Ich bin dankbar für meine Augen

Primarvereinigung Leitfaden 1: Ich bin ein Kind Gottes, 1999


Zweck

Jedem Kind vermitteln, daß es für seine Augen und das, was es damit tun kann, dankbar sein soll.

Vorzubereiten

  1. 1.

    Studieren Sie gebeterfüllt Johannes 9:1–7 und 3 Nephi 11:1–17.

  2. 2.

    Sie brauchen:

    1. a)

      die Bibel und das Buch Mormon

    2. b)

      eine leere Garnrolle mit einem großen Loch in der Mitte und einen Schnürsenkel oder ein Stück Bindfaden (wenn Ihre Klasse groß ist, können Sie mehrere Rollen und mehrere Schnürsenkel zum Unterricht mitbringen)

    3. c)

      einen Schal oder ein Tuch zum Augenverbinden

    4. d)

      Bild 1-43, „Jesus heilt einen Blinden“ (Bild 213 in Bilder zum Evangelium); Bild 1-44, „Jesus lehrt in der westlichen Hemisphäre“ (Bild 316 in Bilder zum Evangelium)

  3. 3.

    Bereiten Sie weitere Aktivitäten aus dem Abschnitt „Zur Vertiefung“ vor, die Sie verwenden wollen.

Hinweis: Nehmen Sie auf Kinder in Ihrer Klasse Rücksicht, die unter körperlichen Behinderungen leiden; gehen Sie auf das ein, was sie können, nicht auf das, was sie nicht können.

Lernen

Aufmerksamkeit wecken

Bitten Sie ein Kind, das Anfangsgebet zu sprechen.

Zeigen Sie den Kindern, wie einfach es ist, den Schnürsenkel oder das Stück Bindfaden mit offenen Augen durch die Garnrolle zu ziehen. Schließen Sie dann die Augen, und versuchen Sie erneut, den Schnürsenkel durch die Garnrolle zu ziehen. Anschließend sollen die Kinder es auch versuchen.

Unsere Augen sind uns ein Segen

Erklären Sie, daß wir Augen haben, damit wir lesen und lernen, arbeiten und spielen können und damit wir sehen, wie wunderschön die Erde ist.

Besprechen Sie mit den Kindern, was anders wäre, wenn sie nichts sehen könnten.

• Wie würdet ihr dann essen?

• Woher wüßtet ihr, was ihr anziehen sollt?

• Wie würdet ihr euch bei euch zu Hause zurechtfinden?

Lied

Singen Sie mit den Kindern das Lied „Zwei kleine Augen“ (Lieder und Gedichte für Aktivitäten, Seite 4), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf.

Zwei kleine Augen, schau, schau, schau.
Was die so alles sehn.
Hand und Schultern,
Knie und Zeh’n.
An mir gibts so viel zu sehn.
Tra la la la la.
Zwei kleine Augen sehn.
Zwei kleine Augen, schau, schau, schau.
An mir gibts so viel zu sehn.
(Aus Merrily We Sing. © 1948, 1975 by Pioneer Press, Inc. [Gruppe von Jackman Music]. Abdruck mit freundlicher Genehmigung.)

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aus dem Fenster schauen (oder sich ein schönes Bild ansehen) und sich vorstellen, sie könnten heute zum erstenmal sehen. Lassen Sie sie beschreiben, was sie sehen, und sprechen Sie über Formen und Farben. Machen Sie den Kindern bewußt, welch großer Segen es ist, wenn man sehen kann.

• Was schaut ihr euch am liebsten an?

Erklären Sie, daß manche Menschen nicht gut sehen können. Diese Menschen müssen eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, damit sie besser sehen können. Es gibt auch Menschen, die blind sind und gar nichts sehen können.

Aktivität

Besprechen Sie, wie ein Blinder lernen kann, sich eigenständig in seiner Umgebung zu bewegen, indem er sich von einem Blindenhund führen läßt oder einen Blindenstock benutzt. Verbinden Sie einem Kind die Augen, und sagen Sie, daß Sie jetzt den Blindenhund spielen werden. Strecken Sie einen Arm aus; das Kind soll ihn so festhalten, als ob er eine Hundeleine wäre. Führen Sie das Kind dann durch den Raum. Lassen Sie die Kinder abwechselnd den Blinden und den Blindenhund spielen.

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-43, „Jesus heilt einen Blinden“, und erzählen Sie, wie Jesus den Blinden geheilt hat. (Siehe Johannes 9:1–7.)

• Was hat Jesus mit der Erde gemacht? (Siehe Johannes 9:6.)

• Was geschah, als sich der Blinde im Teich gewaschen hatte? (Siehe Johannes 9:7.)

• Was für ein Gefühl hatte der Blinde wohl, als er plötzlich sehen konnte?

Ich bin dem himmlischen Vater für meine Augen dankbar

Aktivität

Lassen Sie die Kinder aufstehen und gemeinsam mit Ihnen den folgenden Vers aufsagen; lassen Sie sie dabei auf die genannten Körperteile deuten.

Ich bin dankbar für meine Ohren

Ich bin dankbar für meine Ohren,
für Nase und Augen, die sehn.
Für meine Hände und Arme,
für Beine, Füße und Zehn.
(Aus Lieder und Gedichte für Aktivitäten, Seite 43.)

Geschichte

Zeigen Sie Bild 1-44, „Jesus lehrt in der westlichen Hemisphäre“, und lassen Sie jedes Kind eine Einzelheit nennen, die ihm auf dem Bild aufgefallen ist. Erzählen Sie, wie Jesus den Menschen in Amerika erschienen ist. (Siehe 3 Nephi 11:1–17.)

• Wen sahen die Menschen in Amerika?

• Was für ein Gefühl hatten die Menschen wohl, als sie Jesus sahen? (Siehe 3 Nephi 11:16,17.)

• Welche Farbe hatte das Gewand, das Jesus trug? (Siehe 3 Nephi 11:8.)

Erklären Sie, daß wir Jesus wahrscheinlich nicht so sehen werden, wie die Nephiten ihn damals gesehen haben, daß wir aber immer an ihn und an seine Liebe für uns denken können, wenn wir sehen, wie schön die Erde ist.

Zeugnis

Sagen Sie den Kindern, wie dankbar Sie für Ihre Augen sind, und erklären Sie, daß Sie immer an Jesus und den himmlischen Vater und ihre Liebe zu uns denken müssen, wenn Sie all das Schöne sehen, was sie erschaffen haben. Sagen Sie den Kindern, daß auch sie dem himmlischen Vater für ihre Augen danken sollen.

Zur vertiefung

Wählen Sie aus den folgenden Aktivitäten solche aus, die Sie im Unterricht verwenden wollen.

  1. 1.

    Fordern Sie die Kinder auf, die Augen, die Augenlider, die Augenbrauen und die Augenwimpern eines anderen Kindes genau anzuschauen. Erklären Sie, daß unsere Augenlider, unsere Augenbrauen und unsere Augenwimpern dazu beitragen, daß wir keinen Schmutz, Staub und Schweiß in die Augen bekommen.

  2. 2.

    Bohren Sie vor dem Unterricht mit einem spitzen Gegenstand Löcher in ein Blatt Papier, und zwar in Form eines Kreises und eines Rechtecks. Verbinden Sie den Kindern dann nacheinander die Augen, und lassen Sie sie die Löcher im Papier fühlen. Erklären Sie dazu, daß die Blindenschrift, mit der Blinde lesen können, nach demselben Prinzip funktioniert.

  3. 3.

    Zeichnen Sie für jedes Kind auf eine Tüte ein Gesicht mit Augen, die sich öffnen und schließen lassen (siehe die Abbildung am Ende der Lektion). Schreiben Sie auf die Tüten Ich bin dankbar für meine Augen. Die Kinder sollen die Augen bunt anmalen und das Gesicht mit Haaren umrahmen. Zeigen Sie den Kindern anhand dieser Tüten anschließend, wie wir die Augen aufmachen und sie schließen, beispielsweise wenn wir aufwachen oder wenn wir ins Bett gehen, wenn wir beten oder wenn wir Angst haben.

    paper bag faces
  4. 4.

    Gehen Sie nach Möglichkeit mit den Kindern nach draußen, und machen Sie einen kurzen Spaziergang. Sagen Sie den Kindern, daß sie die Arme verschränken und ganz leise sein sollen, damit sie sich beim Gehen auf ihre Augen konzentrieren können. Wenn Sie wieder im Klassenzimmer sind, lassen Sie die Kinder erzählen, was sie alles gesehen haben.

Zusätzliche aktivitäten für kleinere kinder

  1. 1.

    Singen Sie mit den Kindern das Lied „Popcorn am Aprikosenbaum“ (Sing mit mir, G–17), oder sagen Sie gemeinsam den Text auf. Erklären Sie dazu, daß die Blüten an manchen Bäumen wie Popcorn aussehen.

    • Wenn ihr jetzt aus dem Fenster schauen würdet, könntet ihr dann, wie es im Lied heißt, Popcorn am Aprikosenbaum sehen? Was seht ihr, wenn ihr nach draußen schaut?

    Die Kinder sollen aus dem Fenster schauen. Sie können auch kurz mit ihnen nach draußen gehen und anschließend besprechen, was sie dort alles gesehen haben.

    • Was braucht ihr, um etwas sehen zu können? (Eure Augen.)

    Sagen Sie noch einmal, daß wir dem himmlischen Vater für unsere Augen dankbar sein sollen.

  2. 2.

    Lassen Sie die Kinder aufstehen und den folgenden Vers aufsagen. Dazu sollen sie die entsprechenden Bewegungen machen:

    Ich fasse Haare und Augen an, setz’ mich gerade, steh’ auf sodann. Dann fasse ich an Ohren, Nase und Kinn und setze mich leise wieder hin.

    Ich heb’ die Arme ganz weit hoch und spreiz’ die Finger mein. Erst werde ich ganz riesengroß, dann werd’ ich wieder klein.

    Wir strecken uns bis an die Decke und gehen bis in jede Ecke. Wir bücken uns flink und munter, ganz, ganz tief hinunter.

  3. 3.

    Zeigen Sie den Kindern einen kleinen Gegenstand, und erklären Sie, daß Sie diesen Gegenstand jetzt irgendwo im Klassenzimmer verstecken werden. Um ihn zu finden, müssen die Kinder ihre Augen anstrengen. Sagen Sie den Kindern jetzt, daß sie die Augen schließen sollen, und verstecken Sie den Gegenstand so, daß er zwar leicht zu finden ist, aber nicht sofort ins Auge fällt. Dann sollen die Kinder die Augen wieder aufmachen und den Gegenstand suchen, ohne sich dabei zu bewegen oder etwas zu sagen. Wer den Gegenstand gefunden hat, faltet die Hände. Schärfen Sie den Kindern ein, daß sie leise sein sollen und daß jeder den Gegenstand nur mit den Augen suchen darf. Machen Sie dieses Spiel so lange, wie die Kinder Spaß daran haben.