Vorbereitung auf den Heiligen Tempel

Vorbereitung auf den Heiligen Tempel, (2002), 1–37


Kommen Sie zum Tempel!

Es gibt viele Gründe, warum jemand zum Tempel kommen sollte. Selbst das Äußere des Gebäudes scheint auf seinen zutiefst geistigen Zweck hinzudeuten. Das wird im Inneren freilich noch viel deutlicher. Über den Türen des Tempels steht: „Heilig dem Herrn.“ Wenn man einen geweihten Tempel betritt, befindet man sich im Haus des Herrn.

Die Kirche errichtet vielerlei Gebäude. In ihnen werden Gottesdienste abgehalten, es gibt Unterricht und Freizeitgestaltung, und Organisatorisches wird dort besprochen. In diesen Gebäuden, ja sogar in gemieteten Räumlichkeiten, kann man einen Pfahl, eine Gemeinde, eine Mission gründen oder ein Kollegium oder eine FHV ins Leben rufen. Wenn wir aber eine Familie nach der vom Herrn offenbarten Ordnung gründen, so tun wir das in einem Tempel. Die Eheschließung im Tempel, die heilige Handlung der Siegelung, ist die höchste Segnung, die man im heiligen Tempel in Anspruch nehmen kann.

Im Tempel kann das Mitglied der Kirche, das die Voraussetzungen erfüllt, an den erhabensten erlösenden heiligen Handlungen teilnehmen, die dem Menschen offenbart worden sind. Dort kann man in einer heiligen Zeremonie gewaschen, gesalbt und belehrt werden, man kann seine Begabung empfangen und gesiegelt werden. Sobald jemand diese Segnungen selbst erhalten hat, kann er sie für andere empfangen, die gestorben sind, ohne die Möglichkeit dazu gehabt zu haben. Im Tempel werden die heiligen Handlungen sowohl für Lebende als auch für Tote vollzogen. Dort gibt es ein Taufbecken, wo stellvertretende Taufen für die Toten vollzogen werden. Würdige Mitglieder treten dabei an die Stelle derer, die bereits verstorben sind.

„Kommen Sie zum Tempel!“ Wenn nicht sofort, so doch bald. Beten Sie inbrünstig, bringen Sie Ihr Leben in Ordnung und sparen Sie so viel wie möglich – in der Hoffnung, dass der Tag kommt. Begeben Sie sich sogleich auf den manchmal sehr schwierigen und entmutigenden Weg der Umkehr. Der Tempel verändert den Menschen, und jede Anstrengung, dorthin zu gelangen, ist der Mühe wert. Bei manchen, die jetzt weit vom Tempel entfernt wohnen, wird – noch bevor sie dort gewesen sind – ein neuer entstehen. Halten Sie am Glauben und an der Hoffnung fest, und nehmen Sie sich fest vor, zu kommen – würdig zu sein und in den Tempel zu gehen!

Alles, was den Tempel betrifft, ist heilig

Wer die heiligen Schriften aufmerksam liest, wird feststellen, dass der Herr nicht allen Menschen alles gesagt hat. Die Kenntnis von Heiligem ist von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Dies gilt auch für die Zeremonien im Tempel.

Wir sprechen außerhalb des Tempels nicht über die heiligen Handlungen, die darin vollzogen werden. Es war aber nie beabsichtigt, die Kenntnis dieser Zeremonien auf ein paar Auserwählte zu beschränken, die dann gewährleisten mussten, dass andere nie etwas davon erfuhren. Genau das Gegenteil trifft zu. Wir bemühen uns sehr, jeden Menschen so weit zu bringen, dass er die Voraussetzungen erfüllt und sich bereitmacht, in den Tempel zu gehen. Wer im Tempel gewesen ist, hat etwas Vollkommenes erfahren: Eines Tages wird jeder Mensch, der lebt oder gelebt hat, Gelegenheit bekommen, das Evangelium zu hören, und das, was der Tempel ihm zu bieten hat, entweder anzunehmen oder abzulehnen. Wenn jemand diese Gelegenheit ablehnt, so ist das seine eigene Entscheidung.

Die heiligen Handlungen und Zeremonien im Tempel sind einfach und schön. Sie sind heilig und werden vertraulich behandelt, damit nicht jemand davon erfährt, der nicht dazu bereit ist. Neugierig zu sein heißt nicht, dass man bereit ist; auch ernsthaftes Interesse genügt nicht. Zur Vorbereitung auf die heiligen Handlungen gehören Glaube, Umkehr, Taufe, Konfirmierung, Würdigkeit, eine gewisse Reife sowie eine Haltung, die jemandem geziemt, der als Gast ins Haus des Herrn eingeladen wurde.

Bevor man in den Tempel geht, muss man sich vorbereitet haben und würdig sein. Es gibt Bedingungen und Beschränkungen, die der Herr festgelegt hat – nicht etwa ein Mensch. Außerdem verfügt der Herr über sämtliche Rechte und Vollmachten, bestimmen zu können, dass alles, was mit dem Tempel zu tun hat, heilig gehalten und vertraulich behandelt wird.

Wer in jeder Hinsicht würdig ist und die Voraussetzungen erfüllt, kann in den Tempel gehen, wo er die heiligen Handlungen bzw. Verordnungen kennen lernt.

Würdig sein, den Tempel zu betreten

Wenn Ihnen erst einmal bewusst wird, welchen Wert die Tempelsegnungen haben und wie heilig die Handlungen im Tempel sind, werden Sie kaum noch die hohen Maßstäbe in Frage stellen, die der Herr an diejenigen legt, die den Tempel betreten möchten.

Um eingelassen zu werden, benötigen Sie einen gültigen Tempelschein. Dieser Schein muss vom Bischof Ihrer Gemeinde und vom Präsidenten Ihres Pfahles unterschrieben sein. In Missionsgebieten obliegt das Ausstellen eines Tempelscheins selbstverständlich dem Zweigpräsidenten und dem Missionspräsidenten. Nur wer würdig ist, darf in den Tempel gehen. Der Bischof ist verpflichtet, sich unserer Würdigkeit durch bestimmte Fragen zu vergewissern. So ein Interview hat für Sie als Mitglied der Kirche große Bedeutung, bietet es Ihnen doch die Gelegenheit, mit einem ordinierten Diener des Herrn Ihre Lebensweise zu überprüfen. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, wird Ihnen der Bischof helfen können, es zu bereinigen. Auf diese Weise, nämlich bei der Unterredung mit einem allgemeinen Richter in Israel, können Sie erklären, dass Sie würdig sind, mit der Zustimmung des Herrn in den Tempel zu gehen, oder es kann Ihnen geholfen werden, diese Würdigkeit zu erlangen.

Präsident N. Eldon Tanner, einst Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, sprach in der Allgemeinen Priestertumsversammlung über Interviews. Seine Ausführungen sind nicht nur für den Führer der Kirche, der das Interview führt, sondern auch für das Mitglied, das interviewt wird, bedeutungsvoll. Man beachte das Folgende sehr genau:

„Sie, die Bischöfe und Pfahlpräsidenten, können das Interview für einen Tempelschein etwa folgendermaßen führen:

‚Sie sind gekommen, um von mir einen Tempelschein zu erhalten. Bei dieser Unterredung obliegt es mir, den Herrn zu vertreten. Am Schluss des Interviews ist es vorgesehen, dass ich den Tempelschein unterschreibe; aber meine Unterschrift ist nicht die einzige wichtige Unterschrift auf dem Schein. Bevor der Schein gültig wird, müssen Sie selbst ihn unterschreiben.

Mit Ihrer Unterschrift geben Sie dem Herrn gegenüber die bindende Erklärung ab, dass Sie der Vorteile würdig sind, die dem Inhaber eines Tempelscheins zukommen. Es gibt da einige vorgegebene Fragen, die ich Ihnen stellen werde…. Es wird von Ihnen erwartet, dass Sie auf jede ganz ehrlich antworten.’…

Wenn Sie die erforderlichen Fragen gestellt haben, fügen Sie vielleicht noch hinzu: ‚Wer in das Haus des Herrn geht, muss frei von jeder unreinen, unheiligen oder unnatürlichen Gewohnheit’ sein. …

Unsere Interviews müssen liebevoll und taktvoll geführt werden. Oftmals lässt sich etwas ins richtige Lot bringen, wenn Sie fragen: ‚Hätten Sie Grund, sich unbehaglich oder gar dem Herrn gegenüber unaufrichtig zu fühlen, wenn Sie Ihren Tempelschein selbst unterschreiben müssten?

Möchten Sie etwas Zeit haben, um ein paar ganz persönliche Dinge in Ordnung zu bringen, ehe Sie ihn unterschreiben? Vergessen Sie nicht, der Herr weiß alles und lässt keinen Spott mit sich treiben. Wir möchten Ihnen gerne helfen. Gebrauchen Sie nie eine Lüge, um eine Berufung, einen Tempelschein oder einen Segen vom Herrn zu erhalten!’

Wenn Sie auf die eben gezeigte Weise an die Sache herangehen, ist das Mitglied verpflichtet, sich selbst zu fragen. Der Bischof und der Pfahlpräsident haben Anspruch auf die Gabe des Erkennens, und sie werden wissen, ob da etwas nicht stimmt, was noch bereinigt werden muss, ehe sie einen Tempelschein ausstellen können.“ („The Blessing of Church Interviews“, Ensign, November 1978, Seite 42f.)

Das Interview für den Tempelschein findet zwischen dem Bischof und dem betreffenden Mitglied unter vier Augen statt. Dem Bewerber werden eingehende Fragen zu seinem Verhalten, seiner Würdigkeit und dazu gestellt, ob er sich der Kirche und ihren Beamten gegenüber loyal verhält. Der Betreffende muss erklären, dass er ein sittlich einwandfreies Leben führt und das Wort der Weisheit befolgt, dass er seinen Zehnten voll zahlt und entsprechend der Lehren der Kirche lebt und mit abgefallenen Gruppen weder Verbindung hat noch sympathisiert. Der Bischof hat die Anweisung, das, was mit dem Befragten besprochen wird, mit strengster Vertraulichkeit zu behandeln.

Wenn die Fragen des Bischofs zufriedenstellend beantwortet wurden, kann man für gewöhnlich davon ausgehen, dass der Betreffende würdig ist, den Tempelschein zu erhalten. Falls der Bewerber die Gebote nicht hält oder es in seinem Leben etwas gibt, was in Ordnung gebracht werden muss, wird es erforderlich sein, dass er wahre Umkehr zeigt, ehe ihm der Tempelschein ausgestellt wird.

Nachdem der Bischof das Interview geführt hat, werden wir auch von einem Mitglied der Pfahlpräsidentschaft in gleicher Weise befragt, ehe wir zum Tempel gehen. Wenn jemand zum ersten Mal gehen will, führt gewöhnlich der Pfahlpräsident selbst das Interview.

Wenn Sie also zum Interview für den Tempelschein erscheinen, werden Sie gewiss das Urteil dessen akzeptieren, der als Richter in Israel eingesetzt ist und an Stelle des Herrn zu entscheiden hat, ob es recht ist oder nicht, dass Sie diesen heiligen Ort betreten.

Zum ersten Mal and immer wieder

Wenn Sie zum ersten Mal in den Tempel gehen, ist es ganz natürlich, dass Sie ein wenig aufgeregt sind. Unbekanntes macht uns immer unruhig und neue Erfahrungen machen uns oft nervös.

Bleiben Sie ruhig. Sie gehen ja zum Tempel. An jeder Ecke steht jemand, der Ihnen hilft. Man wird Sie sorgsam geleiten – bleiben Sie ruhig.

Wenn man den Tempel betritt, muss man andächtig sein. Wenn es notwendig ist, etwas zu sagen, soll das leise und ruhig geschehen, und während der Belehrung sind wir selbstverständlich ganz still und andächtig.

Es gibt einige Orte, wo man ruhig und andachtsvoll in sich gehen kann. Häufig sammelt sich die Gruppe – bevor sie im Tempel mit den heiligen Handlungen beginnt – in der Kapelle des Gebäudes und wartet dort, bis alle beisammen sind. Im Allgemeinen macht Warten ungeduldig, und unter anderen Umständen wäre manch einer gereizt, wenn er als Erster in einen Raum käme und warten müsste, bis auch der Letzte da ist, bevor es weitergeht. Im Tempel ist es gerade umgekehrt. Das Warten wird als wünschenwert betrachtet: Wie schön ist es doch, dass man still dasitzen darf, nichts zu reden braucht und den Sinn ganz auf Geistiges und Göttliches richten kann! Das erfrischt die Seele.

Wenn Sie zum Tempel kommen, so vergessen Sie nicht, dass Sie im Haus des Herrn zu Gast sind. Es ist eine Zeit der Freude, aber der stillen Freude. Manchmal muss man anlässlich einer Trauung im Tempel die Verwandten und Freunde daran erinnern, dass Liebesbeweise und Glückwünsche und die Begrüßung von Angehörigen, die man lange nicht gesehen hat, ruhig und gedämpft vor sich gehen sollten. Lautes Reden und lautes Lachen sind im Haus des Herrn fehl am Platz.

Folgen Sie den Anweisungen der Tempelarbeiter; jemand wird Sie geleiten.

Belehrung aus der Höhe

Ehe man das erste Mal zum Tempel geht – aber auch dann, wenn man schon viele Male dort war –, tut man gut daran, sich bewusst zu machen, dass die Belehrung dort auf Sinnbildern beruht. Der Herr, der größte aller Lehrer, hat oft auf diese Weise gelehrt.

Der Tempel ist eine große Schule, er ist ein Haus des Lernens. Man achtet darauf, die im Tempel herrschende Atmosphäre zu wahren, damit sie für die Belehrung in zutiefst Geistigem bestens geeignet ist. Der verstorbene Dr. John A. Widtsoe vom Kollegium der Zwölf Apostel war ein hervorragender Universitätspräsident und Gelehrter von Weltruf. Er hatte sehr viel Achtung vor der Tempelarbeit und sagte einmal:

Die Tempelverordnungen umfassen den gesamten Erlösungsplan, wie er von den Führern der Kirche immer wieder gelehrt wird, und erhellen vieles, was schwer zu verstehen ist. Um das, was im Tempel gelehrt wird, in das große Schema der Errettung einzufügen, bedarf es keiner Verdrehungen, keines Zurechtbiegens. Dass die Begabung eine in sich geschlossene Philosophie ist, stellt den besten Beweis dafür dar, dass die Tempelverordnungen wahr sind. Außerdem macht diese vollständige Übersicht und Auslegung des Evangeliumsplans den Tempeldienst zu einer der wirksamsten Methoden, um den Menschen wieder an die Gesamtstruktur des Evangeliums zu erinnern.

Noch eine andere Tatsache war für mich schon immer ein starker Beweis für die Wahrheit der Tempelarbeit. Begabung und Tempelarbeit, wie sie dem Propheten Joseph Smith vom Herrn offenbart worden sind… bestehen ganz deutlich aus vier Teilen: den vorbereitenden Handlungen, der Belehrung durch Vorträge und Darstellungen, den Bündnissen und schließlich der Prüfung des Wissens. Ich bezweifle, dass der Prophet Joseph Smith ohne höhere Bildung und ohne Schulung in logischem Denken alles von sich aus hätte so vollkommen folgerichtig gestalten können.“ (John A. Widtsoe, „Temple Worship“, The Utah Genealogical and Historical Magazine, 12. April 1921, Seite 58.)

Um Elder Widtsoes Artikel noch einmal zu zitieren:

„Wir leben in einer Welt der Symbole. Unser ganzes Wissen beruht auf Symbolen. Wir machen ein paar Zeichen auf einem Blatt Papier und sagen, sie bildeten ein Wort, das Liebe bedeutet oder Hass oder Nächstenliebe oder Gott oder Ewigkeit. Die Zeichen sind vielleicht nicht einmal sonderlich schön anzuschauen. Niemand hat an den Symbolen auf den Seiten eines Buches etwas auszusetzen, weil sie selbst nicht so großartig, so herrlich sind wie das, was sie beschreiben. Wir stellen das Symbol G-o-t-t nicht in Frage, denn obwohl es nicht sehr ästhetisch ist, kennzeichnet es doch Gottes Erhabenheit. Wir sind froh, dass wir Symbole haben, wenn uns nur deren Bedeutung klar ist. Ich spreche heute Abend zu Ihnen; Sie haben an meiner Vortragsweise oder Wortwahl nicht sehr viel auszusetzen gehabt. Während Sie den Gedanken folgten, die ich Ihnen nahe legen wollte, sind Ihnen Wortwahl und Stil ganz entgangen.…

Wir leben in einer Welt der Symbole. Kein Mensch kann aus dem Tempel kommen und die Begabung so empfangen haben, wie es sein soll, wenn er nicht hinter dem Symbol die beeindruckenden Tatsachen erkannt hat, für die das Symbol steht.“ („Temple Worship“, Seite 62.)

Wenn Sie sich beim Tempelbesuch vor Augen halten, dass die Belehrung auf symbolische Weise geschieht, so werden Sie, wenn Sie mit der richtigen Geisteshaltung hingegangen sind, nie von dort fortgehen, ohne einen tieferen Einblick erhalten zu haben, sich ein wenig mehr erhöht zu fühlen und in der Erkenntnis von Geistigem gewachsen zu sein. Die Belehrungsweise ist überragend, sie ist inspiriert. Der Herr selbst, der beste Lehrer, belehrte seine Jünger beständig in Gleichnissen, wobei ein Sachverhalt, der sonst schwierig zu verstehen gewesen wäre, durch Worte symbolisch dargestellt wurde. Er sprach über die alltäglichen Erfahrungen aus dem Leben seiner Jünger, er redete von Hühnern und Küken, von Vögeln, Blumen, Füchsen, Bäumen, Einbrechern, Räubern, vom Sonnenuntergang, von Reichen und Armen, vom Arzt, vom Flicken der Kleider, vom Unkrautjäten, Fegen des Hauses, Schweinefüttern, Dreschen des Getreides, Einlagern in Scheunen, vom Hausbau, der Anstellung von Gehilfen und von Dutzenden anderer Dinge. Er sprach über das Senfkorn und über die Perle. Er wollte seine Zuhörer belehren, und deshalb sprach er von einfachen Dingen auf eine symbolische Weise. Nichts davon ist dunkel oder geheimnsvoll, aber alles ist symbolisch.

Der Tempel selbst wird zum Symbol. Wenn Sie einen Tempel bei Nacht gesehen haben, voll angestrahlt, dann wissen Sie, wie eindrucksvoll der Anblick sein kann. Das Haus des Herrn, in Licht gebadet, sticht aus der Dunkelheit hervor und wird dadurch zum Symbol der Macht und Inspiration des Evangeliums Jesu Christi, das in einer Welt, die immer tiefer in geistiger Finsternis versinkt, wie ein Leuchtfeuer dasteht.

Beim ersten Mal versteht man die Tempelzeremonie nicht vollständig, sondern nur zum Teil. Kommen Sie wieder, immer und immer wieder. Kommen Sie wieder und lernen Sie! Sie werden Erkenntnis über manches bekommen, was Sie beunruhigt oder Ihnen rätselhaft ist oder geheimnisvoll erscheint. Oft vollzieht sich das im Stillen, in Ihrem Inneren, so dass man es anderen gar nicht erklären kann. Aber die Erkenntnis werden Sie bekommen.

Was wir aus dem Tempel mitnehmen, wird in hohem Maß davon abhängen, was wir dorthin mitbringen, nämlich an Demut und Erfurcht und dem Wunsch zu lernen. Wenn wir belehrbar sind, werden wir im Tempel vom Geist belehrt.

Wenn Sie an einer Begabungssession im Tempel teilnehmen oder einer Siegelung beiwohnen, überlegen Sie sich die tiefere Bedeutung dessen, was Sie zu sehen bekommen. Denken Sie in den Tagen darauf noch weiter darüber nach; gehen Sie alles noch einmal ruhig und gebeterfüllt durch, und Sie werden feststellen, dass Ihre Erkenntnis zunimmt.

Das Tempelerlebnis ist unter anderem deshalb so wertvoll, weil es einen weiten, umfassenden Überblick über die Absichten Gottes in Bezug auf diese Erde bietet. Sobald wir durch den Tempel gegangen sind (und wir können wiederkommen und unser Gedächtnis auffrischen!), fügen sich die Ereignisse des Lebens in das Gesamtschema ein. Wir können in der richtigen Perspektive sehen, wo wir stehen, und schnell erkennen, wenn wir vom Weg abweichen.

Richten Sie also Ihren Blick zum Tempel. Führen Sie Ihre Kinder an den Tempel heran. Lenken Sie sie von klein auf so, dass sie sich des Tempels bewusst sind und sich auf den Tag vorbereiten, an dem sie das heilige Gebäude betreten dürfen.

Seien Sie in der Zwischenzeit selbst belehrbar und ehrfürchtig. Nehmen Sie die Lehren tief in sich auf – diese symbolischen und höchst geistigen Lehren, die es nur im Tempel gibt.

Eine Eheschließung im Tempel zu planen erfordert Zeit. Es lohnt sich, sorgfältig zu planen. Nicht selten beschließen zwei junge verliebte Leute zu heiraten, und zwar – trotz der Einwände der Eltern – möglichst rasch, schon in ein oder zwei Wochen. Wenn die Eltern sagen, es sei mehr Zeit notwendig, um sich vorzubereiten, so legen das die jungen Leute manchmal so aus, als hätten die Eltern etwas gegen diese Heirat. Vielleicht fürchten sie auch, es könnte etwas dazwischenkommen, wenn sie warten. Einige junge Brautleute erweisen sich als sehr unreif und rücksichtslos, wenn sie auf sofortiger Durchführung bestehen, die sich nur sehr schwierig bewerkstelligen lässt und oft zu einem Erlebnis wird, das weit weniger denkwürdig ist, als es unter anderen Umständen hätte sein können.

Wenn es überstürzt und zu schnell zugeht, dann scheint beim ersten Besuch des Tempels oder am Hochzeitstag im Tempel etwas zu fehlen. Das erste Mal im Tempel und die Siegelung am Hochzeitstag sind einmalige Erlebnisse. Sie sind es wert, sich darauf vorzubereiten. Sie sind so einzigartige Ereignisse, dass wir sie durch die Details der Vorbereitung, durch häusliche Notwendigkeiten nicht schmälern dürfen. Deshalb muss alles schon vorher erledigt werden. Es kann zu einer großen Enttäuschung führen, wenn etwas Wesentliches bis zum großen Tag unerledigt geblieben ist.

Wenn Sie einmal frühzeitig zu einer Versammlung gehen und still in der Kapelle sitzen und die Leute beobachten, die hereinkommen, werden Sie sehen, dass sie etwas mitbringen. Die geistige Temperatur steigt und der Raum verändert sich – aus einem leeren Saal wird eine Zusammenkunft, eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, die mit einer bestimmten Erwartung gekommen sind.

In unserer hektischen Zeit ist das nicht immer möglich, wenn wir zu einer Versammlung gehen. Was auch immer wir unserer Einstellung zu einer Versammlung zu verdanken haben, ist doppelt wichtig, wenn wir zum Tempel gehen. Dies gilt ganz besonders für das erste Mal. Wir sollten frühzeitig ankommen.

Wie Sie sehen, dient frühzeitiges Eintreffen nicht nur der Beruhigung oder damit wir uns vergewissern, dass mit dem Tempelschein und so weiter alles in Ordnung ist und dass wir uns jetzt auf das neue Erlebnis einstimmen können. Es gehört noch mehr dazu. Es bedeutet, dass wir rechtzeitig an den rechten Ort kommen, um in aller Ruhe in die richtige geistige Verfassung zu gelangen – uns auf das vorzubereiten, was geschehen wird.

Wir haben jetzt über diejenigen gesprochen, die an der Tempelzeremonie teilnehmen. Es kommt aber vor, dass eine Hochzeit im Tempel geplant ist und einige nahe Familienmitglieder keinen Tempelschein bekommen können. Vielleicht sind Bräutigam oder Braut bekehrt worden und die Eltern sind noch nicht in der Kirche; oder vielleicht sind sie noch nicht lange genug Mitglied, um einen Tempelschein bekommen zu können. Es mag sein, dass die Eltern zwar Mitglieder sind, aber einer der beiden nicht so strikt nach den Maßstäben des Evangeliums lebt, dass er einen Tempelschein erhalten könnte. Solche Beschränkungen fallen anlässlich einer Eheschließung im Tempel sehr ins Gewicht, denn gerade dann sollte die Familie eng verbunden sein, damit alle diesen heiligen Augenblick miteinander erleben können. Dass jemand, der dafür nicht würdig ist, der Tempelschein verweigert werden muss oder dass man einen Freund beziehungsweise Verwandten, der nicht der Kirche angehört, nicht zur Siegelung einladen kann, wirft schnell Probleme auf, und ausgerechnet dann, wenn es so sehr darauf ankommt, dass alles ruhig und friedlich und völlig harmonisch ist, entsteht vielleicht Unmut und Streit.

Was soll man in einem solchen Fall tun? Gewiss setzt man den Bischof nicht unter Druck. Der Bischof kann schließlich infolge seiner Berufung als allgemeiner Richter in Israel niemandem, der nicht geeignet ist, guten Gewissens einen Tempelschein ausstellen. Wenn er es täte, wäre den Betroffenen ein sehr schlechter Dienst erwiesen, und dem Bischof selbst gegenüber wäre die Forderung nicht fair.

Wenn eine Tempeltrauung angesetzt ist und Eltern oder nahe Verwandte den Tempel nicht betreten dürfen, kann man durch sorgfältige Planung das Problem in eine günstige Gelegenheit umwandeln, vielleicht auf folgende Weise: Laden Sie den Elternteil oder das Mitglied, das keinen Tempelschein bekommen kann, ein, mit der Hochzeitsgesellschaft zum Tempel zu kommen. Auf dem Tempelgelände ist ein Geist und Einfluss spürbar, den es anderswo nicht gibt. Bei einigen Tempeln gibt es ein Besucherzentrum. Überall aber ist das Grundstück sehr schön angelegt und gepflegt. Alles in allem ist es ein Ort der Ruhe und des Friedens.

Sorgen Sie dafür, dass jemand bei dem Betreffenden bleibt, während er wartet; es wäre bestimmt nicht gut, ihn allein zu lassen. Es hat Fälle gegeben, wo ein Familienmitglied, das den Tempel durchaus hätte betreten und die Hochzeit mitverfolgen dürfen, ganz froh war, draußen auf dem Tempelgelände bei denen bleiben zu können, die das nicht durften. Hier, in der unmittelbaren Nähe des Tempels, konnte man dann erklären, warum dem jungen Paar so sehr daran gelegen war, im Haus des Herrn gesiegelt zu werden.

Bei einem solchen Anlass kann ein Einfluss ausgeübt werden, wie es sonst vielleicht nicht möglich wäre. Zum Beispiel werden bei einigen größeren Tempeln Führungen veranstaltet. Durch Vorausplanen kann man Gelegenheiten schaffen oder wahrnehmen, die auf die Bedürfnisse eines Familienangehörigen zugeschnitten sind, der aus irgendeinem Grund nicht in den Tempel gehen kann. Die Enttäuschung oder Verstimmung, manchmal sogar Bitterkeit auf Seiten der Familienmitglieder, die nicht der Kirche angehören oder nicht in den Tempel dürfen, kann auf diese Weise stark gemildert werden.

In einigen Tempeln gibt es besondere Räume, wo Eltern, die den Tempel selbst nicht betreten dürfen, sich mit einer qualifizierten Person treffen können, die ihnen ihre Fragen beantworten kann.

Das junge Paar muss verstehen, dass die Eltern vielleicht schon seit seiner Kindheit dem Hochzeitstag entgegengesehen haben. Dass sie gern bei der Trauung dabeisein möchten und aufgebracht sind, wenn sie es nicht dürfen, ist ja nur ein Zeichen ihrer elterlichen Zuneigung. Das junge Paar darf ihnen das nicht übel nehmen, sondern soll Verständnis dafür haben und diesen Umstand bei der Hochzeitsfeier berücksichtigen.

Es kommt vor, dass ein Elternteil, der nicht in den Tempel gehen darf, beleidigt ist und sich nicht besänftigen lässt. In so einem Fall muss das junge Paar einfach das Beste aus der Situation machen. Durch gebeterfüllte, sorgfältige Planung lässt sich das Problem in den meisten Fällen in eine günstige Gelegenheit umwandeln, so dass die Familie schließlich enger verbunden ist als zuvor.

Man lädt zur Eheschließung keinen großen Kreis von Freunden, Mitgliedern der Gemeinde usw. ein. Die Hochzeitsgesellschaft soll klein sein – nur beide Familien und einige wenige sehr enge Freunde des Paares. Gelegentlich wurde eine Trauung in der Gemeinde angekündigt und alle zur Teilnahme aufgerufen, um das junge Paar zu unterstützen und zu ermutigen. Dazu ist der Hochzeitsempfang da, eine Veranstaltung, bei der die Freunde und Gratulanten begrüßt werden. Die Eheschließung im Tempel selbst muss heilig gehalten werden, und es sollen nur diejenigen daran teilnehmen, die im Leben der Brautleute einen ganz besonderen Platz einnehmen.

Außerhalb des Tempels zitieren wir den Wortlaut der Siegelung nicht, aber wir können den Siegelungsraum beschreiben: schön eingerichtet, von ruhiger und friedlicher Ausstrahlung, geheiligt durch die Handlungen, die dort vollzogen werden.

Ehe das Brautpaar an den Altar kommt, um gesiegelt zu werden, hat der Amtierende Gelegenheit, ihm einige wertvolle Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Vielleicht bekommt es dabei die folgenden Gedanken zu hören:

„Heute ist Ihr Hochzeitstag, und diese Eheschließung nimmt Sie gefühlsmäßig ganz in Anspruch. Der Tempel wurde gebaut, um solche heiligen Handlungen an einer heiligen Stätte vollziehen zu können. Hier sind wir nicht in der Welt, und die Dinge der Welt haben hier keine Gültigkeit; sie dürfen das, was wir hier tun, nicht beeinflussen. Wir sind aus der Welt hinaus in den Tempel des Herrn gekommen. Heute ist der wichtigste Tag in Ihrem Leben.

Sie sind auf den Wunsch von Eltern geboren worden, die Ihrem Geist eine sterbliche Hülle bereitet haben, in der er wohnen kann. Sie sind beide getauft worden. Die Taufe, diese heilige Handlung, versinnbildlicht eine Reinigung, den Tod und die Auferstehung und dass wir uns zu einem ganz neuen Leben erheben. Dazu gehören Umkehr und Sündenvergebung. Das Abendmahl dient der Erneuerung des Taufbündnisses, und wir können bei entsprechender Lebensweise Vergebung unserer Sünden erlangen.

Sie, der Bräutigam, sind zum Priestertum ordiniert worden. Zuerst ist Ihnen das Aaronische Priestertum übertragen worden und wahrscheinlich haben Sie nacheinander alle seine Ämter innegehabt: Diakon, Lehrer, Priester. Dann kam der Tag, an dem Sie für das Melchesidekische Priestertum würdig befunden wurden. Dieses höhere Priestertum wird als das Priestertum nach der heiligsten Ordnung Gottes oder als das heilige Priestertum nach der Ordnung des Sohnes Gottes bezeichnet. (Siehe Alma 13:18 and Helaman 8:18.) Sie haben ein Amt in diesem Priestertum erhalten und sind nun Ältester.

Sie haben beide die Begabung empfangen. Dabei sind Sie mit Möglichkeiten für die Ewigkeit ausgestattet worden. Das alles ist aber gewissermaßen nur die Einleitung, die Vorbereitung darauf, dass Sie zum Altar kommen können, um als Mann und Frau für die Zeit und für alle Ewigkeit gesiegelt zu werden. Sie werden jetzt zu einer Familie, haben die Freiheit, Leben zu zeugen, und die Möglichkeit, mit Hingabe und Opferbereitschaft Kinder auf die Welt zu bringen, sie großzuziehen und sicher durch das Erdenleben zu geleiten – sie eines Tages in den Tempel gehen zu sehen wie Sie selbst, um an diesen heiligen Handlungen teilzuhaben.

Sie sind aus eigenem Antrieb gekommen und für würdig befunden worden. Dieser Bund kann durch den Heiligen Geist der Verheißung gesiegelt werden.

‚Darum sende ich euch, ja, meinen Freunden, nun einen anderen Tröster, dass er euch im Herzen bleibe, nämlich den Heiligen Geist der Verheißung; und dieser andere Tröster ist derselbe, den ich meinen Jüngern verheißen habe, wie es im Zeugnis des Johannes berichtet ist.

Dieser Tröster ist die Verheißung, die ich euch von ewigem Leben gebe, ja, von der Herrlichkeit des celestialen Reiches.’ (LuB 88:3–4.)

Einander im Ehebund zu akzeptieren ist eine große Aufgabe, aber sie bringt unermessliche Segnungen mit sich.“

Die Brautleute sind wahrscheinlich bei der Trauung so von ihren Gefühlen überwältigt, dass sie nicht aufmerksam zuhören können – sie nehmen den Wortlaut der Siegelungszeremonie vielleicht nicht richtig wahr. Wir dürfen zwar diese Worte außerhalb des Tempels nicht wiederholen, können aber gelegentlich wiederkommen und einer Siegelung beiwohnen. Der Herr ist sehr großzügig, dass er uns dies gestattet. Wenn wir dann nicht so persönlich mit einbezogen sind, können wir besser auf die Worte der heiligen Handlung achten; gleichermaßen können wir auch, wenn wir oft wiederkommen und für die Verstorbenen amtieren, Gedächtnis und Geist in Bezug auf die Begabung auffrischen.

Wenn Sie bisher nur standesamtlich verheiratet sind, wünschen Sie sich vielleicht jetzt, für alle Ewigkeit gesiegelt zu werden, und wenn Sie Kinder haben, dass sie in einer ewigen Familienbeziehung an Sie gesiegelt werden. Wenn Sie dafür bereit sind, kann es sich als großer Vorzug erweisen, diesen Segen zu erhalten.

Ganz in Weiss

Wenn wir den heiligen Dienst im Tempel verrichten, tragen wir weiße Kleidung. Dies ist ein Sinnbild für Reinheit und Würdigkeit.

Wenn man den Tempel betritt, legt man die Straßenkleidung ab und zieht die weiße Tempelkleidung an. Das geschieht im Umkleideraum, wo jeder ein Schließfach oder einen abschließbaren Schrank und eine separate Kabine bekommt, wo er ganz allein ist. Im Tempel wird auf Anstand besonderer Wert gelegt. Wenn man seine Kleidung im Schrank einschließt, lässt man alle Sorgen und Ablenkungen dort zurück. Man kommt weiß gekleidet aus der Kabine und verspürt Einigkeit und Gleichheit, denn alle anderen ringsum sind ja ähnlich gekleidet.

Ziehen Sie Ihren Bischof zu Rate, wenn Sie zum ersten Mal zum Tempel gehen. Beim Ausstellen des Tempelscheines wird er Ihnen einiges über die Kleidung sagen, die man im Tempel trägt. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, wie Sie diese Kleidung bekommen. Entweder kaufen Sie sie vom Versand der Kirche oder in manchen Fällen leihen Sie sie im Tempel. Im letzteren Fall bezahlen Sie eine sehr bescheidene Gebühr, die nur die Kosten des Waschens deckt. In den kleineren Tempeln wird keine Kleidung verliehen.

Genau wie über die Zeremonien und heiligen Handlungen sprechen wir außerhalb des Tempels sehr wenig über die Kleidung, die im Haus des Herrn getragen wird. Wir sagen nur, dass sie – ebenso wie die Zeremonie selbst – von großer symbolischer Bedeutung ist.

Es ist ein Zeichen von Ehrfurcht und Achtung, wenn man den Tempel so gekleidet und so gepflegt betritt, dass man sich auch in der Gegenwart des Herrn wohl fühlen würde. Nehmen wir einmal an, eine hochgestellte Persönlichkeit hätte Sie zu sich nach Hause eingeladen. Man hat Ihnen gesagt, Sie würden dort unter vielen vornehmen Gästen sein, die alle ähnliche Einladungen erhalten haben. Aus der Einladung lässt sich schließen, dass der Gastgeber Sie sehr schätzt. Ihnen ist klar, dass auch viele andere sehr gern eine solche Einladung hätten, aber aus dem einen oder anderen Grund sind sie nicht eingeladen worden und können daher nicht kommen. Unter diesen Umständen würden Sie wohl kaum in alter Arbeitskleidung oder in Freizeitkleidung erscheinen. Ein Mann würde wohl kaum unrasiert, eine Frau kaum mit ungekämmtem Haar dort erscheinen.

Wenn kultivierte, hochangesehene Personen zu einer wichtigen Zusammenkunft gebeten werden, erkundigen sie sich häufig, was man zu der Gelegenheit anziehen soll. Würden nicht auch Sie sich auf einen solchen Anlass besonders vorbereiten? Vielleicht kaufen Sie sogar neue Kleidung in der Hoffnung, dass Sie in der vornehmen Umgebung nicht unangenehm auffallen.

Sie würden sicherlich mit sauberer, gut gebügelter Kleidung kommen, denn es wäre Ihnen nicht wohl zumute, wenn Sie nicht entsprechend angezogen wären.

Der Besuch des Tempels lässt sich gut mit so einer Einladung vergleichen.

Es gibt nur einen Anlass, zu dem Mitglieder in Straßenkleidung den inneren Tempel betreten dürfen, und das ist, wenn sie einer Eheschließung beiwohnen wollen. In diesem Fall werden nur die Straßenschuhe ausgezogen und durch weiße Slipper ersetzt. Die Führer der Kirche haben dies vor Jahren genehmigt, damit die Angehörigen und Freunde, die unmittelbar vor der Eheschließung nicht an einer Begabungssession teilnehmen möchten, sich nicht eigens dafür umziehen müssen.

Das Brautpaar betritt den Tempel, um für Zeit und alle Ewigkeit zu heiraten. Dort trägt die Braut ein langärmeliges weißes Kleid, das schlicht gestaltet und aus einfachem Stoff gefertigt ist. Es soll auch nicht kunstvoll verziert sein. Der Bräutigam ist auch in weiß gekleidet. Die Brüder, die als Zeugen an einer Eheschließung im Tempel teilnehmen, tragen keinen Smoking.

Wir sind manchmal verwundert und ein wenig traurig, wenn wir sehen, wie jemand zu einer Trauung oder auch zu einer Session so in den Tempel kommt, als ginge er zu einem Picknick oder einer Sportveranstaltung.

Es ist ein großer Vorzug, dass wir in den Tempel gehen dürfen, und dass muss auch in unserer äußeren Erscheinung zum Ausdruck kommen. Es ist dem Herrn angenehm, wenn wir vorher baden und saubere Kleidung anziehen, auch wenn sie nicht viel Geld gekostet hat. Wir sollen uns so kleiden, dass wir uns in einer Abendmahlsversammlung oder sonst einer anspruchsvollen Zusammenkunft wohl fühlen würden.

Gelegentlich kommt jemand als Gast zu einer Eheschließung, der offensichtlich dem Rat der Brüder wenig Beachtung geschenkt hat, was Kleidung und Körperpflege und die Anforderung betrifft, in Bezug auf modische Kleidung, Haarlänge und Frisur und Ähnlichem nicht die Welt nachzuahmen. Man fragt sich, wie es kommt, dass jemand, der reif genug ist, um Zutritt zum Tempel zu bekommen, nicht auch vernünftig genug ist einzusehen, dass der Herr keinen Gefallen an jemandem finden kann, der so offensichtlich bestrebt ist, es der Welt gleichzutun.

Wie kann jemand mit Tempelschein den Tempel in einer Kleidung betreten, die unschicklich oder weltlich ist? Wie kann er mit einer Frisur kommen, die unordentlich ist und Anstand vermissen lässt?

Wenn Sie zum Tempel kommen, um an der Tempelzeremonie oder an einer Siegelung teilzunehmen, vergessen Sie nicht, wo Sie sind. Sie sind im Haus des Herrn zu Gast. Pflegen und kleiden Sie sich so, dass Sie sich nicht zu schämen bräuchten, wenn Ihr Gastgeber erschiene.

Wer die Segnungen des Priestertums innehat oder daran teilhat, soll den Körper so bedeckt halten, wie es dem Propheten Joseph Smith offenbart wurde, als er die Begabungszeremonie erhielt.

Wer die heiligen Handlungen des Tempels empfangen hat, trägt danach bestimmte Unterwäsche, nämlich das sogenannte Garment. Die Garments werden von einem Unternehmen der Kirche hergestellt und sind für die Mitglieder gewöhnlich weltweit beim Versand der Kirche erhältlich.

Das Garment versinnbildlicht heilige Bündnisse. Es fördert die Schicklichkeit und ist demjenigen, der es trägt, ein Schutzschild.

Es hindert die Mitglieder nicht daran, sich so zu kleiden, wie es in den verschiedenen Ländern der Welt im Allgemeinen üblich ist. Nur eine unschickliche oder extrem modische Kleidung lässt sich mit dem Garment nicht vereinbaren. Und ein Mitglied der Kirche – ganz gleich, ob es im Tempel war oder nicht – wird sich, wenn es die richtige Einstellung hat, ohnehin nicht mit modischen Extremen oder entblößender Kleidung abgeben.

Es kommt vor, dass sich jemand, der die Begabung empfangen hat, Fragen über das Garment ausgesetzt sieht.

Einmal war einer der führenden Brüder eingeladen worden, vor dem Lehrkörper und dem Personal der Ausbildungsanstalt für Marinegeistliche in Newport, Rhode Island, zu sprechen. Unter den Zuhörern befanden sich mehrere hochrangige Marinegeistliche des katholischen, protestantischen und jüdischen Glaubens.

In der Fragestunde stellte einer der Geistlichen die Frage: „Können Sie uns etwas über die besondere Unterwäsche sagen, die einige mormonische Soldaten tragen?“ In der Frage schwang als Unterton mit: „Warum tun sie das? Ist das nicht sehr seltsam? Wirft das nicht Probleme auf?“

Unser Bruder richtete nun seinerseits an den Fragesteller eine Gegenfrage: „Welche Kirche vertreten Sie?“ Ihm wurde eine der protestantischen Kirchen genannt.

Er sagte: „Im Zivilleben und auch, wenn Sie Ihre Gottesdienste beim Militär abhalten, tragen Sie doch sicherlich das Ornat eines Geistlichen?“ Der Geistliche bejahte dies.

Er fuhr fort: „Ich nehme an, dass dies für Sie von einiger Bedeutung ist, dass es Sie gewissermaßen von Ihrer Gemeinde abhebt. Es ist dies gleichsam Ihre Uniform als Seelsorger. Meiner Meinung nach hat es aber eine noch größere Bedeutung. Sie werden dadurch daran erinnert, wer Sie sind und was Ihre Verpflichtung ist, was Ihre Gelöbnisse sind. Ständig ist Ihnen dadurch gegenwärtig, dass Sie Geistlicher sind, dass Sie sich selbst als einen Diener des Herrn betrachten und dass Sie so leben müssen, wie es Ihrer Ordinierung entspricht.“

Dann fuhr er fort: „Bestimmt können Sie zumindest in einem Punkt verstehen, warum die Heiligen der Letzten Tage dem Garment gegenüber eine tiefgreifende Verpflichtung fühlen. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Ihrer und unserer Kirche besteht darin, dass wir keine Berufsgeistlichen haben wie Sie. Unseren Gemeinden stehen örtliche Führer vor, und diese werden aus ihren jeweiligen Lebensumständen berufen. Dennoch werden sie zum Priestertum ordiniert, und sie haben Ämter im Priestertum inne. Sie werden als Präsident, Ratgeber oder Leiter mit verschiedenen Aufgaben in Führungspositionen eingesetzt. Auch die Frauen haben an diesen Pflichten und Aufgaben teil. Der Mann, der am Sonntag unserer Gemeinde als Bischof vorsteht, arbeitet am Montag vielleicht als Postangestellter, als Büroangestellter, als Landwirt oder als Arzt – er ist vielleicht Luftwaffenpilot oder Marineoffizier. Nach unseren Maßstäben ist er genauso ein ordinierter Geistlicher, wie Sie nach Ihren Maßstäben einer sind, und er wird von den meisten Regierungen als solcher anerkannt. Wir ziehen nun aus dieser besonderen Kleidung in etwa denselben Nutzen wie Sie aus Ihrer Amtskleidung. Der Unterschied liegt darin, dass wir unsere unter der Kleidung tragen und nicht darüber, denn neben unserem Dienst in der Kirche stehen wir ja im Berufsleben, und möchten das, was uns heilig ist, nicht vor der Welt zur Schau stellen.“

Er erklärte dann, dass das Garment auch noch eine tiefere geistige Bedeutung hat, weil es die Verbindung zu den im Tempel geschlossenen Bündnissen herstellt. „Wir halten es nicht für nötig, darüber zu sprechen“, sagte er. „Und das ist keine Frage der Heimlichkeit, sondern der Heiligkeit!“

Das Garment, das den Körper bedeckt, ist eine sichtbare und greifbare Erinnerung an diese Bündnisse. Vielen Mitgliedern wurde das Garment zu einem Schutzwall, wenn sie von Versuchungen bedrängt wurden. Unter anderem symbolisiert es unsere hohe Achtung vor den Gesetzen Gottes – besonders dem sittlichen Maßstab.

Die Siegelungsvollmacht

Wenn wir die Tempelarbeit sowohl historisch als auch der Lehre nach verstehen wollen, müssen wir begreifen, was die Siegelungsvollmacht ist. Wir müssen wenigstens in gewissem Maß verstehen, warum die Schlüsselgewalt zur Ausübung der Siegelungsvollmacht äußerst wichtig ist.

Fast neunhundert Jahre vor Christus trat am Hof des Königs von Israel der Prophet Elija auf. Er war mit einer heiligen Vollmacht ausgestattet – der Macht, zu siegeln.

Elija erfüllte seine Mission, ordinierte und salbte Elischa zu seinem Nachfolger; dann aber – und dies ist sehr wichtig – starb er nicht. Wie zuvor Mose wurde auch er entrückt.

Danach erscheint sein Name nur noch einmal im Alten Testament, nämlich im vorletzten Vers des letzten Kapitels. Dort prophezeit Maleachi, Elija werde wiederkommen und „das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern“, damit nicht das Land dem Untergang geweiht werden müsse. (Siehe Maleachi 4:5–6.)

„Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?

Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.

Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Matthäus 16:13–19.)

Als Petrus, Jakobus und Johannes den Herrn zum Berg der Verklärung begleiteten, erschienen vor ihnen und dem Herrn, der bereits verklärt war, zwei Gestalten. Wie sich herausstellte, waren es Mose und Elija, die gekommen waren, diesen drei Männern die Siegelungsvollmacht zu übertragen.

Petrus sollte die Schlüssel innehaben; er sollte die Siegelungsvollmacht haben, nämlich die Vollmacht, auf Erden so zu binden, zu siegeln oder zu lösen, dass es dann auch im Himmel gebunden oder gelöst wäre.

Im Jahre 34 n. Chr. wirkte der Herr, nach seiner Kreuzigung, unter den Nephiten. Er diktierte ihnen – und das ist in der Geschichte der heiligen Schriften besonders bemerkenswert – das letzte Kapitel von Maleachi (wo prophezeit wird, Elija werde wiederkommen), ließ sie es niederschreiben und legte es ihnen dann aus.

Als der Engel Moroni dem Propheten Joseph Smith erschien, um ihm von den Platten zu berichten, zitierte er Maleachis Prophezeiung über die Wiederkunft Elijas. Dieses Zitat bildet jetzt den Abschnitt 2 im Buch Lehre und Bündnisse.

Dreizehn Jahre nach dem Erscheinen Moronis war ein Tempel fertig gestellt, der diesem Zweck entsprach, und der Herr erschien abermals und mit ihm Elija, der die Schlüssel der Siegelungsvollmacht übertrug.

Diese Schlüssel gehören dem Präsidenten der Kirche, dem Propheten, Seher und Offenbarer, und diese heilige Macht ist jetzt in der Kirche vorhanden. Unter denen, die die Bedeutung dieser Vollmacht kennen, wird nichts mit mehr heiliger Ehrfurcht betrachtet, nichts sorgsamer gehütet. Es gibt auf der Erde immer nur verhältnismäßig wenige Männer, die diese Siegelungsvollmacht innehaben – in jedem Tempel gibt es Brüder, denen die Siegelungsvollmacht übertragen wurde. Man kann sie nur vom Propheten, Seher und Offenbarer erhalten, dem Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, oder von denen erhalten, die er beauftragt hat, sie anderen zu übertragen.

„Wir sahen den Herrn …“

Der Tag der Wiederkunft Elijas war der 3. April 1836, ein Sonntagnachmittag. Im Kirtland-Tempel war eine Abendmahlsversammlung abgehalten worden. Der Prophet beschreibt das Ereignis mit diesen schlichten Worten:

„Am Nachmittag war ich den anderen Präsidenten beim Austeilen des Abendmahls des Herrn an die Gemeinde behilflich, nachdem ich es von den Zwölf, denen an diesem Tag die Ehre zuteil geworden war, die Handlung am heiligen Tisch vorzunehmen, empfangen hatte. Nachdem ich meinen Brüdern diesen Dienst erwiesen hatte, zog ich mich auf die Kanzel zurück, der Vorhang wurde heruntergelassen, und zusammen mit Oliver Cowdery verbeugte ich mich in feierlichem stillem Gebet. Nachdem wir uns vom Beten erhoben hatten, wurde uns beiden die folgende Vision zuteil.“ (LuB 110, Einleitung.)

„Von unserem Sinn wurde der Schleier weggenommen und die Augen unseres Verständnisses öffneten sich.

Wir sahen den Herrn auf der Brustwehr der Kanzel vor uns stehen, und die Fläche unter seinen Füßen war mit lauterem Gold ausgelegt, in der Farbe wie Bernstein.

Seine Augen waren wie eine Feuerflamme, sein Haupthaar war weiß wie reiner Schnee, sein Antlitz leuchtete heller als der Glanz der Sonne, und seine Stimme tönte wie das Rauschen großer Gewässer, ja, die Stimme Jehovas, die sprach:

‚Ich bin der Erste und der Letzte; ich bin der, der lebt, ich bin der, der getötet worden ist; ich bin euer Fürsprecher beim Vater.

Siehe, eure Sünden sind euch vergeben; ihr seid rein vor mir; darum hebt das Haupt und freut euch.

Lasst eure Brüder sich von Herzen freuen, und lasst mein Volk sich von Herzen freuen, das mit seiner ganzen Kraft meinem Namen dieses Haus gebaut hat.

Denn siehe, ich habe dieses Haus angenommen, und mein Name wird hier sein, und ich werde mich meinem Volk mit Barmherzigkeit in diesem Haus kundtun.

Ja, ich werde meinen Knechten erscheinen und mit eigener Stimme zu ihnen sprechen, wenn mein Volk meine Gebote hält und dieses heilige Haus nicht verunreinigt.

Ja, Tausende und Zehntausende werden sich von Herzen freuen, und zwar infolge der Segnungen, die ausgegossen werden sollen, und wegen des Endowments, mit dem meine Knechte in diesem Haus ausgerüstet worden sind.

Und der Ruhm dieses Hauses wird sich in fremden Ländern ausbreiten, und das ist der Anfang der Segnung, die meinem Volk über das Haupt ausgegossen werden wird. Ja. Amen.

Nachdem diese Vision zu Ende war, taten sich uns die Himmel abermals auf; Mose erschien vor uns und übertrug uns die Schlüssel zur Sammlung Israels aus den vier Teilen der Erde und zur Rückführung der Zehn Stämme aus dem Land des Nordens.

Danach erschien Elias und übertrug uns die Evangeliumsausschüttung Abrahams, indem er sagte, in uns und unseren Nachkommen würden alle Generationen nach uns gesegnet werden.

Nachdem diese Vision zu Ende war, wurde uns plötzlich eine weitere große und herrliche Vision eröffnet, denn der Prophet Elija, der in den Himmel aufgenommen wurde, ohne den Tod zu schmecken, stand vor uns und sprach:

Siehe, die Zeit ist völlig da, von der Maleachi gesprochen hat – indem er bezeugte, dass er [Elija] gesandt werden würde, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn käme,

um das Herz der Väter den Kindern und die Kinder den Vätern zuzuwenden, damit nicht die ganze Erde mit einem Fluch geschlagen werde –,

darum sind die Schlüssel dieser Ausschüttung euch in die Hand übertragen, und dadurch könnt ihr wissen, dass der große und schreckliche Tag des Herrn nahe ist, ja, vor der Tür steht.’ (LuB 110:1–16.)

Es war geschehen! Dieses richtungsweisende Ereignis wurde von der Welt nicht beachtet, beeinflusst aber das Schicksal eines jeden Menschen, der je gelebt hat oder leben wird. Es begann in aller Stille. Die Kirche fing an, Tempel zu errichten.

In der Welt tauchten plötzlich hier und da, was man für Zufall halten könnte, Menschen und Organisationen und Vereinigungen auf, die sich für Ahnenforschung interessierten. Das alles ist seit dem Erscheinen Elijas im Kirtland-Tempel geschehen.

Von jenem 3. April 1836 an begann sich das Herz der Söhne den Vätern zuzuwenden. Danach wurden die heiligen Handlungen nicht nur vereinzelt, sondern regelmäßig vollzogen. Wir haben die Siegelungsvollmacht, und sie wird von keiner anderen Vollmacht an Wert übertroffen. Diese Macht verleiht allen heiligen Handlungen, die mit der nötigen Vollmacht für die Lebenden und die Toten vollzogen werden, Wirksamkeit und ewigen Bestand.

Alles in seiner Ordung

Nach den dramatischen Ereignissen im Kirtland-Tempel sahen sich die Heiligen aufgrund von Schwierigkeiten und Verfolgung gezwungen wegzuziehen. Wo auch immer sie sich niederließen, offenbarte der Herr Pläne für den Bau eines Tempels. So war es in Independence und in Far West, beide im Bundesstaat Missouri. Zu dieser Zeit brach die Verfolgung gegen die Heiligen mit noch nie dagewesener Heftigkeit los; sie flohen schließlich nach Nauvoo in Illinois. Auch hier erhielten sie wieder Offenbarung und das Gebot, ein Haus des Herrn zu bauen.

Der Herr erklärte den Zweck dieses Gebäudes: Die heiligen Handlungen sollten offenbart werden. „Und wahrlich, ich sage euch: Lasst dieses Haus meinem Namen gebaut werden, damit ich darin meinem Volk meine Verordnungen offenbaren kann; denn es beliebt mir, meiner Kirche zu offenbaren, was von der Grundlegung der Welt an verborgen gehalten wurde und was die Ausschüttung in der Zeiten Fülle betrifft.“ (LuB 124:40–41.)

Er wies unter anderem darauf hin, der Tempel werde für sie der Ort sein, um „eure Salbungen, eure Waschungen, eure Taufen für die Toten, eure feierlichen Versammlungen und Gedenkfeiern für die Opfer durch die Söhne Levi und für die Wahrworte an höchst heiliger Stätte – wo ihr Mitteilungen empfangt –, eure Satzungen und Richtersprüche für den Anfang der Offenbarungen und die Gründung Zions sowie für die Herrlichkeit, die Ehre und die Begabung aller seiner Bürger… durch die Verordnung meines heiligen Hauses“ zu bewerkstelligen, „und mein Volk hat allzeit das Gebot, meinem heiligen Namen ein solches Haus zu bauen.“ (LuB 124:39.)

Zu den heiligen Handlungen, die wir in der Kirche vollziehen, gehören die Taufe, das Abendmahl, die Kindessegnung und Namensgebung, der Krankensegen, die Einsetzung zu einer Berufung in der Kirche, die Ordinierung zu einem Amt. Außerdem gibt es höhere heilige Handlungen, die im Tempel vollzogen werden. Dazu gehören die Waschung, die Salbung, die Begabung und die Siegelung, die man allgemein als Tempelehe bezeichnet.

Wie wichtig sind die heiligen Handlungen für uns als Mitglied der Kirche?

Kann man ohne sie glücklich sein, erlöst werden, Erhöhung erlangen? Die Antwort: Sie sind mehr als nur ratsam oder wünschenswert, mehr als notwendig; sogar mehr als wesentlich oder lebenswichtig. Sie haben für jeden von uns die entscheidende Bedeutung.

Der Prophet Joseph Smith sagt, ihm sei häufig die Frage gestellt worden:

„Können wir denn nicht errettet werden, ohne dass wir alle diese Verordnungen über uns ergehen lassen usw.? Meine Antwort ist: Nein, jedenfalls gibt es dann keine Fülle der Errettung. Jesus sagte: ‚Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.’ Der hier gebrauchte Ausdruck Haus hätte mit Reich übersetzt werden sollen; und jeder, der in die höchste Wohnung erhöht wird, muss nach einem celestialen Gesetz leben, und zwar nach dem ganzen Gesetz.“ (History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, Hg. B. H. Roberts, 7 Bde., Salt Lake City, Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, 1949, 6:184.)

Präsident Joseph Fielding Smith hat gesagt:

„Es ist völlig gleichgültig, welches Amt Sie in der Kirche innehaben – ob Sie Apostel oder Patriarch, Hoher Priester oder sonst etwas sind: Sie können dennoch die Fülle des Priestertums nicht empfangen, solange Sie nicht in den Tempel des Herrn gehen und die Verordnungen empfangen, von denen der Prophet spricht. Niemand kann außerhalb des Tempels des Herrn die Fülle des Priestertums erlangen. (Joseph Fielding Smith, Elijah the Prophet and His Mission, Salt Lake City, Deseret Book Co., 1957, Seite 46.)

Wir haben zuvor von den höheren heiligen Handlungen gesprochen, die im Tempel vollzogen werden. Dazu gehört die Begabung. Begaben bedeutet verleihen, jemandem etwas Wertvolles dauerhaft übertragen. Bei der heiligen Handlung der Begabung wird man in dreifacher Hinsicht bereichert: a) Man empfängt Kraft von Gott. Man wird mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet. b) Man wird auch mit Wissen und Erkenntnis ausgestattet: „Sie werden in Bezug auf die Absichten und Pläne des Herrn unterwiesen.“ (Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, 2. Auflage, Salt Lake City, Bookcraft, 1966, Seite 227.) c) Wenn jemand am Altar gesiegelt wird, empfängt er als Teil seiner Begabung herrliche Segnungen, Kräfte und Ehren.

Es gibt zwei veröffentlichte Definitionen oder Beschreibungen der Begabung. Die erste stammt von Präsident Brigham Young:

„Ich will es Ihnen kurz beschreiben. Die Begabung besteht darin, alle heiligen Handlungen im Haus des Herrn zu empfangen, die ihr braucht, um nach dem Hinscheiden aus diesem Leben zurück in die Gegenwart des Vaters gelangen zu können, vorbei an den Engeln, die als Wächter aufgestellt sind, denn ihr könnt ihnen die Schlüsselwörter, Zeichen und Kennzeichen, die zum heiligen Priestertum gehören, geben und trotz Erde und Hölle eure ewige Erhöhung erlangen.“ (Discourses of Brigham Young, Hg. John A. Widtsoe, Salt Lake City, Deseret Book Co., 1971, Seite 416.)

Elder James E. Talmage beschreibt die Begabung folgendermaßen:

Die Begabung, wie sie in den heutigen Tempeln vollzogen wird, umfasst eine Belehrung über die Bedeutung und die Reihenfolge der früheren Evangeliumszeiten und darüber, wie wichtig die gegenwärtige Epoche als großartigste und erhabenste in der Geschichte der Menschheit ist. Zu dieser Belehrung gehört auch eine Darstellung der wesentlichsten Ereignisse der Schöpfung, des Daseins unserer ersten Eltern im Garten von Eden, ihres Ungehorsams und der darauf folgenden Vertreibung von jenem gesegneten Ort, ihres Zustands in der einsamen und öden Welt, wo sie im Schweiß ihres Angesichts mit Arbeit ihr Leben fristen mussten, des Erlösungsplans, wodurch die Übertretung gesühnt werden kann, der Zeit des großen Abfalls von der Wahrheit, der Wiederherstellung des Evangeliums mit all seinen Kräften und Segnungen, der unbedingten und unerlässlichen Voraussetzung der persönlichen Reinheit und Hingabe an das Gute im jetzigen Leben sowie der strikten Erfüllung aller Forderungen des Evangeliums.“ (James E. Talmage, The House of the Lord, Salt Lake City, Bookcraft, 1962, Seite 99f.; ist bei weiteren Zitaten mit The House of the Lord angegeben.)

Diese Aussage von Elder Talmage verdeutlicht, dass man beim Empfang der Begabung auch über die Absicht und den Plan des Herrn in Bezug auf die Erschaffung der Erde und ihre Besiedelung mit Menschen belehrt wird. Man erfährt ferner, was getan werden muss, damit man erhöht werden kann.

Für die volle Erhöhung ist die Segnung der Begabung erforderlich. Jeder Heilige der Letzten Tage soll danach trachten, dieser Segnung würdig zu sein und sie zu erlangen.

Die Waschung und die Salbung werden im Tempel gewöhnlich als Vorverordnungen bezeichnet. Es genügt hier zu sagen, dass es im Zusammenhang mit der Begabung Waschungen und Salbungen gibt, die hauptsächlich symbolisch zu verstehen sind, bei denen aber ganz konkrete, sowohl unmittelbare als auch zukünftige Segnungen verheißen werden.

Bei diesen heiligen Handlungen wird man im Tempel formell mit dem Garment bekleidet und empfängt dabei wunderbare Verheißungen. Es ist sehr wichtig, bei der Durchführung dieser Verordnungen sehr gut zuzuhören und sich stets daran zu erinnern, was für Segnungen einem verheißen worden sind und unter welchen Bedingungen sie in Erfüllung gehen.

Die heilige Handlung der Siegelung verbindet die Familie auf ewig. Die Eheschließung im Tempel ist eine Siegelung. Wenn ein Ehepaar, das standesamtlich geheiratet hat, danach im Tempel gesiegelt wird, so werden die inzwischen geborenen Kinder, die ja nicht im Bund geboren sind, in einer kurzen heiligen Handlung an die Eltern gesiegelt.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Leben völlig in Ordnung ist. Dies erreichen Sie nur dadurch, dass Sie die Segnungen des Tempels, nämlich die heiligen Handlungen, empfangen, denn „in seinen Verordnungen [wird] die Macht der Frömmigkeit offenbar.“ (LuB 84:20.)

Heilige Bündnisse

Der Herr verkündet in der Offenbarung, die wir als Abschnitt 132 in Lehre und Bündnisse kennen, Folgendes:

„Denn siehe, ich offenbare euch einen neuen, einen immerwährenden Bund; und wenn ihr diesen Bund nicht einhaltet, so seid ihr verdammt; denn niemand kann diesen Bund verwerfen und dann dennoch in meine Herrlichkeit eingelassen werden.

Denn alle, die von mir eine Segnung haben wollen, müssen das für diese Segnung bestimmte Gesetz und seine Bedingungen einhalten, die vor der Grundlegung der Welt festgelegt worden sind.“ (LuB 132:4–5.)

Präsident Joseph Fielding Smith definiert den neuen und immerwährenden Bund mit folgenden Worten:

„Was ist der neue und immerwährende Bund? Leider muss ich sagen, dass einige Mitglieder der Kirche bezüglich der eigentlichen Natur des neuen und immerwährenden Bundes falsch unterwiesen und informiert sind. Der neue und immerwährende Bund ist die Gesamtsumme aller Bündnisse und Verpflichtungen im Evangelium.“ (Joseph Fielding Smith, Doctrines of Salvation, 3 Bände, Salt Lake City, Bookcraft, 1954–56, 1:156; ist bei weiteren Zitaten mit Doctrines of Salvation angegeben.)

Dieser Bund umfasst alle Verordnungen des Evangeliums – deren höchste imTempel durchgeführt werden. Noch ein Zitat von Präsident Smith:

„Es gibt eine ganz klare und ausführliche Definition des neuen und immerwährenden Bundes: Er ist alles und jedes – die Fülle des Evangeliums. Also die ordnungsgemäß vollzogene Eheschließung, die Taufe, die Ordinierung zum Priestertum, alles Übrige – jeder Vertrag, jede Verpflichtung, jede Verrichtung, die zum Evangelium Jesu Christi gehört und die durch den Heiligen Geist der Verheißung gesiegelt ist, wie es das hier gegebene Gesetz besagt, ist Teil des neuen und immerwährenden Bundes.“ (Doctrines of Salvation, 1:158.)

In dem bereits zitierten Vers (LuB 132:4) sagt der Herr ganz einfach und unmissverständlich: „Denn niemand kann diesen Bund verwerfen und dann dennoch in meine Herrlichkeit eingelassen werden.“

Wer zum Tempel geht, genießt den Vorzug, bestimmte Bündnisse und Verpflichtungen in Bezug auf seine eigene Erhöhung und die Erhöhung anderer auf sich zu nehmen. Elder James E. Talmage schreibt:

„Zur heiligen Handlung der Begabung gehören auch bestimmte Verpflichtungen, die der Betreffende auf sich nimmt; er verspricht in einem Gelübde, das Gesetz völliger Tugend und Keuschheit zu befolgen, den Nächsten zu lieben und wohltätig sowie tolerant und rein zu sein; seine Fähigkeiten ebenso wie seine irdischen Güter der Verbreitung der Wahrheit und dem Wohlergehen der Menschheit zu widmen; sich unaufhörlich der Sache der Wahrhheit hinzugeben und auf jede Weise daran mitzuarbeiten, dass die Erde vorbereitet werde, ihren König – den Herrn Jesus Christus – zu empfangen. Mit jedem Bündnis und der Übernahme all dieser Verpflichtungen wird zugleich auch ein verheißener Segen ausgesprochen, dessen Verwirklichung aber davon abhängt, dass man die Bedingungen treulich erfüllt.“ (The House of the Lord, Seite 100.)

Wir geloben dem Herrn, unsere Zeit, unsere Talente und unsere Mittel seinem Reich zu weihen.

Wir sind ein Bundesvolk. Wir gehen das Bündnis ein, alles, was uns an Zeit und Geld und Fähigkeiten zur Verfügung steht – kurz alles, was wir sind und haben –, im Interesse des Reiches Gottes auf der Erde einzusetzen. Einfach ausgedrückt, wir geloben, Gutes zu tun. Wir sind ein Bundesvolk, und der Tempel ist der Mittelpunkt unserer Bündnisse, deren Quelle.

Kommen Sie zum Tempel! Sie müssen zum Tempel kommen. Wenn Sie hier als Stellvertreter für jemanden arbeiten, der bereits im Jenseits ist, müssen Sie sich noch einmal alle Bündnisse, die Sie eingegangen sind, vergegenwärtigt haben. Erneut und verstärkt werden Ihnen die großen geistigen Segnungen in den Sinn gerufen, die mit dem Haus des Herrn zusammenhängen.

Seien Sie den Bündnissen und Verordnungen des Evangeliums treu! Qualifizieren Sie sich auf Ihrem Lebensweg Schritt um Schritt für diese heiligen Handlungen. Halten Sie die damit zusammenhängenden Bündnisse in Ehren. Tun Sie das, und Sie werden glücklich sein.

Ihr Leben wird dann in Ordnung sein – alles wird an der richtigen Stelle, im rechten Zusammenhang, im rechten Lot sein. Ihre Familie wird in einer unzerstörbaren Ordnung aneinander gebunden sein.

Die Segnungen, die Sie im heiligen Tempel erhalten, beruhen auf den Bündnissen und Verordnungen. Dem Herrn wird es sicher gefallen, wenn Sie sich den Titel „Bündnistreuer“ verdienen.

Nicht ohne Widerstand

Der Tempel steht im Mittelpunkt der geistigen Kraft der Kirche. Es ist zu erwarten, dass der Widersacher versuchen wird, uns als Kirche und auch als Einzelne zu stören, wenn wir uns bemühen, an dieser heiligen, inspirierten Arbeit mitzuwirken. Bei dieser Störung kann es sich um alles Mögliche handeln – um schreckliche Verfolgung, wie in früherer Zeit, oder um Gleichgültigkeit gegenüber dem Werk. Die letztgenannte Form des Widerstands gegen die Tempelarbeit ist vielleicht am gefährlichsten und schwächt uns am nachhaltigsten.

Gegen die Tempelarbeit richtet sich so viel Widerstand, weil sie für die Heiligen der Letzten Tage und die gesamte Kirche eine Quelle großer geistiger Kraft ist.

Bei der Grundsteinlegung für den Logan-Tempel sagte Präsident George Q. Cannon:

„Jeder Grundstein, der für den Tempel gelegt wird, und jeder Tempel, der gemäß der Ordnung errichtet wird, die der Herr für sein heiliges Priestertum offenbart hat, vermindert die Macht des Satans auf der Erde und vermehrt die Macht Gottes und der Frömmigkeit, er bewegt die Himmel dazu, machtvoll für uns einzutreten, und ruft die Segnungen der ewigen Götter und derer, die in ihrer Gegenwart wohnen, auf uns herab.“ („The Logan Temple“, Millennial Star, 12. November 1877, Seite 743.)

Wenn jemand in der Kirche Sorgen hat oder ihm eine lebenswichtige Entscheidung auf der Seele lastet, ist es nicht ungewöhnlich, dass er zum Tempel geht. Das ist ein guter Ort, wo wir unsere Sorgen hintragen können. Im Tempel gewinnen wir eine geistige Perspektive und sind für die Dauer des Tempeldienstes „aus der Welt“.

Diese Arbeit hat deshalb einen so großen Wert, weil wir etwas für jemanden tun, der dazu selbst nicht imstande ist. Wenn wir für einen Verstorbenen die Begabung verrichten, fließt uns das Gebet, mit dem wir den Herrn um Hilfe anflehen, irgendwie freier aus dem Herzen. Wenn ein junges Ehepaar eine Entscheidung zu treffen hat und in der Nähe eines Tempels wohnt, ist es sehr vorteilhaft, wenn es an einer Session teilnimmt. Die geistige Atmosphäre des Tempels bewirkt eine Reinigung und Läuterung.

Manchmal sind wir so sehr mit Problemen überhäuft und werden von so vielen Dingen gleichzeitig in Anspruch genommen, dass wir einfach nicht klar denken und sehen können. Im Tempel aber löst sich, wie es scheint, die Staubwolke der Verwirrung auf, der Nebel und der Dunst heben sich, und wir können manches „sehen“, was wir vorher nicht wahrnehmen konnten, und finden einen Weg durch die Schwierigkeiten, den wir vorher nicht gesehen haben.

Der Herr segnet uns, wenn wir die heilige Arbeit im Tempel tun. Die Segnungen beschränken sich aber nicht auf den Tempeldienst, sondern erstrecken sich auf unser ganzes Leben. Der Herr kann dann nämlich an unseren Angelegenheiten – den zeitlichen wie den geistigen – Anteil nehmen.

Hin zum Schleier

Wir müssen begreifen lernen, warum wir Tempel bauen und warum die heiligen Handlungen von uns gefordert werden. Dann werden wir beständig unterwiesen und in wichtigen geistigen Angelegenheiten erleuchtet. Das geschieht Zeile auf Zeile, Weisung auf Weisung, bis wir eine Fülle von Licht und Erkenntnis erlangen. Sie wird ein großer Schutz für uns sein – für jeden Einzelnen, aber auch für die Kirche als Ganzes.

Durch keine Arbeit schützt sich diese Kirche mehr als durch die Tempelarbeit und die genealogische Forschung, auf der sie beruht. Keine andere Arbeit läutert so sehr den Geist und gibt uns mehr Kraft. Keine Arbeit erfordert ein höheres Maß an Rechtschaffenheit.

Unsere Arbeit im Tempel deckt uns wie mit einem Schutzschild, den Einzelnen genauso wie das ganze Bundesvolk.

Denn in den heiligen Handlungen des Tempels werden wir dem Bund mit dem Herrn unterstellt – dort werden wir zum Bundesvolk.

Wenn wir die Offenbarung bezüglich der Tempelarbeit akzeptieren, wenn wir ohne Vorbehalte und Ausflüchte unsere Bündnisse eingehen, wird der Herr uns beschützen. Wir werden für alle Herausforderungen des Lebens genügend Inspiration empfangen.

Die Arbeit, die mit dem Tempel zusammenhängt, ist wahr. Sie ist von jenseits des Schleiers offenbart worden, und die Offenbarung dauert an.

Persönliche Offenbarung hinsichtlich der Tempelarbeit kann jedem Mitglied der Kirche zuteil werden.

Kommen Sie also zum Tempel – kommen Sie und nehmen Sie Ihre Segnungen in Anspruch! Es ist ein heiliges Werk.