Lektion 14: Jesus Christus ist der Messias

Jesus Christus und das immerwährende Evangelium – Leitfaden für den Lehrer, 2015


Einleitung

Die Propheten des Alten Testaments haben bezeugt, dass der Messias kommen werde, ein Nachkomme König Davids, der sein Volk befreien werde. Jesus Christus war „der große Jahwe des Alten Testaments und der Messias des Neuen Testaments“ („Der lebendige Christus – das Zeugnis der Apostel“, Artikel-Nr. 36299 150). In dieser Lektion befassen sich die Teilnehmer mit einigen der Prophezeiungen über Jesus Christus im Alten Testament und wie sich einige Menschen verhielten, als sie vor der Wahl standen, Jesus Christus als den Messias anzunehmen oder zu verwerfen.

Zusätzlicher Lesestoff

  • G. Homer Durham, „Jesus, der Christus – der Name und seine Bedeutung“, Der Stern, Oktober 1984, Seite 27–30

  • „Die göttliche Mission Jesu Christi: Der Messias“, Liahona, August 2014, Seite 7

Anregungen für den Unterricht

Jesaja 61:1,2; Lukas 4:16-24

Jesus verkündet, dass er der Messias ist

Fragen Sie, ob die Teilnehmer schon einmal eine lang erwartete Ankündigung vernommen oder die lang erwartete Ankunft eines Freundes oder Angehörigen erlebt haben. Erklären Sie, dass es bei der heutigen Lektion um ein ähnliches Gefühl geht, das die Juden in alter Zeit erfuhren. Bitten Sie einen Teilnehmer, Jesaja 61:1,2 vorzulesen. Fragen Sie anschließend:

  • Um wen geht es bei dieser Prophezeiung?

video iconZeigen Sie das Video „Jesus verkündet, dass er der Messias ist“ (3:24) aus den Videos zur Bibel über das Leben Jesu Christi. (Laden Sie das Video vor dem Unterricht herunter und sehen Sie es sich an.) Die Teilnehmer sollen den Text in Lukas 4:16-21 mitverfolgen, während sie das Video anschauen.

 
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Fragen Sie anschließend:

  • Wie würden Sie die Botschaft des Erretters an jenem Tag in Nazaret zusammenfassen? (Achten Sie darauf, dass sich das Gespräch auf Vers 18 und Vers 21 richtet.)

  • Was bedeuten wohl die Formulierungen, „denn der Herr hat mich gesalbt“ und „heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“? (Erklären Sie, dass sowohl Messias als auch Christus „der Gesalbte“ bedeuten. Die Teilnehmer sollen dazu den Eintrag unter „Messias“ im Schriftenführer lesen (siehe scripture.lds.org).

  • Inwiefern erfüllte Jesus die Prophezeiung Jesajas, aus der er zitierte (siehe Vers 18 und 19)?

Matthäus 21:1-11

Jesus Christus kam als der Messias

Schreiben Sie die folgenden Schriftstellen an die Tafel. Die Teilnehmer sollen eine oder zwei auswählen und gegenüberstellen und vergleichen. Dabei sollen sie darüber nachdenken, inwiefern diese Schriftstellen zusammenhängen und was sie über Jesus Christus aussagen.

Jesaja 7:14; Matthäus 1:21-23

Micha 5:2; Lukas 2:4-7

Sacharja 9:9; Matthäus 21:6-11; Johannes 12:12-15

Psalm 22:16,18; Matthäus 27:35

Jesaja 53:9; Matthäus 27:59,60; Johannes 19:18,38-42

Fragen Sie nach, was die Teilnehmer herausgefunden haben. (Auch wenn die Jugendlichen sich vielleicht anders ausdrücken, sollten sie verstanden haben, dass das Kommen, das Leben und der Tod Jesu Christi die Erfüllung messianischer Prophezeiungen waren.) Weisen Sie darauf hin, dass der Heiland dies in Nazaret verkündete. Lesen Sie Lukas 4:28,29 vor. Fragen Sie anschließend:

  • Wie reagierten die Menschen in der Synagoge in Nazaret, als Jesus dies verkündete?

Erklären Sie den Teilnehmern, dass ein paar Jahre später die Reaktion einiger Leute in Jerusalem ganz anders ausfiel. Die Teilnehmer sollen abwechselnd Matthäus 21:1-11 vorlesen. Dabei sollen sie sich vorstellen, sie hätten diese Begebenheit selbst miterlebt. Erklären Sie: Wenn man sich bildhaft vorstellt, was in den Schriften geschieht, gibt man dem Heiligen Geist noch mehr Gelegenheiten und Möglichkeiten zur Unterweisung.

  • Weshalb reagierte das Volk in Jerusalem auf diese Weise? (Die Menschen erkannten Jesus als den lang erwarteten Messias.)

  • Wie hätten Sie wohl reagiert?

Verweisen Sie auf das Wort Hosanna in Vers 9 und lesen Sie diese Definition vor:

„[Hosanna ist] ein Wort aus dem Hebräischen; es bedeutet ‚Hilf doch, Herr‘ und wird zum Lobpreis und im Gebet benutzt. …

Bei dem triumphalen Einzug des Herrn in Jerusalem rief die Menge ‚Hosanna‘ und breitete Palmzweige aus, damit Jesus darüber ritt; auf diese Weise zeigten sie, dass nach ihrem Verständnis Jesus der gleiche Herr war, der Israel vor alters errettet hatte (Psalm 118:25,26; Matthäus 21:9,15; Markus 11:9,10; Johannes 12:13). Diese Menschen erkannten in Jesus den lang erwarteten Messias. Mit dem Wort Hosanna feiert man seitdem in allen Zeitaltern den Messias (1 Nephi 11:6; 3 Nephi 11:14-17). Der Hosannaruf wurde in die Weihung des Kirtland-Tempels einbezogen (LuB 109:79) und ist heute ein Teil der Weihung neuzeitlicher Tempel.“ (Schriftenführer, „Hosanna“; scriptures.lds.org).

Zeigen Sie gegebenenfalls die nachstehenden Zwecke messianischer Prophezeiung (nach Bruce R. McConkie, The Promised Messiah: The First Coming of Christ, 1978, Seite 28–32):

  1. 1.

    Dank messianischer Prophezeiungen konnten diejenigen, die bereits vor der Geburt Jesu Christi lebten, an ihn glauben und die Erlösung erlangen (siehe 1 Nephi 10:4-6; 2 Nephi 25:18-20,26; Mosia 3:13).

  2. 2.

    Dank messianischer Prophezeiungen konnten diejenigen, die zur Zeit Christi lebten, erkennen, dass er diese Prophezeiungen erfüllte; auf diese Weise konnten sie die Erlösung erlangen (siehe Johannes 4:25,29).

  3. 3.

    Dank messianischer Prophezeiungen können diejenigen, die nach der irdischen Mission Jesu Christi gelebt haben, erkennen, dass er diese Prophezeiungen erfüllt hat; auf diese Weise können sie die Erlösung erlangen (siehe Apostelgeschichte 3:12-18; 26:22,23).

  • Wenn Sie an diese drei Zwecke denken, was bringt es Ihnen, die messianischen Prophezeiungen in den heiligen Schriften zu erkennen und dass Christus diese erfüllt hat?

Johannes 6:5-69

Jesus Christus, dem Messias, nachfolgen

Wiederholen Sie, dass die Juden zur Zeit des Neuen Testaments daran glaubten, der Messias, der sein Volk erretten würde, käme aus dem Geschlecht Davids. Viele glaubten, er würde sie aus der Knechtschaft der Römer befreien, ebenso wie Jehova ja die Israeliten aus Ägypten befreit hatte.

Die Teilnehmer sollen den Bericht in Johannes 6:5-15 überfliegen. Fragen Sie:

  • Welches Wunder vollbrachte Jesus hier?

  • Wie würden Sie die Reaktion der Leute in Vers 14 und 15 beschreiben?

  • Weshalb haben sie wohl so reagiert?

Lesen Sie vor, was Elder Bruce R. McConkie (1915–1985) vom Kollegium der Zwölf Apostel dazu gesagt hat:

Elder Bruce R. McConkie

„Die Rabbis lehrten, wenn der Messias käme, würde er sie mit Brot vom Himmel speisen. Diese Lehre war fest im Bewusstsein der Menschen verankert und zu einer Tradition geworden.“ (The Mortal Messiah, 4 Bände, 1979–1981, 2:367.)

Erklären Sie: Als Jesus die Menge mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen speiste, ähnlich wie Jehova die Kinder Israels mit Manna gespeist hatte (siehe Exodus 16), interpretierten viele seine Wundertat als das Zeichen, dass er der Messias war.

Bitten Sie die Teilnehmer, reihum Johannes 6:31,32,49-53,60,66 vorzulesen. Die anderen sollen mitlesen und darauf achten, wie die Leute am folgenden Tag auf Jesus reagierten und was er dazu sagte.

  • Weshalb haben wohl so viele Jesus an jenem Tag verworfen?

  • Was hatten sie nicht verstanden? (Jesus war die Quelle geistigen Lebens; er war das Brot des Lebens.)

Bitten Sie einen Teilnehmer, Johannes 6:67-69 vorzulesen. Fragen Sie die Klasse dann:

  • Was bekräftigte Petrus mit seinem Zeugnis in Vers 69?

  • Wie beeinflusste das Zeugnis des Petrus vom Heiland sein Leben?

Schreiben Sie den nachstehenden Teilsatz an die Tafel. Die Teilnehmer sollen überlegen, wie sie ihn vervollständigen würden: Wenn wir Jesus Christus als Messias annehmen, dann _________________________ .

Lassen Sie die Teilnehmer darauf antworten und lassen Sie dann diese Aussage von Präsident David O. McKay (1873–1970) vorlesen:

Präsident David O. McKay

„‚Was Sie aufrichtigen Herzens von Christus halten, bestimmt in hohem Maß, wer Sie sind und was Sie tun.‘ Niemand kann dieses göttliche Wesen studieren und seine Lehren annehmen, ohne sich eines erhebenden, läuternden Einflusses in sich selbst bewusst zu werden.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche: David O. McKay, 2003, Seite 9.)

Geben Sie den Teilnehmern etwas Zeit, damit sie aufschreiben, was sie über Christus denken. Bitten Sie einige Teilnehmer, zu berichten, was sie aufgeschrieben haben.

Legen Sie den Teilnehmern ans Herz, darüber nachzudenken, was sie im Laufe der Woche tun können, um ihren Glauben an Christus zu zeigen.

Lesestoff für die Teilnehmer

  • Matthäus 21:1-11; Lukas 4:16-24; Johannes 6:5-15,31,32,49-53,66-69

  • G. Homer Durham, „Jesus, der Christus – der Name und seine Bedeutung“, Der Stern, Oktober 1984, Seite 27–30