Lektion 19: Er ist auferstanden

Jesus Christus und das immerwährende Evangelium – Leitfaden für den Lehrer, 2015


Einleitung

„[Jesus Christus] ist aus dem Grab auferstanden als ‚der Erste der Entschlafenen‘ (1 Korinther 15:20). Als der auferstandene Herr erschien er denen, die er während seines Erdenlebens geliebt hatte.“ („Der lebendige Christus – das Zeugnis der Apostel“, Artikel-Nr. 36299 150.) In dieser Lektion geht es um die Lehre und die Ereignisse, die mit der Auferstehung Jesu Christi in Zusammenhang stehen. Wenn die Teilnehmer die Auferstehung besser verstehen und ein Zeugnis davon erlangen, gewinnen sie an Hoffnung und Zuversicht, wenn sie mit den Prüfungen des Erdenlebens konfrontiert werden.

Zusätzlicher Lesestoff

Anregungen für den Unterricht

1 Korinther 15:12-29

Die Auferstehung Jesu Christi

Bitten Sie einen Teilnehmer, diese Aussage des Propheten Joseph Smith (1805–1844) vorzulesen:

Der Prophet Joseph Smith

„Die wesentlichen Grundsätze unserer Religion sind das Zeugnis der Apostel und Propheten über Jesus Christus, dass er gestorben ist, begraben wurde und am dritten Tag wieder auferstanden und dann in den Himmel aufgefahren ist; und alles andere, was mit unserer Religion zu tun hat, ist nur eine Beigabe dazu.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, Seite 55.)

Besprechen Sie mit der Klasse diese Fragen:

  • Warum sind wohl alle anderen Grundsätze des Evangeliums „Beigaben“ zum Tod, Begräbnis und zur Auferstehung Jesu Christi?

Bitten Sie die Teilnehmer, Jesaja 25:8, Mosia 16:7,8 und Alma 33:22 für sich zu lesen. Sie sollen darauf achten, was die Propheten in alter Zeit über die Auferstehung Jesu Christi prophezeit haben. Anschließend sollen sie berichten, was sie herausgefunden haben.

Übertragen Sie diese Übersicht an die Tafel:

Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, …

Wäre Jesus nicht von den Toten auferstanden, …

1 Korinther 15:20-28

Alma 11:43-45

1 Korinther 15:12-19,29

2 Nephi 9:8-10

Die eine Hälfte der Klasse soll die Schriftstellen lesen, die in der linken Spalte stehen und die Segnungen herausarbeiten, die wir dank der Auferstehung Jesu Christi empfangen. Die andere Hälfte soll die Schriftstellen in der rechten Spalte lesen und herausarbeiten, was geschehen würde, wenn Jesus nicht von den Toten auferstanden wäre. Geben Sie ihnen ausreichend Zeit und lassen Sie dann ein paar berichten, was sie herausgefunden haben. Die Teilnehmer sollen eine Lehre ausformulieren, die wir aus diesen Versen erfahren. Stellen Sie dazu diese Fragen:

  • In 1 Korinther 15:20 bekundet der Apostel Paulus, dass Jesus „der Erste der Entschlafenen“ war. Was genau bedeutet das? (Jesus war der erste Mensch, der auferstanden ist.)

Bitten Sie die Teilnehmer, noch einmal 1 Korinther 15:22 zu lesen. Fragen Sie anschließend:

  • Wie könnte man die allumfassende Segnung benennen, die wir dank der Auferstehung Jesu Christi empfangen? (Die Teilnehmer sollen diese Lehre zum Ausdruck bringen: Weil Jesus Christus das Sühnopfer vollbracht hat und von den Toten auferstanden ist, werden alle Menschen, die auf der Erde geboren wurden, auferstehen.)

Bitten Sie jemanden, die nachstehenden Aussagen von Präsident Howard W. Hunter (1907–1995) und Präsident Marion G. Romney (1897–1988) von der Ersten Präsidentschaft vorzulesen:

Präsident Howard W. Hunter

„Ohne die Auferstehung wird das Evangelium Jesu Christi zu einer Litanei von weisen Sprüchen und scheinbar unerklärlichen Wundern – von Sprüchen und Wundern ohne einen letzten, höchsten Triumph. Der höchste Triumph ist zugleich das größte aller Wunder. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit stand einer, der tot war, zur Unsterblichkeit auf. Er war tatsächlich der Sohn Gottes, der Sohn unseres unsterblichen Vaters im Himmel, und sein Triumph über den physischen und den geistigen Tod ist die frohe Botschaft, von der jeder Christ künden soll.“ (Howard W. Hunter, „Ein Apostel gibt Zeugnis von der Auferstehung“, Der Stern, Nummer 6, 1986, Seite 13.)

Präsident Marion G. Romney

„‚Er ist auferstanden; er ist nicht hier.‘ (Markus 16:6.) Diese Worte, so beredt in ihrer Schlichtheit, verkünden das bedeutsamste Ereignis in der Geschichtsschreibung.“ (Marion G. Romney, „Die Auferstehung Jesu“, Der Stern, Oktober 1982, Seite 7.)

  • Warum ist die Auferstehung Jesu Christi wohl „das bedeutsamste Ereignis in der Geschichtsschreibung“?

  • Was empfinden Sie wegen des Wissens, dass durch die Auferstehung Jesu Christi alle Kinder des Vaters im Himmel, die auf Erden geboren werden, auferstehen werden?

Erklären Sie, dass uns die Auferstehung nicht nur vom körperlichen, sondern auch vom geistigen Tod erlöst. Gäbe es keine Auferstehung, würden alle Menschen letzten Endes wie der Teufel werden (siehe 2 Nephi 9:6-9).

Geben Sie Zeugnis, dass das Sühnopfer durch die Auferstehung vollendet wurde. Sie hat es möglich gemacht, dass alle Kinder Gottes in seine Gegenwart zurückkehren können.

Matthäus 28; Markus 16; Lukas 24; Johannes 20

Zeugen des auferstandenen Jesus Christus

handout iconTeilen Sie den Teilnehmern diese Aufstellung aus:

Der auferstandene Jesus Christus im Neuen Testament

Schriftstelle

Besuchte Personen

Zeitpunkt

Ort

Geschehnisse

Johannes 20:11-18; Markus 16:9

    

Matthäus 28:1-10

    

Lukas 24:34; 1 Korinther 15:5

    

Markus 16:12; Lukas 24:13-32

    

Markus 16:14; Lukas 24:33, 36-49; Johannes 20:19-23

    

Johannes 20:26-29

    

Johannes 21:4-23

    

Matthäus 28:16-20; Markus 16:15-18

    

Markus 16:19,20; Lukas 24:50-53; Apostelgeschichte 1:9-11

    

1 Korinther 15:6

    

1 Korinther 15:7

    

Apostelgeschichte 7:55,56

    

Apostelgeschichte 9:4-6; 1 Korinther 9:1; 15:8

    

Offenbarung 1:13-18

    

Teilen Sie jedem Teilnehmer ein oder zwei Zeilen der Tabelle zu. Sie sollen die jeweiligen Schriftstellen lesen und herausfinden, wen der auferstandene Erretter besuchte. Geben Sie den Teilnehmern ausreichend Zeit und fragen Sie dann, was sie herausgefunden haben. Bitten Sie sie, sich kurz zu fassen. Besprechen Sie dann diese Fragen:

  • Was haben Sie gerade über die Besuche des auferstandenen Erretters erfahren? Was haben die jeweiligen Personen erlebt?

  • Welche weiteren Zeugen des auferstandenen Jesus Christus gibt es in den heiligen Schriften sonst noch? (Möglicherweise nennen die Teilnehmer die Nephiten oder auch den Propheten Joseph Smith.)

  • Warum ist es wichtig zu wissen, dass es viele Zeugen des auferstandenen Erretters gibt? (Stellen Sie sicher, dass die Teilnehmer diesen Grundsatz verstehen: Weil es viele unterschiedliche Zeugnisse vom auferstandenen Jesus Christus gibt, können wir darauf vertrauen, dass er lebt und dass auch wir nach unserem Tod wieder leben werden.)

Damit die Teilnehmer besser verstehen, welche Auswirkungen die Auferstehung des Erretters auf seine Lehre hat und weshalb Joseph Smith zufolge alle weiteren Grundsätze nur Beigaben zum Tod und zur Auferstehung Jesu Christi sind, geben Sie ihnen diese Aussage von Elder D. Todd Christofferson vom Kollegium der Zwölf Apostel. Bitten Sie einen Teilnehmer, die Aussage vorzulesen.

Elder D. Todd Christofferson

„Wenn Jesus wirklich buchstäblich auferstanden ist, folgt daraus unweigerlich, dass er ein göttliches Wesen ist. Kein Sterblicher hat die Macht in sich, nach seinem Tod wieder ins Leben zurückzukehren. Da Jesus auferstanden ist, muss er mehr als nur ein Zimmermann, ein Lehrer, ein Rabbi oder ein Prophet gewesen sein. Da er auferstanden ist, muss er ein Gott, ja, der einziggezeugte Sohn des Vaters gewesen sein.

Somit stimmt das, was er gesagt hat; Gott kann nicht lügen (siehe Enos 1:6).

Somit war er, wie er es gesagt hat, der Schöpfer der Welt (siehe u. a. 3 Nephi 9:15).

Somit sind Himmel und Hölle, wie er es verkündet hat, Wirklichkeit (siehe u. a. LuB 76).

Somit gibt es eine Geisterwelt, die er nach seinem Tod besucht hat (siehe LuB 138).

Somit wird er, wie die Engel es gesagt haben [siehe Apostelgeschichte 1:10,11], wiederkommen und ‚persönlich auf der Erde regieren‘ (10. Glaubensartikel; siehe auch Schriftenführer ‚Jesus Christus – Tausendjährige Herrschaft Christi‘).

Somit gibt es eine Auferstehung und ein jüngstes Gericht für alle (siehe beispielsweise 2 Nephi 9:15).

In Anbetracht dessen, dass Christus tatsächlich auferstanden ist, sind jegliche Zweifel an der Allmacht, Allwissenheit und Güte Gottvaters – der seinen einziggezeugten Sohn hingab, um die Welt zu erlösen – unbegründet. Auch die Zweifel am Sinn und Zweck des Lebens sind haltlos. Tatsache ist, dass Jesus Christus der einzige Name und Weg ist, durch den die Menschheit errettet werden kann. Die Gnade Christi ist echt; sie ermöglicht dem umkehrwilligen Sünder, Vergebung zu erlangen und rein zu werden. Der Glaube ist wahrhaftig mehr als eine Vorstellung oder psychologische Erfindung. Es gibt feststehende und allgemeingültige Wahrheiten, und es gibt objektive und unveränderliche sittliche Werte, die Christus gelehrt hat.

In Anbetracht dessen, dass Christus tatsächlich auferstanden ist, ist Umkehr von jedweder Verletzung seines Gesetzes und seiner Gebote nicht nur möglich, sondern auch dringend erforderlich. Die Wunder des Erlösers hat es wirklich gegeben, und seine Verheißung an seine Jünger, dass sie die gleichen Werke und sogar noch größere vollbringen können, ist wahr (siehe Johannes 14:12). … In Anbetracht dessen, dass Christus tatsächlich auferstanden ist, ist der Tod nicht unser Ende, und wenn auch Würmer unseren Leib zerfressen, werden wir doch Gott im Fleische schauen (siehe Ijob 19:26).“ („Die Auferstehung Jesu Christi“, Liahona, Mai 2014, Seite 113f.)

  • Wie veranschaulicht diese Aussage von Elder Christofferson, dass die Auferstehung des Erretters im Mittelpunkt der Lehre des wiederhergestellten Evangeliums steht?

Die Teilnehmer sollen verinnerlichen, wie es sich auf sie persönlich auswirkt, dass Christus tatsächlich auferstanden ist. Bitten Sie dazu jemanden, die nachstehende Aussage von Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel vorzulesen:

Elder Dallin H. Oaks

„Die ‚lebendige Hoffnung‘, die wir durch die Auferstehung erhalten, ist unsere Überzeugung, dass der Tod nicht das Ende unserer Persönlichkeit ist, sondern nur ein notwendiger Schritt im Übergang von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit. Diese Hoffnung ändert unsere Sicht von der Sterblichkeit. …

Die Zusicherung der Auferstehung gibt uns die Kraft und die Perspektive, um den irdischen Herausforderungen zu begegnen, die vor uns und denen, die wir lieben, liegen, zum Beispiel körperliche, geistige oder emotionale Behinderungen, die wir von Geburt an mitbringen oder während des Lebens bekommen. Aufgrund der Auferstehung wissen wir, dass diese sterblichen Unzulänglichkeiten nur vorübergehend sind.

Die Zusicherung der Auferstehung gibt uns auch einen starken Anreiz, während unseres Erdenlebens die Gebote Gottes zu befolgen.“ („Die Auferstehung“, Liahona, Juli 2000, Seite 16.)

  • Warum ist es so wichtig, ein Zeugnis davon zu entwickeln, dass die Auferstehung tatsächlich stattgefunden hat? Die Teilnehmer sollen diesen Grundsatz erkennen: Wegen der Auferstehung Jesu Christi können wir Hoffnung und einen ewigen Blickwinkel haben, wenn wir mit Schwierigkeiten und Prüfungen konfrontiert sind.)

  • Inwiefern hat es Ihnen schon Hoffnung und Freude gebracht, dass Sie von der Auferstehung wissen, oder wie hat dieses Wissen jemandem geholfen, den Sie kennen?

Lesen Sie diese Aussage von Präsident David O. McKay (1873–1970) vor:

Präsident David O. McKay

„Zweieinhalb Jahre waren [die Apostel] durch die Gegenwart Christi aufgebaut und inspiriert worden. Aber jetzt war er nicht mehr da. Sie waren sich selbst überlassen und schienen verwirrt und hilflos. …

Was verwandelte diese Jünger plötzlich in zuversichtliche, furchtlose, heldenhafte Verkündiger des Evangeliums Jesu Christi? Die Offenbarung, dass Christus aus dem Grab hervorgekommen war.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche: David O. McKay, 2003, Seite 71f.)

Die Teilnehmer sollen überlegen, wen sie durch die Botschaft der Auferstehung stärken könnten. Legen Sie ihnen ans Herz, demjenigen schon bald kundzutun, was sie darüber empfinden, und Zeugnis davon zu geben.

Lesestoff für die Teilnehmer

  • Lukas 24:1-48; Johannes 20; 1 Korinther 15:1-29,54-58

  • Dallin H. Oaks, „Die Auferstehung“, Liahona, Juli 2000, Seite 16–19