Lektion 5

Jesus Christus war der Jehova des Alten Testaments

Jesus Christus und das immerwährende Evangelium – Leitfaden für den Lehrer


Einleitung

Die neuzeitlichen Propheten haben vom Heiland Jesus Christus bezeugt: „Er war der große Jahwe [Jehova] des Alten Testaments.“ („Der lebendige Christus – das Zeugnis der Apostel“, Artikel-Nr. 36299 150.) Als Jehova richtete Jesus Christus zu allen Evangeliumszeiten das immerwährende Evangelium des himmlischen Vaters auf Erden auf, um alle Kinder Gottes zu sammeln, die verloren gegangen waren. Unser Glaube an Jesus Christus kann gefestigt werden, wenn wir erkennen, dass er unwandelbar ist und sein Evangelium immerwährend.

Zusätzlicher Lesestoff

Anregungen für den Unterricht

Exodus 3:11-14; 6:2,3; Johannes 8:52,53,56-59; 18:5,8; 3 Nephi 15:5; Abraham 1:16; 2:8

Jesus Christus war der Jehova des Alten Testaments

Die Teilnehmer sollen einige Namen und Titel von Jesus Christus nennen. Schreiben Sie die Antworten an die Tafel. Erklären Sie, dass Sie sich heute mit einem Namen und Titel von Jesus Christus beschäftigen werden, unter dem er vor seinem irdischen Wirken bekannt war. Die Teilnehmer sollen Johannes 8:52,53,56-59 für sich lesen. Fragen Sie anschließend:

  • Welche Fragen stellten die Juden dem Erretter?

  • Was meinte Jesus wohl mit diesem Satz: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich.“ (Vers 58.)

Teilen Sie die Teilnehmer in Zweiergruppen ein. Sie sollen sich näher damit befassen, was die Formulierung „bin ich“ bedeutet und dazu Exodus 3:11-14 und 6:2,3 lesen und darauf achten, wie der Gott des Alten Testaments sich selbst bezeichnete. Wenn die Teilnehmer genügend Zeit hatten, stellen Sie diese Fragen:

  • Wie nannte der Gott des Alten Testaments laut dieser Verse sich selbst? (Weisen Sie darauf hin, dass in der englischen Bibelausgabe die Joseph-Smith-Übersetzung von Exodus 6:3 so lautet: „Ich bin der Herr, der allmächtige Gott, der Herr JEHOVA. War ihnen nicht mein Name bekannt?“ (Siehe auch Abraham 1:16.)

  • Inwiefern verdeutlichen diese Verse die Aussage Jesu Christi „Noch ehe Abraham wurde, bin ich“? (Die Teilnehmer sollen verstehen, dass Jesus Christus Jehova, der Gott des Alten Testaments und der erhabene ICH-BIN-DA war.)

Lesen Sie gemeinsam diese Aussage:

Elder Bruce R. McConkie

„Niemand hätte je deutlicher und offener bekräftigen können, dass er der Gottheit angehört: ‚Noch ehe Abraham wurde, bin ich, Jehova.‘ Das bedeutet: ‚Ich bin der allmächtige Gott, der erhabene ICH BIN. Ich bin der Ewige, der für sich allein existiert. Ich bin der Gott eurer Väter. Mein Name lautet: ICH BIN-DA.‘“ (Bruce R. McConkie, Doctrinal New Testament Commentary, 3 Bände, 1965–1973, 1:464.)

Jehova lautet der „Bundes- oder Eigenname des Gottes Israels. Er bedeutet ,der ewige ICH BIN‘.“ (Schriftenführer, „Jehova“.)

  • Weshalb ist es wichtig zu wissen, dass Jesus Christus Jehova war, der Gott des Alten Testaments? (Die Teilnehmer sollen dies erkennen: Gott hat sein Evangelium immer durch seinen Sohn Jesus Christus weitergegeben. Siehe auch 3 Nephi 15:5: Dort lehrt der Heiland, dass er das Gesetz gegeben hat.)

Bitten Sie auch jemanden, diese Aussage von Präsident Joseph Fielding Smith (1876–1972) vorzulesen:

Präsident Joseph Fielding Smith

„Seit dem Sündenfall kommen alle Offenbarungen von Jesus Christus, der im Alten Testament Jehova heißt. … Seit dem Sündenfall hat Gott der Vater [Elohim] niemals persönlichen Umgang mit den Menschen gehabt. Wenn er überhaupt erschienen ist, tat er es, um von seinem Sohn Zeugnis abzulegen.“ (Joseph Fielding Smith, Lehren der Erlösung, Hg. Bruce R. McConkie, Band I, Seite 35f.)

  • Wie hilft es Ihnen, Glauben an Jehova – also Jesus Christus – auszuüben, wenn Ihnen bewusst ist, dass er unwandelbar ist? (Die Teilnehmer sollen verstanden haben: Wenn wir wissen, dass Jesus Christus unwandelbar ist, können wir daran glauben, dass er die Verheißungen, die er uns gemacht hat, genauso erfüllen wird wie die Verheißungen, die er den Menschen in den heiligen Schriften gemacht hat.)

Erklären Sie, dass zu frühen, nachbiblischen Zeiten der hebräische Name für Jehova (in der Literatur üblicherweise Jahwe) als sehr heilig erachtet wurde und nicht ausgesprochen werden durfte. Aus diesem Grund gaben die Übersetzer der Bibel das Wort Jehova bis auf wenige Ausnahmen (siehe Exodus 6:2, Deuteronomium 4:35) als „Herr“ wieder. Im heutigen Judentum wurde es durch Adonai ersetzt, was „Herr“ bedeutet.

Genesis 13:14-16; 17:1-9; Mose 6:51,52,64-66; Abraham 1:18,19; 2:8-11

Jehova richtete in alter Zeit das immerwährende Evangelium auf

Bitten Sie die Zweiergruppen, Mose 6:51,52,64-66 zu lesen und darauf zu achten, was Jehova Adam lehrte. Erklären Sie, dass Jehova in den Versen 51 und 52 im Namen des Vaters sprach. Fragen Sie anschließend:

  • Was fällt Ihnen an dem Evangelium auf, in dem Adam unterwiesen wurde? (Es ist dasselbe Evangelium, das auch heute gelehrt wird. [In 2 Nephi 31:10-16 wird dasselbe Evangelium beispielsweise auf dem amerikanischen Kontinent gelehrt.] Untermauern Sie diesen Grundsatz und schreiben Sie diese Aussage an die Tafel: Das Evangelium Jesu Christi ist in jeder Evangeliumszeit immerwährend und unveränderlich.)

Weisen Sie außerdem darauf hin, dass Jehova sein immerwährendes Evangelium in einer späteren Evangeliumszeit durch einen Bund mit Abraham erneuerte. Teilen Sie die Klasse in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe soll Genesis 13:14-16; 17:2-8 und Abraham 1:18,19; 2:8-11 lesen und auflisten, welche Verheißungen der Herr Abraham machte. Die andere Gruppe soll Genesis 17:1-5,9; Abraham 1:19 und 2:8-11 lesen und auflisten, was von Abraham verlangt wurde, damit er die verheißenen Segnungen empfangen konnte. (Hinweis: Wenn die Teilnehmer lernen, auf Grundlage der heiligen Schriften Listen zu erstellen, können sie ermitteln, auf welche Hauptpunkte der Verfasser der Schriftstelle hinauswollte.)

Während die Teilnehmer damit beschäftigt sind, übertragen Sie die nachstehende Tabelle an die Tafel. Lassen Sie genügend Platz für die Antworten der Teilnehmer:

Der Bund mit Abraham

Verheißungen an Abraham

Was Abraham tun musste

   

Nachdem die Teilnehmer genügend Zeit hatten, fordern Sie einige aus jeder Gruppe auf, an die Tafel zu kommen und das, was sie herausgefunden haben, unter die jeweilige Überschrift zu schreiben. Sie können den Bund mit Abraham auch mithilfe dieser Aussage zusammenfassen:

„Abraham empfing das Evangelium und wurde zum höheren Priestertum ordiniert (LuB 84:14; Abraham 2:11), und er ging die celestiale Ehe ein, die der Bund der Erhöhung ist (LuB 131:1-4; 132:19,29). Abraham empfing die Verheißung, dass alle Segnungen dieser Bündnisse seinen irdischen Nachkommen angeboten werden würden (LuB 132:29-31; Abraham 2:6-11). Zusammen werden diese Bündnisse und Verheißungen als Abrahamischer Bund bezeichnet. Dieser Bund wurde mit der Wiederherstellung des Evangeliums in den Letzten Tagen wiederhergestellt, denn durch dieses werden alle Nationen der Erde gesegnet (Galater 3:8,9,29; LuB 110:12; 124:58; Abraham 2:10,11).“ (Schriftenführer, „Abrahamischer Bund“; scriptures.lds.org.)

Erklären Sie, dass der Vater schon immer mit seinen Kindern einen Bund schloss und sie durch die Wahrheiten, heiligen Handlungen und Segnungen des immerwährenden Evangeliums sammelte. Zur Wiederherstellung des Evangeliums gehört auch die Wiederherstellung des Bundes mit Abraham. Der Bund mit Abraham ist sogar ein wesentlicher Bestandteil des neuen und immerwährenden Bundes – der Fülle des Evangeliums Jesu Christi. Fragen Sie die Teilnehmer:

  • Wie wirkt es sich auf Ihr Leben aus, dass Sie wissen, dass wir Nachkommen Abrahams sind und somit Erben von allem, was Gott ihm verheißen hat?

  • Wie kann die Familie dadurch gestärkt werden, dass die Segnungen, die Abraham und seinen Nachkommen verheißen wurden, heute offenstehen, und wie kann uns das bei unseren Entscheidungen helfen?

Fragen Sie die Teilnehmer, wie sie sicherstellen können, dass sie und ihre Familie – in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die verheißenen Segnungen dieses Bundes erlangen können.

Josua 24:3-13; 1 Nephi 17:23-32

Jehova segnete und führte Israel in alter Zeit

Erklären Sie: Im Rahmen des Bundes mit Abraham verhieß Jehova den Nachkommen Abrahams und denjenigen, die sich mit ihnen sammelten, die Segnungen des Evangeliums. Eine Hälfte der Klasse soll Josua 24:3-13 lesen, die andere Hälfte 1 Nephi 17:23-32. Die Teilnehmer sollen auf Begriffe und Formulierungen achten, die aufzeigen, was Jehova für das alte Israel tat. Sie können ihnen vorschlagen, die entsprechenden Aussagen zu markieren. Geben Sie ihnen ausreichend Zeit und lassen Sie sie dann berichten, was sie herausgefunden haben. Schreiben Sie die Antworten der Teilnehmer an die Tafel. Bitten Sie jemanden, Exodus 6:2-6 vorzulesen. Dort finden wir ein paar Beweggründe Jehovas. Fragen Sie die Klasse:

  • Welchen Grund nennt Jehova, weshalb er vieles von dem getan hat, worüber wir in Josua und 1 Nephi lesen können?

  • Was sagt das über die Verheißungen aus, die der Herr Ihnen gemacht hat? (Lassen Sie die Teilnehmer antworten und schreiben Sie dann diesen Grundsatz an die Tafel: Wenn wir treu sind, erfüllt der Herr die Verheißungen, die er uns gemacht hat.

Ein Teilnehmer soll die nachstehende Aussage von Präsident Dieter F. Uchtdorf vorlesen:

Präsident Dieter F. Uchtdorf

„Weil Gott in der Vergangenheit treu war und seine Verheißungen erfüllt hat, können wir voller Zuversicht für die Gegenwart und die Zukunft auf Gottes Verheißungen hoffen. In Zeiten der Bedrängnis halten wir uns an die Hoffnung, dass ‚alles zu [unserem] Guten zusammenwirken‘ wird [LuB 90:24].“ („Die unendliche Macht der Hoffnung“, Liahona, November 2008, Seite 23.)

  • Wie hilft uns das Wissen, was Jehova in alter Zeit getan hat, wenn wir geprüft werden?

  • Was hat er für das alte Israel getan, was er auch für Sie tun würde?

Geben Sie Zeugnis, dass Jesus Christus die Kinder Gottes zu jeder Evangeliumszeit mit dem immerwährenden Evangelium gesegnet hat. Ebenso wie das Bundesvolk in alter Zeit können auch wir die verheißenen Segnungen erlangen, sofern wir gehorsam sind.

Lesestoff für die Teilnehmer