selbst unser Leben, wenn es sein muss. …

Wie können wir beweisen, dass wir bereit sind, alles zu opfern, wenn es sein muss, wenn wir nicht die kleinen Opfer an Zeit und Mühe beziehungsweise an Geld und Mitteln bringen, um die wir jetzt gebeten werden?“ (Ensign, Mai 1975, Seite 50.)

DEN FILM VERWENDEN

„In allem geprüft“ 4:10

AUF BESTIMMTE PUNKTE ACHTEN.

Schlagen Sie vor, dass die Schüler auf Beispiele für Opfer und für die Segnungen achten, die auf Opfer folgen.

DEN FILM ZEIGEN.

In diesem Film spricht Präsident Gordon B. Hinckley über die Opfer, die von den Pionieren unter den Heiligen der Kirche gebracht wurden. Er gibt auch einen Bericht von drei achtzehnjährigen Jungen wieder, C. Allen Huntington, George W. Grant und David P. Kimball, die bereit waren, ihre Behaglichkeit, ihre Gesundheit und ihr Leben zu opfern, um anderen zu helfen.

NACH DEM FILM

BESPRECHEN.

Stellen Sie die folgenden Fragen, um festzustellen, inwieweit die Schüler den Film verstanden haben:

  • Welche Beispiele für Opfer werden in diesem Film geschildert? (Das Opfer der Heiligen, die nach Salt Lake City kamen, und das Opfer der Rettungseinheiten, die auszogen, um die Pioniere, die unterwegs stecken geblieben waren, zu retten.)

  • Welche Segnungen brachten die Bemühungen der Retter mit sich? (Viele Menschen wurden gerettet, und Brigham Young verhieß den drei jungen Männern „immerwährende Errettung im celestialen Reich Gottes, Welten ohne Ende.“ [Solomon f. Kimball, „Belated Emigrants of 1856“, Improvement Era, Februar 1914, Seite 288].)

  • Welche Beziehung besteht zwischen den in Mosia 18:8-10 erwähnten Taufbündnissen und dem Opfer, das die Retter brachten? (Die Retter waren willens, „einer des anderen Last zu tragen“ [Vers 8] und „diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen ... selbst bis in den Tod“ [Vers 9].)

SCHRIFTSTELLENAKTIVITÄT.

Teilen Sie die Schüler in drei Gruppen. Beauftragen Sie die erste Gruppe, Vers 1-14 in Abschnitt 136 zu lesen. Die zweite Gruppe soll Vers 15-28 und die dritte Gruppe soll Vers 29-42 lesen. Geben Sie den Schülern zehn Minuten, um die ihnen zugeteilten Verse zu lesen, und lassen Sie sie jeden Ratschlag aufschreiben, den der Herr den Heiligen gibt, um sie auf ihren Zug nach Westen vorzubereiten. Schreiben Sie die Ergebnisse an die Tafel und besprechen Sie sie mit der Klasse. Fragen Sie die Schüler: „Was für Arten von Ratschlägen hat der Herr gegeben?“ (Mögliche Antworten: Geistige, zeitliche und organisatorische Ratschläge.) Lassen Sie die Schüler Lehre und Bündnisse 29:34 lesen. In diesem Vers weist der Herr darauf hin: „Für mich ist alles geistig, und niemals, zu keiner Zeit, habe ich euch ein Gesetz gegeben, das zeitlich ist.“ Selbst die zeitlichen Vorbereitungen wurden gegeben, um geistige Segnungen zuteil werden zu lassen. Fragen Sie die Schüler, welcher Ratschlag in Abschnitt 136 für uns auch heute noch gilt. (Eine Antwort ist, dass das Muster „mit Hauptleuten über hundert und Hauptleuten über fünfzig und Hauptleuten über zehn“ [Vers 3] mit den Bischöfen, den Kollegiumspräsidenten, Gruppenleitern und Heimlehrern vergleichbar ist.)

ZUM ABSCHLUSS.

Geben Sie Zeugnis, dass der Vater im Himmel der Urheber aller Bündnisse ist, die wir mit ihm eingehen können, und dass er die Bedingungen dieser Bündnisse festlegt (siehe Schriftenführer, „Bund“, Seite 27). Bezeugen Sie, dass alle Bündnisse zu unserem Nutzen geschaffen worden sind und dass jedes Opfer, das wir bringen, um sie zu ehren, Frieden in diesem Leben zur Folge hat und uns hilft, ewiges Leben in der zukünftigen Welt zu erlangen.