„Ich bin dazu geboren“

Neues Testament: Evangeliumslehre – Leitfaden für den Lehrer, 1998


Ziel

Jeder soll die Liebe des Erretters spüren und seine Liebe zu ihm und seine Dankbarkeit für sein Sühnopfer soll wachsen.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Lesen Sie folgende Schriftstellen, und beten Sie darüber:

    1. a)

      Matthäus 26:47–75; Markus 14:43–72; Lukas 22:47–71; Johannes 18:1–27. Jesus wird kurz nach seinem Seelenkampf in Getsemani von Judas verraten. Dieser kommt mit den Hohenpriestern, Pharisäern und Soldaten. Jesus liefert sich selbst seinen Häschern aus, die ihn aus dem Garten führen und einem jüdischen Gericht überantworten. Zunächst wird er von Hannas verhört, einem ehemaligen Hohenpriester. Danach verhört ihn Kajaphas, der Nachfolger und Schwiegersohn von Hannas. Die anwesenden Hohenpriester und Ältesten spucken ihn an, machen sich über ihn lustig, fesseln ihn und beschuldigen ihn der Gotteslästerung, die mit dem Tod bestraft werden konnte. Draußen, vor dem Palast des Kajaphas, leugnet Petrus, Jesus zu kennen.

    2. b)

      Matthäus 27:1–26; Markus15:1–15; Lukas 23:1–25; Johannes18:28–19:16. Die Hohenpriester und Ältesten haben nicht die Vollmacht, Jesus zum Tod zu verurteilen. Deswegen schicken sie ihn zum Verhör zu Pontius Pilatus, dem römischen Statt- halter in Judäa. Vor Pilatus wird Jesus beschuldigt, ein Feind Cäsars zu sein. Als Pilatus erfährt, daß Jesus aus Galiläa stammt, schickt er ihn zu Herodes, einem Herrscher in Galiläa. Herodes verurteilt Jesus nicht und schickt ihn zu Pilatus zurück, der den Forderungen der Menschenmenge, Jesus solle gekreuzigt werden, nachgibt.

    3. c)

      Matthäus 27:27–66; Markus 15:16–39; Lukas 23:26–56; Johannes 19:17–42. Jesus wird gegeißelt und gekreuzigt. Am Kreuz opfert er sich selbst für die Menschheit und leidet heftige Pein.

  2. 2.

    Zusätzlicher Lesestoff: Jesaja 53; Markus 15:39–47; Johannes 3:16; 15:13; 1 Nephi 11:32,33; 19:7–9; 2 Nephi 9:21,22.

  3. 3.

    Schreiben Sie die sieben Aussagen von Seite 110 auf Papierstreifen (Sie können sie auch an die Tafel schreiben).

  4. 4.

    Falls folgendes Material verfügbar ist, verwenden Sie es im Unterricht:

    1. a)

      Die Bilder „Der Verrat Jesu“ (34730 150; Bilder zum Evangelium, Nr. 228); „Die Verleugnung durch Petrus“ (62177; Bilder zum Evangelium, Nr. 229) und „Die Kreuzigung“ (62505; Bilder zum Evangelium, Nr. 230).

    2. b)

      „Ich bin dazu in die Welt gekommen“ ist ein sechsminütiger Film in Das Neue Testament – Videos (56914 150).

  5. 5.

    Anregung für den Unterricht: Wenn der Lehrer und die Teilnehmer andächtig sind, laden sie den Geist in die Klasse ein. Die Teilnehmer sollen „die Freiheit haben, sich an der Diskussion zu beteiligen, zu sprechen, sich an Aktivitäten in der Klasse zu beteiligen, aber keiner in der Klasse hat das Recht, einen anderen dadurch zu stören, daß er sich über ihn lustig macht oder leichtfertige Bemerkungen macht“ (David O. McKay, Gospel Ideals, [1954], 224). Leben Sie vor, was es bedeutet, Gott gegenüber ehrfürchtig zu sein und jeden Teilnehmer zu achten.

Vorgeschlagener Unterrichtsablauf

Interesse wecken

Sie können den Unterricht mit der folgenden (oder einer eigenen) Aktivität beginnen.

Die Teilnehmer sollen die Karte „Jerusalem in neutestamentlicher Zeit“ aufschlagen (Karte 11 in der Einheitsübersetzung der Bibel).

Erklären Sie, daß Sie sich in dieser Lektion mit der Kreuzigung des Erretters und mit den Ereignissen beschäftigen werden, die ihr vorausgingen. Helfen Sie den Teilnehmern, den jeweiligen Schauplatz auf der Karte zu finden: 1. der Garten Getsemani, 2. der Palast des Kajaphas, 3. der Hof, der außerhalb des Tempels liegt, 4. die Festung Antonia (das Haus des Pilatus) und 5. Golgota (die Schädelhöhe).

Wenn die Teilnehmer Golgota gefunden haben, sagen Sie ihnen, daß Jesus dort gekreuzigt worden ist. Zeigen Sie das Bild „Die Kreuzigung“. Die Teilnehmer sollen sich vorstellen, ein kleines Kind betrachte das Bild und frage: „Warum mußte Jesus sterben?“ Bitten Sie die Teilnehmer, während des Unterrichts eine Antwort auf diese Frage zu suchen. Sagen Sie ihnen, daß Sie diese Frage gegen Ende dieser Lektion besprechen werden.

Besprechen und anwenden

Helfen Sie den Teilnehmern, während Sie die folgenden Schriftstellen besprechen, die Liebe des Erretters zu erkennen, die er gezeigt hat, als er sich verfolgen und kreuzigen ließ.

1. Jesus wird verraten, gefangengenommen und der Gotteslästerung angeklagt; Petrus verleugnet Jesus dreimal.

Besprechen Sie Matthäus 26:47–75; Markus 14:43–72; Lukas 22:47–71 und Johannes 18:1–27. Bitten Sie jemand, ausgewählte Verse daraus laut vorzulesen. Vielleicht möchten Sie diesen Bericht zusammenfassen, wie es unter 1a im Abschnitt „Vorzubereiten“ angegeben ist. Zeigen Sie das Bild „Der Verrat Jesu“.

• Wie reagierte Petrus, als die Männer in den Garten Getsemani kamen, um Jesus wegzuführen? (Siehe Johannes 18:10.) Wie reagierte Jesus auf diese Männer? (Siehe Lukas 22:51–53; Johannes 18:11,12.) Warum ließ Jesus es zu, daß man ihn gefangennahm? (Siehe Matthäus 26:53,54; Johannes 10:17,18. Erklären Sie, daß es der Wille des himmlischen Vaters war, daß Jesus sein Leben für uns niederlegte.)

• Die Hohenpriester und Ältesten beschuldigten Jesus der Gotteslästerung, ein Verbre- chen, das mit dem Tod bestraft werden konnte (Markus 14:64). Was ist Gottesläste- rung? (Gott gegenüber nicht ehrfürchtig zu sein oder zu behaupten, Gott gleichgestellt zu sein.) Was sagte Jesus, so daß die Hohenpriester und Ältesten dachten, er lästere Gott? (Siehe Markus 14:60–63.)

• Als Jesus aus dem Garten geführt wurde, „verließen ihn alle Jünger und flohen“ (Matthäus 26:56). Doch Petrus und Johannes folgten ihm (Matthäus 26:58; Johannes 18:15; es wird angenommen, daß der andere Jünger, der in Johannes 18:15 nicht namentlich genannt wird, Johannes war). Was tat Petrus, als die Leute, die vor dem Palast des Kajaphas waren, sagten, er kenne Jesus? (Siehe Matthäus 26:69–74.) Was machte Petrus, als er erkannte, daß er Jesus dreimal verleugnet hatte? (Siehe Matthäus 26:75; siehe auch Vers 33–35.)

Zeigen Sie das Bild „Die Verleugnung durch Petrus“.

• Inwiefern verleugnen manche von uns so wie Petrus manchmal ihren Glauben? Was können wir aus dem Leben des Petrus lernen, nachdem er den Herrn verleugnet hat?

Präsident Gordon B. Hinckley hat gesagt: „Ich empfinde mit Petrus. So viele Menschen sind wie er. Wir versichern andere unserer Loyalität, wir sind fest entschlossen, Mut zu beweisen, wir verkünden – manchmal sogar öffentlich –, daß wir unter allen Umständen das Rechte tun werden, daß wir für die gute Sache eintreten werden, daß wir uns selbst und anderen treu bleiben werden.

Aber dann wird der Druck von außen immer größer. Manchmal sind wir gesellschaftlichem Druck ausgesetzt; manchmal unseren eigenen Wünschen. Manchmal haben wir mit falschem Ehrgeiz zu kämpfen; unser Wille wird schwach, und unsere Disziplin läßt nach. Dann geben wir auf. Aber hinterher tut es uns leid; wir machen uns Vorwürfe und vergießen bittere Tränen der Reue. …

… Wenn es innerhalb der Kirche Menschen gibt, die – durch Wort und Tat – den Glauben geleugnet haben, dann bete ich darum, daß sie aus dem Beispiel des Petrus Trost schöpfen und zu neuer Entschlußkraft angeregt werden, denn obwohl er ja jeden Tag mit Jesus zusammengewesen war, leugnete er in einer Stunde, als er großem Druck ausgesetzt war, den Herrn und auch das Zeugnis, das er im Herzen trug. Aber er wuchs über sich hinaus, verteidigte das Evangelium und trat dafür ein. Daran wird deutlich, daß jeder die Möglichkeit hat, sich zu ändern und seine Kraft und seinen Glauben einzusetzen, um gemeinsam mit den anderen Mitgliedern das Gottesreich aufzubauen.“ (Der Stern, August 1994, Seite 5–7.)

2. Jesus wird verurteilt, gekreuzigt zu werden.

Lesen und besprechen Sie ausgewählte Verse aus Matthäus 27:1–26; Markus 15:1–15; Lukas 23:1–25 und Johannes 18:28–19:16. Sie können diesen Bericht zusammenfassen, wie es unter 1b im Abschnitt „Vorzubereiten“ angegeben ist.

• Als Pilatus herausfand, daß Jesus aus Galiläa stammte, schickte er ihn zu Herodes, der in Galiläa regierte (Lukas 23:6,7). Warum „freute sich [Herodes] sehr, als er Jesus sah“? (Siehe Lukas 23:8.) Wie reagierte Jesus auf die Fragen des Herodes? (Siehe Lukas 23:9; vergleichen Sie diese Verse mit der Prophezeiung in Jesaja 53:7.)

• Nachdem Herodes und seine Männer schwere Beschuldigungen gegen Jesus erhoben und sich über ihn lustig gemacht hatten, schickten sie ihn zu Pilatus zurück (Lukas 23:11). Zu welchem Urteil über Jesus kam Pilatus? (Siehe Lukas 23:13–17; siehe auch Lukas 23:4.) Warum verurteilte Pilatus Jesus, gekreuzigt zu werden? (Siehe Matthäus 27:15–24; Markus 15:6–15; Lukas 23:18–25; Johannes 19:1–16.) Inwiefern wollen wir manchmal – so wie Pilatus – vermeiden, die Verantwortung für eine schwierige Entscheidung zu übernehmen?

• Pilatus fragte Jesus unter anderem, ob er ein König sei. Jesus erwiderte: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis ablege.“ (Johannes 18:37.) Inwiefern ist Jesus ein König? (Siehe Psalmen 24:10; Jesaja 44:6; Offenbarung 11:15; 15:3; 2 Nephi 10:14.) Was bedeuten die Worte: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt“? (Johannes 18:36.)

3. Jesus wird gegeißelt und gekreuzigt.

Lesen und besprechen Sie ausgewählte Verse aus Matthäus 27:27–66; Markus 15:16–39; Lukas 23:26–56 und Johannes 19:17–42. Zeigen Sie das Bild „Die Kreuzigung“.

• Wie verhielten sich die Menschen gegenüber Jesus nach dessen Verurteilung? (Siehe Matthäus 27:27–44; Lukas 23:34–39.) Warum ließ Jesus es zu, daß man ihn geißelte und schlug? (Siehe 1 Nephi 19:9.)

In der Schrift wird von sieben Aussagen berichtet, die Jesus machte, als er am Kreuz hing. Lesen und besprechen Sie die unten angegebenen Verse. Zeigen Sie bei der Besprechung die vorbereiteten Wortstreifen, oder schreiben Sie die Aussagen an die Tafel.

  1. 1.

    1. Lukas 23:34. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    • Wir erfahren aus der Bibelübertragung von Joseph Smith, daß Jesus hier für die römischen Soldaten gebetet hat, die ihn gekreuzigt hatten. Was erfahren wir da über ihn? Wie reagieren wir auf weltliche Weise, wenn uns jemand verletzt oder beleidigt? Inwiefern sind wir gesegnet, wenn wir dem Beispiel Jesu folgen?

  2. 2.

    2. Lukas 23:43. Zum bußfertigen Verbrecher: „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“

  3. 3.

    3. Johannes 19:26,27. Zu seiner Mutter Maria: „Frau, siehe, dein Sohn!“ Zu Johannes: „Siehe, deine Mutter!“

    • An wen dachte Jesus während seiner schmerzvollen Pein? (Siehe Lukas 23:43; Johannes 19:26, 27.) Was können wir daraus lernen? (Wenn Fragen bezüglich der Aussagen von Jesus in Lukas 23:43 auftauchen, greifen Sie auf den 3. Unterrichtsvorschlag unter „Zur Vertiefung“ zurück.)

  4. 4.

    4. Matthäus 27:46; Markus 15:34; „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

    • Was erlebte Jesus am Kreuz, wodurch er fähig ist, uns zu verstehen und zu helfen, wenn wir uns allein fühlen? Warum ist es wichtig, daß wir verstehen, daß der Erretter nicht nur unsere Sündenlast, sondern auch unsere Einsamkeit, unsere Sorgen und Ängste tragen kann?

    Elder Jeffrey R. Holland hat gesagt: „Da er völlig auf sich gestellt die Weinpresse der Erlösung treten mußte, konnte er da die finstersten Augenblicke ertragen, den Schrecken der größten aller Schmerzen? Sie kamen nicht in Form von Dornen oder Nägeln, sondern in dem furchtbaren Gefühl, völlig allein zu sein: … ,Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?‘ (Markus 15:34.) Konnte er alle unsere Sünden auf sich nehmen und auch unsere Ängste und unsere Einsamkeit? Er tat es, und er tut es auch jetzt und wird es immer tun.“ (Der Stern, Januar 1990, Seite 24.)

  5. 5.

    5. Johannes 19:28. „Mich dürstet.“

    • Obwohl Jesus so sehr litt, zeigte er nur durch diese eine Aussage, daß er körperlich litt. Was wurde ihm gereicht, als er sagte, er sei durstig? (Siehe Johannes 19:29.)

  6. 6.

    6. Johannes 19:30. „Es ist vollbracht!“

    • Laut der Bibelübertragung von Joseph Smith sagte Jesus, es sei vollbracht; der Wille seines Vaters sei geschehen (siehe Joseph Smith Translation, Matthew 27:54). Warum mußte der Erretter sterben, um den Willen des himmlischen Vaters zu erfüllen? (Siehe 2 Nephi 9:5; 3 Nephi 17:13–16. Wenn Sie die Aktivität unter „Interesse wecken“ durchgeführt haben, bitten Sie jetzt die Teilnehmer zu sagen, wie sie die Frage des Kindes beantwortet hätten.)

    Präsident Spencer W. Kimball hat gesagt: „Er mußte sterben, damit er die Gräber aller Menschen öffnete, wie sein eigenes Grab aufgetan wurde. Ohne das tiefe Dunkel der Kreuzigungsstunde hätte es keinen Frühling des Hervorkommens aus dem Grabe gegeben.“ (Der Stern, August 1975, Seite 32.)

  7. 7.

    7. Lukas 23:46. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“

    Falls Sie das Video „Ich bin dazu in die Welt gekommen“ verwenden möchten, zeigen Sie es jetzt.

Zum Abschluß

Erklären Sie, daß die ersten Worte, die uns vom Erretter im vorirdischen Dasein überliefert sind, diese sind: „Hier bin ich, sende mich.“ (Abraham 3:27.) Unter den ersten überlieferten Worten in seinem irdischen Dasein finden wir diese: „Ich … [muß] in dem sein, was meinem Vater gehört.“ (Lukas 2:49.) Einige der letzten Worte, die er in der Sterblichkeit gesprochen hat, waren die, als er dem Vater sagte, daß er sein Werk vollbracht habe; der Wille des Vaters sei getan (siehe Joseph Smith Translation, Matthew 27:54). Jesus verlor den Willen seines Vaters und seine eigene Mission nie aus den Augen. Er hätte Legionen von Engeln herbeirufen können, um ihn zu retten, aber das tat er nicht (Matthäus 26:53,54). Trotz seines Seelenkampfes wankte er nie in seiner Demut und der Bereitschaft, das unbegrenzte Sühnopfer auszuführen.

Legen Sie von der Wahrheit des Besprochenen Zeugnis ab. Bitten Sie auch die Teilnehmer, Zeugnis zu geben, falls Sie das für angebracht finden.

Zur Vertiefung

Das folgende Material ergänzt den Unterricht. Sie können einen oder mehrere Vorschläge im Unterricht verwenden.

1. Dem Beispiel des Erretters in schweren Zeiten folgen

Das, was der Erretter am letzten Tag seines irdischen Lebens getan hat, zeigt die Größe seines Charakters. Gehen Sie einiges von dem durch, was Jesus an dem Tag erlitten hat. Stellen Sie danach folgende Fragen:

• Welche Charaktereigenschaften zeigte Jesus in dieser schweren Zeit? (Mögliche Antworten: Er dachte mehr an andere als an sich selbst; er war bereit zu vergeben; er unterwarf sich dem Willen des Vaters; er verurteilte andere nicht wegen ihrer Fehler; und er beklagte sich nicht. Schreiben Sie die Antworten der Teilnehmer an die Tafel. Bitten Sie sie, Ereignisse zu nennen, wann diese Eigenschaften offenkundig wurden.)

• Welche Eigenschaften zeigen wir oftmals in schweren Zeiten? Wie können wir in schwierigen Zeiten dem Beispiel des Erretters folgen?

2. „Ich habe … einen unschuldigen Menschen ausgeliefert“ (Matthäus 27:4)

• Was unternahm Judas, als er dafür umkehren wollte, daß er den Erretter verraten hatte? (Siehe Matthäus 27:3–5.) Was können wir darüber lernen, welchen „Lohn“ uns die Welt für Sünde gibt?

3. „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43)

Wenn Sie die Worte des Erretters in Lukas 23:43 erklären wollen, greifen Sie auf das folgende Zitat zurück.

Der Prophet Joseph Smith hat gesagt, Jesus habe dem Dieb gesagt: „Heute noch wirst du mit mir in der Welt der Geister sein.“ (Lehren des Propheten Joseph Smith, Seite 315.)

Wir erfahren aus LuB 138:36,37, daß Jesus in der Zeit zwischen seinem Tod und der Auferstehung in die Geisterwelt ging. Dort bereitete er die glaubenstreuen Geister darauf vor, das Evangelium den Geistern zu predigen, die es auf Erden nicht empfangen haben.