Ich bin dankbar für meine Ohren

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedem Kind vermitteln, daß es für seine Ohren und das, was es damit tun kann, dankbar sein soll.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Markus 7:32–35 und Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und die Köstliche Perle

    2. b)

      Bild 1-4, „Die erste Vision“ (Bild 403 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-41, „Ein Kind mit einem Hörgerät“; ein Bild vom derzeitigen Propheten

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Nehmen Sie auf Kinder in Ihrer Klasse Rücksicht, die unter körperlichen Behinderungen leiden; gehen Sie auf das ein, was sie können, nicht auf das, was sie nicht können.

Lernen

Aufmerksamkeit wecken

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Flüstern Sie, wenn Sie folgendes tun:

Begrüßen Sie jedes Kind. Tragen Sie den Kindern auf, etwas zu tun, zum Beispiel sich hinzusetzen, eine Hand zu heben, die Hand wieder zu senken oder zwei Finger in die Höhe zu halten.

Fragen Sie die Kinder dann mit normaler Stimme, woher sie wußten, was sie tun sollten, wo Sie doch geflüstert haben.

• Welcher Körperteil hat euch geholfen, das zu verstehen, was ich gesagt habe?

Unsere Ohren sind uns ein Segen

Lied

Singen Sie mit den Kindern die ersten beiden Strophen des Liedes „Unsrem Vater danken wir“ (Sing mit mir, A–3), oder sagen Sie sie auf.

Unsrem Vater danken wir für die vielen Gaben, denn er gibt uns alles hier, alles, was wir haben.

Augen, Ohren gab er mir, nichts hat er vergessen, was ich brauche, find ich hier, Kleidung und auch Essen.

• Was hat uns der himmlische Vater gegeben? Wovon ist in diesem Lied die Rede?

• Was hilft uns beim Hören? (Die Ohren.)

Die Kinder sollen einmal vorsichtig ihre Ohren anfassen. Erklären Sie, daß wir nicht mit den äußeren Ohrmuscheln hören, sondern daß diese Muscheln dafür sorgen, daß die Töne ins Innere des Ohres geleitet werden. Im Inneren des Ohres sitzen die Gehörnerven, die dafür sorgen, daß wir hören können.

• Was können wir tun, um vorsichtig mit unseren Ohren umzugehen?

Wir müssen unsere Ohren vor lautem Krach schützen und dürfen nichts hineinstecken.

Erklären Sie, daß bei manchen Menschen die Ohren aus verschiedenen Gründen nicht richtig funktionieren, so daß sie nicht alles hören können, was Menschen mit gesunden Ohren hören. Wenn es in Ihrer Gemeinde jemanden gibt, der nicht gut hören kann, können Sie den Kindern erklären, daß ein Hörgerät dem Betreffenden hilft, wieder besser zu hören. Zeigen Sie dazu Bild 1-41, „Ein Kind mit einem Hörgerät“. Machen Sie den Kindern bewußt, daß Menschen, die schlecht hören können, meistens auch Schwierigkeiten beim Sprechen haben, weil man nämlich dadurch Sprechen lernt, daß man die Töne nachahmt, die man hört.

Aktivität

Sagen Sie mit Ihren Händen in der Zeichensprache: „Ich liebe dich.“ (Siehe Lektion 17.)

• Wißt ihr noch, was diese Zeichen bedeuten?

Die Kinder sollen die Zeichen nachmachen.

Erklären Sie noch einmal, daß Sie in der letzten Woche darüber gesprochen haben, wie man mit den Händen sprechen kann, nämlich in der Zeichensprache. Machen Sie den Kindern bewußt, daß Menschen, die nicht hören können, auf andere Weise miteinander sprechen, zum Beispiel in der Zeichensprache, indem sie aufschreiben, was sie sagen wollen, und indem sie anderen die Worte von den Lippen ablesen.

Geschichte

Erzählen Sie anhand von Markus 7:32–35, wie Jesus einen Mann geheilt hat, der nicht hören konnte.

• Was für ein Gefühl hatte der Mann wohl, als er auf einmal hören konnte?

Sagen Sie, was für ein großer Segen es ist, wenn man hören kann.

Wir können mit den Ohren Geräusche hören

Aktivität

Sagen Sie den Kindern, daß Sie jetzt mit ihnen eine Übung machen werden, bei der sie ihr Gehör anstrengen müssen.

Lassen Sie die Kinder nacheinander nach vorn kommen, und flüstern Sie jedem Kind den Namen eines Tieres oder eines Gegenstandes ins Ohr, mit dem es vertraut ist und das Töne von sich gibt. Dann soll das Kind den anderen das entsprechende Geräusch vormachen, und diese müssen raten, worum es sich handelt. (Beispiele: die Kuh muht, der Hund bellt, das Telefon klingelt, das Polizeiauto macht Tatütata.)

Besprechen Sie mit den Kindern, welche wichtigen Geräusche sie mit ihren Ohren hören können, nämlich wenn die Eltern rufen oder wenn ein Warntorn ertönt, mit dem wir vor etwas Schlimmem bewahrt werden sollen.

• Welche Töne hört ihr am liebsten?

Wir können hören, was der himmlische Vater und Jesus Christus uns lehren wollen

Die Kinder sollen sich still hinsetzen und angestrengt horchen.

• Was hört ihr?

Besprechen Sie die verschiedenen Geräusche, die die Kinder hören können: Türen werden geöffnet und geschlossen, Menschen unterhalten sich außerhalb des Zimmers, die Orgel spielt, der Wind pfeift, die Vögel zwitschern.

• Was kann man in der Kirche noch hören?

In der Kirche hören wir, was unsere Lehrer, unsere Eltern, die PV-Leiterin, der Bischof und andere Führer der Kirche sagen.

• Warum ist es wichtig, daß wir hören, was sie sagen?

Sagen Sie, daß sie uns erklären, was der himmlische Vater und Jesus von uns wollen und was wir tun sollen.

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-4, „Die erste Vision“, und lassen Sie die Kinder sagen, was sie im Zusammenhang mit diesem Bild noch wissen. Schlagen Sie die Köstliche Perle auf, und lesen Sie vor, was der himmlische Vater zu Joseph Smith gesagt hat, nämlich: „Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17.)

Die Kinder sollen diesen Satz einige Male wiederholen. Erklären Sie dann, daß wir auf das hören sollen, was der himmlische Vater und Jesus sagen. Machen Sie den Kindern bewußt, daß der himmlische Vater und Jesus zwar nicht zu allen Menschen auf die gleiche Weise sprechen wie zu Joseph Smith, daß wir aber anhören sollen, was unsere Eltern, unserer Lehrer und die Führer der Kirche sagen. Sie erklären uns nämlich, was der himmlische Vater und Jesus von uns wollen und was wir wissen müssen. Auch der Heilige Geist kann uns sagen, was wir tun sollen.

Zeigen Sie das Bild vom lebenden Propheten.

• Wer ist das?

Erklären Sie den Kindern, daß der himmlische Vater und Jesus durch die Führer der Kirche zu uns sprechen, vor allem durch den Propheten und unseren Bischof. Sie sagen uns, was wir tun sollen, und wir müssen ihnen aufmerksam zuhören.

Zeugnis

Sagen Sie, daß Sie für Ihre Ohren und dafür, daß Sie hören können, dankbar sind.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Die Kinder sollen die Augen schließen und mit beiden Händen bedecken. Dann legen Sie einem Kind die Hand auf den Kopf, und es sagt: „Ich bin dankbar für meine Ohren.“ Die anderen Kinder sollen raten, welches Kind gesprochen hat. Machen Sie dieses Spiel so lange, bis alle Kinder an der Reihe waren.

  2. 2.

    Sagen Sie mit den Kindern den folgenden Vers auf:

    Mein Körper ist so wunderbar

    Mein Körper ist so wunderbar (legen Sie die Hand auf die Brust),
    dank sei dem Vater im Himmel immerdar.
    Ich habe Ohren, Augen und Haar (legen Sie die Hand an die Ohren und deuten Sie auf die Augen)
    und werde größer Jahr für Jahr.
    Ich klatsche gerne laut und lange (klatschen Sie in die Hände),
    und laufe schnell – ich bin nicht bange (laufen Sie auf der Stelle).
    Meine Nase riecht sogleich (fassen Sie an Ihre Nase), Mamis Plätzchen – süß und weich.
    Mein Körper ist ein schön Geschenk,
    und wenn ich manchmal daran denk (legen Sie einen Finger an die Stirn),
    wird mir bewußt (setzen Sie sich hin),
    daß Gott für uns ihn hat geplant, daß er uns als sein Abbild erschaffen hat.
  3. 3.

    Stellen Sie sich hinter die Kinder; diese sollen alle in dieselbe Richtung schauen wie Sie. Machen Sie mit den Händen oder mit irgendwelchen Gegenständen bestimmte Geräusche, und lassen Sie die Kinder raten, wie Sie diese Geräusche machen. Sie können zum Beispiel in die Hände klatschen, mit den Fingern schnippen oder mit einer Glocke klingeln. Anschließend sollen die Kinder versuchen, die Geräusche nachzumachen.

  4. 4.

    Nehmen Sie Geräusche auf Band auf, die jeden Tag immer wieder zu hören sind, beispielsweise das Bellen eines Hundes, das Zwitschern der Vögel oder lautes Lachen. Spielen Sie die Geräusche im Unterricht vor; die Kinder sollen zuhören und erraten, um welche Geräusche es sich handelt.

  5. 5.

    Bringen Sie den Kindern bei, in der Zeichensprache den Text eines einfaches Liedes oder einen einfachen Satz zu sagen. Wenn Sie jemanden kennen, der gut mit der Zeichensprache vertraut ist, können Sie den Betreffenden bitten, in den Unterricht zu kommen und mit den Händen den Text des Liedes „Ich bin ein Kind von Gott“ wiederzugeben, während die Kinder das Lied singen.

  6. 6.

    Setzen Sie sich mit den Kindern im Kreis hin, und spielen Sie „Stille Post“. Dazu flüstern Sie dem Kind, das neben Ihnen sitzt, etwas ins Ohr. Das Kind flüstert das Gehörte dann dem Kind neben sich ins Ohr und so weiter, bis die Nachricht beim letzten Kind angekommen ist. Das letzte Kind sagt dann, was es verstanden hat. Sagen Sie anschließend, was Sie dem ersten Kind ins Ohr geflüstert haben, und machen Sie deutlich, wie sehr sich die Nachricht von einem Kind zum anderen verändert hat.

    Fragen Sie die Kinder nach dem Spiel, womit sie die Nachricht gehört haben. (Mit den Ohren.) Sagen Sie ihnen, daß sie dem himmlischen Vater für ihre Ohren dankbar sein sollen.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Gehen Sie nach Möglichkeit mit den Kindern nach draußen, und sagen Sie ihnen, daß sie ganz aufmerksam hinhören sollen. Was können sie hören? Gehen Sie dann ins Klassenzimmer zurück, und lassen Sie die Kinder erzählen, was sie gehört haben.

  2. 2.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen und den folgenden Vers aufsagen; machen Sie dazu die entsprechenden Bewegungen:

    Ich fasse Haare und Augen an

    Ich fasse Haare und Augen an,
    setz’ mich gerade, steh’ auf sodann.
    Dann fasse ich an Ohren,
    Nase und Kinn und setze mich leise wieder hin.
    Ich heb’ die Arme ganz weit hoch
    und spreiz’ die Finger mein.
    Erst werde ich ganz riesengroß,
    dann werd’ ich wieder klein.

    Wir strecken uns bis an die Decke und gehen bis in jede Ecke. Wir bücken uns flink und munter, ganz, ganz tief hinunter.