Lektion 27: Jesus Christus ist das Licht, das Leben und die Hoffnung der Welt

Jesus Christus und das immerwährende Evangelium – Leitfaden für den Lehrer, 2015


Einleitung

Jesus Christus „ist das Licht, das Leben und die Hoffnung der Welt“ („Der lebendige Christus – das Zeugnis der Apostel“, Artikel-Nr. 36299 150). Im Rahmen dieser Lektion sollen die Teilnehmer besser verstehen, dass sie größere Hoffnung auf das ewige Leben haben und den Schwierigkeiten des Lebens mit stärkerer Entschlossenheit entgegentreten können, wenn sie zu Christus kommen.

Zusätzlicher Lesestoff

  • Dieter F. Uchtdorf, Die Hoffnung auf das Licht Gottes, Liahona, Mai 2013, Seite 70, 75ff.

  • Dieter F. Uchtdorf, „Die unendliche Macht der Hoffnung“, Liahona, November 2008, Seite 21–24

Anregungen für den Unterricht

Johannes 1:1-9; Lehre und Bündnisse 88:6-13

Jesus Christus ist das Licht der Welt

Lesen Sie die nachstehende Aussage von Präsident Dieter F. Uchtdorf von der Ersten Präsidentschaft vor. Die Teilnehmer sollen darauf achten, in welchen Umständen sich jemand so fühlt, als sei er von Finsternis umgeben:

Präsident Dieter F. Uchtdorf

„Bei mir im Büro hängt ein Gemälde, das ich sehr mag. Es trägt den Titel Der Eingang zur Erleuchtung. Geschaffen hat es ein Freund von mir, der dänische Künstler Johan Benthin, der auch der erste Pfahlpräsident in Kopenhagen war.

Das Gemälde zeigt einen dunklen Raum mit einer geöffneten Tür, durch die Licht einfällt. Interessant finde ich, dass das Licht, das durch die Tür einfällt, nicht den gesamten Raum erleuchtet, sondern nur ein kleines Stück unmittelbar vor der Tür.

Die Dunkelheit und das Licht in diesem Gemälde sind für mich ein Sinnbild für das Leben. Es gehört zu den Bedingungen unseres irdischen Daseins, dass wir manchmal meinen, wir seien von Dunkelheit umgeben. Vielleicht haben wir einen geliebten Menschen verloren oder ein Kind ist vom Weg abgekommen; vielleicht hat uns der Arzt eine beunruhigende Diagnose gestellt; vielleicht haben wir Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und werden von Zweifeln und Ängsten geplagt, oder wir fühlen uns verlassen und ungeliebt.

Doch auch wenn wir uns in unseren gegenwärtigen Verhältnissen verloren vorkommen mögen, hat Gott uns Hoffnung auf sein Licht verheißen – er hat versprochen, den Weg vor uns zu erleuchten und uns den Weg aus der Dunkelheit zu weisen.“ („Die Hoffnung auf das Licht Gottes“, Liahona, Mai 2013, Seite 70.)

  • In welchen Umständen fühlt sich jemand möglicherweise so, als sei er von Finsternis umgeben?

  • Was kann Gott Präsident Uchtdorf zufolge tun, wenn wir so empfinden?

Erklären Sie, nachdem die Teilnehmer geantwortet haben, dass sich diese Lektion hauptsächlich darum dreht, wie wir Licht und Hoffnung von Gott empfangen können – ganz gleich, in welchen Umständen wir uns befinden.

Bitten Sie einen Teilnehmer, Johannes 1:1-5 vorzulesen. Die Klasse soll mitlesen und auf Wörter und Formulierungen achten, mit denen Johannes den Erretter beschreibt. Lassen Sie die Teilnehmer berichten, was sie herausgefunden haben, und schreiben Sie dann diese Lehre an die Tafel: Jesus Christus ist das Licht der Welt.

Damit die Teilnehmer diese Lehre besser verinnerlichen können, sollen sie Johannes 1:6-9 für sich lesen. Fragen Sie anschließend:

  • Was lehren uns diese Verse über die Rolle Jesu Christi als das Licht der Welt?

  • Wie zeigen Johannes 12:46 und Lehre und Bündnisse 84:46 auf, wie Jesus als Licht der Welt jeden Menschen erleuchten kann?

Erklären Sie den Teilnehmern, dass in den heiligen Schriften das Licht, „das jeden Menschen erleuchtet“ (Johannes 1:9), oder das Licht Christi, „manchmal auch als der Geist des Herrn, der Geist Gottes, der Geist Christi oder das Licht des Lebens bezeichnet“ wird. (Treu in dem Glauben – ein Nachschlagewerk zum Evangelium, Seite 118.) Das Licht Christi wird in Lehre und Bündnisse 88 beschrieben.

Lassen Sie die Teilnehmer zu zweit zusammenarbeiten. Sie sollen Lehre und Bündnisse 88:6-13 lesen und herausfinden, inwiefern Jesus Christus die Quelle des Lichts und des Lebens ist. Geben Sie den Teilnehmern genügend Zeit und fragen Sie dann:

  • Wie kann das Licht Christi auf alle Geschöpfe des Vaters im Himmel einwirken?

  • Wie kann sich das Licht Christi diesen Versen zufolge auf jeden Menschen auswirken?

  • Warum ist es hilfreich zu verstehen, dass das Licht, das das Universum regiert, „dasselbe Licht [ist], das euch das Verständnis belebt“? (LuB 88:11.)

Ein Teilnehmer soll diese Aussage von Präsident Dieter F. Uchtdorf vorlesen:

Präsident Dieter F. Uchtdorf

„Das Licht Gottes gibt es wirklich. Ein jeder kann es haben! Es gibt allem das Leben (siehe LuB 88:11-13). Es hat die Macht, den Schmerz der tiefsten Wunden zu lindern. Es kann ein heilsamer Balsam sein für die einsame, verkümmerte Seele. Es kann der gramzerfurchten Stirn den Schimmer einer strahlenderen Hoffnung aufsetzen. Es kann das tiefste Jammertal hell erleuchten. Es kann den Weg vor uns anstrahlen und uns durch die finsterste Nacht dem verheißenen neuen Morgen entgegenführen.

Dies ist ‚der Geist Jesu Christi‘, der ‚jedem Menschen, der in die Welt kommt, Licht [gibt]‘ (Lehre und Bündnisse 84:45,46).“ („Die Hoffnung auf das Licht Gottes“, Liahona, Mai 2013, Seite 75.)

Besprechen Sie mit der Klasse diese Fragen:

  • Wie werden wir Präsident Uchtdorf zufolge dank des Lichts gesegnet, das der Vater im Himmel uns durch Jesus Christus schenkt?

  • Wie haben Sie schon die Segnungen empfangen, von denen Präsident Uchtdorf spricht?

Schreiben Sie diesen unvollständigen Satz an die Tafel:

Das Licht der Welt gibt …

Die Teilnehmer sollen Lehre und Bündnisse 88:13 noch einmal lesen und eine Formulierung finden, mit der sich der Satz an der Tafel vervollständigen lassen könnte. Fragen Sie:

  • In welcher Beziehung steht die Rolle des Erretters als das Licht der Welt zu seiner Rolle als das Leben der Welt?

  • Wie hängen Licht und Leben zusammen? (Erklären Sie, dass Jesus „das Leben der Welt [ist], weil seine Auferstehung und sein Sühnopfer uns sowohl vom körperlichen als auch vom geistigen Tod erretten“ [Dallin H. Oaks, „Das Licht und das Leben der Welt“, Der Stern, Januar 1988, Seite 61].)

  • Was würde geschehen, wenn das Licht und die Kraft des Erretters aufhören würden, alles Lebende zu erhalten? (Es würde kein Leben mehr geben.)

Erklären Sie, dass in den heiligen Schriften viele Beispiele dafür stehen, wie Jesus buchstäblich das Licht der Welt ist. Als der Erretter starb, herrschte drei Tage lang Finsternis – ein Symbol dafür, dass das Licht der Welt von der Welt gegangen war (siehe 3 Nephi 8:20-23). Andererseits wurde die Geburt des Heilands von einem Stern und großen Lichtern am Himmel begleitet und drei Tage lang wurde es nicht dunkel (siehe Helaman 14:3-5; 3 Nephi 1:15,21).

Psalm 146:5; Römer 5:3-5; 15:13; Ether 12:4,32; Moroni 7:3,40,41

Jesus Christus ist die Hoffnung der Welt

Erklären Sie, dass der Begriff Hoffnung verschiedene Bedeutungen haben kann. Im Zusammenhang mit dem Evangelium Jesu Christi steht Hoffnung für „die vertrauensvolle Erwartung und Sehnsucht nach den verheißenen Segnungen der Rechtschaffenheit“ (Schriftenführer, „Hoffnung“; scriptures.lds.org). Der Erretter wird manchmal „Hoffnung der Welt“ genannt, weil wir die verheißenen Segnungen der Rechtschaffenheit dank ihm empfangen. Jesus Christus „ist das Licht, das Leben und die Hoffnung der Welt“ („Der lebendige Christus – das Zeugnis der Apostel“, Artikel-Nr. 36299 150).

Schreiben Sie die folgenden Schriftstellen und Fragen an die Tafel oder auf einen Zettel:

Worauf muss wahre Hoffnung gegründet sein? (Ether 12:4,32; Moroni 7:3,40,41)

Welchen Segen verschafft es uns im Leben, wenn wir Hoffnung haben? (Psalm 146:5; Römer 5:3-5; 15:13)

Teilen Sie die Klasse in kleine Gruppen ein. Die Gruppen sollen sich mit den Schriftstellen befassen und auf wichtige Worte und Formulierungen achten, die mit Hoffnung zu tun haben, und mögliche Antworten auf die Fragen besprechen. Lassen Sie ihnen genügend Zeit und bitten Sie die Gruppen dann, ein oder zwei Aussagen zu verfassen, die das zusammenfassen, was sie über die Lehre der Hoffnung erfahren haben. Anschließend sollen sie der Klasse ihre Aussagen vortragen. Gehen Sie sicher, dass die Teilnehmer folgenden Grundsatz verstehen: Hoffnung bedeutet, die Zuversicht zu haben, dass wir durch das Sühnopfer Jesu Christi und durch das Befolgen seiner Gebote Gottes verheißene Segnungen empfangen werden, darunter auch das ewige Leben. Wenn noch Zeit ist, können Sie diese Fragen besprechen:

  • Was legt das Wort Gewissheit in dem Satz „darf mit Gewissheit auf eine bessere Welt hoffen“ (Ether 12:4) nahe? (Sicherheit, Vertrauen, Zuversicht. Schlagen Sie vor, dass sich die Teilnehmer diese Worte neben Ether 12:4 schreiben.)

  • Wie kann Hoffnung so, wie sie in diesen Versen beschrieben wird, „für die Menschenseelen zum Anker [werden]“ und uns helfen, „sicher und standhaft …, immer reich an guten Werken“ zu sein“ (Ether 12:4)?

Bitten Sie einen Teilnehmer, diese Aussage vorzulesen:

„Wenn wir Hoffnung haben, vertrauen wir auf Gottes Verheißungen. Dann haben wir die ruhige Gewissheit, unseren Lohn zu empfangen, wenn wir ‚die Werke der Rechtschaffenheit‘ tun, ‚nämlich Frieden in dieser Welt und ewiges Leben in der künftigen Welt‘ (LuB 59:23). Mormon hat deutlich gemacht, dass diese Hoffnung nur durch das Sühnopfer Jesu Christi möglich ist [siehe Moroni 7:41].“ (Treu in dem Glauben – ein Nachschlagewerk zum Evangelium, Seite 102.)

  • Warum können wir ohne Glauben an Jesus Christus und dessen Sühnopfer keine wahre Hoffnung entwickeln? Wie vertieft dies Ihr Verständnis davon, weshalb Jesus Christus die Hoffnung der Welt ist? (Wenn wir Hoffnung auf Jesus Christus haben, können wir über unsere Schwierigkeiten und unseren Kummer in diesem sterblichen Leben hinausschauen und unseren Blick auf die Segnungen lenken, die uns dank seinem Sühnopfer zugänglich sind – etwa die Auferstehung und das ewige Leben.)

  • Was können Sie tun, um mit größerer Hoffnung durchs tägliche Leben zu schreiten?

Wenn der Geist Sie dazu bewegt, können Sie die Teilnehmer bitten, von einer Zeit in ihrem Leben zu berichten, als ihre Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben durch Jesus Christus sie oder jemand anderen gesegnet hat.

Lesestoff für die Teilnehmer