Ich habe einen Körper

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedes Kind soll lernen, seinen Körper zu schätzen und zu achten.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Daniel 1 und Lehre und Bündnisse 89; siehe auch Grundbegriffe des Evangeliums (31110 150), 29. Kapitel.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und das Buch Lehre und Bündnisse

    2. b)

      Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“ (62307); Bild 1-16, „Die Geburt Christi“; Bild 1-37, „Daniel lehnt Speise und Wein vom Tisch des Königs ab“ (Bild 114 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-38, „Kinder, die mit einem Ball spielen“

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Nehmen Sie auf Kinder in Ihrer Klasse Rücksicht, die unter körperlichen Behinderungen leiden; gehen Sie auf das ein, was sie können, nicht auf das, was sie nicht können.

Lernen

Aufmerksamkeit wecken

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Lassen Sie die Kinder aufstehen, und singen Sie mit ihnen das Lied „Kopf, Schultern, Knie und Zeh’n“ (Der Kindergarten – Anleitung, Seite 184), und machen Sie dazu die entsprechenden Bewegungen. Singen Sie das Lied so langsam, daß Sie Zeit genug haben, auf die genannten Körperteile zu zeigen oder sie zu bewegen. Nicken Sie zum Beispiel mit dem Kopf, zucken Sie die Achseln, gehen Sie in die Knie, und stellen Sie sich auf Zehenspitzen.

Kopf, Schultern, Knie und Zeh’n

Kopf, Schultern, Knie und Zeh’n,
Knie und Zeh’n, Knie und Zeh’n,
Kopf, Schultern Knie und Zeh’n,
Augen, Ohren, Mund.

Machen Sie den Kindern deutlich, daß sie beim Singen dieses Liedes ihren Körper eingesetzt haben.

Der himmlische Vater hat es so eingerichtet, daß wir alle einen irdischen Körper bekommen

Erklären Sie noch einmal, daß wir keinen irdischen Körper hatten, als wir im Himmel beim himmlischen Vater und Jesus Christus gelebt haben. Damals hatten wir nur einen Geistkörper. Um einen irdischen Körper zu erhalten, mußten wir auf die Erde kommen. Der himmlische Vater hat es so eingerichtet, daß wir geboren werden konnten und irdische Eltern haben, die für uns sorgen.

Zeigen Sie Bild 1-5, „Eine Familie mit Baby“.

• Wer ist auf diesem Bild zu sehen?

• Wer hat dafür gesorgt, daß wir auf die Erde kommen konnten, um einen Körper zu erhalten und in einer Familie aufzuwachsen?

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aufstehen und Ihre Bewegungen nachmachen. Erklären Sie, daß der Körper vom Kopf (fassen Sie Ihren Kopf an) bis hinunter zu den Zehenspitzen reicht (fassen Sie Ihre Zehen an). Unser Gesicht (lächeln Sie) und unsere Finger (bewegen Sie alle zehn Finger) gehören auch zum Körper. Jetzt sollen sich die Kinder einmal um die eigene Achse drehen und dann wieder hinsetzen.

Erklären Sie, daß wir mit unserem Körper viel tun können. Jedes Körperteil hat eine ganz spezielle Aufgabe zu erfüllen.

  • Wozu dienen die Augen?

  • Wozu dienen die Ohren?

  • Wozu dient der Mund?

  • Wozu dienen die Hände?

  • Wozu dienen die Füße?

Aktvität Lassen Sie die Kinder aufstehen und den folgenden Mitmachreim aufsagen:

Mein Körper ist so wunderbar

Mein Körper ist so wunderbar (legen Sie die Hand auf die Brust),
dank sei dem Vater im Himmel immerdar. Ich haben Ohren, Augen und Haar (legen Sie die Hand an die Ohren und deuten Sie auf die Augen)
und werde größer Jahr für Jahr.
Ich klatsche gerne laut und lange (klatschen Sie in die Hände),
und laufe schnell – ich bin nicht bange (laufen Sie auf der Stelle).
Meine Nase riecht sogleich (fassen Sie an Ihre Nase), Mamis Plätzchen – süß und weich.
Mein Körper ist ein schön’ Geschenk, und wenn ich manchmal daran denk (legen Sie einen Finger an die Stirn),
wird mir bewußt (setzen Sie sich hin),
daß Gott für uns ihn hat geplant, daß er uns als sein Abbild erschaffen hat.

Der himmlische Vater und Jesus Christus wollen, daß wir gut auf unseren Körper achtgeben

Weil unser Körper so wichtig ist, haben der himmlische Vater und Jesus Christus uns Regeln gegeben, die uns helfen sollen, auf unseren Körper achtzugeben und ihn stark und gesund zu erhalten. Diese Regeln nennt man auch das Wort der Weisheit. Zeigen Sie das Buch Lehre und Bündnisse (oder zeigen Sie, wo in Ihrer Dreifachkombination das Buch Lehre und Bündnisse beginnt). Erklären Sie den Kindern, daß das Wort der Weisheit im Buch Lehre und Bündnisse steht.

Besprechen Sie die Nahrungsmittel, die uns im Wort der Weisheit empfohlen werden und die unseren Körper gesund erhalten, beispielsweise Obst, Gemüse und Getreide. Besprechen Sie dann die Substanzen, die wir nicht zu uns nehmen sollen, nämlich Tabak, Alkohol und Kaffee. Machen Sie den Kindern deutlich, daß der himmlische Vater und Jesus sich freuen und uns segnen, wenn wir das Wort der Weisheit befolgen und das essen, was richtig ist.

Geschichte

Erzählen Sie anhand von Daniel 1, daß Daniel das aß, was der himmlische Vater wollte. Zeigen Sie zum passenden Zeitpunkt Bild 1-37, „Daniel lehnt Speise und Wein vom Tisch des Königs ab“.

• Was tat Daniel, als der König ihm befahl, das zu essen, was gar nicht gut für ihn war? (Siehe Daniel 1:8,12,13.)

• Wie wurden Daniel und seine Freunde dafür gesegnet, daß sie die Regeln des himmlischen Vaters für das, was wir essen sollen, befolgten? (Siehe Daniel 1:15,17,20.)

• Welche gesunden Nahrungsmittel eßt ihr?

• Warum sollt ihr gesundes Essen zu euch nehmen?

• Was für ein Gefühl habt ihr, wenn ihr das eßt, was gut für euch ist?

Erklären Sie, daß wir aber noch mehr tun müssen, damit unser Körper gesund und stark bleibt.

Zeigen Sie Bild 1-38, „Kinder, die mit einem Ball spielen“.

• Was tun die Kinder auf dem Bild?

• Warum ist es so wichtig, daß wir uns körperlich betätigen?

• Was können wir noch tun, um uns körperlich zu betätigen?

Legen Sie jetzt beide Hände auf die eine Seite des Gesichts, und schließen Sie die Augen, als ob Sie schlafen wollten.

• Was tue ich gerade?

• Warum ist es so wichtig, daß wir genug Schlaf bekommen?

Tun Sie jetzt so, als ob Sie sich die Hände waschen.

• Was tue ich gerade?

• Wann sollen wir uns die Hände waschen?

• Wann sollen wir baden?

• Wann sollen wir uns die Zähne putzen?

• Warum ist es so wichtig, daß wir sauber sind?

Besprechen Sie noch weitere wichtige Gesundheitsregeln, zum Beispiel daß wir uns dem Wetter entsprechend anziehen, auf unsere Sicherheit achten und dafür sorgen sollen, daß wir genug frische Luft bekommen.

Der himmlische Vater und Jesus Christus wollen, daß wir gut auf unseren Körper achtgeben

Erklären Sie, daß der himmlische Vater und Jesus wollen, daß wir unseren Körper vor Verletzungen und vor allem schützen, was ihm schadet. Fragen Sie die Kinder, welchen Gefahren sie möglicherweise begegnen könnten, und stellen Sie dazu die folgenden Fragen. Sie können sich auch selbst einige Fragen überlegen:

  • Was kann passieren, wenn ihr mit Streichhölzern spielt?

  • Was kann passieren, wenn ihr auf der Straße spielt oder dort, wo viele Autos stehen?

  • Was kann passieren, wenn ihr mit Messer und Schere nicht vorsichtig umgeht?

  • Warum schnallen wir uns an, wenn wir mit dem Auto fahren?

Erklären Sie, daß wir gut auf unseren Körper achtgeben müssen und nichts tun dürfen, was für unseren Körper gefährlich ist und wodurch wir uns verletzen könnten. Sagen Sie, daß der himmlische Vater und Jesus wollen, daß wir in Sicherheit und glücklich sind. Sie wollen, daß wir auf unseren Körper achtgeben, damit wir gesund bleiben.

Zeugnis

Sagen Sie, daß Sie für Ihren Körper dankbar sind und daß Sie sich sehr darüber freuen, wenn die Kinder gut auf ihren Körper achten, damit sie gesund und stark bleiben.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Ich bin so gelenkig“ (Lieder und Gedichte für Aktivitäten, Seite 6), und machen Sie dazu darstellende Bewegungen. Sagen Sie den Kindern, wie dankbar Sie für Ihren Körper sind und dafür, daß Sie so viel mit ihm tun können.

  2. 2.

    Bringen Sie Bilder von verschiedenen Nahrungsmitteln und Getränken mit in den Unterricht, und lassen Sie die Kinder überlegen, was gut und was schlecht für ihren Körper ist. Erklären Sie, daß manches zwar gut schmeckt, daß wir aber nicht zuviel davon essen dürfen. Süßigkeiten beispielsweise schmecken zwar gut, aber wenn man zuviel davon ißt, wird man krank. Zeigen Sie den Kindern Bilder von Nahrungsmitteln, die gut für uns sind.

  3. 3.

    Bringen Sie in einer Tasche Gegenstände mit in den Unterricht, die uns helfen, auf unseren Körper achtzugeben und die unter anderem auch für Sauberkeit sorgen, beispielsweise ein Stück Seife, einen Waschlappen und ein Gästehandtuch und eine Zahnbürste. Außerdem etwas zu essen, was gut für uns ist, eine kleine Decke, die an das Schlafen erinnern soll, und einen Gegenstand, der mit körperlicher Ertüchtigung im Zusammenhang steht, beispielsweise einen Ball. Geben Sie den Kindern ein paar Hinweise, und lassen Sie sie dann raten, um welche Gegenstände es sich handelt. Wenn sie richtig geraten haben, dürfen sie den Gegenstand anschauen. Machen Sie dieses Spiel so lange, bis die Kinder alle Gegenstände erraten haben.

  4. 4.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen und pantomimisch darstellen, wie sie ihren Körper sauber halten. Sie sollen vormachen, wie sie sich die Hände waschen, die Zähne putzen oder die Haare kämmen. Anschließend sollen sie zeigen, wie sie sich am liebsten bewegen, nämlich springen, hüpfen, Seil springen oder einen Ball werfen.

  5. 5.

    Sprechen Sie mit den Kindern darüber, daß manche Menschen einen Körper haben, mit dem etwas nicht ganz in Ordnung ist. Wir dürfen über solche Menschen aber nicht spotten und auch nicht mit dem Finger auf sie weisen oder über sie lachen. Besprechen Sie, wie wir uns Körperbehinderten gegenüber verhalten sollen. (Uns mit ihnen unterhalten, mit ihnen Freundschaft schließen, sie ganz normal behandeln, ihnen helfen, wenn sie Hilfe brauchen.)

  6. 6.

    Lassen Sie jedes Kind ein Bild von sich malen, und schreiben Sie darauf Ich bin dankbar für meinen Körper.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Zeigen Sie Bild 1, „Eine Familie mit Baby“, und besprechen Sie es.

    • Wart ihr auch einmal ein Baby?

    • Wann kann ein Baby laufen und sprechen?

    Erinnern Sie die Kinder daran, daß sie auch einmal ein Baby waren, daß sie jetzt aber schon viel gewachsen sind und viel mehr tun können als ein Baby. Und je größer sie werden, desto mehr können sie tun.

    Zeigen Sie Bild 1-16, „Die Geburt Christi“, und sagen Sie den Kindern, daß auch Jesus einmal ein Baby war.

  2. 2.

    Deuten Sie auf Ihren Mund, und sagen Sie: „Dies ist mein Mund.“ Fragen Sie dann: „Könnt ihr mir euren Mund zeigen?“ Die Kinder sollen auf ihren eigenen Mund zeigen. Tun Sie das gleiche mit den Augen, der Nase, den Ohren und den Füßen. Dann deuten Sie ohne ein Wort auf die genannten Körperteile und lassen die Kinder die entsprechende Bezeichnung nennen. Wenn die Kinder die richtigen Bezeichnungen schon kennen, können Sie auch über Körperteile sprechen, mit denen die Kinder möglicherweise weniger vertraut sind, wie zum Beispiel Ellbogen, Knie, Handgelenke und Fußgelenke.

  3. 3.

    Erfinden Sie eine kleine Geschichte, die von einem Kind handelt, das in Ihrem Land wohnt. Erzählen Sie, wie es morgens aufwacht, sich anzieht, frühstückt usw., bis der Tag zu Ende ist. Sagen Sie, was das Kind alles tut, und fragen Sie, welche Glieder seines Körpers es dafür braucht.

  4. 4.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen und die folgende Bewegungsübung machen; beim ersten Vers kauern Sie sich nieder, beim zweiten Vers strecken Sie die Arme in die Höhe.

    Einst war ich ein Baby, Baby, Baby,
    einst war ich ein Baby – winzigklein.
    Jetzt werd’ ich immer größer, größer, größer,
    jetzt werd’ ich immer größer – riesengroß.