Gott liebt seine Kinder

Gott liebt seine Kinder


Diese Botschaft wendet sich an Heilige der Letzten Tage, denen ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen zu schaffen machen und die sich manches Mal entmutigt fühlen, aber das aufrichtige Verlangen haben, ein unserem himmlischen Vater gefälliges Leben zu führen.

Sie sind ein Sohn oder eine Tochter Gottes, und wir wenden uns Ihnen von ganzem Herzen und mit aller Zuneigung zu. Auch wenn Sie sich gegenwärtig zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, können Sie ein glückliches Leben führen, sittlich rein bleiben, in der Kirche Bedeutendes leisten, volle Gemeinschaft mit den anderen Heiligen genießen und am Ende alle Segnungen des ewigen Lebens empfangen.

Der Prophet Nephi aus dem Buch Mormon verlieh Gefühlen, die wir alle haben, Ausdruck, als er eingestand, dass er „die Bedeutung von allem“ nicht wisse. Er bezeugte jedoch: „Ich weiß, dass [Gott] seine Kinder liebt.“ (1 Nephi 11:17.) Gott liebt tatsächlich alle seine Kinder. Viele Fragen, so auch diejenigen, die sich auf die Hinwendung zum eigenen Geschlecht beziehen, können erst in der Zukunft oder im nächsten Leben beantwortet werden. Gott hat uns aber zu unserer Orientierung einfache, unwandelbare Wahrheiten offenbart. Er liebt alle seine Kinder, und weil er Sie liebt, können Sie ihm vertrauen.

Wer Sie sind und was in Ihnen steckt

Sie sind ein wertvoller Sohn, eine wertvolle Tochter Gottes. Er kennt nicht nur Ihren Namen; er kennt Sie persönlich. Seine Liebe zu Ihnen ist einzigartig. Sie lebten in seiner Gegenwart, bevor Sie auf die Welt kamen. Sie können sich an Ihre Beziehung zu ihm im Vorherdasein nicht erinnern, aber er kann es. Obwohl seine Kinder gelegentlich etwas tun mögen, was ihn enttäuscht, wird er sie immer lieben.

Wenn Sie wissen, wer Sie sind, und die Gewissheit haben, dass Gott Sie liebt, können Sie leichter verstehen, was er sich für Sie wünscht. Er möchte, dass Sie alle Segnungen des ewigen Lebens erlangen. Ewiges Leben bedeutet weitaus mehr, als ein langes, endloses Leben. Ewiges Leben zu erlangen bedeutet, wie unser himmlischer Vater zu werden, so wie er zu leben und eine Fülle der Freude zu empfangen. Wir können ewiges Leben erlangen, wenn wir uns an dieselben Gesetze halten wie Gott und das tun, was er tut.

Der Plan des Glücklichseins

Gott hat den Erlösungsplan oder den Plan des Glücklichseins aufgestellt, damit Sie die Segnungen des ewigen Lebens erlangen können. Dieser Plan ist in den heiligen Schriften dargelegt. Der Mensch kann ihn nicht neu schreiben, wie es seinen eigenen Wünschen entspricht. Gott allein kann das ewige Leben gewähren. Einige der größten Segnungen, die durch diesen Plan verheißen werden, wie zum Beispiel das ewige Leben, sind nicht dafür bestimmt, sofort genossen zu werden. Die Ewigkeit ist lang, das irdische Leben kurz. Wenn Sie Ihre Entscheidungen eher an ewigen Grundsätzen ausrichten als an irdischen Herausforderungen oder Wünschen, können Sie „Frieden in dieser Welt und ewiges Leben in der künftigen Welt“ (LuB 59:23) erlangen.

Die Segnungen beruhen auf Gehorsam gegenüber ewigen Grundsätzen. Zu diesen Grundsätzen gehört, dass die Familie einen hohen Stellenwert hat. Der Himmel besteht aus Familien; das setzt voraus, dass Männer und Frauen innerhalb der vom Herrn festgelegten Grenzen gemeinsam ihre schöpferischen Kräfte ausüben. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind mit diesem Plan unvereinbar. Ohne Mann und Frau gäbe es keine ewige Familie und auch keine Möglichkeit, wie unser himmlischer Vater zu werden.

Manchmal schiebt jemand die Heirat auf, weil er sich gegenwärtig nicht zu jemandem hingezogen fühlt, der dem anderen Geschlecht angehört. Während viele Heilige der Letzten Tage gleichgeschlechtliche Neigungen in diesem Leben aus eigener Anstrengung, durch Glauben und im Vertrauen auf die helfende Macht des Sühnopfers überwinden, mögen andere, solange sie auf Erden leben, nicht frei von dieser Herausforderung sein. Nach dem vollkommenen Plan unseres himmlischen Vaters ist für alle Menschen gesorgt, die seine Gebote halten wollen, die aber ohne eigenes Verschulden während ihres irdischen Lebens keine ewige Ehe eingehen. Wenn wir dem Plan unseres himmlischen Vaters folgen, werden unser Körper, unsere Gefühle und Wünsche im künftigen Leben vollkommen gemacht, sodass jedes der Kinder Gottes sich einer Familie erfreuen kann, die aus Mann, Frau und Kindern besteht.

Die Hinwendung zum eigenen Geschlecht geht mit tiefen Empfindungen einher – in seelischer, gesellschaftlicher wie auch körperlicher Hinsicht. Alle Kinder unseres himmlischen Vaters möchten lieben und geliebt werden. Dies gilt auch für viele Erwachsene, die aus unterschiedlichen Gründen allein bleiben. Gott versichert seinen Kindern, und dies gilt auch für diejenigen, die sich gegenwärtig zu Angehörigen des eigenen Geschlechts hingezogen fühlen, dass ihre rechtschaffenen Wünsche auf die Weise des Herrn und nach seinem Zeitplan eines Tages vollständig in Erfüllung gehen.

Selbstbeherrschung

Damit wir der Segnungen würdig werden, die der Plan unseres himmlischen Vaters für uns bereithält, wurden wir alle auf die Erde gesandt. Wir sollten eine Zeit lang geprüft werden und den verschiedensten Versuchungen und Herausforderungen ausgesetzt werden. Einige dieser Herausforderungen sind mit unserem Körper verbunden. Da wir vor diesem Leben keinen physischen Körper besaßen, müssen wir lernen, mit seinen Unzulänglichkeiten zu leben und seine Signale, Triebe und Bedürfnisse richtig zu deuten. Und oft müssen wir lernen, Nein zu sagen. Die Beherrschung des physischen Körpers ist deshalb so wichtig, weil wir diesen Körper, in vollkommener Gestalt, auch im zukünftigen Leben wieder haben werden.

Unser Körper ist heilig; manchmal wird er in der Schrift als „Tempel Gottes“ bezeichnet. Viele Menschen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, achten die Heiligkeit ihres Körpers und den Maßstab, den Gott gegeben hat: Die Sexualität darf „nur zwischen einem Mann und einer Frau, die rechtmäßig verheiratet sind“, Ausdruck finden („Die Familie – eine Proklamation an die Welt“, Der Stern, Januar 1996, Seite 93). Ein solches Leben findet in den Augen des himmlischen Vaters Gefallen. Einige überschreiten allerdings diese Grenze und geben sich unsittlichem Verhalten hin. Der Wunsch nach körperlicher Befriedigung berechtigt jedoch niemanden zur Unsittlichkeit.

Das wahre Glück hängt von mehr ab als von körperlichen Trieben. Diese Triebe vermindern sich in dem Maße, wie grundlegenderen seelischen Bedürfnissen Genüge getan wird, beispielsweise dem Bedürfnis, mit anderen zusammen zu sein und für sie da zu sein. Wahres Glück erwächst aus Selbstbeherrschung, Selbstachtung und einer positiven Lebenseinstellung. Es beruht auf einem Zeugnis von der wahren Lehre – wozu gehört, dass man weiß, wer man ist und wer man werden kann – und darauf, dass man nach dem Plan des Glücklichseins lebt, der von Gott stammt.

Viele Menschen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, haben ein starkes Zeugnis vom Evangelium und handeln deshalb nicht gemäß ihrer Neigung. Die Neigung allein macht nicht unwürdig. Wenn man unsittliche Gedanken und Handlungen vermeidet, begeht man keine Übertretung – selbst wenn die Neigung vorhanden ist. Die Erste Präsidentschaft hat festgestellt: „Es gibt einen Unterschied zwischen unsittlichen Gedanken und Gefühlen und dem Vollzug unsittlicher heterosexueller oder homosexueller Handlungen.“ (Schreiben vom 14. November 1991.)

Dieser Grundsatz gilt für alle Kinder Gottes, denn Gott hat erklärt, dass alle sexuellen Beziehungen außerhalb einer Ehe unannehmbar sind. Jeder von uns unterliegt Versuchungen, aber eines der Ziele des Erdendaseins besteht darin, dass man lernt, sie zu überwinden. Präsident David O. McKay definierte Geistigkeit sehr schön als „das Bewusstsein, dass wir uns selbst besiegt haben“ (Herbst-Generalkonferenz 1969). Diese Versuchungen, die uns meist ungebeten überkommen, mögen sehr stark sein, aber sie sind niemals so mächtig, dass sie uns die Freiheit nehmen können, eine Wahl zu treffen. Elder Dallin H. Oaks sagte einmal: „Jeder Mensch hat Gefühle, die er sich nicht ausgesucht hat, aber das Evangelium Jesu Christi lehrt uns, dass wir auch die Kraft haben, diesen Gefühlen zu widerstehen und sie (bei Bedarf) umzulenken, um sicherzustellen, dass sie uns nicht zu unpassenden Gedanken oder sündigem Verhalten verführen.“ („Wenn man sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt“, Der Stern, März 1996, Seite 17.) Unpassende Gedanken treten in den Hintergrund, wenn man sie sofort durch erhebende, konstruktive Gedanken ersetzt.

Bei unserem Streben nach Selbstbeherrschung dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig es ist, ein rechtschaffenes Leben zu führen – sowohl im privaten Bereich wie auch in der Öffentlichkeit. Präsident Gordon B. Hinckley hat deutlich gemacht: „Unser Verhalten in der Öffentlichkeit muss tadellos sein. Noch wichtiger ist unser privates Verhalten. Es muss den Maßstäben des Herrn genügen. Wir dürfen uns nicht der Sünde hingeben, geschweige denn unsere Sünden verdecken.“ (Liahona, Juli 2002, Seite 58.)

Wenn man Gottes Gebote übertreten oder Bündnisse, die man eingegangen ist, gebrochen hat, kann man umkehren. Durch das Sühnopfer hat Jesus Christus den Preis für unsere Sünden bezahlt, und Gott wird uns vergeben. Nach tiefer und aufrichtiger Umkehr muss man nicht bei vergangenen Übertretungen verweilen. Das Gebot des Herrn, „allen Menschen“ zu vergeben, schließt die Forderung ein, sich selbst zu vergeben (siehe LuB 64:10).

Wer die ewigen Wahrheiten kennt, hat ein machtvolles Motiv, sich rechtschaffen zu verhalten. Wir tun gut daran, uns auf das zu beschränken, was wir gegenwärtig verstehen und beherrschen, statt dadurch Energie zu verschwenden oder unsere Enttäuschung zu vergrößern, dass wir uns um etwas Gedanken machen, was Gott noch gar nicht vollständig offenbart hat. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die einfachen Wahrheiten des Evangeliums Jesu Christi. Eine gleichgeschlechtliche Neigung kann sehr stark sein, aber durch den Glauben an das Sühnopfer kann man die Kraft empfangen, jeglichem unanständigen Verhalten zu widerstehen und sich sündenfrei zu halten.

Wie füllt man sein Leben mit Gutem an?

Jemand hat einmal den klugen Satz gesagt: Legt man einen Garten mit gutem Samen an, braucht man nicht so oft Unkraut zu jäten. Ebenso gilt: Wenn wir unser Leben mit geistiger Nahrung anfüllen, die von Gott stammt, bekommen wir unsere Neigungen leichter in den Griff und werden wir Meister unserer selbst. Dies bedeutet, dass wir uns täglich ein positives Umfeld schaffen müssen, in dem sich der Geist entfalten kann, und dass wir Orte meiden, wo die Versuchung lauert und der Geist gekränkt wird. Zu einem positiven Umfeld gehört, dass wir ständig allein wie in Gesellschaft Gott verehren, dass wir in die Kirche gehen, fasten, den Tempel besuchen, anderen dienen, die heiligen Schriften lesen, beten, mit guten Freunden zusammenkommen und uns mit erbaulicher Literatur und Musik befassen. Wenn wir uns damit umgeben, bringt unser Garten gute Frucht hervor und er ist für uns und unseren Vater im Himmel eine Freude. Das Glück entsteht daraus, dass man das pflegt, was sich lohnt, und nicht daraus, dass man einfach alles unterdrückt, was Gott beleidigt.

Eine wichtige Methode, unseren geistigen Garten mit gutem Samen anzufüllen, besteht darin, dass wir aktiv am Kirchenleben teilnehmen. Selbst wenn die Neigung zum eigenen Geschlecht bestehen bleibt und ungelöste Spannungen wach hält, wird uns die Mitarbeit in der Kirche und der Umgang mit den anderen Mitgliedern, die unsere Glaubensansichten teilen und die dieselben Bündnisse geschlossen haben, stärken. Am Abendmahl teilnehmen, Zionslieder singen, aufbauende Ansprachen anhören – all dies trägt zum geistigen Wachstum bei. Wer diese positiven Einflüsse auf die leichte Schulter nimmt und sich von der Kirche zurückzieht, weil er den Mut verloren hat, sich zurückgewiesen fühlt oder meint, nicht dazuzugehören, kann seiner Geistigkeit und dem Wunsch, Herr seines Tuns zu sein, nur schaden.

So mancher, der sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt, hat es als Zurückweisung empfunden, wenn Mitglieder der Kirche ihm nicht immer liebevoll begegneten. Kein Mitglied der Kirche sollte jemals intolerant sein. Wenn wir anderen mit Liebe und Freundlichkeit begegnen, geben wir ihnen die Gelegenheit, ihre Einstellung zu ändern und sich noch mehr an Christus zu halten.

Es reicht nicht, den eigenen Garten mit positiven Einflüssen anzufüllen, man muss auch jeden Einfluss meiden, der der Geistigkeit schaden könnte. Einer dieser negativen Einflüsse besteht darin, dass die Gedanken und Gefühle mitunter zwanghaft um die gleichgeschlechtlichen Neigungen kreisen. Dabei ist es wenig hilfreich, wenn homosexuelle Neigungen offen zur Schau gestellt oder zum Gegenstand unnötiger Beobachtungen und Diskussionen gemacht werden. Es ist besser, sich Freunde zu suchen, die ihre homosexuellen Gefühle nicht öffentlich zur Schau stellen. Die sorgfältige Auswahl von Freunden und Ratgebern, die ein positives, rechtschaffenes Leben führen, ist einer der wichtigsten Punkte, wenn man selbst ein erfülltes und tugendhaftes Leben führen will. Der Umgang mit Menschen desselben Geschlechts ist natürlich und wünschenswert, solange man vernünftige Grenzen setzt, um einer unschicklichen oder ungesunden seelischen Abhängigkeit zu entgehen, die irgendwann zu körperlichem oder sexuellem Kontakt führen könnte. Wer mit einem Freund desselben Geschlechts eine zu enge Beziehung pflegt, läuft in sittlicher Hinsicht Gefahr, Lastern zu erliegen, die der Herr verdammt hat. Die wichtigste Beziehung, die wir haben können, ist die zur eigenen Familie, denn unsere Verbundenheit mit ihr kann ewig sein.

Hoffnungslosigkeit ist ein anderer ungünstiger Einfluss. Sie beruht oft auf einem Mangel an Verständnis und fehlendem Vertrauen in die anhaltende Liebe Gottes, wie sie uns durch die Macht des Sühnopfers entgegengebracht wird. Man kann aus der Tatsache Hoffnung schöpfen, dass jede Segnung, die der Vater im Himmel in den Plan des Glücklichseins mit einbezogen hat, für jedes seiner Kinder erreichbar bleibt. Hoffnungslosigkeit und Zweifel können dazu führen, dass man sich zurückzieht, in allem Fehler sieht und ungeduldig wird, weil die Antworten auf die Fragen des Lebens und die Lösungen für Probleme einem nicht sofort klar werden. Der Geist Gottes bewirkt jedoch, dass man frohen Mutes und glücklich ist. Vertrauen Sie dem Herrn! Geben sie niemandem – weder sich selbst noch Ihren Eltern noch Gott – die Schuld für Probleme, die man in diesem Leben nicht vollständig verstehen kann.

Die Pornografie in all ihren raffinierten, zerstörerischen Formen stellt einen ganz besonders schlechten, gefährlichen und abhängig machenden Einfluss dar. Die Bilder, die wir in uns aufnehmen, sei es auch nur für einen kurzen Augenblick, werden gespeichert. Sie treten in einem Augenblick der Schwäche wieder hervor und machen unsere Entschlossenheit zunichte. Rechtschaffenes Handeln entspringt einer Reinheit des Denkens, die durch aufbauende Literatur, gute Gespräche, gute Musik und andere positive Medien gefördert wird.

Manche Menschen sind in ihrer Jugend missbraucht oder misshandelt worden oder haben schon früh auf sexuellem Gebiet herumexperimentiert. Wenn Ihnen so etwas widerfahren ist, müssen Sie wissen, dass das, was andere Ihnen angetan haben oder was Sie in der Jugend erlebt haben, nicht dazu führen darf, dass Sie sich in der Gegenwart schuldig, unwürdig oder von Gott und seiner Kirche abgelehnt fühlen. Wer in jugendlicher Unschuld Schaden nimmt, muss sich nicht automatisch als Erwachsener zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen.

Unser Leben in den Griff zu bekommen gelingt uns dann am besten, wenn wir ständig unseren Geist nähren. Es trägt nicht zu unserer Gesundheit bei, wenn wir über einen längeren Zeitraum nichts essen und anschließend riesige Mahlzeiten zu uns nehmen. Ähnlich verhält es sich mit unserem Geist. Wenn wir ihn nur ab und zu nähren, selbst wenn es dann große Portionen sein sollten, erzielen wir nicht dasselbe Ergebnis wie bei regelmäßiger, täglicher Nährung.

„Gehen Sie voran!“

Präsident Gordon B. Hinckley hat denjenigen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, aber diese Neigung nicht ausleben, verheißen, dass sie „genauso vorangehen [können] wie alle übrigen Mitglieder der Kirche“ („Was fragen die Menschen in Bezug auf uns?“, Der Stern, Januar 1999, Seite 83.) Wenn wir uns an Gottes Maßstäbe halten und jeden Tag mit Erstrebenswertem anfüllen, dann werden wir voller Hoffnung sein und können die Chance bekommen, etwas Sinnvolles zu tun, von anderen akzeptiert zu werden und geistig Fortschritt zu machen.

Es ist eine große Hilfe, mit dem Bischof und anderen Priestertumsführern zu sprechen, die die Schlüssel innehaben, den Mitgliedern ihrer Einheit inspirierten Rat zu erteilen. Wenn man offen und ehrlich auf sie zugeht, werden sie dies voller Mitgefühl und Liebe tun. Die Erste Präsidentschaft hat erklärt: „Wir fordern die Führer und die Mitglieder der Kirche auf, allen, die in den genannten Bereichen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, mit viel Liebe und Verständnis zu begegnen. Viele werden auf christliche Liebe und inspirierten Rat reagieren.“ (Siehe Schreiben vom 14. November 1991.) Oft ist es auch hilfreich, wenn man professionelle Berater aufsucht, die sich mit Fragen zu gleichgeschlechtlichen Neigungen auskennen und Vorschläge machen können, die mit den Lehren des Evangeliums vereinbar sind.

Wenn Sie andere um Hilfe bitten, achten Sie aber darauf, dass Sie sich nicht allein auf diese Berater verlassen, was ihre geistige Stärke angeht. Ihr Bischof und andere Führungsbeamte können Sie zwar beraten und Ihnen erläutern, welche Grundsätze dem Plan Gottes für seine Kinder tatsächlich zugrunde liegen, aber letztendlich muss die tragende Kraft, die Sie brauchen, vom Herrn kommen. Sie müssen sich dem Einfluss des Heiligen Geistes öffnen und Glauben an Jesus Christus ausüben. Nur dann werden Sie einen festen Entschluss fassen und genügend Kraft bekommen können, um sich des Verhaltens und der Gedanken enthalten zu können, die Gott missfallen.

Es gibt eine ganze Reihe Mitglieder der Kirche, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen und doch in ihrem Leben vorangehen, indem sie sich strikt an die Grundsätze des Evangeliums halten, dem Herrn nahe bleiben und bei Bedarf kirchliche oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Sie führen ein reiches und zufriedenes Leben und können sich dessen sicher sein, dass ihnen letzten Endes alle Segnungen des ewigen Lebens zuteil werden.

Die Lehren des Evangeliums unterscheiden sich in vielen Bereichen gewaltig von den Ansichten und Lehren der Welt, und dazu gehört auch das sittliche Verhalten. Diese Unterschiede beruhen darauf, dass wir um das ewige Leben wissen, das unser himmlischer Vater für uns bereithält, und um die Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um diese Gabe zu empfangen. Niemand ist jemals aus dem Kreis der Liebe Gottes oder den ausgestreckten Armen seiner Kirche ausgeschlossen oder könnte daraus ausgeschlossen werden, denn wir sind alle seine geliebten Söhne und Töchter. Wie Präsident Hinckley sagte: „Unser Mitgefühl gilt den Menschen, die mit der Anziehungskraft des gleichen Geschlechts zu kämpfen haben. Wir beten für sie zum Herrn, wir empfinden mit ihnen, wir betrachten sie als unsere Brüder und Schwestern.“ („Stellt euch der Schlauheit der Welt entgegen“, Der Stern, Januar 1996, Seite 89.)

Alle Rechte vorbehalten

Printed in Germany

Genehmigung: Englisch 4/07

Übersetzung 4/07

Das Original trägt den Titel: God Loveth His Children