Kapitel 3: Jesus Christus, unser erwählter Führer und Erretter

Grundbegriffe des Evangeliums, (2011), 13–16


Ein Erretter und Führer war notwendig

  • Warum mussten wir die Gegenwart des himmlischen Vaters verlassen? Warum brauchen wir einen Erretter?

Als uns in der vorirdischen Geisterwelt der Plan für unsere Erlösung vorgelegt wurde, waren wir so glücklich, dass wir vor Freude jubelten (siehe Ijob 38:7).

Wir begriffen, dass wir unser himmlisches Zuhause für einige Zeit verlassen mussten und dann nicht mehr in der Gegenwart Gottes leben würden. Während wir von Gott getrennt lebten, würden wir alle sündigen, und manche von uns würden vom Weg abkommen. Der himmlische Vater kannte und liebte jeden von uns. Er wusste auch, dass wir Hilfe brauchen, und so bereitete er einen Weg, uns zu helfen.

Wir brauchten einen Erretter, der für unsere Sünden zahlen und uns lehren würde, wie wir zum himmlischen Vater zurückkehren konnten. Unser Vater fragte: „Wen soll ich senden?“ (Abraham 3:27.) Jesus Christus, der Jehova genannt wurde, sagte: „Hier bin ich, sende mich!“ (Abraham 3:27; siehe auch Mose 4:1-4.)

Jesus war bereit, auf die Erde zu kommen, sein Leben für uns hinzugeben und unsere Sünden auf sich zu nehmen. So wie der Vater wollte er, dass wir uns selbst entscheiden konnten, ob wir die Gebote des himmlischen Vaters befolgten oder nicht. Er wusste, dass wir Entscheidungsfreiheit brauchten, um uns der Erhöhung würdig erweisen zu können. Jesus sprach: „Vater, dein Wille geschehe, und die Herrlichkeit sei dein immerdar.“ (Mose 4:2.)

Der Satan, der Luzifer genannt wurde, trat ebenfalls vor und sagte: „Siehe, hier bin ich, sende mich; ich will dein Sohn sein, und ich will die ganze Menschheit erlösen, dass auch nicht eine Seele verloren geht, und gewiss werde ich es tun; darum gib mir deine Ehre.“ (Mose 4:1.) Der Satan wollte uns alle zwingen, seinen Willen zu tun. Sein Plan hätte es uns nicht erlaubt, selbst Entscheidungen zu treffen. Er wollte uns die freie Entscheidung nehmen, die der Vater uns gewährt hatte. Außerdem wollte er alle Ehre für unsere Errettung für sich in Anspruch nehmen. Nach seinem Vorschlag wäre der Zweck des Erdenlebens zunichtegemacht worden (siehe Lehren der Präsidenten der Kirche: David O. McKay, Seite 235).

Jesus Christus wurde unser erwählter Führer und Erretter

  • Denken Sie, wenn Sie diesen Abschnitt lesen, über Ihre Gefühle für den Erlöser nach.

Nachdem der himmlische Vater beide Söhne angehört hatte, sagte er: „Ich werde den ersten senden.“ (Abraham 3:27.)

Jesus Christus wurde auserwählt und vorherordiniert, unser Erlöser zu sein. Das kommt in vielen Schriftstellen zum Ausdruck (siehe beispielsweise 1 Petrus 1:19,20; Mose 4:1,2). Aus einer Schriftstelle erfahren wir, dass Jesus, lange bevor er geboren wurde, einem Propheten aus dem Buch Mormon erschien, der als Jareds Bruder bekannt war. Jesus sagte: „Siehe, ich bin es, der von der Grundlegung der Welt an bereitet war, mein Volk zu erlösen. Siehe, ich bin Jesus Christus. … In mir werden alle Menschen Leben haben, und das ewiglich, nämlich jene, die an meinen Namen glauben werden.“ (Ether 3:14.)

Als Jesus auf der Erde lebte, sagte er: „Ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. …. Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.“ (Johannes 6:38,40.)

Der Kampf im Himmel

Weil der himmlische Vater Jesus Christus als unseren Erlöser erwählte, wurde der Satan zornig und lehnte sich auf. Im Himmel entbrannte ein Kampf. Der Satan und seine Anhänger kämpften gegen Jesus Christus und dessen Anhänger. Die Anhänger des Erlösers „haben [den Satan] besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis“ (Offenbarung 12:11).

Bei diesem großen Aufstand wurden der Satan und alle Geister, die ihm folgten, aus der Gegenwart Gottes verbannt und aus dem Himmel hinabgeworfen. Der dritte Teil der Scharen des Himmels folgte dem Satan und wurde dafür bestraft (siehe LuB 29:36). Sie hatten kein Anrecht mehr auf einen sterblichen Körper.

Da wir hier auf der Erde sind und einen sterblichen Körper haben, wissen wir, dass wir uns entschieden haben, Jesus Christus und dem himmlischen Vater zu folgen. Der Satan und seine Anhänger befinden sich ebenfalls auf der Erde, allerdings als Geister. Sie haben nicht vergessen, wer wir sind, und sie sind täglich rings um uns und wollen uns dazu verführen und verlocken, etwas zu tun, was dem himmlischen Vater missfällt. Im vorirdischen Leben haben wir uns dafür entschieden, Jesus Christus zu folgen und den Plan Gottes anzunehmen. Wir müssen Jesus Christus auch hier auf der Erde nachfolgen. Nur dann können wir in unser himmlisches Zuhause zurückkehren.

  • Auf welche Weise setzt sich der Kampf im Himmel noch heute fort?

Wir haben die Lehren des Erlösers und können sie befolgen

  • Denken Sie darüber nach, wie die Lehren des Erlösers Sie schon beeinflusst haben.

Von Anfang an hat Jesus Christus das Evangelium offenbart, wodurch wir wissen, was wir tun müssen, um zum himmlischen Vater zurückzukehren. Zur vorgesehenen Zeit kam Jesus selbst auf die Erde. Durch sein Wort und seine Lebensweise lehrte er uns den Plan der Errettung und Erhöhung. Er errichtete seine Kirche und sein Priestertum auf der Erde. Er nahm unsere Sünden auf sich.

Wenn wir seinen Lehren folgen, können wir einen Platz im celestialen Reich ererben. Er tat seinen Teil, um uns zu helfen, in unser himmlisches Zuhause zurückzukehren. Nun liegt es an jedem Einzelnen von uns, unseren Teil zu tun und uns der Erhöhung würdig zu erweisen.

Zusätzliche Schriftstellen

  • Mose 4:1-4; Abraham 3:22-28 (der Erlöser wurde im vorirdischen Dasein erwählt)

  • LuB 76:25-29 (der Kampf im Himmel)

  • Offenbarung 12:7-9,11 (die Anhänger Jesu besiegten den Satan beim Kampf im Himmel durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis)

  • Jesaja 14:12-15 (warum Luzifer hinabgeworfen wurde)

Für den Lehrer: Sie können Ihre Schüler oder Ihre Familie die „zusätzlichen Schriftstellen“ allein, zu zweit oder in der Gruppe lesen lassen.