Kapitel 5: Die Schöpfung

Grundbegriffe des Evangeliums, (2011), 22–25


Gottes Plan für uns

  • Warum mussten wir auf die Erde kommen?

Als wir Geistkinder waren und bei unseren himmlischen Eltern lebten, erzählte uns der Vater von seinem Plan, wonach wir ihm ähnlicher werden sollten. Wir jubelten vor Freude, als wir von seinem Plan hörten (siehe Ijob 38:7). Wir wollten gern neue Erfahrungen machen. Dazu mussten wir jedoch unseren Vater verlassen und einen sterblichen Körper erhalten. Wir mussten an einem anderen Ort leben, wo wir uns darauf vorbereiten konnten, so zu werden wie er. Unsere neue Heimat wurde Erde genannt.

  • Warum haben wir wohl vor Freude gejubelt, als wir vom Erlösungsplan erfuhren?

Für den Lehrer: Es kommt vor, dass jemand nicht gern vorliest. Bevor Sie jemanden bitten, etwas vorzulesen, können Sie fragen: „Wer möchte gern vorlesen?“ Bitten Sie dann jemanden, der sich gemeldet hat.

Jesus hat die Erde erschaffen

Jesus Christus hat die Erde und alles, was darauf ist, erschaffen. Er hat auch noch viele andere Welten erschaffen, und zwar durch die Macht des Priestertums und auf Weisung des himmlischen Vaters. Gottvater sagte: „Welten ohne Zahl habe ich erschaffen; … und durch den Sohn habe ich sie erschaffen, nämlich meinen Einziggezeugten.“ (Mose 1:33.) Wir haben dafür noch andere Zeugen. Joseph Smith und Sidney Rigdon haben Jesus Christus in einer Vision gesehen. Sie bezeugten, „dass von ihm und durch ihn und aus ihm die Welten erschaffen werden und wurden, und deren Bewohner sind für Gott gezeugte Söhne und Töchter“ (LuB 76:24).

Die Ausführung der Schöpfung

  • Welchen Absichten dient die Schöpfung?

Die Erde und alles, was sich auf ihr befindet, wurde geistig erschaffen, ehe sie physisch erschaffen wurde (siehe Mose 3:5). Als Christus die physische Erschaffung der Erde plante, sagte er zu denen, die bei ihm waren: „Wir wollen hinabgehen, denn dort gibt es Raum, … und wir wollen eine Erde machen, worauf diese [die Geistkinder des Vaters im Himmel] wohnen können.“ (Abraham 3:24.)

Nach Weisung des Vaters formte und gestaltete Christus die Erde. Er schied das Licht von der Finsternis und schuf so Tag und Nacht. Er schuf die Sonne, den Mond und die Sterne. Er schied das Wasser vom trockenen Land und schuf Meere, Flüsse und Seen. Er machte die Erde schön und fruchtbar. Er schuf Gras, Bäume, Blumen und andere Pflanzen aller Art. Diese Pflanzen enthielten Samen, aus denen neue Pflanzen wachsen konnten. Dann schuf er die Tiere – Fische, Säugetiere, Insekten und Vögel aller Art. Die Tiere hatten die Fähigkeit, sich fortzupflanzen.

Jetzt war die Erde bereit für die bedeutendste aller Schöpfungen – den Menschen. Unser Geist sollte einen Körper aus Fleisch und Blut erhalten, damit er auf der Erde leben konnte. „Und ich, Gott, sagte zu meinem Einziggezeugten, der vom Anfang an bei mir war: Lass uns den Menschen machen als unser Abbild, uns selbst ähnlich; und es war so.“ (Mose 2:26.) Und so wurden Adam, der erste Mann, und Eva, die erste Frau, gestaltet und erhielten ihren Körper, der aussah wie der unserer himmlischen Eltern. „Als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ (Genesis 1:27.) Als der Herr mit seinen Schöpfungen fertig war, war er zufrieden. Er wusste, dass seine Arbeit gut war, und er ruhte eine Zeit lang aus.

Die Schöpfungen Gottes lassen seine Liebe erkennen

  • Wie zeigen die Schöpfungen Gottes, dass er uns liebt?

Wir leben jetzt in dieser schönen Welt. Denken Sie an die Sonne, die uns Wärme und Licht gibt. Denken Sie an den Regen, der die Pflanzen wachsen lässt und die Welt frisch und sauber macht. Denken Sie daran, wie schön es ist, einen Vogel singen oder einen Freund lachen zu hören. Denken Sie daran, wie wunderbar unser Körper ist – wir können arbeiten, spielen und ausruhen. Wenn wir all das betrachten, verstehen wir langsam, wie weise, mächtig und liebevoll Jesus Christus und der himmlische Vater sind. Sie haben große Liebe für uns gezeigt, indem sie für alles gesorgt haben, was wir brauchen.

Pflanzen und Tiere sind auch dazu da, uns zu erfreuen. Der Herr hat gesagt: „Ja, alles, was zu seiner Zeit von der Erde kommt, ist zum Nutzen und für den Gebrauch des Menschen gemacht, dass es sowohl das Auge erfreue als auch das Herz beglücke, ja, zur Nahrung und zur Kleidung, zum Schmecken und zum Riechen, zur Stärkung des Leibes und zur Belebung der Seele.“ (LuB 59:18,19.) Obgleich Gottes Schöpfungen zahlreich sind, kennt und liebt er doch alle. Er sagt: „Mir sind alle Dinge gezählt, denn sie sind mein, und ich kenne sie.“ (Mose 1:35.)

  • Was gefällt Ihnen besonders an Gottes Schöpfung?

Zusätzliche Schriftstellen